Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Köln (Seite 3 von 12)

Geht doch – pünktlicher Nahverkehr

Wundersame Bahn LXXX
Viertel vor zehn – für mich schon später Abend. Aber schöne Erlebnisse sollte ich direkt beschreiben,
bevor ich mich heute vielleicht wieder ärgere – über die Bahnen, Busse und so. Gestern mit dem ÖPNV in knapp 80 Minuten vom Kölner Uni-Gebäude in der Gronewaldstraße bis nach Bonn Oberkassel Mitte gefahren. Ok, Autofahrer werden jetzt einwenden, dafür brauchen wir knapp 40 Minuten. Stimmt natürlich, wenn es keinen Stau gibt. Aber der ÖPNV war gestern abend vorbildlich. Weiterlesen

Machtspiele (II)

Die obere Mittelschicht
Die Oberfläche bildet Lauterbach. Ihn hat Olafs Management vor die Gardine geschoben. Dietrich Leder/Medienkorrespondenz hat es fein beobachtet. Seine Schlussfrage lässt sich einfach beantworten: es war eine “respektable Schauspielerleistung”. Dafür hat der Mann genug Gelegenheit zum Üben gehabt. “Er kann auch Teamplayer sein, und wird das jetzt dann auch beweisen müssen” sagte dazu heute morgen Rolf Mützenich (hier ca. in Minute 5) – eine kaum verklausulierte Drohung. Weiterlesen

Das Leben in vollen Zügen genießen

Wundersame Bahn LXXVIII
Wenn einer eine Reise tut, erfährt er eine Realität die sich stark von dem unterscheidet, was zum Beispiel ein Pressesprecher der KVB als Antwort gibt, wenn es um Anfragen zu überfüllten Straßenbahnen geht.
Bei der Bahn wird gebaut, zwischen Bonn und Köln verkehren zwar Züge, aber wenn es darum geht, einen Termin einzuhalten, ziehe ich derzeit die Straßenbahnen der Linien 16 und 18 vor. Weiterlesen

Wein – Katastrophenjahr

Mein alter Slowfood-Freund Manfred Kriener/taz berichtet über die diesjährige Weinkatastrophe. Da ist zum einen die Ahr, die sich immerhin über viel Solidarität freuen darf. Da ist zum andern aber auch das Klima, das die Natur verändert. In diesem Jahr hat das insbesondere für Biowinzer katastrophale Folgen, die sich mit der an der Ahr messen können. Kriener kennt immerhin Winzer, die selbst das mit erstaunlicher Gelassenheit durchstehen. Alle Achtung. Weiterlesen

Wundersame Bahn LXXII

Zwischen Bonn und dem Ruhrgebiet wird nichts wirklich besser, seit 50 Jahren
1972 fuhr meine Mittelstufenklasse mit dem D-Zug in die Hauptstadt. Zunächst von Gladbeck-West, direkt neben unserer Schule, mit der Regionalbahn nach Oberhausen, und dann das, was damals “Schnellzug” hiess. Nach 1 1/2 Stunden war die Fahrt vorbei. Sie hätte damals von mir aus gerne länger dauern dürfen. Ich war 15, einer der Jüngsten in meiner Klasse. Wir waren drei Jungs und 24 Mädels. Sozialwissenschaftlicher Zweig, war damals was ganz Neues. Der sozialdemokratische Direx, der diese Idee hatte, lebt noch mit weit über 90: Herbert Sokolowski. Weiterlesen

Riesenaussenminister Maas!

Endlich haben wir wieder einen Aussenminister mit Format und Intelligenz. Einen Riesenstaatsmann – fast wie damals Möllemann. Nach diesen ganzen Weicheiern wie Brandt, Scheel, Genscher, Fischer und Steinmeier – endlich ein Mann, der unseren außenpolitischen Gegnern klar sagt, wo es langgeht. Heiko Maas! Ein Name wie Donnerhall!!!

Wenn die Taliban so dreist sein sollten, in Afghanistan ein islamisches Kalifat zu errichten Weiterlesen

Verbietet endlich diesen Scheiß!

Andreas Scheuers Lieblingskind – die Verleihroller oder “E-Scooter” leisten keinen ernsthaften Beitrag zum Umweltschutz. Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht. Entgegen den Verheißungen, hier werde ein neues Vehikel “für die letzten Kilometer” vom ICE nach Hause oder von der S-Bahn zur Arbeit geschaffen, habe ich bisher fast ausschliesslich testosterongesteuerte Halb- oder Ganzwüchsige, Liebestrunkene Paare oder schlangenfahrende, angesäuselte Zeitgenossen in Großstädten auf diesen  Vehikeln ohne jede Stabilität herumeiern gesehen. Zwischen den Radfahrer*innen stören sie, weil zu lahm, zwischen Fußgängern drängeln sie sich zum Teil rücksichtslos und gewalttätig durch. Wo liegt ihr Nutzen? Weiterlesen

Sachsen-Anhalt und die Stimmung

Über Nacht soll Sachsen-Anhalt werden, was es nicht sein kann: der Nabel der Republik. Die Medien jubeln die Landtagswahl dort zum Stimmungstest für die Bundestagswahl hoch. Der Wirbel übersteigt die Bedeutung des Landes.
Dörfer und Kleinstädte
Sachsen-Anhalt ist nicht repräsentativ für die Republik. Es handelt sich um ein kleines ostdeutsches Land. Es zählt kaum 1,8 Millionen Wahlberechtigte. Die Mehrzahl lebt in Dörfern und Kleinstädten. Es gibt nur zwei Großstädte unter 250.000 Einwohnern. Weiterlesen

Grundrechte: nicht bekannt!

Keine Privilegien oder Diskriminierungen!
“Das Bundeskabinett berät darüber, welche Grundrechte Geimpften und genesenen Bürgern zurück gegeben werden können” – so oder ähnlich wird geredet, und manche versteigen sich, wie die Vorsitzende des Ethikrates, Prof. Buyx  dazu, in der weitergeführten Einschränkung von Grundrechten gar einen Akt der Solidarität zu sehen – geäußert diese Woche im neoliberalen Fernsehfolterkeller von Markus Lanz. Es mag ja an meiner radikaldemokratischen Sozialisation als Jungdemokrat – damals in den 70er Jahren noch die FDP-nahe Jugendorganisation – liegen, dass ich besonders sensibel dafür bin, wenn Grundrechte wie die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit oder die Freizügigkeit bedroht werden, die eben nur im Ausnahmefall vom Staat eingeschränkt werden dürfen, wenn sie ein höheres Schutzgut – das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit etwa – bedrohen und diese Bedrohung überwiegt. Weiterlesen

Nur in Kölle?

Grüne bundesweit erstmals vorne – aber auch besser?
“Jeder Grüne Kreisverband ist besser geführt als dieses Land” soll Robert Habeck gestern laut FAZ gesagt haben. Unabhängig vom Wahrheitsgehalt müssen solche Ansagen ernstgenommen werden. Erstmals seit Mitte 2019 sind die Grünen wieder Umfragesieger in der “politischen Stimmung” beim Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen Telefonfeld GmbH in Mannheim, bezahlt von unserem ZDF-Gebührengeld. Dass das so ist, liegt daran, dass die Stimmung zur deutschen Pandemiepolitik massiv kippt, und das extrem zu Lasten der CDU/CSU geht, der Partei, die noch am meisten Zustimmung zu verlieren hat. Doch was würde besser, wenn es anders wird? Weiterlesen

Die Stadt, der Müll & das Kölsch

von Martin Stankowski
Zur Kölner Dialektik

“Mit viel Müll ins neue Jahr” begrüßt der Stadtanzeiger am 1. Januar seine LeserInnen und beginnt das neue mit demselben Thema, mit dem sich das alte verabschiedet hat: Müll. Die “Students for Future” sammelten am Rheinufer Silvestermüll ein, um mit ihrer Aktion das “Ausmaß der Müllproduktion zu visualisieren”. Das ist nett, das ist niedlich, vor allem aber überflüssig, weil Müll zur Stadt gehört wie der Bock zum FC. Das mit ebenso großer Leidenschaft wie Regelmäßigkeit auftauchende Lied, ob es die Stadtchefin anstimmt oder der IHK-Präsident, orchestriert von einer Flut von Leserbriefen, hat diverse Strophen, angefangen vom Karneval, über Wildpinkler oder Graffittimaler, die Grünflächen, überquellende Mülltonnen, kaputte Fahrräder, die schmutzigen Straßen und so weiter und so fort. Weiterlesen

Video-Überwachung in Köln

Das Verwaltungsgericht Köln hat mit einem bemerkenswerten Urteil die Videoüberwachung des Breslauer Platzes hinter dem Hauptbahnhof vorerst beendet. Denn die im Verfahren vom Kläger Torben Strausdat angeforderten Kriminalitätsdaten reichen zur Begründung, der Breslauer Platz sei ein “Kriminalitätsschwerpunkt”, nicht aus. Nun ist der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob, Verfechter der populistischen “Null Toleranz” Polemik von Innenminister Herbert Reul sauer und fürchtet um die angeblichen Erfolge der Überwachungstechnik bei Bagatelldelikten. So habe etwa ein Täter, der zwei Papierkörbe in Brand gesetzt habe, sofort identifiziert und festgenommen werden können. Deshalb prüfe Jacob derzeit, ob man das Urteil beim OVG Münster anfechte. Weiterlesen

BrückenALARM

Der Verkehrskollaps ist absehbar – Danksagungen an die Landesregierung(en)
Ich erinnere mich nur noch dunkel, da wollte der ehemalige Sozialdemokrat und kürzlich verstorbene Wolfgang Clement eine Magnetbahn durch NRW flitzen lassen. Jahrelang hat der Konflikt darum die damalige rot-grüne NRW-Koalition beschäftigt und gedanklich ausgelastet. Am Ende kam die weit vernünftigere Planung des RRX dabei heraus. Nur: fertig ist der noch lange nicht.
Und die Verkehrskatastrophen, die in Sichtweite sind, kann er auch gar nicht alleine lösen. Weiterlesen

Aufhören können

Rolf Bringmann, Randi Crott
Anlässlich des Endes der WDR-Mitternachtsspitzen, bzw. deren alter Mannschaft, verirrte ich mich gestern zu einem langen Gespräch, das der WDR mit seinem ehemaligen Redakteur und langjährigen Verantwortlichen für die Mitternachtsspitzen, Rolf Bringmann führte. Ich hatte Bringmann selbst in meiner Rundfunkratszeit (1997-2003) mal persönlich getroffen und kennen gelernt. Es war ein sehr informatives und angenehmes Gespräch, ganz wie auch dieses, das in der WDR-Mediathek vorgehalten wird.
Es ist Teil einer längeren Reihe, die der Sender linear in der Nacht verklappt hat. Weiterlesen

Verpasst?

Drei Hinweise, die Sie nicht verpassen sollten
“Unser Haus”, produziert von der Firma von Valentin Thurn, in Köln kein Unbekannter, lief gestern auf ARTE. Es geht um eine Hausbesetzung, ein Bürogebäude des ehemaligen Grossmarktes in Köln-Raderthal wurde umgewidmet zu Wohngmeinschaftsetagen für mehrere Kölner Obdachlose. So weit, so gut. Merkwürdig nur, dass der auf ARTE gesendete Film vom SWR zugeliefert wurde, und nicht vom WDR, der dort zur Weimarer Republik sogar einen Sender betrieb. Ist Herr Thurn dort nicht gut gelitten? Weiterlesen

Der Kardinal machts nicht mehr lange

Rainer Maria Woelki muss als Theologiestudent an der Universität Bonn einem meiner erfolgreichsten Vorlesungsauftritte in einem Studentenparlamentswahlkampf beigewohnt haben. Bei den katholischen Theologen aufzutreten, war für alle linken Gruppen ein hartes Auswärtsspiel. Als Kandidat des kleinen, und dazu noch antiklerikalen Liberalen Hochschulverbandes (LHV) bedeutete das Szenario, dass ich als Letzter von allen drankomme, also dann, wenn schon alle eingeschlafen sind. Ich beobachtete, dass die Linken-Kandidaten fast alle betonten, dass sie mal Messdiener gewesen seien, so dass das Publikum nur noch ironisch aufstöhnte. Weiterlesen

“Das Virus ist ausser Kontrolle geraten”

Update mit zusätzlichen Links
Ausser in Familien, unter Verwandten, an den Weihnachtstagen, in der Industrieproduktion (z.B. systemrelevante Massenschlachtungsbetriebe, so Gerd Antes in dem verlinkten Audio) und im Profisport. Dort gibt es Hygienekonzepte, die sind so gut, viel besser als in der Gastronomie, die schon aus Geschäftsinteresse professionelle Hygiene praktizieren muss. Und wirken insofern wie eine Impfung.
Ich stifte 5 Mark für diejenigen, die die Virolog*inn*en finden, die der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsident*inn*en diese Tatsachen mit “wissenschaftlicher Evidenz” eingebimst haben. Und verdoppele den Preis, wenn so ein*e Virolog*in es wagt, das in der Öffentlichkeit zu begründen und zu vertreten.
7-Tage-Inzidenzen: Bonn 197,8; Köln 133,3; Essen 182,8; Dortmund 194,1.

Wegrationalisiert

Kölner Kulturproduzent*inn*en zwischen Radikalisierung und Marginalisierung
Ein “Hoch!” auf Stephanie Gebert und das DLF-Wochenendjournal. Frau Gebert war in der Kölner Kulturszene unterwegs (Audio 47 min), förderte viel Bekanntes zutage, und vermittelte zusätzlich Ahnungen von weniger Bekanntem.
Bekannt ist, dass die Pandemie alte Probleme und Entwicklungen nicht nur sichtbarer macht, sondern auch beschleunigt. Die Gentrifizierung von Stadtvierteln, die Digitalisierung von Kommunikation und Kulturproduktion. Nur am Rande kam die Mehrheit der Prekarisierten vor, Weiterlesen

Naziaufmarsch in Remagen

Gegenbündnis stellt Aktionen zum Tag der Demokratie diesmal online

Ausgerechnet am Tag der Demokratie, Samstag den 14. November, zelebrierten etwa 90 Faschisten wie jedes Jahr in Remagen ihre jährliche Propaganda-Gedenkveranstaltung für Soldaten, Hitlerjungen und Waffen-SS, die im Frühjahr 1945 in alliierten Kriegsgefangenenlagern verstorben waren. 800 Gegendemonstranten stellten sich ihnen entgegen, mit Menschenkette, Demo und Sitzblockade. Weiterlesen

Tagesvergleich Rheinland-Berlin

Heute ist es aus ihm herausgebrochen. Klaus Hoeltzenbein ist Sportressortchef der Süddeutschen Zeitung. Die (und er) hat ihren Redaktionssitz in der gleichen Stadt im süddeutschen Raum, wie ein bekannter deutscher Fußballgrosskonzern, dessen Name hier nichts zur Sache tut. Hoeltzenbein lebt und arbeitet im Exil, mit all den Fährnissen, die damit verbunden sind. Würde er z.B. an diesem Ort in den Medienkrieg gegen den Fußballkonzern ziehen, Weiterlesen

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