Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: The Wall Street Journal (WSJ)

Only in America

„The land of the free and the home of the brave“ oder wie Woody Guthrie einmal meinte: „The free’s in jail an‘ th‘ brave in graves“ – – Alltäglicher Wahnsinn

Eine Grundschule in Waukesha, Wisconsin, einem konservativen Vorort von Milwaukee, hat den Song „Rainbowland“ von Miley Cyrus und Dolly Parton aus einem bevorstehenden Schulkonzert gestrichen, weil es „als kontrovers wahrgenommen werden könnte“, wie es in einer Meldung der Nachrichtenagentur Associated Press heißt. Die Entscheidung sei nach Angaben von Eltern getroffen worden, „weil der Song zur Akzeptanz von LGBTQ+ führe und auf Regenbögen als deren Symbol verweist.“ Im Liedtext heißt es: „Wäre es nicht schön, im Paradies zu leben / Wo wir frei sind, genauso zu sein, wie wir sind?“ Weiterlesen

Der Böse ist tot

Die besten Verbrecher sind die toten Verbrecher. Ob islamistische oder nazistische Attentäter – am besten sofort erschiessen. Dann können sie nicht mehr singen. Über die, die mit ihnen kollaboriert und sie instrumentalisiert haben (bei den Dummen). Oder über die, die mit ihnen absichtsvoll strategisch zusammengearbeitet haben, mit den Schlauen. Jeffrey Epstein war gewiss Letzteres. Und der soll sich ja glücklicherweise – ich weiss es nicht – selbst umgebracht haben. Im Knast. Mit den heutigen Überwachungstechnologien? In den USA? Bei Oury Jalloh in Dessau habe ich das jedenfalls nicht geglaubt. Weiterlesen

Eskalationsspirale

Ukraine: Das Drehen an der Eskalationsspirale geht weiter – Die Risiken steigen, jetzt auch noch im Umgang mit China

Am 5. Dezember 2022 berichte das Wall Street Journal, die USA hätten die an die Ukraine gelieferten Himars manipuliert, um deren Reichweite zu verringern. Russisches Territorium sollte nicht erreichbar sein. Zur Begründung hieß es, dass sei eine notwendige Maßnahme, um eine Kriegsausweitung zu verhindern. Das ganze Jahr 2022 war davon geprägt, dass die Unterstützung für die Ukraine auf keinen Fall dazu führen sollte, dass aus dem Stellvertreterkrieg eine direkte militärische Konfrontation mit Russland wird. Weiterlesen

Geschäft oder Sicherheit?

Wundersame Bahn CXXIX / Ukrainekrieg / USA

Am Vorabend war ich bereits in einer Regionalbahn zwischen Roisdorf und Bonn Hbf. verratzt. Der Lokpilot konnte nur noch “auf Sicht” fahren, bei Dunkelheit. Ein*e Sportler*in hätte das auch zu Fuss geschafft. Seitdem wARTE ich auf eine handwerklich nur durchschnittliche journalistische Recherche woran es lag; also mehr als das Abschreiben und Wiedergeben der DB-PR-Abteilung. Es hat gedauert. Jetzt ist eine da. Weiterlesen

Lieber Betrüger als Faschisten

Jemenkrieg / Ukrainekrieg / Frankreich

Rupert Murdoch ist mein Lieblingsfeind. Zum Überleben ein leichtes Opfer. Der Kerl ist 91. Er wird vor mir sterben. In den USA, Grossbritannien und Australien pflegt er die Regierungschefs auszuwählen. Der deutsche Profifussball hat bis 2018 aus seiner Hand gefressen. Dann hat er nicht etwa mit Fressen aufgehört, sondern Murdoch war es leid und hat den TV-Sender Sky verkauft. An diesem Wochenende liess Murdoch sein Wallstreet Journal (Paywall) etwas vermelden, was an die heissesten Ukraineträume Wladimir Putins erinnert. Trump-Finanzier, Jemen-Kriegsverbrecher und Kashoggi-Mörder Mohammed Bin Salman (MBS) hat seinen Jemen-Präsidenten erpresst, abgesetzt und festgesetzt. So Macht mann das. Weiterlesen

“Burn It All Down!”

mit Update 7.10.
“Spiritueller Missbrauch” und sexualisierte Gewalt von der Katholischen bis zur Facebook-Sekte
Entschlösse sich die Weltfussballerin Megan Rapinoe in die Politik zu gehen, könnte sich ihr Land doch noch mal als Land unbegrenzter Möglichkeiten erweisen. Sie bringt die Gefühle vieler entsetzter Demokrat*inn*en auf den Punkt, mit ihrem Kommentar zur männlich dominierten Gewaltkultur im Sport. Gestern meinte eine Freundin am Telefon, auch etliche grüne Männer empfänden ein Missbehagen über den “Genderkram”. Tja, was sollen die Frauen dazu sagen? Und die Kinder? Weiterlesen

USA / Burmester

Ist das innere Problem der USA eine Rassen- oder Klassenfrage? – fragt eine Mitarbeiterin von Murdochs Wallstreet Journal in der taz in der Titelzeile. Ich halte es für falsch, diese Frage gegeneinander zu diskutieren. Es kommt immer vieles zusammen. Dennoch wirft Anjana Shrivastana in ihrem Text aktuell die richtigen Fragen auf.

Den besten Medienjournalismus der letzten Jahre verkörperte für mich die Kolumne “Die Kriegsreporterin” von Silke Burmester. Nun hat sie sie beendet. Mein Verdacht: jetzt muss sie Geld verdienen. Denn ich weiss aus eigener Erfahrung: schreiben für die taz ist quasi “ehrenamtliches Engagement”.

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