Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Zeitungen (Seite 6 von 31)

Keine*r hört euch zu!

Deutsche Mediendiätförderung

Mit der Schlagzeile meine ich nicht die internationale Medienrecherche ohne deutsche Beteiligung, über die deswegen hierzulande auch nichts berichtet wird, ausser von René Martens/MDR-Altpapier, und weil ich gerade dabei bin, hier, bitte schön, können Sie das selbst lesen: Weiterlesen

Die Sägewerker

Dass das Spahn am Merzfriedrich sägt, wie dieser es einst bei Angela Merkel getan hat, ist unter denen, die sich überhaupt dafür interessieren, unumstritten. Am Tresen meiner Fussballkneipe ist ebenso unumstritten, dass die in Berlin sich nicht wirklich für uns hier im Westen interessieren. Sie sind selbstreferentiell nahezu ausschliesslich mit sich selbst beschäftigt. Die AfD-NRW ist so blöd, einen Radauparteitag zu veranstalten. Selbst das wird ihr nicht schaden. Die demokratischen Parteien sorgen für sie. Weiterlesen

Humorpolitik

Der Film „Was haben wir gelacht“ wird reichlich besprochen. Die FAZ hat ihre Rezension eingemauert. Ihre Leser*innen sind mutmasslich auch nicht die Zielgruppe. Die Junge Welt wird ihre Rezension in Kürze in ihrem Archiv einkellern: Ronald Kohl: „Der Kampf um die Bühne – Eva Müllers und Isabel Schneiders Dokumentarfilm »Was haben wir gelacht« über deutsches Unterhaltungsfernsehen und die Rolle der Frauen“. Der Herr Rezensent ist auf Konkurrenzkampf fixiert. Die Frauenperspektive gelingt nur einer. Weiterlesen

Betrügerisches Clickbaiting

Hier im Extradienst gibt es noch nicht mal Bilder. Nur Buchstaben. Emotionen sind zwar politisch relevant, tragen zur Sache und zur Problemlösung aber selten bei. Je seltener es wird, umso wichtiger: das Denken im und mit Verstand. Massenmacht und Berühmtheit ist damit nicht zu erreichen. Deutschlands Milliardär*inn*e*n, denen Noch-Massenmedien gehören, wissen das. Die sind ja nicht blöd. Obwohl … Weiterlesen

„Love is in the air“?

Nato-Gipfel von Ankara: Es riecht nach Krieg

US-Präsident Trump brachte das Nato-Sommermärchen auf den Punkt: Beim Treffen in Ankara habe soviel Liebe in der Luft gelegen. Trump hatte allen Grund, hochzufrieden zu sein. Die europäischen Pappenheimer sind genau dort angekommen, wo sie sein sollen: in ihrem Selbstverständnis sind sie inzwischen (mit Ausnahme von Spanien) keine „Trittbrettfahrer“ (Merz) mehr, sondern dankbare Unterstützer des US-Hochrüstungs-Konjunkturprogramms. Das ist die neue „Lastenteilung“ in der Nato: Sehr viel mehr europäische Steuermilliarden werden in die USA fließen. Europäische Steuergelder werden in die Ukraine fließen. Im Ukraine-Krieg lässt sich die Kriegstauglichkeit neuer Waffen bestens testen. Weiterlesen

Misstrauen, Bestrafung und …

… HOFFNUNG!

Sehr erhellend wie fast immer Antonia Groß/MDR-Altpapier: „Plenarwoche oder: Flood the Zone with Misstrauenn – Viele Analysen über das Reformpaket der Regierung und die letzten Abstimmungen vor der Sommerpause unterstellen Misstrauen gegen die Bevölkerung. Warum das zwar stimmt, aber lähmt – und wieso sich Protest gegen die Beschneidung liberaler Transparenzgesetze offenbar erfolgreicher durchsetzen lässt?“ Weiterlesen

Geht „Sozialismus“ von den USA aus?

Die ultrahocherhitzte „Palästinasolidarität“ vernebelt gelegentlich die Wahrnehmung gesellschaftspolitischer Realität am Aufenthaltsort ihrer Aktivist*inn*en. Das stelle ich in Rechnung bei meiner Überraschung über diesen Bericht in der ebenfalls gelegentlich linkssektiererisch über die Schlechtigkeit der kapitalistischen Welt jammernden Jungen Welt:

Adrian Müller Peña: „Vorwahlen der US-Demokraten: Mit einer Prise Sozialismus Weiterlesen

1968 als Provinzdödel nach Frankfurt

Ab 1963 kam ich nach Frankfurt als Provinzdödel, Soziologiestudent. Dann der Adorno, der wird schwer sein, hieß es. Einer der großen Abwehrversuche gegen Adorno ist: Der ist so schwierig! Der ist überhaupt nicht schwierig, der ist gegen alles! Gegen Gott und die Welt! Und jeder, der mit Adorno, der seine Texte oder seine Vorlesungen mit kriegt, merkt sofort: Der ist gegen alles! Gegen Gott und die Welt! Weiterlesen

Alle gegen den schlauen Gianni?

Diesen Eindruck wollte vorgestern die Tagesschau-Redaktion vermitteln, und gestern auch Roland Appel. Auch der integre Thomas Kistner/SZ-Paywall tut es. Er ist aber falsch. Richtig ist vielmehr, was Kicker-Redakteur Benni Hofmann analysiert:

„Mehrheitsbildung gegen FIFA-Boss schwer: Warum der Fall Balogun Infantino nicht gefährlich werden wird – Kann der Tabubruch in der ‚Causa Balogun‘ Gianni Infantino zu Fall bringen? Eher nicht! Die UEFA positionierte sich zwar klar – doch eine echte Opposition im Weltfußball zeichnet sich nicht ab. Die Gründe.“ Weiterlesen

Widerstand

Widerstand gegen Beseitigung der Informationsfreiheit: „Keine lästige Pflicht, sondern historische Errungenschaft“

Verbrämt als „Bürokratierückbau“ plant die Regierungskoalition das Plattmachen der Informationsfreiheit. Dagegen wehren sich die Informationsfreiheitsbeauftragten von Bund und Ländern. Auch mehr als hundert Organisationen fordern heute in einem offenen Brief, den tiefen Einschnitt in Transparenzrechte und Pressefreiheit zu verhindern. Weiterlesen

Fußball ganz unten angekommen

Die korrupten Verbrecher in der FIFA haben auf den Anruf Donald Trumps bei Infantino „Corleone“ reagiert: Die Rote Karte gegen den US-Stürmer, für ein klares Foul verhängt, wurde von den Funktionären „Zur Bewährung ausgesetzt“, damit die USA gegen Belgien auf ihren Stürmer zurückgreifen können. Einmaliger Vorgang, nicht wegen der Korruption, sondern wegen der offensichtlichen Dreistigkeit dieser öffentlichen Korruption. Pate Trump sagt,  er habe gar nichts gemacht, nur „um Überprüfung gebeten“. Infantino „Corleone“ behauptet, er hätte keinerlei Einfluss genommen. Weiterlesen

Normales Chaos

Im Land der selbsternannten Supermacht: Selbst in der reichsten Mega-City Indiens sorgt der Monsun-Regen wieder für Chaos, wie in einem Land der sogenannten Dritten-Welt

Menschen trotten zu zehntausenden durch knietiefes Wasser zur Arbeit. Einige von ihnen sterben dabei, weil Stromasten vor ihnen ins Wasser knallen. Andere werden von entwurzelten Bäumen erschlagen, oder rutschen in Löcher auf dem Untergrund, die wegen der Wassermassen nicht zu sehen sind und ertrinken jämmerlich. Auch wenn ich in den letzten Tagen nur die Bilder und Nachrichten aus Mumbai und anderen Städten gesehen habe, in denen Kinder in ihren Straßen schwimmen, habe ich eine Vorstellung, wie sich das anfühlt. Weiterlesen

Alternativen zum Schlechten

Wie schlecht wir aktuell regiert werden, beschreibt und analysiert Stefan Reinecke/taz: „Reformpaket der Bundesregierung: Friede den Palästen, Krieg den Hütten – Das Reformpaket stützt die Reichen und nimmt von den Armen. Solche Reformen verschärfen die soziale Spaltung, statt sie zu kitten.“ Neben dem Versuch, die Immobilienspekulation gegen Vergesellschaftung zu retten, gehört auch das Schleifen der Informationsfreiheit zu den Verzweiflungstaten dieser Deppen: Weiterlesen

Übersterblichkeit bei Hitze

Heute stieß ich bei der Lektüre der FAZ auf auffallend viele Todesanzeigen. Mir kam ein deja vu zur Corona-Pandemie in Italien, als ich im Internet die Zeitung von Bergamo studierte, der Stadt, die zu Anfang der Pandemie besonders betroffen war. Dort waren täglich bis zu zwölf Seiten Todesanzeigen zu sehen. Es hatte den Anschein, als würde eine ganze Generation von betagten und hochbetagten Menschen regelrecht ausgemerzt, schrecklich. Weiterlesen

„Einmal 33 reicht in der deutschen Geschichte“

Toxische Männlichkeit (II): Döpfner und Merz

Hätte ich nicht gedacht: der Satz in der Überschrift dieses Textes soll vom heutigen Bundeskanzler sein, noch bevor er in sein Staatsamt gewählt wurde. So schildern es Aurelie von Blazekovic und Claudia Tieschky in einer mir insgesamt glaubwürdig erscheinenden Geschichte hinter den digitalen Mauern der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH) in der SZ. Die Geschichte handelt von den Herren Döpfner und Merz, und was Frau Quadbeck und Herr Lamby über die beiden verbreitet haben. Ist es mehr oder weniger hohler PR-Lärm? Ist es politische Intrigen-Strategie? Und von wem? Weiterlesen

Wer steuert noch?

War es Marx, der vor 150-200 Jahren vorausgesagt hat, der Kapitalismus werde sich selbst zerstören? Ich weises nicht, habe zuwenig von dem gelesen. Aber es kommt mir so vor. Hier hatte ich die Parallelen zwischen Regierung und DFB beschrieben, die nun auch dem Spiegel (Paywall) aufgefallen sind. Sie sind nicht feuilletonistisch herbeikonstruiert, weil die handelnden Personen aus ähnlichen Sozialisationsinstanzen entlaufen sind. Weiterlesen

Die Welt, wie sie ist (II)

Zu meiner persönlichen Überraschung nach langer Zeit ein Text der nachdenkseiten, den ich weiterempfehle. Vielleicht liegt es daran, dass der Autor Ahnung von Fussball hat:

Jens Berger: „Deutschland in der Selbstfindungskrise“.

Der beste WM-Kommentar gelingt einem Blogamateur, der mehr Fachwissen auf die Waage bringt, als all die, die Geld dafür kriegen, und bei denen ihr Lärm im umgekehrten Verhältnis zur Kompetenz steht: DocKay/schwatzgelb: „Fußball-Deutschland trauert, oder nicht! – Das WM-Debakel Weiterlesen

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