Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Fußball (Seite 16 von 77)

Das bessere Team

Glückwunsch nach Dortmund

Das zum Springerkonzern zählende Portal “Transfermarkt” attestiert PSG einen “Marktwert” von knapp über 1 Mrd. €, dem BVB deutlich unter einer halben. Tja, so kanns gehen: die Milliarde traf heute fünfmal Latte und Pfosten, die weniger als eine Halbe einmal das Tor. Die Begeisterung in meiner Fussballkneipe war allgemein, dass dem katarischen wenig heimlichen Herrscher im europäischen Fussballbusiness Nasser Al-Khelaifi, Spross der qatarischen Emir-Familie, die Grenzen feudalistischer Herrschaft in Europa auf ganz sportliche Weise aufgezeigt wurden. Weiterlesen

Unsexy und reich

Tote Kunst und ein Verstorbener mit Kunstverstand

Leute gibt es, selbst heute noch, die Berlin für “hip” halten. Dagegen war ich lebenslang immun, vor und nach 1990. Über das Treiben eines gewissen Smerling, der sich hier wie dort leider besser auskennt, als die meisten dummen Kommunalpolitiker*innen, haben wir hier mehrmals berichtet. Nun gibt es einen – vorsichtig geschätzt – um ein paar Jahrzehnte verspäteten Appell einer Leidtragenden. Laura Ewert/Berliner Zeitung: Aufruf ans Berliner Kultur-Prekariat: Geht in den Streik und verlasst Berlin! – Berlin gilt als teuer, aber sexy. Aber wie lange noch? Diejenigen, die Berlin hip gemacht haben, können sich kaum etwas leisten. Zeit für Protest!” Weiterlesen

Brasilien, Blicke.

Einen wunderschönen guten Morgen! Kaum hatte ich den krassen Fehlstart von Grêmio Porto Alegre (nach dem Weggang des Uruguayos Luis Suárez in die Major League Soccer) in Brasileirão und Copa Libertadores thematisiert, schon zuckte der sich vermeintlich im Sterben befindende Klub aus Rio Grande do Sul auch schon. Erst folgten zwei Heimsiege gegen Paranaense und Cuiaba (gut, letztere verteidigen punkt- und torlos auch eisern die Rote Laterne der Meisterschaft der Brasucas), dann überraschte der Tricolor Gaúcho in der Copa Libertadores auch noch die Argentinier von Estudiantes auswärts in La Plata, wo das vom Henker des HSV, Renato Portaluppi, dirigierte Team in Unterzahl mit 0:1 dominierte. Weiterlesen

Keine erste Adresse

Die Aussagekraft des Fussballkonzerns aus dem süddeutschen Raum

Was bedeutet es, wenn die Tatsache, dass ein Geschäftspartner eine Rechnung bezahlt, eine Nachricht für die Medien ist? Ein Jahr selbstständige Arbeit genügte mir, um das zu wissen: nichts Gutes. Dass in einer Zeit des Krieges zwischen Geldgebern und Profifussball-der-Herren-Betrieben nun der Marktführer in dieser Weise taumelt, wie er es tut, ist ebenfalls kein Zufall. Spätestens beim schwindelerregend gesellschaftsblind taumelnden Agieren der Branche in der Coronakrise war absehbar, was sich erst jetzt präsentiert. Es fehlt eine Vision, ein zukunftsorieniertes und gleichzeitig realistisches Selbstbild – und das dafür erforderliche qualifizierte Fachpersonal. Weiterlesen

Gleichwertig

Der BVB unter den “besten Vier” in Europa

An der Seite eines Beueler BVB-Fans habe ich diese Saison so viele Spiele der Angestellten der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA gesehen, dass es mir auch etwas unwirklich vorkommt, dass die heute ein Halbfinale der sog. “Champions League” spielen konnten. Viele europäische Fussballmeister, echte Champions also, dürfen gar nicht wirklich mitspielen, weil sie zu wenig TV-Umsatz auf die Waage bringen. Den bringt der BVB selbstverständlich mit. Meine Fussballkneipe war vollbesetzt. Weiterlesen

“Zeitenwende” im deutschen Profifussball

(der Herren)

Das sieht nicht gut aus. Krieg vernichtet jede Sicherheit, auch die Planungssicherheit. Zwischen der Deutschen Fussball-Liga, dem Kartell der 36 Vereine der 1. und 2. Liga, und dem Sportstreaminganbieter Dazn, dem Medium des ukrainisch-russischen-US-amerikanischen Oligarchen Blavatnik, ist Krieg. Der gewöhnlich aus Frankfurter Fluren bestens informierte Sportchef der FR Jan Christian Müller formuliert es so: “Gerade sieht es aber verdächtig danach aus, als sei das Tischtuch zwischen DFL und DAZN nicht nur zerrissen, sondern geradezu zerrupft.” Weiterlesen

Diskursverschiebungen im geistigen Bürgerkrieg

Das Beste von gestern

Aber ich fange zuerst mit dem grössten Blödsinn an. Ich gestehe gerne, dass ich mich vor gut einer Woche – auf sehr freundschaftliche Weise – mit Wolfgang Lieb getroffen habe, der bis 2015 Mitherausgeber der nachdenkseiten war. Er ist dort im politischen Streit ausgeschieden. Meine persönliche Meinung: das diskursive Niveau dieses Portals hat sich danach verschlechtert, und zwar sehr. Aber Extradienst-Leser*innen können das selbst beurteilen. Dort las ich gestern: “Insbesondere Herr Habeck ist dafür verantwortlich, dass das exportorientierte Deutschland mitten in einer Energiekrise auf die günstige und CO2-freie Kernenergie verzichten musste.” (fett von mir). Dä. Weiterlesen

Sibylle Berg wird Placebo

Zwei Menschen, die ich mindestens insoweit verehre, dass ich aufmerksam wahrnehme, was sie öffentlich unternehmen, haben mich diese Woche überrascht. Entsprechend herrschender Machtverhältnisse beginne ich mit dem Mann: Xavier Hernández i Creus bleibt Fussballlehrer beim verehrungswürdigsten Fussballclub der kapitalistischen Welt. Barca wurde jüngst beim Clasico wieder nach Strich und Faden verarscht. Schlimmer aber war der abgewählte Vorstand, der den “Mes Que Un Club” mit krimineller Energie dem Ruin nahegebracht hat. Weiterlesen

Warum will die DFL “Sky” retten?

Die eingebetteten Medien verhalten sich verhältnismässig ruhig, und werden durch den Bundesligaspielbetrieb beschäftigt und abgelenkt Darüber hinaus sind alle besoffen von der Tatsache, dass demnächst fast die Hälfte der Bundesligisten in der sog. “Champions” League mitspielen, bzw. vor allem: mitkassieren darf, und Uefa-Milch-und-Honig sich über den deutschen Profifussball der Herren und seine angeschlossenen Anstalten ergiesst. Wenig beachtet bleibt, dass die zahlenden Anstalten und das Vereinskartell DFL sich den Krieg erklärt haben. Weiterlesen

Immer nach oben

Die gesellschaftspolitischen Lehren der “Uefa-Champions-League”

Kapital fliesst immer dorthin, wo schon besonders viel seinesgleichen ist. Das ist ein wesentliches Gesetz des real existierenden Kapitalismus. Wem das nicht passt, die*der muss eingreifen: mann*frau nennt es Politik. Die meldet sich jedoch immer mehr von ihrer eigenen Aufgabe ab. Das gilt für Profis und Amateure gleichermassen. Nirgendwo wird das radikaler vorgeführt, als im Fussballbusiness. Das dürfte ein Grund sein, warum auch der Fanprotest sich politisch radikalisiert. Immerhin. Weiterlesen

Wo ist sie?

Die gesellschaftliche Basis für die Verteidigung der öffentlichen Medien fehlt – wo es sie gab/gibt wird sie planmässig abgeschreckt

Dieter Dörr gibt nicht auf. Das ist erfreulich. Er ist vielleicht der kompetenteste Medienrechtler dieser Republik. Ich erlebte ihn vor Jahrzehnten bei einer Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Medien der Grünen. Guter Mann. Dem kann so schnell keine/r das Wasser reichen. Ein mit der FAZ eng zusammenarbeitender Fachblog hat einen Vortrag von ihm publiziert: “Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – Probleme und Perspektiven”. Gut so. Weiterlesen

Giftmischer-Meister

Es ist ja schön, dass die Menschen im idylllischen Leverkusen endlich mal was zum Freuen haben. Wie lange haben sie darauf gewartet? Meine Borussia schaffte das schon fünf Jahre, nachdem ich sie in mein Herz geschlossen hatte. Nun warte ich seit 1977. Und die Menschen in Mönchengladbach haben es auch nicht viel schöner, als die in Leverkusen. Aber die Mehrheit der Fussballfans ist froh, dass es endlich mal einen anderen Meister gibt, als immer. Und wendet sich wieder dem Alltag ihres eigenen Vereins zu, bevor die EM droht. Weiterlesen

Bemerkenswerter Abgang

Werden wir diese Champions League noch vermissen?

Beim ZDF kriegten sie sich gestern Nacht (23 h) gar nicht mehr ein. Die Champions League der Uefa, für uns Oldies der Europapokal der Meister, absolvierte eine bemerkenswerte Hinrunde ihres Viertelfinales der besten Acht. Teilnehmende sind die üblichen Verdächtigen aus England, Spanien, Deutschland und Frankreich. Das heisst, die Runden davor waren ungefähr so langweilig, wie es die Geldtabelle der deutschen Bundesliga ist. Was diese Acht aber gestern und vorgestern an Fussballkunst zeigten, war sehenswert und zu keiner Sekunde langweilig. Weiterlesen

Der Fussballreporter

Hannes Nebelung/Bayrischer Rundfunk filosofiert als Betroffener: Der FC Bayern und die Medien: Es ist kompliziert – Beim FC Bayern ist immer etwas los. Der gemeine Fußball-Fan erfreut sich am Entertainment, währenddessen schwelt im Hintergrund ein komplizierter Konflikt. Der Rekordmeister kämpft mit den Medien um die Deutungshoheit im deutschen Fußball.” So ähnlich ist es im Prinzip an allen 18 Bundesligastandorten. In München ist nur alles grösser. Auch die Probleme. Weiterlesen

Leistungsgerecht

VFB ist stärker als der BVB

Erst in der zweiten Halbzeit wurde das gestrige Spiel im Westfalenstadion das erhoffte Spitzenspiel. In der ersten Halbzeit erinnerte es mich an die Begegnung ManCity-Arsenal (0:0) der Vorwoche. Wenig Spektakuläres, viel Taktikschach. Und Karim Adeyemi kriegt einfach keinen Elfmeter, selbst wenn es berechtigt ist. Er fällt “zu schön”, so dass die Schiris immer glauben, er wolle sie übertölpeln. Doch selbst, wenn das stimmt, ist ein Foul ein Foul. Es muss nach den Regeln nicht knochenbrechend sein, um als solches geahndet zu werden. Aber ich rege mich nicht auf. Weiterlesen

Morsches Gebälk

Den Fans gab der BVB ein bisschen Liebe zurück – bei einem fussballerischen Offenbarungseid

Als Fan der wahren Borussia muss ich gerade lästern – tiefer sinken als gestern geht kaum. Was ich also im Folgenden lästere und kritikastere, kommt aus demütig-defensiver Position. Vor dem gestrigen Nicht-mehr-Clásico hatte ich angedroht: “Bei 0:3 nach 10 Minuten gehe ich – und bei 0:4 zur Pause gehe ich auch.” Gemessen daran, war es gestern ein freudvoller antidepressiver Abend. Das sahen alle so in meiner gut besetzten, aber längst nicht mehr überfüllten Beueler Fussballkneipe. Da war niemand, die*der sich nicht über das sportlich gerechte Endergebnis von 2:0 für den BVB freute. Weiterlesen

Mehr Gentleman geht nicht

Lautloser Abschied – Er hat mein Leben besser gemacht: Hans Meyer

Seit 1965 bin ich mit meiner Borussia zusammen. Im Alter von 8 Jahren habe ich mich mit ihr als Spitzenreiterin der Regionalliga West verlobt. Wir sind nun länger zusammen, als ich es mit irgendeinem Menschen war – mit grossen Erfolgen und schweren Krisen, ganz wie im richtigen Leben. Das ist das Schicksal jedes Fussballfans. Die, bei denen es anders ist, wissen eben nicht, was Fansein bedeutet. Einer wusste es immer. Er wurde mein Lieblings-Ossi, und hat meine Beziehung zur Borussia in den schwersten Krisen gerettet: Hans Meyer. Weiterlesen

In 80 Tagen geht es los!

“ENDLICH sind wir wieder SCHWARZ-rot-GEIL!”

(in gelb)— wie die
BILD-schlagzeile nach dem “2:0 triumpf in frankreich” im “sport-teil ”
gestern montag 25.märz 24 lautet —- “KING KROOS: mit rückkehrer
TONI KROOS haben wir wieder EINEN CHEF auf dem platz, der das deutsche
spiel an sich reisst und dirigiert”
–seite 14– “und in seinem
fünften spiel als bundestrainer hat NAGELSMANN seine CHEF-ACHSE
gefunden”
nagelsmann wollte “worker” im mittelfeld. er bekam ANDRICH,
“den abräumer der alten schule” “kompromisslos und ohne schnörkel,
dafür hart im zweikampf” “Robert andrich hält KROOS für seine
CHEF-rolle den rücken frei”
—– Weiterlesen

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