Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Beuel & Umland (Seite 53 von 123)

Gipfelabstieg?

Das Virus in Bonn
Schön wärs. Wobei: beim Bergsteigen ist das immer der gefährlichere Teil. Also Vorsicht! Die Oberbürgermeisterin hat zwar ihre Verwaltung vorzeitig in Virus-Urlaub geschickt. Aber natürlich nicht die, dir mit dem Virus kämpfen müssen. So erfahren wir auf der Homepage der Stadt Bonn auch jetzt die täglichen Infektionszahlen. Die sagen seit 3 Tagen, dass die 7-Tage-Inzidenz (Infizierte pro 100.000 Einwohner*innen) leicht zurückgeht, nachdem sie zwei Wochen steil gestiegen war. Heute sind es 229,4. Weiterlesen

Der Minister – ein Hai?

Jens “Kleiner Fisch” Spahn / Pack schlägt sich / Informationsfreiheit fürs Ruhrgebiet
Wenn er doch noch Bundeskanzler werden sollte – eine Chance, auf die er lauert – dann wird er vielleicht doch noch zum Hecht, der kleinere Fische frisst. Jens Spahns Immobiliendeals in Berlin, über die Stern und Tagesspiegel berichten, deuten eher auf ängstliche Geldanlagen eines Leitenden Angestellten hin: ein Minister, der aus dem pechschwarzen Landkreis Borken in die grosse Stadt gezogen ist, und sein gut auskömmliches Einkommen möglichst sicher anlegen will. Meine Hypothese: eher hat er sich von echten Haien über den Tisch ziehen lassen.
Interessant an der Story ist, wer da mit wem dealt. Weiterlesen

Verbrecherregime?

Für meine Organisation meines morgendlichen Aufwachens bin ich selbst verantwortlich. Wie komme ich darauf, für mein desaströses Aufwachen die Regierung verantwortlich zu machen? Und warum so radikal? Mich macht morgens kurz vor 7 der Deutschlandfunk wach. Das war schon mein erster Fehler. Der Sender kann nichts dafür. Der macht nur seine Arbeit. Und ich will, dass er sie weiter macht. Da kam heute das, und es war für mich um diesen Tag geschehen.
Was ist das Positive daran? Weiterlesen

Aufhören können

Rolf Bringmann, Randi Crott
Anlässlich des Endes der WDR-Mitternachtsspitzen, bzw. deren alter Mannschaft, verirrte ich mich gestern zu einem langen Gespräch, das der WDR mit seinem ehemaligen Redakteur und langjährigen Verantwortlichen für die Mitternachtsspitzen, Rolf Bringmann führte. Ich hatte Bringmann selbst in meiner Rundfunkratszeit (1997-2003) mal persönlich getroffen und kennen gelernt. Es war ein sehr informatives und angenehmes Gespräch, ganz wie auch dieses, das in der WDR-Mediathek vorgehalten wird.
Es ist Teil einer längeren Reihe, die der Sender linear in der Nacht verklappt hat. Weiterlesen

Indien / Russland / Zu Fuss gehen

Subin Dennis/Jacobin skizziert die strategische Lage um den Bauern-Massenstreik in die Indien, auf den hier schon eingegangen wurde.
Ulrich Heyden/nachdenkseiten berichtet ausführlicher, inhaltlicher und realistischer als andere über Putins Pressekonferenz.
Clemens Gleich/heise-online hält ein Plädoyer für das Zu-Fuss-Gehen. Bei 9 Grad und strahlender Wintersonne am Beueler Rheinufer – Sie wissen schon, die Sonnenseite! – fällt mir die begeisterte Zustimmung nicht schwer. Beachtenswert sein Hinweis auf einen missglückten Shared-Space-Versuch in Stuttgart. Ich will das hier auch haben, besser geplant natürlich. Hat die OB solche Leute?

Verpasst?

Drei Hinweise, die Sie nicht verpassen sollten
“Unser Haus”, produziert von der Firma von Valentin Thurn, in Köln kein Unbekannter, lief gestern auf ARTE. Es geht um eine Hausbesetzung, ein Bürogebäude des ehemaligen Grossmarktes in Köln-Raderthal wurde umgewidmet zu Wohngmeinschaftsetagen für mehrere Kölner Obdachlose. So weit, so gut. Merkwürdig nur, dass der auf ARTE gesendete Film vom SWR zugeliefert wurde, und nicht vom WDR, der dort zur Weimarer Republik sogar einen Sender betrieb. Ist Herr Thurn dort nicht gut gelitten? Weiterlesen

Beueler Altersstarrsinn

Krawalljournalismus schadet dem Beueler Einzelhandel mehr, als er ihm nützen will
Holger Willcke/GA ist ein Krawalljournalist von altem Schrot und Korn, seit 1988 hält es sein Arbeitgeber, unser lokales Pressemonopol (jetzt im Besitz der Rheinischen Post), schon mit ihm aus. Wenn nichts los ist wie jetzt, macht er halt selbst was los. Die richtigen Leute anrufen, die Zwietracht sich ausbreiten lassen, und schon ist das Ereignis fertig, über das berichtet werden “muss”. Als Beueler Konsument kann ich Beueler Einzelhändler*innen nur warnen: sich dafür benutzen lassen, ist nicht gut fürs Geschäft, sondern schlecht. Weiterlesen

Der Kardinal machts nicht mehr lange

Rainer Maria Woelki muss als Theologiestudent an der Universität Bonn einem meiner erfolgreichsten Vorlesungsauftritte in einem Studentenparlamentswahlkampf beigewohnt haben. Bei den katholischen Theologen aufzutreten, war für alle linken Gruppen ein hartes Auswärtsspiel. Als Kandidat des kleinen, und dazu noch antiklerikalen Liberalen Hochschulverbandes (LHV) bedeutete das Szenario, dass ich als Letzter von allen drankomme, also dann, wenn schon alle eingeschlafen sind. Ich beobachtete, dass die Linken-Kandidaten fast alle betonten, dass sie mal Messdiener gewesen seien, so dass das Publikum nur noch ironisch aufstöhnte. Weiterlesen

Durchhalten und nicht entmutigen lassen!

von Britt Weyde und Gert Eisenbürger
Zur Lage der Bonner Informationsstelle Lateinamerika (ILA)

Für 2020 hätten wir uns vieles vorstellen können. Aber was dann kam, eine weltweite Pandemie mit vielen Todesopfern, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, vergangene und kommende Lockdowns in Lateinamerika wie in Europa – nein, das konnten wir uns wirklich nicht vorstellen.
Wie alle versuchen wir auch in der ila, damit umzugehen. Im März haben wir unsere Redaktions­arbeit und unser Layout weitgehend auf virtuelle Begegnungen und Homeoffice umgestellt. So haben wir es immerhin geschafft, die ila-Ausgaben dieses Jahres regulär rauszubringen. Weiterlesen

Bahn leiser?

Wundersame Bahn LIX
Weil ja sonst nix los ist, bietet sich diese Zeit für PR-Kampagnen an. Der Teil, der Unsinn ist, dürfte überwiegen. Wie verhält es sich mit der aktuell verbreiteten Behauptung, die Bahn, vor allem die Güterbahn, werde leiser? Als ich gestern in Beuel auf dem Bahnsteig 1 eine Fahrkarte zog, war meine erste Reaktion: alles Lüge. Ein Geräusch, das mich an die alte “Taiga-Trommel” erinnerte, näherte sich: eine Diesellok – das Design sah eher wie eine alte DB-Diesellok (mit anderer Lackierung) aus – die ihre Mindesthaltbarkeitsdatum um ca. 10 Jahre überschritten haben müsste, raste mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit Weiterlesen

MeckPom-Spur erhitzt sich

Und: was in Frankreich los ist / Querdenker-Franscheiss / Stadtrettung durch Erdgeschossöffnung / le Carré-Würdigung
Thomas Moser/telepolis berichtet aus dem Parlamentarische Untersuchungsausschuss des Bundestages zum Breitschedplatz-Attentat 2016. Vieles musste er sich erfragen, weil nichtöffentlicht getagt wurde. Vieles hat er aber auc mitbekommen, oder sich erzählen lassen (mit aller Vorsicht). Mein Fazit als Leser verdichtet sich: der Rücktritt des Landesinnenministers in Mecklenburg-Vorpommern hatte mehr gute Gründe, als nur eine Nazi-Pistole. Weiterlesen

Vom Virus überrollt

von Ulrich Horn
Plötzlich ist es den 16 Ministerpräsidenten mulmig geworden. Vor zwei Wochen noch planten sie im Kampf gegen die Pandemie für Weihnachten und die Jahreswende Einschränkungen, die den Bürgern möglichst wenig Beschwernisse bescheren sollten. Tagelang propagierten die Länderchefs ihr Vorhaben, als wäre es der große Wurf. Sie machten die Rechnung ohne das Virus. Weiterlesen

“Das Virus ist ausser Kontrolle geraten”

Update mit zusätzlichen Links
Ausser in Familien, unter Verwandten, an den Weihnachtstagen, in der Industrieproduktion (z.B. systemrelevante Massenschlachtungsbetriebe, so Gerd Antes in dem verlinkten Audio) und im Profisport. Dort gibt es Hygienekonzepte, die sind so gut, viel besser als in der Gastronomie, die schon aus Geschäftsinteresse professionelle Hygiene praktizieren muss. Und wirken insofern wie eine Impfung.
Ich stifte 5 Mark für diejenigen, die die Virolog*inn*en finden, die der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsident*inn*en diese Tatsachen mit “wissenschaftlicher Evidenz” eingebimst haben. Und verdoppele den Preis, wenn so ein*e Virolog*in es wagt, das in der Öffentlichkeit zu begründen und zu vertreten.
7-Tage-Inzidenzen: Bonn 197,8; Köln 133,3; Essen 182,8; Dortmund 194,1.

Freiheit in Zeiten der Pandemie

Die Pandemie macht die Armen ärmer, die Reichen reicher, offenbart und potenziert Stärken und Schwächen. Das gilt sowohl national wie auch global. Sie verschärft ohnehin vorhandene Konflikte und lässt vorhandene Ungleichheiten deutlicher hervortreten. Geschäftsmodelle, die schon vorher nicht oder nur mit hohen Verlusten funktioniert haben, wie etwa das Konzept der Regionalflughäfen, stehen vor dem Aus. Innenstädte veröden mehr denn je, während der Versandhandel 2-stellige Zuwachsraten verzeichnet. Die viel beschworene Disruption, findet in einer Weise und einem Tempo statt, wie es noch vor einem Jahr niemand für möglich gehalten hat. Diese Folgen von Covid 19 sind offensichtlich. Was die Pandemie aber mit unserer Freiheit macht, scheint höchst unklar zu sein. Auf jeden Fall ist Freiheit plötzlich ein Thema. Weiterlesen

Impfen?

Und zwei weitere sachdienliche Hinweise für jetzt und morgen
Will ich mich impfen lassen? Das ist heute eins der häufigsten Gesprächsthemen im privaten Raum. In meinem persönlichen Umfeld wird diese Frage nicht mit einem klaren “Ja” oder “Nein” beantwortet, sondern mit der Darstellung von Abwägungen. Das macht auch Klaus-Dieter Kolenda/telepolis in einem überragend guten Text. Mit fachlich begründeten Abwägungen und Faktendarstellungen kommt er für sich persönlich (Jahrgang 1992) zu einem klaren “Ja”, verzichtet aber Weiterlesen

Ausscheiden

Von Günter Bannas
Über Friedrich Merz heißt es derzeit im Merkel-Lager, im Falle seiner Wahl zum CDU-Vorsitzenden und danach der Kanzlerkandidatur sei die Niederlage der Union vorprogrammiert. Er verliere an Zuspruch. In den gezielten Kalkulationen, wer Kanzlerkandidat werden solle, bleiben meist die Ministerpräsidenten Armin Laschet (Nordrhein-Westfalen, CDU) und Markus Söder (Bayern, CSU) übrig. Laschets Name fällt, obwohl er in den Umfragen weit hinten liegt. Söder, der an deren Spitze steht, wird genannt, obwohl Weiterlesen

(Etwas) irre Tierschützer*innen

Mit fanatischen “Tierschützer*inne*n habe ich mich bei aller Tierliebe immer ein bisschen unverwandt gefühlt. Die Gleichsetzung und Gleichberechtigung von Mensch und Tier widerspricht meinem humanistischen Menschenbild. Ich hänge ausserdem der These an, dass sich die Bedürfnisse dieser Lebensarten bisweilen stark unterscheiden. Ich machte den Unterschied in meiner Jugend praktisch daran fest, dass unser Schäferhund autoritäre Erziehung mit klaren Ansagen brauchte und wünschte, meine 8 1/2 bzw. 10 Jahre jüngeren Geschwister dagegen keineswegs (ausser wenn Sportschau lief). Weiterlesen

Pandemie-Panik

…. erfasst auch Erdogan / Wände stürzen ein / Wer stoppt die Krisengewinner?
Menschen mit einer gewissen Allgemeinbildung und einer Lebenserfahrung von 3-5 Jahren ist bekannt, welche Folgen für ihr Alltagsverhalten der Wechsel der Jahreszeiten und des damit verbundenen Wetters hat. In Mitteleuropa z.B. hat das seit einigen Jahrhunderten dazu geführt, dass die Menschen sich im Sommer gerne draussen und im Winter gerne drinnen, in geschlossenen Räumen, aufhalten. Ersteres führt, ausser bei sich Liebenden und Flirtenden, zu mehr Platz und Raum für jede*n, letzteres zu mehr Enge und Suche nach Wärme. Doch den Politiker*inne*n hat wieder keine*r was gesagt. Weiterlesen

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