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Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Landwirtschaft (Seite 11 von 11)

Der Mega-Deal – Bayer schluckt Monsanto

von Jan Pehrke

Auf dem globalen Agrarmarkt vollzieht sich ein neuerlicher Konzentrationsprozess. Die größte Transaktion bereitet dabei der Leverkusener Bayer-Konzern vor: Er möchte seinen US-amerikanischen Konkurrenten Monsanto übernehmen. Damit entstände ein marktbeherrschender Mogul, der wichtige Teile der Welternährung kontrolliert.

Die erste größere Konzentrationswelle im Agrar-Bereich begann vor ungefähr 20 Jahren. Den wesentlichen Impuls dafür gab die Gentechnik. Weiterlesen

Glyphosat: Kommt ein Fanal aus Europa? – Signalwirkung einer Wiederzulassung

von Peter Clausing

Zwei Dinge kommen in den Sinn, wenn in diesen Tagen Glyphosat erwähnt wird. Erstens sind es die Tragödien, die sich in den Sojawüsten Südamerikas abspielen. Zweitens ist es die öffentliche Auseinandersetzung um die weitere Genehmigung dieses Pflanzengifts in der Europäischen Union.

Der Stoff gilt als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“, doch während in Europa maximal zwei Kilogramm pro Hektar ausgebracht werden dürfen und mit Bodengeräten gearbeitet wird, werden in Argentinien, Brasilien und Paraguay 10-12 Kilogramm pro Hektar mit dem Flugzeug versprüht. Im Jahr 1996 wurde in Südamerika erstmals gentechnisch veränderte, glyphosat-resistente Soja angebaut. Parallel zum Entstehen der „Sojarepubliken“ kam es zu einem Anstieg der Zahl von Fehlgeburten Weiterlesen

Eisbären hellen Stimmung auf

Nachdem meine schlimmsten Voraussagen zum gestrigen Fußballabend alle eingetroffen sind, stellte sich für mich die Frage, wie meiner Stimmung aufgeholfen werden kann. Die artenvielfalt wurde es. Schon länger weisen Ökologen darauf hin, dass die in der Stadt größer ist als auf dem Land. “It’s the economy, stupid!” – das liegt an der Wirtschaft, der Landwirtschaft. Die ist nun schon seit vielen Jahrzehnten auf Standardisierung, Industrialisierung, Renditesteigerung und Kostensenkung ausgelegt, also Kapitalismus, was gestern im Kauf Monsantos durch den Leverkusener Bayer-Konzern (gestern einen 2:0-Vorsprung gegen einen Mittelklassegegner im eigenen Stadion verspielt) gipfelte.

Die artenvielfalt verbindet sich mit Schadenfreude. Der Schaden ist weit genug weg und trifft in dieser konkreten Handelsblatt-Geschichte die bösen Russen. Aber ist das nicht ein netter Scherz der Biologiegeschichte? Nicht nur Füchse und Wildschweine machen es sich in unseren Vorgärten und Hinterhöfen gemütlich, die Eisbären tun es auch. Und sie gehen erst wieder weg, wenn ihnen wieder zugefrorene Eisflächen angeboten werden.

Zum Stimmung-aufhellen hier ausserdem ein Link zur sozialökologischen Problematik der Liebesschlösser-Massen.

G7: Phantasten oder Parallelgesellschaft?

Das jüngste G7 – Treffen ist vorbei und hat gemessen am Aufwand so dünne Ergebnisse gebracht, wie selten. Wer die Pressekonferenz der Kanzlerin verfolgt hat, dem mag aufgefallen sein, dass eine viel Unverfängliches plappernde Kanzlerin im Kern noch weniger sagte, als man von ihr sonst gewohnt ist. Von einem Journalisten auf ihr eigenes Wort angesprochen: “Spionieren unter Freunden – das geht gar nicht” ging sie nicht mit einem einzigen Wort ein. So zog es sich durch die Veranstaltung: Die Pressefreiheit wurde, um es mal vorsichtig zu sagen: eingschränkt. Dreitausend Journalisten waren wegen des Gipfels angereist und mussten sich ebenso wie die Demonstranten damit bescheiden, dass nur etwa siebzig Handverlesene direkt an den Pressekonferenzen teilnehmen durften. Und deren Fragen wurden nicht gerade entgegenkommend beantwortet.

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