Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: TV (Seite 22 von 84)

Kapitalismus dreht frei

Das kriminelle Wettgeschäft – darauf ist wahrscheinlich sogar Donald Trump neidisch

Nach deren Pfeife tanzt der Profifussball (der Herren), und die zahlenden eingebetteten Medien tanzen mit. Sie bringen immer neue Geschäftsmodelle hervor. Investoren kaufen verschuldeten Wettern, die sich teure Jurist*inn*en nicht leisten können, zum Billigtarif ihre Forderungen ab, und beschäftigen in den darauf folgenden Prozessen den Rechtsstaat. Was macht eigentlich die bei der Legalisierung der Sportwetten unter den deutschen Bundesländern federführende Staatskanzlei Schleswig-Holstein so den ganzen Tag? Weiterlesen

Zu billig

Wasser in den 3sat-Wein

Teile der Öffentlichkeit haben sich zuletzt gegenüber den weitgehend inkompetenten Ministerpräsident*inn*en der Bundesländer (darunter drei Bürgermeister*innen und das noch kleinere Saarland) kräftig für das Programm des deutsch-österreichisch-schweizerischen TV-Kanals 3sat stark gemacht. Jede*r, wie sie*er will. 3sat hat sich vergangene Woche ausführlicher mit diversen Aspekten der KI (“Künstliche Idiotie”, “Artificial Intelligence”/AI) beschäftigt. Nicht immer ist das gut gelungen. Weiterlesen

Die Dürre kommt näher

In Frankreich und Österreich ist sie schon

Haha, ja, auch hier in Beuel war und ist die Vegetation so grün, wie sie grüner nicht sein kann. Anders als die Mehrheit habe ich im abgelaufenen Sommer sehr gerne auf jede Hitzewelle verzichtet – nie gab es Planungssicherheit für Gartenpartys. Das sicherte bessere Nachtruhe, wie es das weitgehende Ausbleiben tropischer Nächte getan hat. Und schauen Sie nur der Dürremonitor: total harmlos. Nur ganz im Osten ist der Wasserverbrauch der dreckigen Braunkohleindustrie immer noch nicht zu leugnen. Hiermit störe ich Ihre Gemütsruhe. Weiterlesen

Kluge

mit Update 29.10.

Hubert Spiegel von der FAZ hat mit Alexander Kluge gesprochen. Der Gute ist jetzt 92 und hat sich von der FAZ digital einmauern lassen. Mir sind per Email wichtige Aussagen von ihm zugegangen, die ich Ihnen nicht vorenthalten kann. Sie sind zu wichtig. Weiterlesen

Kreditwürdigkeit ist weg

Die deutschen Ministerpräsident*inn*en und ihr selbstgemachtes medienpolitisches Debakel

Wenn Historiker*innen der Zukunft einst untersuchen, wie es zum Niedergang deutscher Ökonomie und Macht kommen konnte, werden sie vielleicht die gestern beendete deutsche Ministerpräsident*inn*enkonferenz (MPK) deutscher Bundesländer als prägnantes Fallbeispiel hervorheben müssen. Ich ignoriere sie lieber. Sie ist mir des Kommentierens nicht mehr wert. Die Akteur*inn*e*n haben sich noch mehr diskreditiert als in der Coronapandemie, in der noch das eine oder andere Nichtwissen vorgeschützt werden konnte. Das gilt hier nicht. Weiterlesen

Der Zusammenhang

Substanzielle Fachlichkeit als Heilmittel

An erster Stelle will ich hier erneut für die Kollegin Schwermer schwärmen. Sie erkennt und analysiert auch an lobenswerten Initiativen die inhaltlichen und strategischen Schwächen, ohne ihre Nützlichkeit deswegen in Abrede zu stellen. Ambiguität? Dialektik? Ambivalenz? Suchen Sie sich was aus. Aber lesen Sie zunächst, wie Ihnen Alina Schwermer den (globalen!) Zusammenhang von Politik, Gesellschaft und Fussball erklärt: Protest gegen saudischen Ölkonzern: Mittelfinger für den Frauenfußball – Über hundert Profispielerinnen protestieren gegen einen Fifa-Deal mit Ölkonzern Saudi Aramco. Ihr Protest zeigt, wie Diversität den Sport verändert.” Weiterlesen

Drogenkrankes Genie

Immer wieder: erstklassige Musik-Doku auf Arte

Ich war nie ein Jazz-Freak. Aber wer Miles Davis war, das habe ich mitbekommen, ohne Fan von ihm geworden zu sein. Dass ich überhaupt von ihm erfuhr, liegt daran, dass ich in einer Zeit aufwuchs, in der es noch hörenswerte unformatierte Radioprogramme gab, die es wagten, ihre Hörer*innen zu überraschen, ihnen gelegentlich etwas vorzustellen, was sie noch nicht kannten. Sie erfüllten den Bildungsauftrag, den die britischen Befreier Deutschlands vom Faschismus den öffentlichen Medien einst aufgetragen hatten. “Aufgedrückt” würden das die nennen, die heute alles auf langweilige Gleichförmigkeit zurechtgespart haben. Weiterlesen

Herrjeh

Die taz und der Westen

Wenn die taz von heute Leute auf Dienstreise schickt, um den deutschen Westen zu erkunden, ist immer Gefahr im Verzug. Zunächst im Zug. Wird es der Deutschen Bahn gelingen, die*den taz-Autor*in erfolgreich zu transportieren? Aus dem fernen Osten, in dem Berlin liegt, wird das von Jahr zu Jahr unwahrscheinlicher. Fragen Sie mal die Hamburger*innen. In diesem Fall hat die taz einen Mitarbeiter in Bremen gebeten – sicher ist sicher – sich auf die gefährliche Reise zu machen. Benno Schirrmeister hat es getroffen. Weiterlesen

Gegen den sportlichen Zufall

Die Fifa will Programmdirektor sein

Sportliche Zufälle sind eine Pest für die Ökonomie. Letztere verlangt Planungssicherheit. Je höher die Investition, um so felsenfester muss die Renditegarantie sein. In diesem Schraubstock will die weltweit umsatzstärkste Mafiaorganisation Fifa eine “Club-WM” in den verstopften Fussball- und Medienweltmarkt drücken. Der Sport ist dabei nebensächlich. Er stört nur. Weiterlesen

Mal nichts mit Hitler

Drogenökonomie – erklärt von ZDFinfo

Die Sichtung des Dokumentations-Dreiteilers “Jung, online, süchtig” (3 Jahre verfügbar) verdanke ich meinem intensiven Studium einer gedruckten (!) TV-Zeitschrift, in der ich den Dreiteiler im linearen Vormittagsprogramm von ZDFinfo, das nun wirklich ganz, ganz wenige überhaupt einschalten (300.000 und weniger), erspähte. Die Produktion stammt von der spanischen Firma Onza. Ich halte sie trotz des bescheuerten deutschen Titels für gut gelungen. Weiterlesen

Dazn auf Feldzug

Wer die Weltherrschaft will, benötigt als notwendige Bedingung die Medienmacht. Wer die Medienmacht erobern will, braucht als notwendige Bedingung den Fussball. Alle Medienmächtigen wissen das. Vom grössten deutschen Pleitier und Helmut-Kohl-Finanzier Leo Kirch, über den endlich toten Silvio Berlusconi, der vermutlich nur ein Hampelmann des sich hinter ihm verbergenden Mafia-Netzwerkes war, bis zum immer noch lebenden Rupert Murdoch. Letzterer war und ist von den Genannten zweifellos der erfolgreichste und mächtigste, hat sich aber mittlerweile vom Fussball getrennt, und versucht sein Medienmachterbe zu regeln. Er weiss: Fussball-TV-Rechte sind unrentabel und eignen sich nur als Instrument zur Eroberung von politischer Medienmacht. Weiterlesen

Liebevolle Nachhilfestunden

“Made in Germany” – unbedingt sehenswert, aber ein konstruktiver Kritikpunkt

Die TV-/Streamingserie “Made in Germany” (verfügbar 1 Jahr) zeigt unser Land. Es zeigt Schönheiten, die von vielen eingeborenen Biodeutschen gefürchtet werden, weil sie sie nicht kennen. Die gemeinsame Produktion von “Studiozentral” und “Hyperbole” strahlt im besten Sinne Liebe aus. Liebe zu den Figuren, liebevolle Erzählung, liebevolle Inszenierung, liebevolles Casting und Spiel, eine rundum liebevolle Produktion. Wenn ich mir die Selbstdarstellung der Produzent*inn*en ansehe, ist die Unterstellung nicht weit hergeholt, dass sie hier eigene Geschichten – neukomponiert und -inszeniert natürlich – präsentieren. Darum so viel Engagement und Liebe zum Produkt. Als Zuschauer profitiere ich rundherum davon. Weiterlesen

Fifa, DFL – schaut nach Frankreich!

Einerseits: zwischen Frankreich und dem Feudal-Emirat Qatar gibt es zweifellos seit langem das, was in aussenpolitischen Denkpanzern “Special Relationship” genannt wird. Das gab es zuvor auch schon zu diesen sympathischen Herren – dem hier z.B., oder auch dem hier. Dass sich die politische Klasse einer Atom- und Kolonialmacht von solchen Figuren jahrzehntelang aushalten lässt, das macht sie durchaus besonders. Die Bücher und Politthriller darüber, für die unsere Nachbarn lange zurecht berühmt waren, müssen erst noch geschrieben werden. Mglw. investieren Frankreichs Medien-Milliardäre nicht wenig dafür, dass genau das nicht passiert. Weiterlesen

Feminismus – auch nicht mehr, was er mal war

Ich will nicht so höhnisch werden wie meine Überschrift. Tatsache ist: der neoliberal entfesselte globale Kapitalismus lässt von emanzipatorischen (= Befreiung von Abhängigkeit) Errungenschaften nicht mehr viel übrig. Dabei schreckt er auch vor der Faschismus-Option (woanders is auch scheisse: Frankreich – die haben immerhin noch linke Opposition im Parlament) nicht zurück. Starke Fraktionen arbeiten daran. Weiterlesen

Lesen täte helfen

Die ermüdende Aufmerksamkeitsökonomie – am dummen Beispiel der 3sat-Erregung

Seit ich mich für Politik interessiere, seit ca. 1970, ist mir die Ministerpräsident*inn*enkonferenz (MPK), dieses Zentrum des deutschen Föderalismus, nie als Zentrum überbordender politischer Intelligenz aufgefallen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die 16 Mitglieder, darunter drei Bürgermeister, immer zueinander in Konkurrenz stehen – und innerhalb der “eigenen” Parteireihen noch mehr, als ausserhalb. Wenn dann noch eine*r besonders nervt und die Konferenz in die Länge zieht, greifen Mechanismen der Schein-Befriedung. In diesem Fall verbunden mit einem Kollateralnutzen. Weiterlesen

Immer zu spät

Wenn es nur die Deutsche Bahn wäre – mann könnte sich dran gewöhnen. Es ist der Intelligenzverfall demokratischer Politik, an den ich mich nicht gewöhnen will. Er öffnet nicht nur riesige Freiräume für faschistische Kräfte, er verschärft auch die sowieso schon zutageliegenden gesellschaftlichen Probleme des real existierenden Kapitalismus. Zwei Texte dieses Blogs führten das gestern brutal vor Augen: zur Kommunikation und zur Altenpflege. Weiterlesen

Demokratische Alternative

Wie könnte eine demokratische Alternative zur Macht der digitalen Medienmonopole aussehen?

Im internationalen Vergleich verfügt Deutschland im Hinblick auf Vielfalt und Qualität derzeit noch über eine starke Medienlandschaft. Doch dieser Zustand ist in größter Gefahr: Denn seit gerade mal 25 Jahren – nämlich seit der Erfindung des World Wide Web – erleben wir einen grundstürzenden Umbruch unseres Mediensystems. Vor allem, wenn man auf die nachfolgenden Generationen schaut, verlieren die herkömmlichen Medien, insbesondere die Zeitungen, aber auch das Radio und das Fernsehen dramatisch an Bedeutung zumal für die Verbreitung von Informationen. Weiterlesen

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