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Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

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#metoo/WDR: Mikich-Eigentor

Nicht spielentscheidend, aber doch bemerkenswert: Sonia Mikich, in den Ruhestand gewechselte ehemalige WDR-Chefredakteurin, hat in der #metoo-Debatte ein Eigentor geschossen. Ausgerechnet in der FAZ zog sie eine persönliche Bilanz der Debatte. Ich kann sie leider nicht lesen und verlinken, weil die FAZ den Text hinter ihrer Paywall vermauert hat. Mikich weiss selbst aus ihrer langen Berufserfahrung, dass FAZ-Medienredakteur Michael Hanfeld, der es trotz intensivster Kampfbereitschaft für Verlegerinteressen immer noch nicht zum FAZ-Herausgeber oder wenigstens Feuilletonchef […]

“Babylon Berlin” ist heute

Kostüme und Filmmusik aus – wir spielen selbst mit, “Babylon Berlin” ist nicht 20er Jahre, sondern hier und jetzt, mit uns mittendrin. Wir und die Sauds Unsere demokratische Regierung lässt mit unserer Technik, geliefert an befreundete feudaldiktatorische Massenmörder, in einem der ärmsten Länder der Welt, Jemen, Menschen umbringen – ohne Filme, Vertriebswege, Geschäftsmodelle. Wir wissen es zwar alle, aber wollen es nicht sehen. Es fehlt an Sex, Drogen und schönen Frauen. Stattdessen: Mellenthin/Junge Welt und […]

WDR – Ärger kann es nie genug geben

Der WDR will sich jetzt auch in seiner Betriebsorganisation “crossmedial” aufstellen. Puuh, jetzt schon? Ist das nicht ein bisschen hastig? Nun ja, der Welt da draussen ist schon lange egal, ob sie was von Fernsehen, Hörfunk oder “diesem” Internet erfährt. Nicht wenigen ist auch der WDR egal. Das war nicht immer so, aber ich will nicht schon wieder nostalgisch werden. Seine über 4.000 Angestellten interessiert so eine Reform natürlich sehr,

WDR-Führungsvakuum / Wirtschaftswissenschaft dankt ab / Besorgte Bürger*innen

Barbara Buhl geht in Rente, alle Überredungsversuche fruchteten offensichtlich nicht. Frau Buhl hat für sich einen klaren Plan, im Gegensatz zu den Herren Buhrow und Schönenborn. Jetzt funktioniert die Fernsehspielproduktion des WDR auch mal ganz ohne Führung. Ob das gutgeht? Und wenn ja – wofür wird sie dann noch mal genau benötigt? Es ist nicht leicht, auf einem sinkenden Tanker. Ich habe mich lieber gar nicht erst aufgeregt über den sog. Wissenschaftlichen Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums. […]

#metoo wirkt – für Frauen und Kunst

Vor zwei Monaten hatte ich hier auf die Würdigung von Jean Luc Godards Film Le Mepris (dt. “Die Verachtung”) durch Hans Schmid/telepolis hingewiesen. Schmids Würdigung fasziniert mich kaum weniger als der Film, der mich seit dem ersten Ansehen gefangen genommen hatte. telepolis hat nun Schmids 2. Teil online gestellt, der viele Hilfen zum Ansehen von Le Mepris bereithält, und zahlreiche Informationen zu den politischen Rahmenbedingungen liefert. Und nicht zuletzt eine politische Würdigung des gesamten Entstehungsprozesses […]

#metoo/WDR, Henke und die Folgen

Im WDR sind sie sicher besonders froh über die WM. Endlich mal durchpusten, sich die Sinne ordnen. Was ist jetzt zu tun? Was steht an, wenn die WM vorbei ist? Zunächst mal mit einiger Sicherheit der erste deutsche Arbeitsgerichtsprozess, der einen #metoo-Fall in den Medien behandelt. Henke und sein Anwalt Peter Raue werden gegen die fristlose Kündigung klagen. Die juristische Bewertung wird nicht einfach. Es könnte ein Musterprozess für die vielen vergleichbaren Fälle werden. Was […]

Alles anders? Flensburg – Italien – Bremen – Russland/Ukraine

Es läuft nicht gut für deutsche Medien. Irgendwann kommt immer alles raus, und endet oft mit einem “Siehste, die Lügenpresse”. Das kapitalistische Prinzip, nach dem unsere Medien organisiert sind, schätzt den Wert der Arbeit gering: je weniger davon, umso besser, vor allem billiger. Leider werden auch “unsere”, die öffentlich-rechtlichen Medien nach diesem Grundsatz organisiert, weil nur das sie angeblich “konkurrenzfähig” hält. In erster Linie wollen sie Burgfrieden mit den Verlegermilliardär*inn*en. Die sind wichtiger als wir. […]

WDR – auch Anderes läuft schlecht

Die taz-Kollegin Anne Fromm, nicht zu polemischen Überspitzungen neigend sondern eher ein nachdenklicher Typ Medienredakteurin, beklagt heute zutreffend ein öffentliches Diskursversagen. Und macht gleich selbst einen strategischen Fehler: den politischen Kampfbegriff “Ankerzentren” übernimmt sie unreflektiert, für eine Sache, die sich von Internierungslagern nicht unterscheiden soll. Die Älteren erinnern sich vielleicht: beim WDR gab es in früheren Jahrzehnten nicht nur Einzelfälle, sondern ganze Redaktionen, die sowas aufarbeiteten, damit viel politischen Ärger auf sich zogen, aber den […]

#metoo & WDR – Aktualisierung

Mittwoch vor einer Woche berichtete das NDR-Medienmagazin Zapp über die #metoo-Affäre im WDR. Es war kein feindlicher, es war ein aufklärerischer ordentlich gearbeiteter Beitrag. Dann machte der WDR selbst diesen Beitrag zu einer Affäre. In der Zapp-Redaktion habe man eine E-Mail-Stellungnahme des WDR übersehen/unterschlagen. Der Beitrag wurde einige Tage aus der Mediathek genommen. Jetzt ist er wieder da,

Abstieg des WDR / Sex im Kapitalismus

Tom Buhrow wurde früher als nötig in seinem Amt als Intendant des Westdeutschen Rundfunks (WDR) verlängert. Sein Rundfunkrat hat sich mit ihm verbunkert. Kritischer, als es mir bisher gelungen ist, hat Dieter Anschlag ihn in der Medienkorrespondenz gewürdigt. Ich habe keine Stelle gefunden, an der ich ihm widersprechen wollte. Marcus Klöckner hat sich eines wichtigen Korrespondenten des WDR, Udo Lilischkies, Studioleiter in Moskau, kritisch angenommen. Sex kommt gleich. Einfach weiterlesen.

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