Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Beuel (Seite 17 von 28)

Wählengehen in Beuel

Ist das eine reguläre Wahl, so ganz ohne persönliches Kennenlernen? Ich meine, nein. Aber die sich Mandate und Jobs verteilen wollen, brauchen Planungssicherheit. Also wird die Wahl trotzig durchgezogen, wie der Profifussball. Und vielleicht demnächst der Karneval.
Vorgestern war die Wahlbenachrichtigung in meinem Briefkasten. Gestern war ich nach dem Mittagessen zu spät am Beueler Wahlamt im Bezirksrathaus – geöffnet nur bis 13 h. Ausser donnerstags, also heute (bis 18 h). Nächster Versuch heute vormittag, Weiterlesen

Vor unserm Haus sind auch 5

Dass ich das noch erleben darf. Das öffentliche Leben scheint stillzustehen. Anders ist das nicht zu erklären. Wenn mir in der Zeit, als ich das Zeitungslesen lernte, das muss so ca. 1963/64 gewesen sein, meine Eltern mich darauf aufmerksam gemacht hätten, dass die Tageszeitung berichtet, wann und wo ein “Fahrradabstellbügel” – das Wort gab es damals noch nicht – installiert würde, hätte ich meine Eltern wohl ziemlich unverwandt angeguckt. Gut, ein Fahrrad bekam ich auch erst 1965. Jetzt ist es Online-“Aufmacher” des Bonner Lokalteils im GA. 46 Parkplätze für Fahrräder. Boah ey, ist das nicht etwas übertrieben? Da könnten doch sonst bestimmt 3 Autos parken, wenn nicht sogar 5! Ist ja auch sonst nichts los. Oder?

Hitzefrei

Als Autor nehme ich ab heute hitzefrei. Das gilt, bis die Nachttemperaturen in Beuel wieder unter 20 Grad fallen. So lange – aktuelle Wettervorhersagen sagen z.Z. bis zum Wochenende – werden an dieser Stelle neue Texte nur unregelmässig und nicht zwingend täglich erscheinen.

Sinnfragen – Enke wirkt

2009, nach dem Selbstmord von Robert Enke hatte ich schon auf dem Bonner Marktplatz bemerkt, an der Espresso-Bude der Freundinnen, die heute das Restaurant Mademoiselle in Endenich betreiben, dass wildfremde Menschen den Mut fassten, öffentlich über ihre Depressionserkrankung zu sprechen. Das war damals schon ein wichtiger emanzipatorischer Schritt. Jetzt mehren sich öffentliche Auftritte, in denen professionelle Leistungssportler*innen öffentlich über ihre Krisensituation bis hin zum Rücktritt sprechen – ebenfalls ein grosser Fortschritt, der in Einzelfällen lebensrettend sein kann. Weiterlesen

Geheimnisvolle Durchsagen, unsichtbares Personal

Wundersame Bahn XLVIII
An manchen Tagen sollte man lieber zu Hause bleiben. Aber wir wollten uns die Revierkunst in Zeche Ewald in Herne gerne anschauen. Das war auch gut so. Die Hinfahrt funktioniert ganz gut. Wir konnten zu zweit mit meinen VRS-Ticket bis Herne und zurück fahren, ohne das sonst notwendige “Weiterfahr-Ticket” zusätzlich lösen zu müssen. Diese Regelung galt wegen Corona während der gesamten Schulferien, für uns bedeutete dies eine Ersparnis von 27,20 Euro. Die Ausstellung war auch gut, aus dem Bonner Raum war Sandra Eisenbarth aus Siegburg mit ihren neuen Arbeiten vertreten. Weiterlesen

Softwareprobleme

Wundersame Bahn XLVII
Nein, hier geht es nicht um die Corona-App, die vielleicht so eine Art Berliner Flughafen der deutschen IT-Industrie wird. Funktioniert, wenn das Virus weg ist …. Vorgestern war ich betroffen von einem Notfall in der Linie 66. Am Bertha-von-Suttner-Platz kam eine Frau aus dem hinteren Zugteil nach vorne zum Fahrer gerannt. Der überzeugte sich davon, dass hinten eine Person notärztliche Hilfe brauchte. Alle Fahrgäste mussten raus. Dahinter stauten sich weitere Bahnen der 66 und 62. So weit, so adäquat der Notsituation geschuldet. Weiterlesen

Wundersame Bahn XLVI

DB in NRW – manches klappt, so “mittel” …
Die armen daheimgebliebenen Berufspendler*innen werden von der Unterbrechung der linksrheinischen Bahnstrecke zwischen Bonn und Köln gequält. Wer antizyklisch in den überlaufenen Sommerferien auf Urlaub verzichtet, wird dafür bestraft. Es soll Zeiten gegeben haben, Ältere erzählen davon, da hat die Deutsche Bundesbahn Bauarbeiten im laufenden Betrieb erledigt. Da wurde mal langsamer gefahren, da und dort auf ein Nebengleis ausgewichen Weiterlesen

Gastronomen sind irre

Je teurer, umso unrentabler?
Der DLF wiederholte gestern ein WDR-Feature von Maike von Galen (geb. Jansen in Bonn): “Die Rechnung bitte! – Ein Blick in die deutschen Sterneküchen”. Produziert 2019, also Präcorona. Schon ohne Coronakrise mussten Gastronom*inn*en, Köch*inn*e*n, Sommeliers, Servicekräfte (positiv) bekloppt sein, wenn sie in dieser Branche ihren Lebensunterhalt bestreiten wollten. Die Coronakrise wird die ökonomische Auslese der betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter beschleunigen und brutalisieren. Weiterlesen

Bundesregierung zu Diensten der Arbeitgeber

Während über die Situation der Werkvertragsarbeiter in der Fleischindustrie breiter diskutiert wird, beschloß der Deutsche Bundestag die Umsetzung der neuen EU-Entsenderichtlinie, die auch für die Fleischindustrie gilt.
Wer nun angenommen hätte, die Bundesregierung würde angesichts der laufenden Diskussion und ihrer vollmundigen Versprechen endlich für “gleichen Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort” sorgen, sieht sich getäuscht. Die Entsenderichtlinie, eigentlich eine gute Sache, ermöglicht auch rumänischen Werkvertragsarbeitern bei richtiger Auslegung eine Arbeit zu deutschen Löhnen am Bau oder auch in den Schlachthöfen. Weiterlesen

Internationale Kunst und Bonner Kleingeister

Es lohnt sich immer – aber am kommenden Freitag 26. Juni 2020 lohnt es sich gleich mehrfach, zwischen 17 und 20.30 h das Beueler Rheinufer aufzusuchen. Dort wird im Rahmen einer kleinen Feier eine Skulptur enthüllt, die der UNO wie auch der Stadt Bonn gewidmet ist. Das Kunstwerk ist ein Symbol für Nachhaltigkeit und Universalität, aber auch ein Statement für Women Power. Eine Schenkung des US-Künstlers Barton Rubenstein an Deutschland und die UN-Stadt Bonn als Auszeichnung für das Engagement für den Umweltschutz und das Pariser Klimaabkommen. Das Seltsame daran, Weiterlesen

Notarzteinsatz am Gleis

Wundersame Bahn XLIV
Ist Bahnfahren gefährlich? Eine Mehrheit scheint das zu meinen. Sonntags, an den Nachmittagen und Abenden, bricht die Deutsche Bahn gewöhnlich so zusammen, wie Freitagsnachmittags. Das war vor Corona. Jetzt glauben die meisten, Autofahren sei sicherer. Haben wir gelacht. Aber der angenehme Nebeneffekt ist halt – es ist nicht mehr voll. So auch gestern zwischen Bonn und Essen. Weiterlesen

Wovor hat er Angst?

Eine Stichprobe unter meinen heterosexuell orientierten Freundinnen und weiblichen Bekannten ergibt eine klare Mehrheit für: “So schlecht sieht der doch eigentlich gar nicht aus.” Ashok-Alexander Sridharan, seit 2015 (knapp, 50,1%) direkt gewählter Oberbürgermeister von Bonn. Seit 2002 bis zu seiner Wahl in Bonn war er Finanzdezernent der Zwergstadt Königswinter im Rhein-Sieg-Kreis. Es ist also von einer sozialisationsbedingt starken Verwaltungsmentalität auszugehen. Offensichtlich mangelt es an anderen Stärken. Weiterlesen

Tönnies, Westfleisch und wo war Laumann?

Nun also Tönnies. Gewundert hat mich das nicht. Als ich mich Anfang 2003 mit dem Thema “Situation rumänischer Werkvertragsarbeiter in der Fleischindustrie” befasste, spielte Tönnies bereits eine gewisse Rolle in diesen Recherchen.
Doch einen Strafprozess gab des damals zunächst nur gegen einen kleineren Werkarbeits-Vermittler aus Versmold und gegen eine seiner Auftraggeber, die damalige Firma D+S Fleisch. Deren beide Geschäftsführer wurden ebenso verurteilt, Weiterlesen

Das Pferd ist erschöpft

Sackgasse Individual-Mobilität – besonders deutsch?
Die so denken, erkennen Sie daran, dass sie die zur organisierten Kriminalität konvertierte deutsche Autoindustrie als “Schlüssel-” oder “Leitindustrie” bewerten. Da ist die technologische, klimapolitische und soziale Sackgasse schon inklusive. Dennis Scherer/GA beschrieb dieser Tage die Konflikte zwischen Fussgänger*inne*n und Radfahrer*inne*n. Ähnliches lässt sich jederzeit in Beuel beobachten, Weiterlesen

Wäscherprinzessin ist Grüne

Mehr Macht, Einfluss und Berühmtheit in Beuel geht nicht. Die Beueler Grünen wählten eine Wäscherprinzessin zu ihrer Spitzenkandidatin zur Wahl der Bezirksvertretung am 13. September. Gut, es ist schon was her. Lara Mohn war Prinzessin der Session 2009/10. Heute geht sie einer ernsthaften Beschäftigung bei der Welthungerhilfe nach. Für die Devise “Global Denken – lokal handeln” bringt sie damit gute fachliche Voraussetzungen mit. Bei der heutigen offiziellen Nominierung Weiterlesen

Lübcke-Mord – Geheimdienst wieder dabei gewesen?

weiter unten: CDU-Intrigen / Bangladesh und die Texilkonzerne
mit Update 4.6.
Heute ist der finstere Jahrestag des Mordes an Walter Lübcke. Viele schöne Worte werden in Politik und Medien darüber vergossen. Wie wäre es mit Taten? Andreas Förster/FR, einer der Journalist*inn*en, die ihr Handwerk noch ernstnehmen, erinnert an die lobenswerten Aktivitäten Lübckes in Thüringen. Er stellte sich dort auf die richtige Seite der Barrikaden gegen die Neonazis. Und gelangte so in ihr Visier, Weiterlesen

Der Kerl will nicht still sein

Ein kleines Hoffnungszeichen für die Bonner Grünen
Meine Ferndiagnose: ADHS für Erwachsene plus die Männerkrankheit nicht-rechtzeitig-aufhören-oder-wenigstens-einfach-mal-die-Klappe-halten-können. Die Bonner CDU habe ich in ihrer Heterogenität in mehreren Jahren Ratskoalition näher kennen gelernt – anständige, ehrliche Leute und lernunfähige rechte Knallköpfe in einer Partei vereint. Gemeinsam ist ihnen der Konkurrenzneid auf die eigenen Parteifeinde – warum soll es ihnen besser gehen als mir bei den Grünen? – und, das ist das Besondere: seit der Europawahl im Vorjahr unter Schock. Und jetzt die Coronakrise: sie können ihr Glück der letzten Chance kaum fassen. Weiterlesen

Wie kommen sie durch?

Bonner/Beueler Kleinunternehmen in der Krise (im Radio)
Das DLF-Wochenendjournal (samstags 9:10 h, oder zum Nachhören) ist durchgehend guter Radiojournalismus, vielstimmig, informativ und atmosphärisch dicht. So auch heute: Stephan Beuting berichtete über Bonner Kleinunternehmen, teilweise sogar von unserer schöneren Rheinseite, wie sie durch die Coronakrise gekommen sind (Audio, 40 min.); einen der Porträtierten kenne ich persönlich. Beuting besuchte seine Protagonisten im Abstand von vier Wochen, um Stimmungsschwankungen einzufangen.
Es wird Sie nicht überraschen: die Stadtverwaltung Bonns schnitt in der Reportage nicht besonders gut ab. Weiterlesen

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