Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: MDR (Seite 2 von 3)

NDR bringt ARD in Gefahr

mit Update nachmittags
Extradienst-Leser*innen wissen, wie ich mich über den WDR ärgere. Aber woanders is auch scheisse. Das beste Bild geben noch die ARD-Sender ab, die einst CSU-Burgen waren. Sowohl der Bayrische als auch der weit im Osten liegende sog. “mitteldeutsche” Rundfunk (MDR) vermitteln noch am ehesten den Eindruck eine strategisch denkende Führung zu haben. Die im vorigen Jahrhundert von der CDU, mit ihrem “CDF” in der Hinterhand, als “Rotfunk” diffamierten WDR und NDR entwickeln sich immer stärker in Richtung SPD: zu einer Ruine. Wie komm’ ich drauf? Weiterlesen

Berliner Pressefreiheit: wie in China

mit Update nachmittags
Die Autobahn GmbH bedroht uns überall – und mit allem
René Martens/Altpapier (MDR) berichtet über Berliner Begebenheiten rund um eine Demo von Klimaaktivist*inn*en gegen einen Autobahneubau mitten durch besiedeltes Berlin. Er formuliert zum bisherigen Ausmass bundesweiter Nichtberichterstattung höflich und kollegial, wie er ist: “Die bisherige Berichterstattung über die zwischenzeitliche Festnahme von 13 Journalisten, die am Samstag in Berlin über den Protest gegen den Ausbau einer Autobahn berichten wollten, scheint mir angesichts der Schwererträglichkeit des Vorgangs bisher nicht adäquat zu sein.” Weiterlesen

Strassenbahn als Stadtwerbung

Wundersame Bahn LXIII
Als Kind bin ich im Wirkungsbereich der “Vestischen Strassenbahnen” aufgewachsen. Ausgerechnet diese Gesellschaft war diejenige im Ruhrgebiet, die die Strassenbahnen 1982 rückstandsfrei abgeschafft und durch Busse ersetzt hat. Die meisten Städte im Ruhrgebiet vergruben die Strassenbahn seinerzeit unter die Erde und nannten sie U-Bahn. Der Urbanität ihrer Städte sowie den städtischen Haushalten, die mit vervielfachten Unterhaltskosten belastet werden, haben sie damit irreparablen Schaden zugefügt. Schön zu sehen war das gestern in diesem Schmuckstück des MDR (von Tom Kühne und Steffi Lischke) über die Stadt Halle. Weiterlesen

Klima vor 8

Die wankenden Männer Buhrow und Erdogan
Der nicht selten überforderte Intendant Tom Buhrow (WDR, und derzeit ARD-Vorsitz) hat der Verlagsgesellschaft der FAZ einen Gastbeitrag “Wo die ARD im Jahr 2030 steht” geliefert, den die FAZ prompt einmauerte. Hat der Intendant den Beitrag kostenfrei geliefert? Wie kann er dann in der Paywall landen? Oder wurde er honoriert? Zu welchen Vertragsbedingungen? Und warum hat sich der von ihm geführte WDR nicht vorbehalten, den Beitrag des von ihm bezahlten Intendanten in den eigenen Medien zu dokumentieren, als selbstverständliche Form der Rechenschaftslegung? Stattdessen nur ein Werbehinweis für die FAZ.
Ich kann ihnen zusammenfassen: Sie haben nicht viel verpasst. Weiterlesen

Rundfunk-Reste

Manche meinen, Radio stürbe noch schneller als lineares TV. Die Zukunft seien Podcasts. Ich bin Ü60, also ein fauler Sack. Radio hat mich sozialisiert, insbesondere was das Politische betrifft, selbstverständlich auch die Musik. Mein Erzieher war der WDR, bei dem bin ich aber ausgezogen, wie es heute üblich ist, in fortgeschrittenem Alter. Irgendwann wollen die ja sogar das ganze UKW abschalten. Ich höre immer noch Radio, mit einem Sony-Receiver, den ich Anfang der 80er Jahre für viel Geld auf Rat meines technikaffinen jüngeren Bruders bei Radio Pawlak in Essen erworben habe. Japanische Wertarbeit – das Ding läuft immer noch tadellos. Wenn die UKW plattmachen, bin ich wahrscheinlich raus. Weiterlesen

ARD-Totalitarismus

mit Update 4.1.
Heute gibt es keinen Tatort, und keinen Polizeiruf 110. Stattdessen hat die ARD ein weiteres Schirach-Spektakel programmiert, dem niemand entgehen soll. Zappen hat keinen Zweck: alle Dritten Programme senden das Gleiche, nur in anderer Reihenfolge. Anne Will hat noch Urlaub, der ganze Abend wird damit vollgemacht. Ob Sie irgendwann für oder gegen Folterdrohungen abstimmen sollen, keine Ahnung.

Ich habe auch keine Ahnung, warum die das machen. Sieht die ARD bei sich einen Volkserziehungsauftrag? Weiterlesen

Zombie-Ideen von Alphamännern

Wenn ihre Machtfelle wegzuschwimmen drohen, versuchen sich Alphmännchen damit zu verteidigen, dass es sich um Biologie, Natur und genetisches Erbe handele. Sie können aber nicht Naturwissenschaft ins rhetorische Geschäft führen, weil deren Erkenntnisse über elefenbeintürmischen Determinismus längst hinaus sind. Rebekka Hufendiek, Philosophin, weiss sie darauf hinzuweisen, dass aus der Tatsache, dass etwas in der Natur vorkomme, unzulässig gefolgert werde, dass wir es nicht verändern könnten – und auch nicht verändern sollten. “Denn wir manipulieren ja nun an unserer ‚Natur‘ die ganze Zeit.” Weiterlesen

Ich bleibe nicht auf

Selbstreferentielle Medien machen mir heute das Leben schwer
Versuchen Sie heute mal den Tag und den Abend ohne die US-Präsidentenwahl rumzukriegen. Sie werden scheitern. Was soll der Zirkus? Vor morgen früh – frühestens! – weiss sowieso keine*r, wer gewonnen hat. Wir werden also nicht nur stunden-, sondern tagelang von Medien besendet, die es auch nicht wissen. Ein Muster mussten gestern Abend die bedauernswerten Kolleg*inn*en von ZIB2/ORF abliefern: ein Terroranschlag in Wien, sie wussten auch nichts, mussten das aber den ganzen Abend und die ganze Nacht live senden.
Und heute morgen die “Überraschung”: Weiterlesen

Falsche Krimis – falscher Skandal

In seiner wie immer bemerkenswerten Altpapier-Kolumne (MDR) gibt René Martens zwei aussergewöhnlich sachdienliche Hinweise, die ich sonst nicht gefunden hätte.
Die Drehbuchautorin Sandra Beck beleuchtet bei 54books.de, eine Seite, die ich bisher nicht kannte, die falsche weil einseitige Perspektive traditioneller Krimierzählungen “Die zwei Seiten von Law & Order – Über die kulturelle Diskrepanz von Bildern”. Weiterlesen

Anti-Depressivum Wetter

… ist gleichzeitig ein Klima-Zeichen an der Wand? – weiter unten: Messenmenschhaltung
Als ich gestern – zum wiederholten Mal – mit einer Freundin am Beueler Rheinufer lustwandelte, konnten wir das Glück kaum fassen. Was wäre, wenn wir in dieser Phase sozialer Distanzierung und Isolation, Digitales hin oder her, jetzt auch noch ein Wetter hätten wie früher? Regen, Sonne, und dann wieder Regen, mit nicht wenig Wind. Die Älteren erinnern sich: es nannte sich “Aprilwetter”. Weiterlesen

Beklopptes Berlin / Kinder bleiben arm

Das deutsche Hauptstadtproblem wird bis heute, vor allem von den was-mit-Medien-Leuten nicht verstanden. Sie ersetzen, ebenso die Berliner*innen selbst, die Wirklichkeit der Stadt durch eine Projektion. Die Wirklichkeit ist eine hochkonzentrierte Ballung der sozialen Probleme dieses Landes auf engstem Raum, von manchen gerne “Labor” genannt, platziert am Ostrand des Landes, und ausser dem bisschen Speckgürtel in Potsdam, Oranienburg und Königswusterhausen dann hunderte Kilometer nichts drumrum, Weiterlesen

Es ist der Rassismus, Dummkopf!

Die Ungleichheit von Rechts und Links
Die GroKo-Parteien CDU und SPD geben sich als unverstandene Opfer. Eingeklemmt von Rechts und Links können sie keine Wahl mehr gewinnen. Opfersein war schon immer ein herausragendes deutsches Talent. Es ist aber nicht genetisch, sondern sozial erlernt. Mit dieser Deutung ist schon mal eine Ungleichheit zwischen Rechts und Links markiert. Eine weitere hat der Soziologe Alexander Yendell im Sp-on-Interview herausgearbeitet: es ist der Rassismus, das Minderbewerten anderer Menschen. Weiterlesen

Die um sich selbst drehen

Wie Nichtwähler*innen heranwachsen
Roland Appel hat inhaltlich zum Geschehen in unserer Regierung alles kommentiert. Der öffentliche Anschein ist, dass es denen nicht um das geht, um was es Roland geht: Problemlösung durch demokratisch beauftragtes Politik-Handwerk. Sondern es geht ihnen um sich. Einen ähnlichen Eindruck erweckt der grosse Bruder am anderen Atlantikufer. Nicht 1% der US-Wähler*innen wird “Ukrainegate” interessieren. Weiterlesen

Newsrooms

Das ist ein Wort aus dem Management-Sprech. Es bezeichnet den feuchten Traum aller Kostensenker*innen und Rationalisierer*innen. In diesem Traum arbeiten alle Lohnabhängigen zusammen, ohne Konkurrenzneid und Revierverteidigung, und nur am Wohl der Unternehmensrendite interessiert. Darum ist das der heisse Scheiss der meisten Medienunternehmen, und anderer im Niedergang befindlicher Organisationen, die sich gegen das Böse da draussen in der Welt verteidigen zu müssen glauben. Z.B. Volksparteien. Oder Autokonzerne. Oder Banken. Weiterlesen

Die Guten

Fakten-Verkehrshinweise zu Flüchtlingsrettung&Medien, Hyperlokaljournalismus, EU-Netzpolitik
Wenn es Ihnen zu viel Medieninszenierung und GutundBöse um Frau Rackete, Signore Salvini und die Flüchtlinge ist, dann ist das einerseits richtig, andererseits (s.u. Rene Martens) aber auch nicht. Aber auch Ihnen kann geholfen werden: die spröden grausamen Fakten finden Sie z.B. hier. Daraus ergibt sich glasklar: Signore Salvini ist nicht der Böse, gehört aber zu den Bösen, wie unsere (ich habe sie auch nicht gewählt) Bundesregierung. Weiterlesen

Wem gehören die Wohnungen?

Weiter unten: NSU-Vertuschungen / Medien und Flüchtlingspolitik
Es gibt einen ARD-Sender, der sich anmassend “Mitteldeutscher” Rundfunk (MDR) nennt. Die Namensgebung fand zu einer Zeit statt, als unter den Augen von Kurt Biedenkopf bayrische CSU-Kader den Sender der ostdeutschen Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kaperten. Zum Glück hat diese Vorgeschichte an Bedeutung verloren. Der Sender wird heute von einer toughen Frau geführt, die sogar einen ehem. taz-Medienredakteur als Mitarbeiter angeworben hat. Gestern wurde ich beim Zappen im langweiligen Mittelteil von “Barnaby” auf die Wiederholung eines exzellenten Dokumentarfilms von Ariane Riecker aufmerksam. Der zeigt, wie die Immobilienhaie die Städte erobert haben Weiterlesen

“Champions League” auch am Wochenende?

Diese Woche ertappte ich mich dabei, dass ich nicht nur nicht geguckt habe, den Langweiler-Wettbewerb der Champions League Gruppenphase. Ich habe Mittwochabend noch nicht mal im Videotext geguckt, wie die Spiele ausgegangen sind. Das korrespondiert mit den Zuschauerzahlen in den Stadien: sie nähern sich denen in der Regionalliga West. Wobei dort “Krösus” RW Essen auch bereits über leere Tribünen in seinem neugebauten Stadion jammert. Ich lass’ jetzt mal weg, wie es beim BSC im Stadion aussieht, der von uns allen, also der Stadt, seinerzeit teure Flutlichtmasten geschenkt bekam.
Da passt es ja gut, dass nun die Uefa grübelt, Weiterlesen

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