Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Beuel & Umland (Seite 38 von 123)

So ein Tag …

Wundersame Bahn XCIX

So ein Tag wie gestern darf meines Erachtens nicht ohne Würdigung in der Rubrik “Wundersame Bahn” vergehen. Ich war mit Nahverkehrszügen unterwegs und habe gemerkt, dass ich alt werde. Ich bin bis nach Wuppertal gefahren, um zu realisieren, dass ich nicht gestern dort einen Aktzeichentermin hatte, sondern erst heute. So stand es auch in meinem Terminkalender. Das Ärgerliche dabei ist ja, dass ich für diesen groben Unfug niemand anderen beschimpfen kann. Ich bin ganz alleine der Doofe. Weiterlesen

Datenkapital

Neulich beim täglichen Surfen nahm ich wahr, dass der nette Kollege Dylan Cem Akalin gelegentlich im lokalen General-Anzeiger wieder über Beueler Angelegenheiten schreibt, z.B. die penetrante Lärmbelästigung durch den Flugplatz Hangelar. Akalin war lange für Beuel zuständiger Korrespondent – wenn so einer weg ist, merkt frau*mann erst, wie wertvoll er war. Einzelne Texte stehen ohne Paywall-Symbol, doch nach dem Anklicken forderte der virtuelle Revolver der Verlagsmutter “Rheinische Pest”: “Daten raus – oder raus!” Ich ging dann, mit Bedauern. Weiterlesen

Gute Nachrichten?

mit Update nachmittags

Werteleitung / Linker Wahlsieg / NRW und das ÖPNV-Ticket

Die “wertegeleitete” deutsche Aussenpolitik ist in diesem Blog schon hinreichend gewürdigt worden. Es hört nicht auf. Es gibt neuen Stoff. Hierzulande gibt es nicht viele, die davon wissen: aber in der islamischen und insbesondere der arabischen Welt gibt es eine ähnlich harte Konfrontation, wie zwischen “dem Westen” und Russland: auf der einen Seite die “neuen” Reaktionäre der Muslimbruderschaften mit den Sponsoren Erdogan und Qatar, auf der anderen Seite die “alten” Feudalverbrecher von den Saudis über die Vereinigten Arabischen Emirate bis zur ägyptischen Militärdiktatur. Weiterlesen

Fotomodelle schmecken nicht

Eine Erdbeer-Kritik

Kürzlich habe ich noch von diesen Früchten, von denen ich abhängig bin, geschwärmt. Gestern, am Brückensamstag war ich zu spät. Ich kaufe immer erst nach dem Essen ein. Hungrig einkaufen ist zu teuer, das kann ich mir nicht leisten. Obwohl ein “Brückensamstag” war, war die Erdbeeretage im Obstregal des Momo bereits leergekauft und gefegt. Wie in der DDR. Weiterlesen

Letztes Wochenende vor 9€T

Wundersame Bahn XCVIII – Was jetzt zu tun ist, wird teuer

Seit über 10 Jahren ist es mir gestern, am “Brückentag”, erstmals gelungen, die Bahnstrecke Bonn-Essen-Beuel per umsteigefreiem und pünktlichem IC zu bewältigen. Ein bemerkenswerter Tag meiner Lebensgeschichte, begünstigt durch die Fernzugumleitungen auf unser richtiges Rheinufer. Ein herzlicher Gruss auch an die 400 km Autobahnstau vorvorgestern in NRW – wieviele km waren denn dann noch übrig? Doch die Probleme fangen erst an. Wer wird sie lösen? Und vor allem: wie? Weiterlesen

Schwarzfahrerzucht

“Das Ticket ist in diesem Zug nicht gültig” – Wundersame Bahn XCVII

mit Update 28.5.

“Ja, is scho’ wieder erster April?” fragte ich mich, als ich das las. Carola Tunk schreibt das, die in Siegen mal was-mit-Medien studiert, und tatsächlich danach eine Stelle (bei der Berliner Zeitung) gefunden hat. Über die Prekarität dieses Berufes gibt es heute Nachmittag ein “Spezial” von @mediasres, dem was-mit-Medien-Magazin des DLF: “Traumberuf mit Armutsrisiko – Journalismus zwischen Ideal und Selbstausbeutung”. Bis dahin lasse ich mal offen, wer hier die*der Prekärste ist: Journalist*inn*en oder die Deutsche Bahn. Weiterlesen

Neues vom Beueler Fahrkartenschalter

Wundersame Bahn XCVI

Bewundernswert. Der Fahrkartenschalter am Bahnhof Beuel ist weiter besetzt, mit einem richtigen Menschen. Keine Warteschlange. Immerhin: als ich fertig war, kam direkt weitere Kundschaft. Die wichtigsten Infos.

Die Baustelle, in deren Angesicht kaum jemand glauben kann, dass noch Zugverkehr passiert, soll noch bis 2026 dauern. Es besteht also Zeit genug, dass wir uns dran gewöhnen. Weiterlesen

Städteappell für den Atomwaffenverbotsvertrag

Von Bonn unterzeichnet – Regional aktiv werden

137 Städte und 4 Bundesländer haben den Appell gegen Atomwaffen bereits unterzeichnet, der auch international breite Zustimmung findet. Er lautet:

„Unsere Stadt/unsere Gemeinde ist zutiefst besorgt über die immense Bedrohung, die Atomwaffen für Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt darstellen. Wir sind fest überzeugt, dass unsere Einwohner und Einwohnerinnen das Recht auf ein Leben frei von dieser Bedrohung haben. Weiterlesen

Bonn bleibt Bonn

Versteckte Botschaften der Landtagswahl

Die Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl ist um rund 10% gesunken. Wie immer forscht niemand nach den Gründen. Nichtwähler*innen werden nichts gefragt, von niemandem. So bleibt ein weites Feld für Spekulationen und politische Instrumentalisierung. Die Regel ist jedoch: Ignorieren. Ich habe nur mal so – “spasseshalber” träfe es hier nicht wirklich – die absoluten Stimmenzahlen der Landtagsparteien betrachtet, sowie ihren Prozentanteil an den Wahlberechtigten. Weiterlesen

Polizei- und Verkehrsunfälle

Die (Video-)Kamera als Täterin

Die im Folgenden behandelten Phänomene unterscheiden sich (sehr!) stark, haben aber eines gemeinsam: sie sind schwere bis mittelschwere kommunikative Verkehrsunfälle. Der schwerste war dieser hier gestern in Buffalo/USA. Hierzulande regt das niemand mehr auf. Jaja, Amerika, schlimmschlimm. Ich lebe zwar lieber hier als da, aber ist es hier wirklich besser? Zuhause ist es extrem gefährlich, jedenfalls für Frauen und Kinder. Weiterlesen

Rheinmetall entrüsten

Protest gegen Rheinmetalls Kriegsgeschäfte

Am 10. Mai veranstaltete der Rheinmetall-Konzern seine Jahreshauptversammlung erneut in digitaler Form, was natürlich den Protest erschwert, da kein direkter Kontakt zu den Aktionär*innen der Blutaktien möglich wird. Dennoch hatten sich etwa 80 Personen versammelt, um vor der Konzernzentrale in Düsseldorf lautstark zu demonstrieren: „Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt!“ so die Rufe der Demonstrierenden. Rheinmetall ist angesichts der Kriegshysterie im Aufwind. 142,9 Millionen Euro Dividenden werden ausgeschüttet, die Gewinnkalkulation nach oben geschoben, Geschäftsausweitungen anvisiert. Die Aktie ist seit Kriegsbeginn in der Ukraine um mehr als 100% gestiegen. Weiterlesen

Frische Erdbeeren

Und: Wen wählen? V

Schriftstellerisch kann ich mit Walter Benjamin selbstverständlich nicht mithalten. Aber in einem Punkt bin ich ähnlich gestrickt wie er. Ich bin suchtabhängig von dunkler Schokolade, (wie Helmut Kohl:) Marzipan, frischen Feigen – und frischen Erdbeeren. Gegen die angebotenen aus Spanien habe ich aktiven Konsumverzichts-Widerstand geleistet – angesichts der spanischen Wasserpolitik und der dortigen industrialisierten Landwirtschaft können die nicht schmecken. Weiterlesen

Ulrike Guérot: Zu friedlich für Uni-Jusos

Das möchte ich erst mal in Gänze zitieren. Das Bonner Studentenparlament hat auf Antrag nicht der Jungen Nationaldemokraten, sondern der Jusos folgenden Beschluss gefasst: “Das 44. Studierendenparlament der Universität Bonn missbilligt die jüngsten Aussagen von Professorin Dr. Ulrike Guérot in Bezug auf den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine, die sie bei ‘Viertel nach Acht’, einer Sendung von BILD TV, getätigt hat. Zudem fordern wir sie auf, solche öffentlichen Aussagen in Zukunft zu unterlassen. Diese Aussagen sind zweifelsfrei von der Meinungsfreiheit geschützt, jedoch schaden sie ob der Position als Professorin dem Ansehen der Universität Bonn.” Weiterlesen

Die Spannung steigt

Morgen 14 h geht es in der Regionalliga West um “alles”: Essen und Münster fiebern, Bonn dämmert

Wen interessiert die langweilige Bundesliga? Seit der Pandemie und dem widerlichen Lobbyismus der Profi-Oligarchen nicht mehr viele. In der Vierten Liga spielen zwar auch schon lange keine “Amateure” mehr, aber dort sieht es noch nach gutem, ehrlichem Sport aus. Und vor allem bietet sie hautnahe Dramatik. Weiterlesen

Magdalena Möhlenkamp antwortet

Wen wählen? IV

Heute trafen die Antworten der SPD-Landtagskandidatin Magdalena Möhlenkamp bei mir ein. Knapp – aber noch rechtzeitig um auch etwas darüber zu schreiben. Meine Frage, warum ich eine Wirtschaftsanwältin als SPD-Kandidatin in den Landtag wählen soll, bleibt offen. Auch den tieferen Sinn des SPD-Spruchs: “Für Euch gewinnen wir das Morgen” werde ich wohl nie erfahren, denn weder die NRW-SPD noch die Beueler Kandidatin gehen auf diese Frage bisher ein. Weiterlesen

Wundersame Bahn XCIII

Elektronisches Stellwerk: Baustelle ist auch, wenn gar nicht gebaut wird

Vieles hätte mich misstrauisch machen müssen vor meiner Fahrt von Beuel nach Ehrenfeld. Am Bahnhof Beuel ist optisch fast alles weg, ausser dem Hauptgebäude, das verständlicherweise niemand mehr haben will, nachdem die Bahn es zu einer Bruchbude hat verkommen lassen – aber angeblich immer noch Geld dafür will. Die Bahnsteige sind abgedeckt, ein paar Holzverschläge als Unterstände installiert. Statt der Unterführung gibt es eine gerüstartige Überführung. Wer sich beim Aufstieg eine interessante Aussicht auf die Baustelle erhofft, sieht sich oben mit Brettern zugenagelt. Weiterlesen

Untergraber*innen

Neues aus den USA. Schon einige Zeit wird dort die Gewerkschaftslandschaft umgegraben, und – Überraschung! – nicht nur zum Schlechten. Vor gut einem Jahr hiess es bei Jacobin, die Tech-Elite stünde mit den Gewerkschaften “auf Kriegsfuss”. Das ist einerseits richtig, aber nicht in Beton gegossen. Die Alphabet Workers Union hält das weder von der Arbeit noch von politischem Engagement ab: “Google untergräbt Mindestlöhne”. Weiterlesen

Oberkassel-Mitte muss bleiben

Wundersame Bahn XCII

Das hatten sich die Stadthaus-Bürokraten ganz anders und vor allem einfacher vorgestellt. In einer Vorlage der Verwaltung vom März 22 hieß es unter der positiv klingenden Überschrift: “Barrierefreier Ausbau der Stadtbahnhaltestellen”: “Die Planung des barrierefreien Ausbaus der Stadtbahnhaltestellen in Oberkassel wird nur für die Haltestellen Oberkassel-Nord und Oberkassel-Süd weitergeführt. Die Stadtbahnhaltestelle Oberkassel-Mitte entfällt zukünftig.” Weiterlesen

Rüpel

Es gibt sie wirklich. Aber mit einer merkwürdigen Dialektik der Gefühle: was selten ist, fällt mehr auf. Was alltäglich ist, wird zur Gewohnheit. Früher, als nur wenige Rad fuhren, konnte mann die Uhr danach stellen: wenn im “Express” (gibts den eigentlich noch?) die “Rüpelradler” auftauchten, war nachrichtenarme Sommerpause. Die Berliner Polizei, die bislang nicht für ihre Fortschrittlichkeit bekannt ist, hat Zahlen vorgelegt, die Peter Neumann/Berliner Zeitung berichtet. Ist Objektivität zu langweilig? Weiterlesen

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