Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Zeitungen (Seite 5 von 31)

Sie sind überall

Die Klimaleugner in Politik und Medien haben uns Öffentlichkeit im Schwitzkasten – mich werden sie umbringen

Sie sind auch in Wien. Wie sie es hierzulande treiben, analysiert

Antonia Groß/MDR-Altpapier: „Die Flut von damals ist die Dürre von heute – Flächendeckender Wassermangel und zu viele Hitzetote: Die Effekte des Klimawandels sind in diesem Sommer offensichtlich. Große Medien und rechte Plattformen aber haben ihre jeweils eigenen Verleugnungs-Muster.“ Weiterlesen

Dubioser Kurs des „Kölner Stadtanzeiger“

Der linksliberale Kölner Stadtanzeiger präsentiert: Roland Koch (CDU) als Vorsitzender der „Ludwig Erhard-Gesellschaft“…

Erstaunlich schon, dass der ehemals linksliberale Kölner Stadtanzeiger einen derart ideologischen Beitrag eines Wirtschaftslobbyisten auf der politischen Kommentarseite präsentiert. Herr Koch möchte den Leser:innen einreden, die klimaschutzfeindliche Politik von Wirtschaftsministerin Reiche wolle „nur der Marktwirtschaft zum Durchbruch“ verhelfen, indem sie für Windkraft und Ökostrom keine Entgelte mehr bezahlt, und damit Geld spart. Dass damit der Ausbau der Windenergie torpediert wird, geht geflissentlich unter. Höchst antiaufklärerisch. Weiterlesen

Hitzegipfel jetzt!

Gemeinsames Forderungspapier an die Bundesregierung – Breites Bündnis aus Landwirtschaft, Zivilschutz, Gesundheit, Soziales, Mieterschutz, Umwelt und Klima fordert die Bundesregierung zum Handeln auf

Europas Wälder brennen. Hitzewellen, Dürren, Ernteausfälle und Wasserknappheit bedrohen Menschen, Tiere, Natur, Wirtschaft und Infrastruktur. Der wesentliche Treiber dieser akuten Herausforderungen ist die menschengemachte Klimakrise. Auch in Deutschland werden Extremtemperaturen gemessen, Rettungskräfte sind im Dauereinsatz und Tausende Menschen sind bereits an den Folgen der Hitze gestorben. Weiterlesen

Geradezu meisterhaft: digitaler Staatsstreich

Prozesse, deren Ausgang noch nicht entschieden ist

Die linksintellektuelle Zeitschrift „Das Argument“ habe ich irgendwann aus den Augen verloren. In jungen Jahren und während des Studiums gehörte sie zur Pflichtlektüre insofern, dass ich mindestens immer einen Blick hineinwarf, ob sich für meinen Verstand relevantes darin fand. Doch irgendwann war es mir „zu hoch“ geworden, zu weit abgedreht von politischer Praxis. Meiner zumindest. Heute machte ich eine Entdeckung. Und das kam so. Weiterlesen

Marokkos dubiose Rolle

EU und die deutsche „vierte Gewalt“ spielen brav die rechten Drehbücher ab

Seit ich politisch denken kann, bildet das Feudalregime von Marokko den rechten Flügel der Arabischen Liga. In meiner Lebenszeit gab es nur zwei diktatorisch regierende Könige: Hassan II. und den heute herrschenden Mohammed VI. Aggressiv gegen Menschenrechte, Opposition, Nachbarstaaten und andere Religionen, Aussenposten des Wahabismus. Und heute des Trumpismus. Weiterlesen

„Vierte Gewalt“ – materialistisch

An das verfassungsmässige Phantasma von der „vierten Gewalt“ (1. Legislative, 2. Exekutive, 3. Judikative) habe ich schon in meiner Jugend nicht geglaubt. Als Leser der WAZ, als Hörer des WDR und durch frühes Lesen medienkritischer Bücher wurde dieser Glaube verdorben, noch bevor ich wahlberechtigt wurde. Viele meiner Altersgenoss*inn*en, denen dieses Bildungsprivileg offenbar nicht oder nur unzureichend vergönnt war, glauben allen Ernstes, die „vierte Gewalt“ sterbe erst jetzt. Eine völlig unangemessene Nostalgie. Weiterlesen

Fritz Lang aufgeschlossen

Mit seiner Dramaturgie und Erzählweise fremdelte ich von Jugend an. Respekt hatte ich, weil er vor den Nazis ins Exil floh. Meine Projektion auf ihn: ein Verrückter, im ambivalenten Sinne, wie so viele „geniale“ Künstler*innen. Ich kann mich an keinen Film von ihm erinnern, für den ich schwärmte. Aber an einen, in dem er auftritt: Godards „Le Mépris“. Mitsamt einer legendär-analytischen mehrteiligen Rezension von Hans Schmid/telepolis. Weiterlesen

Wer solche Feinde hat

Infantinos Erfolgswelle sind seine Gegner – „Das Grundproblem ist nicht, dass die Männer ihre Finanzmacht missbrauchen – sondern, dass sie sie haben.“ (Alina Schwermer, taz)

Wenn zu Ihren schärfsten Kritikern die hier, dazu der greise Sepp Blatter und der britische Premierminister gehören, Letzterer aus dem Land mit der hemmungslosesten Geldscheiss-Profilliga der Welt, in der sich die Investor*inn*en aus Arabien, USA, Russland und China die Türklinken ihrer Londoner Villen in die Hand geben und auf den Rennbahnen über ihre Pferde fachsimpeln – wenn das Ihre Gegner sind, können Sie nicht alles falsch gemacht haben. Weiterlesen

Meteorologie und Aufmerksamkeitsökonomie

Hitzeempfindlich bin ich von Kindheit an. In meiner Ruhrpott-Jugend legte ich für mich persönlich fest: Fussballspielen nur zwischen 10 und 25 Grad. Drüber wars zu heiss. Das kam selten vor. Der Klimawandel hat das geändert. Nach meinem Herzinfarkt im Vorjahr agiere ich noch vorsichtiger. Nachts zwischen 4 und 10 Uhr durchlüften und die Wohnung (mit hellen Aussenjalousien) zwischen 10 und 20 h abdunkeln. Das gilt für Tage über 30 Grad. Die Probleme werden unüberwindbar, wenn die Nächte „tropisch“ (= >20 Grad) werden. Das war für die kommenden Tage angedroht. Weiterlesen

Wenn Delhi Moskau wäre

Stellen sie sich vor, in Moskau würden junge Menschen gegen Putin auf die Straße gehen und die Regierung setzt gegen die Demonstranten Störsender ein. Sperrt das Internet und Metro-Stationen.  Dazu prügeln Polizisten brutal auf junge Demonstranten ein und drohen einzelnen von ihnen, dass sie bei ihrer nächsten Festnahme Drogen in ihren Rucksäcken gefunden werden .  Wenn dann noch junge Demonstranten in St. Peterburg auf die Straße gehen, in Solidarität mit den jungen Menschen in Moskau, und auf der Stelle verhaftet werden, hätten sie sofort Russland-Experten in allen deutschen Medien, die ihnen erklären, dass der Frust der russischen Jugend gegen das Putin-Regime schon lange gärt und nun ausbricht, wobei der Anlass – ein Skandal im Bildungsbereich – nur der Auslöser, aber nicht der Hauptgrund ist. Weiterlesen

Klopp-Journalismus 1:0

„Jürgen Klopp ist der perfekte Trainer für die Mission Wiederaufbau. Der 59-Jährige ist ein Coach von Weltformat, der die Kunst der Psychologie wie kaum ein anderer beherrscht. Mentalität, Zusammenhalt, maximaler Fokus – dafür wird der Motivator sorgen. Nicht nur beim Verband, in der Liga und in Spielerkreisen genießt er riesiges Vertrauen, sondern vor allem auch bei den Fans – ein unbezahlbarer Startvorteil, den der von Beginn an umstrittene Nagelsmann nie hatte. Sollte Klopp dann auch noch bei der Personalauswahl richtig liegen, wird der Bundesadler bald wieder zu neuen Höhenflügen ansetzen“ – so filosofiert die „Ludwigsburger Kreiszeitung“, wenn ich dem DLF glauben darf. Amen. Weiterlesen

Der ist nicht komisch

Der Herr Amthor profiliert sich nun schon seit einem Jahrzehnt als komischer Vogel. Das ist er nicht. Wie meistens in der Politik unterscheiden sich Medienperformance und die harten Interessenfakten. Katja Thorwarth/FR, eine der letzten Journalist*inn*en in dem, was früher als anspruchsvolle linksliberale Zeitung bekannt war, deutet es in dieser Meldung nur zagaft an: Weiterlesen

Nachrichten aus der Wirklichkeit

„Social“-Media-Verbote oder Bonner Stadtbahnen: heisser gekocht als gegessen

Achja, die Verbieter*innen. Es wäre ja auch das erste Mal, dass sich Politik von Wissenschaft irritieren lassen würde. Und vom wahren Leben da draussen. Tut sie ja beim Klimaschutz auch nicht. Egal ob nah oder fern. Australien ist geradezu optimal weit weg, wird aber als „Vorbild“ verzweifelt herangezerrt. Es ist aber nur das, was für Australien gehalten wird: seine Politiker*innen. Die Australier*innen, die jungen vor allem, lassen sich hingegen von ihren Politiker*innen nicht irritieren. So haben dann alle ihre Ruhe, bzw. was sie wollen. Weiterlesen

Der Leihvater

Jens Spahn ist vorläufig weg vom Fenster der Macht. Das war überfällig, denn die Liste seiner unsäglichen Verstöße gegen die Verantwortungsethik, die Max Weber von Politikern fordert, ist lang. Sie kennen Max Weber nicht? Liberaler Soziologe, zu Beginn des 20 . Jahrhunderts schrieb er den heute wie damals so aktuellen Aufsatz „Politik als Beruf“, in dem er ethische Mindeststandards und charakterliche Anforderungen an Berufspolitiker beschrieb. Obwohl es ihn kostenlos bei der Bundeszentrale für politische Bildung gibt, ist aufgrund seines Verhaltens ziemlich sicher, dass ihn Jens Spahn weder kennt, noch gelesen hat. Weiterlesen

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