Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Fußball (Seite 8 von 60)

Es gibt noch Gutes

im Fussball.

Als die was-mit-Medien-Industrie sich während der Corona-Lockdowns darin verstieg, uns als Publikum mit “Geisterspielen” zu langweilen, und sich bei “der Politik” Sonderrechte zu erlobbyieren, haben wir hier im Extradienst die Fussball-Rubrik abgeschafft. Es ist seitdem ehrlich gesagt alles noch widerlicher geworden. Eine WM in – ausgerechnet – Qatar ist nur ein Symptom. Leiser aber nicht weniger abgefuckt geht es bei Dazn zu, dem Streamindienst des diskret leisetretenden russisch-ukrainisch-US-amerikanischen Oligarchen Len Blavatnik. Weiterlesen

Fiete – der Oligarchenabzieher

Wenn es darum geht die Oligarchen vom Fussballkonzern aus dem süddeutschen Raum mal so richtig abzuziehen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die schönste ist die sportliche, die Borussia Mönchengladbach im DFB-Pokal der abgelaufenen Saison wählte, immer wieder schön anzusehen, und schon damals mit einem wunderschönen WM-Boycottqatar-Transparent. Eine andere extrem clevere Methode ist die von Fiete Arp, erst 22, und schon so schlau. Weiterlesen

Nicht vergeblich

Politische Bildung hilft – hier einige Beweise

mit Update nachmittags: Nato, Energie

Das Reuters Institute hat seinen diesjährigen “Digital News Report” veröffentlicht. Deutscher Partner war das Hans-Bredow-Institut in Hamburg. Er enthält gute, einige sehr gute Nachrichten zur Mündigkeit der befragten Bürger*innen. Die Beste gleich zuerst: ganze 21% vertrauen der Marke “Bild”, das sind gerade mal so viele, wie AfD und FDP wählen würden. 55% tun es nicht und 24% ist es egal (bei denen wäre ich). Auch ansonsten ist die deutsche Mediennutzerin weit selbstständiger, als deutsche Medien es im Wald pfeifen. Weiterlesen

Fakten und Fiktion

Künstler*innen und Geheimdienste – die Fussballmafia ist schon weiter

Neulich verbreiteten Medien eine angebliche neue Freundin eines recht bekannten Fussballmillionärs hier aus dem Westen. Wird eine solche Sau penetrant inszeniert durchs Dorf getrieben, erregt sie mein Misstrauen. Gibt es doch Agenturen, die Fussballprofis mit arrangierten Ehen versorgen und davon blendend leben können. Nur, damit die Jungs nicht in den öffentlichen Verdacht des Schwulseins geraten. Als ich diesen Fakt, um informierte Kommentierungen zu provozieren, im Freundeskreis verbreitete, mit der ironischen Bemerkung, “ich weiss, es gibt Wichtigeres” widersprach mir ein bekennend schwuler Freund: “nein, es gibt nichts Wichtigeres”. Dä. Weiterlesen

Entwertung durch Verwertung

Benjamin Piel, Chefredakteur des “Mindener Tageblatts” ist mir schon mehrmals in was-mit-Medien-Zusammenhängen als reflektierter Typ aufgefallen – jedenfalls für die Verhältnisse regionaler Presseverlage. So jetzt zum wiederholten Male mit seinem Text in der DJV-Verbandszeitschrift “journalist” mit der rhetorischen Frage: “Läuft die Durchökonomisierung journalistischer Inhalte heiß?”. Meine Antwort: what is the news? Weiterlesen

Politische Ökonomie der Kirsche

Ein netter Nachbar hat kürzlich einen jungen Kirschbaum in unserem Abstandsgrün gepflanzt und pflegt ihn liebevoll. Bei meinen Grosseltern im Nachkriegsbehelfsheim in Glinde bei Hamburg war er der Schönste im prachtvollen Garten. Und auch im elterlichen Garten (mit Parkausmassen, Etagenwohnung in einer ehemaligen Zechendirektorenvilla), war er der Schönste und Leckerste: der Kirschbaum, und zwar SÜSSkirschen! Mir blieben leider immer nur die, die runterfielen. Die meisten holten sich die Vögel. Weiterlesen

Wer reitet das ZDF?

mit Update nachmittags + Update 1.6.

Die Titelfrage scheint einfach zu beantworten. Es sind die hier. Intendant Himmler war zuvor schon 10 Jahre Programmdirektor. In manchen Häusern sind das die “heimlichen Intendanten”. Kein Neuling also, sondern ein alter Hase. Der hier zu behandelnde Mist hat für ihn also kein unbekanntes Odeur. Weiterlesen

Prekäre Existenzen

Der “Stern”, der Wald, die Uefa

mit Update 31.5.

René Martens/taz muss irgendwelche was-mit-Medien-Leute kennen, die bei Gruner & Jahr arbeiten. Heisst das überhaupt noch so, oder ist die “Marke” schon beerdigt? Ich blicke nicht mehr durch, und bedanke mich bei ihm, dass er den Überblick behält. Die Sache mit dem alten Nazi Nannen hat schon einen so langen Bart – das weiss ich schon, seit ich 1977 in meine WG eingezogen bin, in der zeitweise linke Stern-Redakteure logierten. Weiterlesen

“Putin” – sind das nicht “wir”?

Reiner Rosner und Altona 93

In der Berliner Zeitung schreibt ein etwas querdenkerischer Rosner. Der erinnert mich an einen gleichnamigen Kollegen, der mir 1985-87 am Schreibtisch gegenübersass, in der Bundesgeschäftsstelle der Jungdemokraten, damals in der Reuterstr. 44, gegenüber dem “Wespennest”. Und siehe, es geht tief in den deutschen Immobilienkapitalismus, und wie er neben vielen anderen guten Dingen den Fussball zerstört. Weiterlesen

Agendasetting und der Verzicht darauf

Deutsche Medien können sehr vielsagend schweigen und Altes aufblasen

Steffen Grimberg/taz beurteilt die Henri-Nannen-Recherche von funk (ARD/ZDF-Netzwerk) völlig richtig. Die Story kennen wohl nur die nicht, die zu jung sind und alte Sachen nicht lesen wollen. Extradienst-Gastautor Hans Conrad Zander kann diese Geschichte wahrscheinlich auswendig aufsagen, so sehr hat ihn der beim Vorstellungsgespräch einschlafende Mann beeindruckt. Weiterlesen

Die Spannung steigt

Morgen 14 h geht es in der Regionalliga West um “alles”: Essen und Münster fiebern, Bonn dämmert

Wen interessiert die langweilige Bundesliga? Seit der Pandemie und dem widerlichen Lobbyismus der Profi-Oligarchen nicht mehr viele. In der Vierten Liga spielen zwar auch schon lange keine “Amateure” mehr, aber dort sieht es noch nach gutem, ehrlichem Sport aus. Und vor allem bietet sie hautnahe Dramatik. Weiterlesen

Kriegsdienstverweigerung / Diskursverwaltung

Immerhin macht eine etablierte Stelle mal darauf aufmerksam. Sie müssen nur wissen, wo Sie suchen müssen, um auch zu finden. Ukrainer, gemeint die Männer, fliehen gelegentlich genauso vor dem Krieg wie Frauen und Kinder. Z.B. weil sie nicht selbst Kriegsteilnehmer werden wollen. Das Grundgesetz schützt das als Grundrecht in Art. 4 Abs. 3.. “Niemand” heisst, nicht nur Deutsche. Super-Regel. Aber BRD-Staatsorgane hatten immer Probleme, sie zu verstehen. Weiterlesen

Blockbildung

Eine Woche vor dem Abschluss der Bundesligasaison ist klar, dass Bayern München wieder einmal Meister wird. Doch gibt es im deutschen Fußball etwas, was es noch nie gab. Ein Kulturwandel, eine „Zeitenwende“ auch dort? Erstmals steht an der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der mitgliederstärksten Organisation der Bundesrepublik, ein Sozialdemokrat – und zwar nicht einer, der von seinem Parteibuch wenig Aufhebens machte, sondern seit März einer, der beruflich in der Politik war: Bernd Neuendorf. Weiterlesen

Der repräsentiert mich – Wen wählen? III

mit Update 9.5.
Mein persönliches Unwohlsein liegt am Ukrainekrieg und der ihm innewohnenden Atomkriegsgefahr. Und wird besonders stark beeinflusst durch die Tatsache, dass ich im politischen und Massenmedienraum kaum noch Menschen erkenne, die meinen Gefühlen entsprechend reden, schreiben und handeln. Meine Selbsttherapie: Bloggen. Das wirkt durchaus und hilft. Heute habe ich endlich einen entdeckt, der mich repräsentiert: Bodo Ramelow. Weiterlesen

Datenkolonialismus: Meta in Indien

Der Text des Tages erschien heute bei den Kolleg*inn*en von netzpolitik.org. Satyajeet Malik: Wie Meta den indischen Agrarsektor dominieren will – Nach vielen Versuchen, im indischen Markt Fuß zu fassen, hat Facebook sich zuletzt mit dem größten Unternehmen des Landes zusammengetan. Die Partnerschaft mit Reliance Industries könnte dazu beitragen, die gesamte Lebensmittelversorgungskette in Indien monopolisieren. Teil 1 unserer Serie zu Digitalem Kolonialismus.” Weiterlesen

Tolle Reportagen

Verkehrswende in Meck-Pom / Genusswende im Schwarzwald / Feiern in Freiburg

Heute komme ich zu spät zum Mittagessen. Hier die Schuldigen, die mich zu langem genussvollem Lesen verführten. Luise Strothmann/taz hat etwas getan, was ich als Menschenrechtsverletzung empfinden würde. Ich weiss nicht, ob ich das überhaupt überleben und nicht gemütskrank sterben würde. Obwohl: nachdem ich eben den NRW-Wahl-O-Mat gespielt habe, fürchte ich auch in der Stadt um meine mentale Gesundheit. Frau Strothmann ist mit Mann und Kindern aus der Stadt aufs Land gezogen, und zwar nicht in irgendeine Kleinstadt oder ein Dorf, sondern noch weiter weg, irgendwo in ein Haus im Wald. Weiterlesen

Qualifiziert, aber nicht doof genug

Zur Spekulation um OB Katja Dörner

mit Update nachmittags

Das hat nahegelegen. Dass Lisa Inhoffen/General-Anzeiger Gerüchte aufgreift, und damit mitverbreitet. Das erhöht alle: unsere Oberbürgermeisterin, unsere Stadt und ihre lokale Monopolzeitung. Katja Dörner hat als Bundestagsabgeordnete (2009-20) in der Grünen Bundestagsfraktion nicht nur als stellv. Vorsitzende die interne “Friedensrichterin” gegeben, sondern fachlich exakt die Ressorts betreut, die jetzt in der Bundesregierung neu zu besetzen sind. Aber sie ist nicht dumm (= karrieregeil) genug, sich ins Berliner Haifischbecken schubsen zu lassen. Das wäre kein gutes Leben. Weiterlesen

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