Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: WDR (Seite 8 von 28)

Qatar- und WM-Dokus

Ein Überblick und Wegweiser bei uebermedien.de

Sehr guter Überblick im Gestrüpp deutscher TV-Anstalten von Jens Weinreich bei uebermedien.de (paywallfrei). Geringfügige Ergänzungen und Abweichungen meinerseits. In der Autoreninformation fehlt die Tatsache, dass der anerkannte und dekorierte Experte Weinreich in der ansonsten seriös arbeitenden Sportredaktion des DLF eine Persona non grata ist. Bis heute ist es mir nicht gelungen, einleuchtende Gründe dafür herauszufinden. Ich gestehe allerdings: sonderlich bemüht habe ich mich darum nicht. Weiterlesen

Land unter

Wie frei dürfen Medien drehen?

Um meine letzte Frage selbst zu beantworten: “Dürfen” tun sie alles. Sie dürfen nur nicht erwarten dafür ernstgenommen zu werden. Dieser Tage sah ich auf Phönix in einzelne Folgen der Dokumentarfilmreihe “Land unter” hinein. Aussergewöhnlich sehenswert, eine niederländische Produktion von Kadir van Lohuizen, Twan Huys und Martijn Blekendaal. Ich warf meine Blicke in die Folgen “Miami & New York” sowie “Pazifikinseln”. Ich fasse zusammen: vorbereitet auf das, was kommt, ist niemand. Weiterlesen

Drehbuch und Intendanz

mit Update 20.11.

Desinformationsgesetz – Attentat – Krieg oder Wahlen? – ist das Erdogan-Drehbuch

Sonntag ist hierzulande Tatort-Zeit. Der wurde gestern in die Tagesschau vorgezogen. Dort sahen wir Chefermittler Recep Tayyip Erdoğan bei der harten Ermittlungsarbeit. Ermittlungsarbeit? Der Supermann hatte schon fertig. Polizei? Staatsanwaltschaft? Braucht der nicht. Weiterlesen

11. im Elften

Innerlich auf das Schlimmste vorbereitet, wagte ich heute eine Reise mit der Bahn, durch das Auge des Hurricanes – Köln – hindurch. Morgen werden Sie hier erfahren, wie das ausgegangen ist. Heute hat Sie zunächst Heiner Jüttner eingestimmt: “Närrische Zeiten”. Die Leitung des WDR liess es sich nicht nehmen, an so einem Tag eine Betriebsversammlung einzuberufen – jede*r ist ihres*seines Chaosses Schmied*in: “Karneval im WDR”. Weiterlesen

Karneval im WDR

mit Update 12.11.

Seit 1976 lebe ich im Rheinland. Rund 15 Jahre war ich darauf bedacht, mich immer zum Karneval in sichere Regionen zu verziehen – das war meistens Ostfriesland. Erst mit dem, was vor 30 Jahren das “Arsch huh”-Konzert in mir veränderte, gelang mir eine gemässigte Integration in die fremde Kultur. Weiterer wichtiger Impulsgeber dafür war die “Stunk-Sitzung”, zu deren Tradition es damals gehörte, in den vom WDR gesendeten Aufzeichnungen zensiert zu werden. Den Piepser, als Jürgen Becker über Kardinal Meißner sagte “Aber ene Arschloch ese doch!”, habe ich auf VHS-Cassette. Weiterlesen

Rheinische Selbstermächtigung

30 Jahre Arsch huh, Zäng ussenander!

1992 brannten in Deutschland schon mal Flüchtlingsheime in Ost und West. “Anders” als weiss und deutsch aussehende Mitmenschen sahen sich in Lebensgefahr. CDU, CSU und die von Björn Engholm und Oskar Lafontaine angeführte SPD bereiteten die faktische Abschaffung des Grundrechts auf Asyl (Art. 16 Grundgesetz) vor. Im Bundestag gab es zu jener Zeit keine Fraktion, die dagegen Widerstand leistete oder überhaupt Opposition artikulierte. Heute kennen wir – aus anderen Zusammenhängen – die Begrifflichkeit “Kipppunkt”. Die Furcht engagierter Demokrat*inn*en war genau das. Weiterlesen

Spirituelles Covid-Virus

Mein Freund Michael Kleff, derzeit in New York den Midterms entgegenzitternd, hat mehrmals an deutsche Rundfunkintendanten geschrieben, um sich über überbordende Religionsprogramm zu beschweren. Er steht damit in guter liberaler Tradition. In den 70ern haben wir bei den Jungdemokraten über “Liberalismus und Christentum” debattiert, diese ideologisierte Ebene aber lieber verlassen, und uns pragmatisch auf “Kirche und Staat” konzentriert, und damit sogar phasenweise Mehrheiten auf FDP-Parteitagen gewonnen. Für mich persönlich war dieses Agendasetting, 1972 von Ingrid Matthäus medienwirksam personalisiert, der Grund den Jungdemokraten beizutreten. Weiterlesen

Echos

Auf Buhrow, Qatar-WM, Inlandsgeheimdienst/NSU + immer noch keine Mediathekperle

Seit 2013 ist Tom Buhrow “der am meisten überforderte Intendant” des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Die Amtszeit eines WDR-Intendanten beträgt sechs Jahre. 9 Amtsjahre hat er jetzt. 3 könnten theoretisch noch folgen. Nach seinen jüngsten Eingebungen kriegt sich die Medienbranche kaum noch ein – zwischen Begeisterung (FAZ, Friedrich Merz, Christian Lindner) bis zu reserviert-diplomatischer Positionierung (ZDF, andere ARD-Intendant*inn*en). Die beste Buhrow-Kritik lieferten politisch Gerhart Baum (FAZ-Paywall) und sprachlich Willi Winkler (SZ-Paywall). Eine gute verdauliche Zusammenfassung gibt es hier. Weiterlesen

Veto

Heute sind alle Politikebenen vertreten – von oben bis unten. Heiner Jüttner analysiert in “Mit ständigem Veto?” die UNO-Reformdebatte und die spezielle deutsche Rolle darin. Sie ähnelt in ihrer Empathiefreiheit den Führungsansprüchen in der EU (Mehrheitsprinzip, kein Veto mehr für einzelne Regierungen). In Heiners Worten “ein Zeichen von Selbstüberschätzung und ver­kennt die realen Gegebenheiten und Interessenlagen”. Ein Zeichen, das sich in deutscher Politik ausbreitet wie ein Virus. Weiterlesen

Er gibt auf

mit Update 4.11.: Subversion des ZDF

Buhrow? Oder der WDR? Oder beide?

Das Schmerzlichste an meinem Verlust des WDR war seine fast vollständige Aufgabe publizistischen Ehrgeizes, seine Angst Ärger zu provozieren, vor einer Imagination von Publikum. Denn er kennt es nicht wirklich. Am wenigsten sein Intendant, der – das Sein bestimmt das Bewusstsein – in der Welt der Tycoons und der Schönen verkehrt und von ihnen ernstgenommen werden will, was aber zuverlässig misslingt. Weiterlesen

Nun hat der WDR auch seine Affäre

Und: Russland soll Hetero-Zoo werden / Österreich ist schon hier

Viele Jahre hat er es friedlich versucht. Nun trifft er sich mit seinem Arbeitgeber vor dem Arbeitsgericht: der WDR-Redakteur Jürgen Döschner. In meinen Augen ein klares Führungsversagen, das nicht nur ich, sondern auch die Autorinnen Anne Burgmer/Kölner Stadt-Anzeiger und Annika Joeres/Correctiv den Herren Buhrow (Intendant) und Schönenborn (heimlicher Intendant) zuordnen: Vorwurf beim WDR: Kaltgestellt wegen kritischer Berichte – Ein Journalist des WDR verklagt seinen Sender wegen Nichtbeschäftigung. Sein Vorwurf: Wegen kritischer Berichte zum Hambacher Forst und anderen Klimathemen erhält er kaum noch Aufträge, trotz guter Bezahlung.” Weiterlesen

Heuchel, heuchel …

mit Update 28.10.

Die SWMH stellt sich selbst ein Bein – “wertegeleitete” Medien und die “WM der Schande”

SWMH ist der Verlagskonzern, dem die Süddeutsche Zeitung gehört. In der beklagt Redakteur Moritz Baumstieger, dass die ARD die vierteilige Doku-Reihe der Sport-inside-Redaktion (WDR) “Katar – WM der Schande” nicht zur Primetime ausstrahle. Sein Verlag hat seinen Beitrag in die Paywall eingemauert. So what? Weiterlesen

Sadness

Ich mag Kreuzfahrten. Auch wenn sie klimapolitisch böse sind. Und das meine ich nicht ironisch. Die gesamte Schifffahrt auf der Welt ist ein politischer Skandal – ökologisch und sozial schlimmster unregulierter Kapitalismus. Bei mir ist es aus finanziellen Gründen schlicht so, dass ich mehr von Kreuzfahrten träume, als ich sie mache. Zumal ich die schiffgewordenen Shopping-Malls hasse wie die Pest, kleinere Schiffe, die noch wie Schiffe aussehen, bevorzugen würde. Aber die sind noch teurer. So blieb es bei einer Hurtigruten-Fahrt im Jahr 2012, auf Kosten meines 80 werdenden Vaters. War eine schöne Sache, empfehle ich seitdem weiter. Weiterlesen

Lieber nicht recherchieren …

mit Updates nachmittags und 5.10.

… aber die Falle der Dialektik lauert

Der von mir geschätzte Kollege René Martens/MDR-Altpapier wirkt etwas verzweifelt bei seinem Blick auf den NDR. Dieser hat sich nämlich selbst untersucht, mit dem Ergebnis: “Belege für einen angeblichen ‘politischen Filter’ konnten wir nicht finden (…) Für einen solch massiven Vorwurf müsste die Berichterstattung des Landesfunkhauses über einen längeren Zeitraum systematisch ausgewertet werden.” Müsste. Konjunktiv. Schreibende Berichterstatter*innen folgten dem NDR-Narrativ von “fehlenden Belegen”. Thema erledigt. Weiterlesen

Fritz Pleitgen gestorben

mit Update nachmittags

In seiner Amtszeit als WDR-Intendant und meiner als stellv. Mitglied des WDR-Rundfunkrates hatten wir eine Meinungsverschiedenheit über den “Beckmann-Vertrag”. Ich konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der entscheidenden Rundfunkratssitzung teilnehmen, und sandte ihm meine begründete Ablehnung zu. Es gab nicht wenige Gegenstimmen wg. der hohen Dotierung, aber er kam durch. Damit flanschte sich die ARD für lange Zeit an die DFL an. Beckmann und Bundesliga wurden von Sat1 abgeworben. Obwohl es unnötig gewesen wäre, schrieb mir der Mann einen mehrseitigen Brief (analog, auf Papier) zurück, warum er für richtig hielt, was ich falsch fand. Ein Gentleman im besten Sinne. Weiterlesen

40 Jahre Erstarrung

Die Reichen und die “Freien” – Wer kann sich das leisten? – Öffentliche Medien jedenfalls keine weiteren 40 Jahre

Diese aktuelle, anständige, faktengerechte, gut lesbare Reportage von Larena Klöckner/taz Junge Jour­na­lis­t*in­nen wünschen Veränderung: Wertschätzung? Fehlanzeige – Junge Jour­na­lis­t*in­nen arbeiten oft in unsicheren, freien Anstellungsverhältnissen. Wie erleben sie die aktuellen Skandale beim ÖRR?” löste in mir folgende Gedankenkette aus. Wohlgemerkt ist nicht die Autorin dafür zu kritisieren: die von ihr wahrheitsgemäss geschilderten und realistisch eingeschätzten Verhältnisse, sie sind jetzt rund 40 Jahre alt. Und sind erschienen in einem Medium, das sich “tageszeitung” nennt. Weiterlesen

Die Bahn – wieder vom Wetter erwischt

Nur die Alten werden sich erinnern, an die unschlagbare Werbung der vielbeschimpften Deutschen Bundesbahn. Die Fahrgäste der Deutschen Bahn AG wissen hingegen von den Risiken, wenn Laub von den Bäumen fällt, oder wie gestern und heute Regen vom Himmel. Das kann einem ganzen Stellwerk und damit einer ganzen Region einen KO versetzen, so weit es die wundersame Bahn betrifft. Es war zuviel Wasser für ein Rohr, und die Elektronik war da unten, wo das Wasser hin wollte (mann nennt es Schwerkraft). “Gratulation den Pendler*inne*n, … … die es heute vermieden haben, zwischen Köln und Bonn zu pendeln.” Weiterlesen

NDR und all die andern

mit Update nachmittags

Es wird wieder über “innere Pressefreiheit” diskutiert, wie schön. Allerdings diskutieren öffentlich vorwiegend Redaktionen aus Zeitungsverlagen die innere Pressefreiheit in öffentlichen Medien. So wie hier Michael Maier/Berliner Zeitung. Dabei versteigt er sich im Schlussabsatz zu einem recht absurden Vergleich. Wie konnte es bei ihm so weit kommen? Es liegt wohl daran, dass er als Person ein merkwürdiger Hybrid aus Verleger, Herausgeber, Chefredakteur und Redakteur ist. Bei seiner Berufsbiografie war es lange nicht leicht, den Überblick zu behalten. Weiterlesen

Vergleiche

Macron – Baerbock / 90-Euro-Ticket / ARD & IFA, Berlin & Rheinland

Die EU, so wird bei jeder Gelegenheit betont, müsse “mit einer Stimme sprechen”. Je mehr das betont wird, umso weiter ist die Entfernung von der Wirklichkeit. Und es gibt bestimmt einen lateinisch-psychologischen Fachbegriff dafür: die, die so reden, sind in der Regel Verursacher*in des Problems, das sie öffentlich beklagen. Nehmen Sie z.B. hier den Monsieur Macron (Michaela Wiegel/FAZ) und hier unsere Frau Baerbock (Kathrin Merz, dpa/Berliner Zeitung). Ich kommentiere nicht. Den Vergleich schaffen Sie selbst. Weiterlesen

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