Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: ZDF (Seite 9 von 26)

Mediatheken Update

Hatte ich Ihnen eine dritte Staffel „Doppelhaushälfte“ versprochen? Künstlerpech. Es handelt sich wohl nur um ein „Halloween-Special“ – linear heute 21.45 h ZDFneo, und danach hoffentlich verfügbar.

Morgen gibts dann den ganzen Tag Wundersame Bahn bei 3sat. Und bei „Hubert ohne Staller„ (ARD) startet die 11. Staffel. Um Mitternacht versenkt die ARD dann eine Nachbereitungs-Doku: „WM der Schande – Ein Jahr nach der Fussball-WM 2022„. Weiterlesen

„Genau … richtig, genau …“

Einer der letzten lebenden „Universalgelehrten“ des Abendlandes ist keiner. Das ist ein Schlag, der uns alle trifft. Uns Suchende auf den zunehmend zuwachsenden und vernachlässigten, holprigen Wegen zu Weisheit und Wissen. Eine der Sonnen, die immer schienen, vor Sun rise und nach Sun set ist weg. Nicht erloschen oder verdeckt sondern weg. So muss Mensch urteilen, nachdem der Universelle, der Philosoph Richard David Precht und der Moderator Markus Lanz über die Arbeitswelt orthodoxer Juden philosophierend hinweg gezogen waren. Bonnerinnen und Bonnern ist der Philosoph vielleicht noch als Interviewpartner des Journalisten Mario Quadt in Erinnerung, vom Bonner General-Anzeiger am 18. September 2015 wiedergegeben. Da hieß es: Weiterlesen

Sind Sie Verschwörungstheoretiker*in?

Testen Sie sich selbst. Welches der folgenden Beispiele ist eine Verschwörung?

Meredith Whittaker/netzpolitik: „Signal-Chefin zur Chatkontrolle: Die EU kann diesen Rückschritt bei den Menschenrechten stoppen – Auf der ganzen Welt fahren Regierungen gemeinsam mit KI-Unternehmen einen Angriff auf das Recht auf Privatsphäre. Die Gefahr eines Dammbruchs durch die Chatkontrolle ist nicht hypothetisch, warnte Signal-Chefin Meredith Whittaker in Brüssel. Wir veröffentlichen ihre Rede als Gastkommentar.“ Der Text ist der Vortrag, den Meredith Whittaker am 23. September auf einer Presseveranstaltung zu Verschlüsselung und Überwachung in Brüssel gehalten hat. Weiterlesen

„Bis zum Kollaps“

Die Dramedy „This is going to hurt“ über einen überlasteten jungen Arzt in Großbritannien ist die politischste Krankenhausserie seit langem – und könnte so ähnlich auch hierzulande spielen.

Worum geht’s?

Um den jungen Assistenzarzt Adam Kay (Ben Whishaw), der im Jahr 2006 als Gynäkologe in einem staatlichen Krankenhaus in London arbeitet. Von außen betrachtet führt Adam ein aufregendes Leben: Tagsüber bringt er Babys zur Welt, abends könnte er mit seinem Freund durch Pubs ziehen. Stattdessen schläft er auf dem Krankenhaus-Parkplatz in seinem schrottreifen Kleinwagen, übernimmt Zusatzschichten, wenn Kolleg:innen fehlen, und wird von seinem besten Freund als Trauzeuge entlassen, weil er es fast nicht geschafft hätte, dessen Junggesellenabschied zu organisieren. Irgendwann stellt Adam fest: „Medizin hat mein Leben zerstört.“ Weiterlesen

Realismus vs. Fanatismus

Die „Realismus-Schule“ ist nicht links. Sie ist nur cool, bisweilen für heutige sensible Öffentlichkeiten „brutal“, weniger fanatisch, was meinem eigenen Naturell sehr entgegen kommt. Die – noch – meinungsführenden deutschen Medien blenden sie weitgehend aus, und wiederholen damit etwas, was Anatol Lieven/Responsible Statecraft/telepolis mit der Propagandalage im Ersten Weltkrieg vergleicht: „Sarkozy verunglimpft, weil er unbequeme Wahrheit über die Ukraine ausspricht – Der französische Ex-Präsident bietet einen diplomatischen Ausweg an. Die Kommentatoren reagieren mit ‚Pro-Putin‘-Beschimpfungen. Was hinter der Hexenjagd steckt.“ Weiterlesen

Tiefer graben

Kritik zu Regina Schillings „Diese Sendung ist kein Spiel“ (ZDF)

Die in Köln 1962 geborene Regisseurin Regina Schilling hat im ZDF eine Dokumentation über die Sendereihe „Aktenzeichen xy… ungelöst“ vorgelegt (verfügbar nur bis 31.8.). Und zwar über die vom verstorbenen Eduard Zimmermann zwischen 1967 und 1997 geleitete Sendereihe. Danach war Zimmermanns Tochter Sabine Zimmermann an der Reihe, ab 2002 moderiert und leitet Rudi Cerne die Sendung. Bis zu fünf Millionen folgen zeitweise abends den Fällen, in denen der oder die Täter ungeklärter Fälle gesucht werden. Weiterlesen

Verletzungsunterbrechung

Von deutscher Medienöffentlichkeit ignoriert – vom Publikum da draussen in der Welt nicht

Zumindest die taz hat eine gute Ausrede: ihre Starspielerin Alina Schwermer ist in Australien, fiel aber durch Verletzung aus. Nun schreibt sie wieder, und zwar so gut, dass mann ihr alles Gute wünschen muss, denn eine bessere Auswertung der Frauen-WM in Australien und Neuseeland habe ich noch nicht gelesen: „Erkenntnisse aus der WM: Ab jetzt alle zusammen – Die Fußball-WM war als eine WM der Stars angekündigt. Doch während Heldinnen oft tragisch ausschieden, kam es zum Triumph des Kollektivs.“ Weiterlesen

Frauen besiegen Männer

Die TV-Quoten zum Fussball sind da

Läppische 2,44 Mio. sahen um 18 h eine ARD-Sportschau mit dem DFB-Pokal. Mittags um 12 schalteten aber 2,7 Mio. ein, weil sie wissen wollten wie England gegen Kolumbien spielte. Das kommt ohne deutsche Beteiligung um diese Tageszeit einer Sensation gleich. Das ZDF fuhr damit einen „Marktanteil“ von über 30% ein. Wie beschämend dagegen das unaktuelle Sportstudio Samstagabend: weniger als 1,5 Mio. und 10%. Weiterlesen

Wo ist der Ausschaltknopf?

Mediendiät – der heisse Scheiss unserer Zeit

Beim Bayerischen Rundfunk – der hatte angeblich noch ein „Kulturradio“ – ereignet sich anscheinend derzeit eine „Programmreform“, die wir hier beim WDR schon seit gut zehn Jahren durch haben. Seinerzeit nahm ich als Hörer Abschied von diesem Sender, den ich mehrere Jahrzehnte geliebt hatte. Aber wie einen Doofen behandeln lassen wollte ich mich nicht. Seitdem wächst meine Sorgfalt bei meiner Auswahl der Mediennutzung. Weiterlesen

Die Lehmann

Wieviele Leben hat die?

Bei WMs mache ich persönliche Entdeckungen. Als die DFB-Männer im Winter in Qatar dilettierten, war es Sami Khedira. Zu seiner aktiven Zeit ein Boss auf dem Platz, glänzte er im TV-Studio als exzellent präparierter, faktensicherer Analysefuchs. Weniger als Entertainer glänzend, wie der Lieblingssohn der PR-Industrie Jürgen Klopp, sondern sachlich und cool. Die öffentlichen TV-Anstalten, die die entsprechenden Vertragsdetails als „Geschäftsgeheimnis“ nicht offenlegen, hätten alle anderen teuren Experten nachhause schicken können. So brutal würde ich es im Fall der Frauen-WM nicht formulieren. Weiterlesen

Mood

mit Update am nächsten Morgen

Im Stil des in der Regel hochklassigen harten britischen TV-Realismus bietet das ZDF derzeit „Mood“ an, ein Jahr verfügbar.. Aber nur zwischen 22 und 6 Uhr, oder gegen Authentifizierung = Ablieferung persönlicher Daten. Die Story geht um die Changierung zwischen Popbusiness und Sexarbeit, der sich fast alle darin arbeitenden Frauen auf die eine oder andere Weise stellen müssen. Weiterlesen

Da macht Sara Doorsoun mit

mit Update 26.7.

Waren Sie schon mal im Irak? Extradienst-Gastautor Peter Kramer hat schon mal LKWs dorthin gefahren. Vor der WM, im Juni fand die deutsche Nationalspielerin Sara Doorsoun Zeit (und Mut!), dorthin zu fahren. Sie unterstützt eine von ihrer Kollegin Tuğba Tekkal gegründete Initiative: „Scoring Girls“. Das erzählte sie in einem digital sorgfältig vermauerten Interview der FAZ („Lebt ihr eigentlich hinter dem Mond?“). Das soll Ihnen nicht verborgen bleiben. Darum dieser Eintrag mit seinen Links. Wow Mädels, seid Ihr stark. Das ist mehr wert als Titel und Medaillen. Weiterlesen

Spassbremsen

So welche sind bekanntlich bei der ARD zuhause, besetzen dort Planstellen und Büros. Und fühlen sich am sichersten, wenn sie beides nicht verlassen müssen. So welche müssen auch die süsse britische Spass-Schnulze „Ein Schotte macht noch keinen Sommer“ (Original: „What We Did on Our Holiday“) im Nachtprogramm versenkt haben. So bleibt verborgen, dass die alten britischen Kolonialist*inn*en zu überraschend reichhaltiger Humanität in der Lage sind – wenn sie nur wollen. Wie im wahren Leben sind in diesem Schmuckstück die Kinder die letzten Wesen mit menschlicher Vernunft. Warum sie dem Kinderprogramm vorenthalten wurden, fragen Sie am besten Frau Strobl. Weiterlesen

Perlentaucherei

mit Update 17.7.

Augsteins Freitag wetteifert mit der SZ (SWMH-Konzern) um die deutsche Meisterschaft im digitalen Mauerbau, mit klarem Vorsprung vor dem immer langweiligeren Spiegel. „Wir wollen bloß die Welt verändern“ proklamiert mann dort, witzig? So ist Ottilie Normalleserin der Zugang zu dieser grundsätzlich interessanten Streamingserien-Kritik von Fabian Lehmann verbaut: „Stadt, Land, Gold: ‚Country Queen‘ ist die erste kenianische Netflix-Produktion – Serie Patriarchale Strukturen, Kinderarbeit und Korruption: ‚Country Queen‘ ist eine raffinierte Ausarbeitung der brennenden Themen der kenianischen Gesellschaft und der Mechanismen hinter ihnen“. Doch hier finden Sie Trost: ich habs schon gesehen, ganz ohne Netflix-Abo. Weiterlesen

„Wie eine Krankenversicherung“

Keine Mediathekperle!

Die Überschrift müssen Sie sich auf US-amerikanisch übersetzen. Aber der Reihe nach. Die Älteren unter Ihnen werden sich an „Breaking Bad“ erinnern – eine Serie, die TV-Geschichte geschrieben hat, erfunden und umgesetzt von Vince Gilligan. ARTE hatte sie seinerzeit angemessen freitags im Abendprogramm präsentiert. Nach ihrem grossen weltweiten Erfolg erfand er das Prequel „Better Call Saul“. Weiterlesen

Keine Gewinner

– ausser der Rüstungsindustrie

Die sozialdemokratischen Kolleg*inn*en vom ipg-journal veröffentlichen eine zuerst in El Pais erschienene Analyse von Monica Hirst und Juan Gabriel Tokatlian: „Globale Spaltung – Mit einer Friedensinitiative plant Brasilien den Krieg in der Ukraine zu stoppen. Diese wird vom Westen verurteilt und vom Süden gefeiert.“ Autorin und Autor referieren ausführlich die Position der brasilianischen Lula-Regierung, deren Wahlsieg gegen den Faschisten Bolsonaro alle Demokrat*inn*en dieser Welt herbeigesehnt hatten. Die Rationalität der Argumentation ist für Leidtragende deutscher Mediendiskurse erholsam wie ein Traumurlaub in Ipanema. Weiterlesen

Geht auch lustig

Wundersame Bahn CLV – Mediathekperle

Stehen Sie auf dem Bahnsteig rum und warten auf den Zug? Dann habe ich hier was für Sie, was Ihnen die Wartezeit verkürzt. Sie werden sich danach besser, nämlich verstanden fühlen: „heute-show spezial vom 9. Juni 2023 – Reisende soll man aufhalten! – Bahn frei für Fabian Köster und Lutz van der Horst in ihrem ‚heute-show spezial‘ zur Deutschen Bahn.“ Weiterlesen

Kein Holzspielzeug in Nigeria

Heute spielt – ein letztes Mal – die sog. „Die Linke“ eine Rolle in den Nachrichten. Das Bild von zwei Zügen, „die aufeinander zufahren“ liegt nahe. Nehmen Sie beispielhaft die – vergleichsweise niveauvollen – Kommentare der Kollegen Beucker/taz und Stork/overton. Keiner von beiden hat die Absicht, nur einen der „Züge“ aufzuhalten. Ist auch nicht nötig. Denn in meiner – ganz persönlichen – Kopfprojektion handelt es sich um diese Holzspielzeug-Bahn, mit der einst grüne Eltern ihre Kleinkinder quälten. Weiterlesen

Gute Idee: DFL aufspalten

Als jüngst das Management des deutschen Fussballbusiness-Kartells DFL keine Zweidrittel-Mehrheit für sein „Investorenmodell“ zusammenbekam, ventilierten die superreichen beleidigten Leberwürste sogleich eine Aufspaltung in Erste und Zweite Liga. Das ist eine Superidee – zumal die zwei Elefanten aus dem süddeutschen und dem westfälischen Raum sowieso schon auf dem 10-Meter-Turm bereitstehen, um in die globale Superduper-Liga von JP Morgan zu springen. Sie spielen dann mit Real Madrid, FC Barcelona, den Manchesters und Londons, Turins, Mailands und Paris – statt mit Hoffen-, Heiden- oder Sinsheim. Weiterlesen

Unsere Herrschenden – noch zurechnungsfähig?

Twitter ist vielleicht das überschätzteste aller asozialen Netzwerke. Ich halte mich dort nicht auf, liefere meine Daten dort nicht ab. Es interessiert mich nicht wirklich. Die dort teilnehmenden Rumtreiber*innen kultivieren dagegen ihren Glauben an diese Selbstreferentialität, verwechseln sie mit gesellschaftlicher Relevanz, bestätigen sich ihrer gegenseitig, und halten sich selbst somit für wichtig. Substanzielle inhaltliche Grundlagen dafür liefern sie nicht. Im Gegenteil. Weiterlesen

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