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Peter Zudeick&sein Hund / Gertz über Wolf

Peter Zudeick ist älteren WDR-Hörer*inne*n in guter Erinnerung. Seine Polit-Collagen mit dem unvergleichlichen Adenauer im Vor- und Abspann vermisse ich. Ich weiss gar nicht, ob sie noch laufen, weil ich vom WDR abgefallen bin. Zudeick wirkt wie ein junger Kerl, der so schnell spricht, weil er auch so schnell denkt. Der Kerl ist aber schon 72! Und ja, kein Wunder: ich erinnere mich an sein Postfach im Tulpenfeld, als ich dort noch gedruckte Pressemitteilungen per Hand verteilte. Jetzt habe ich noch eine Perle von ihm

Fromm über Kühnert / Marinic über Wolf

Dank an Anne Fromm. Ich fühle mich ertappt. Sowohl mir als auch meinem Mitautor Roland Appel wohnt eine Altersarroganz alter politischer Hasen inne, die wir ähnlich wie viele andere an dieser Stelle auch über den gar nicht mehr so furchtbar jungen Herrn Kühnert ausgekübelt haben. Zur Medienkritik über andere addiere ich hiermit also auch Selbstkritik. Die ähnlich alte/junge (wie Kühnert) Anne Fromm/taz hat Recht. Jagoda Marinić/taz reiht sich nicht nur in die Solidarität mit Armin Wolf ein, sie hebt seine Qualität hervor,

Ösi-Faschos machen Wolf zum Symbol

Gemeint ist Armin Wolf. Im Hauptberuf Moderator von ZiB2, das ist die österreichische ORF-Version der Tagesthemen. Während unsere deutschen Tagesthemen so glattgebügelt sind, dass mich immer öfter Sehnsucht nach Hajo Friedrichs, Ulrich Wickert und Anne Will – sie war hier vielleicht schlechterverdienend als heute als ihre eigene Produzentin, aber journalistisch viel stärker! – überkommt, haben die Österreicher*innen diesen Wolf. Er kam bereits u.a. hier und hier im Extradienst vor. Und auch in Deutschland ist er zu sehen

Qualitätsjournalismus: Wolf bei Putin

Es ist bedauerlich, dass das heute schon hervorhebenswert ist. Die Alten erinnern sich noch an Fritz Pleitgen oder Gerd Ruge, Journalisten, die heute beim WDR kein Volontariat mehr bekommen würden, eine These von Pleitgen selbst. Sind wir von deren Journalismus verwöhnt? Warum haben sie heute kaum noch würdige Nachfolger*innen? Ist es für deutsche Sender nicht wenigstens ein bisschen peinlich, dass es uns heute wieder ein Österreicher vormachen muss? Armin Wolf vom ORF, von der österreichischen Rechtsregierung bereits umfassend angefeindet,

NRW / #metoo / Österreich / Norwegen / Somalia

Wüst / Bestandsaufnahme / Korruptions-Operette / Rødt 4,7% / Frieden durch Bomben? Wüst wird es doch. Wie lange, dürfen am 15. Mai die NRW-Wähler*innen entscheiden. Andreas Wyputta/taz porträtiert den Mann treffend und keineswegs zu kritisch. Ein wüster Fehler seines Textes wurde mittlerweile korrigiert (taz-Hinweis ganz unten). Ein Versager im Amt. Wer den wählt, weiss, was er*sie tut. Margarete Stokowski/Sp-on würde das ganz sicher nicht passieren. Sie nutzt ihre Kolumne zu einem manifestartigen #metoo-Text.

(Endlich wieder) Ein Jungsspiel?

Pegida und ihre Ausgeburt AfD haben heute einen historischen Erfolg eingefahren: “Merkel” kommt weg. Selbstverständlich ging es nur vordergründig um die Person. Im Kern geht es darum, was sie in der Öffentlichkeit verkörperte. Zwar hat sie es selbst nie herausgestellt, und doch ist es unbestreitbar: sie ist eine Frau. Ich habe schon als Western im Schwarzweissfernsehen konsumierendes Kleinkind gelernt: die stören die Action-Handlung. In den ARD-Tagesthemen versprachen die Herren Habeck und FDP-Vize Vogel in Vertretung seines in der “Berliner Runde” sitzenden Chefs Lindner in dieser Hinsicht Besserung.

Russland / Österreich / Scholz / Wohnen in NRW

Über die Duma-Wahlen in Russland berichten Reinhard Lauterbach/Junge Welt und Ulrich Heyden/telepolis. Auch aus ihrer Sicht ging es nicht mit rechten Dingen zu. Ihr Hinweis auf die Doppelstandards bei der Betrachtung durch die meisten deutschen Medien trifft zu, aber ist ja auch schon eine alte nicht weiterhelfende Kamelle. Zutreffend erscheint mir darüber hinaus die Botschaft des Teasers zu einem Paywall-Text von Lauterbach in der Jungen Welt: “Demonstrativ ungeniert – Umgang mit Wahlergebnis in Russland ist Botschaft der Staatsmacht nach innen und außen”.

Wow – Moderator grillt seinen Chef

Der ORF ist so eine Art ARD und ZDF von Österreich, plus Deutschlandfunk. Also das, was sich die FDP wünscht – alles zusammen in einem Laden. Österreich ist ein Zwergstaat, halb so gross wie NRW. Da kennen sich alle. Alle, die wichtig sind. Sie halten so komplizierte Dinge, wie sie das deutsche Grundgesetz vorsieht, und das Verfassungsgericht überwacht, für unnötige Komplikationen. Staatsferne z.B.

Perlen des Journalismus

Rote Liste aussterbender Arten in Europa Die Flussperlmuschel ist vom Aussterben bedroht. Guter Journalismus ebenso. Was war das für ein Aufheben, internationalisiert, als Armin Wolf Wladimir Putin interviewte, und es “wagte”, ihn in 54 Minuten elfmal zu unterbrechen, was er selbst eher wenig fand. Hubert Seipel hatte eine ähnliche Gelegenheit, über die die Meinungen, was ja nicht weiter schlimm ist, auseinander gingen.

Bonn unter “50”

Es hatte was satirisches, gestern beim Zappen auf Phönix oder Tagesschau24 die leeren Stühle des Berliner Pressekonferenzsaales dauerhaft eingeblendet zu sehen. Auch die Dritten Programme hatten das Bild in ihren abendlichen Nachrichtensendungen übernommen. Die Medien”vielfalt” verdichtete sich so zu einer Ahnung von Feudalismus. Die verfassungsmässig nicht vorgesehene Fürst*inn*enversammlung tagte – und wurde nicht fertig, bis 23 h nicht. Was sie im Schilde führten war jedoch kein Geheimnis, allenfalls seine Simulation.

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