Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Beuel (Seite 1 von 28)

„Yazid“ nach Schwarzrheindorf

Der real existierende Kapitalismus versorgt uns nicht

Schulterzuckend heult die Kommunalpolitik, weil wieder ein Edeka schliesst. Das war mindestens so absehbar, wie die kaputte Nordbrücke oder die kaputten Stadtbahnen. Den einstigen Edeka-Lange kenne ich seit ich Bonner bin, seit 50 Jahren. Als ich studierte, residierte er noch am Friedensplatz und war berühmt für sein exquisites Whisky-Sortiment. Später zog er nach Beuel in das ehemalige Vorstadtkino, in dem sich jetzt der Bioladen Momo befindet. Von dort zog er weiter in die Jahnstrasse. Weiterlesen

Publikum besser als das Spiel

FC Tegernsee – BVB Phönixsee 2:2

mit Update 1.11.

Die eingebetteten Medien kriegen sich immer nicht ein – „Topspiel der Woche“ … haben wir gelacht … Dabei war es mal wieder wie immer. Bei Spielen im Westfalenstadion ist es unlieb gewordene Gewohnheit, dass das Publikum mehr Leistung bringt, als die Jungmillionäre auf dem Rasen. So war es auch heute in meiner Beueler Fussballkneipe „El Horizonte“. Was deutsche Profisatire nicht mehr leistet, das machen die Fussballfans jetzt selbst. Weiterlesen

Farbe gegen Arschlochfähigkeit?

Seit einigen Monaten beobachte ich ein interessantes Phänomen. Die politischen Gewalttaten steigen an, gewalttätige Auseinandersetzungen am Wochenende, in Fußballstadien und drumherum, Aggressionen auf Partymeilen und bei Großveranstaltungen nehmen zu. Und natürlich steigt die AfD in den Umfragen. Gleichzeitig wird die Welt um mich herum immer langweiliger, trister, grauer und farbloser. Gibt es da vielleicht einen Zusammenhang? Sei er symptomatisch, beispielhaft oder gar ursächlich? Wie komme ich drauf? Weiterlesen

„Gewalt“ ja – aber „vierte“?

Annuschka Zak/Junge Welt hat sich mehr Recherchearbeit gemacht als ich, hat aber auch nicht mehr Vertrauenerweckendes herausgefunden: „Dezentral und undurchsichtig: Wer regelt Gen Z? – Zwischen Vorsicht und Panikmache: Vieles über die Organisatoren und Verantwortlichen der für Sonnabend angekündigten Schülerproteste bleibt unklar“. Dieser Text verschwindet in einigen Tagen im Paywallarchiv dieser angeblichen „vierten Gewalt“. Hier zum Vergleich die Erkenntnisse der taz. Müssen also die Bullen wieder alles selbermachen? Weiterlesen

Nicht mehr sicher?

All der Reichtum – wo soll er nur hin?

Als ich noch jünger war, und Wahlkampf machte, habe ich Informationen meiner Partei auch in „keine Werbung“-Briefkästen gesteckt. Es war unvermeidlich, dass mich ein renitenter Anwohner hier an der Grenze von Combahnviertel und Schwarzrheindorf (über 40% für Grüne) dabei „erwischte“. Ich antwortete mit dem Grundgesetz, und wenn ihm das nicht passe, könne er ja in eine Diktatur auswandern – die Auswahl sei reichlich. Weiterlesen

Die in Berlin

… und in Döseldorf und in Beuel: sie werden es nicht mehr lernen

Mit Update nachmittags

Zu den Vorteilen meiner Mediendiät gehört, dass ich vieles nicht mehr mitkriege. Es wäre schlecht für meinen Blutdruck und mein gefährdetes Herz. Das spüren auch die in Berlin. Wenn sie noch in ihren Körper hineinhören. Viele lenken sich lieber davon ab – es kann zusätzlich beunruhigen. Am Fall der Bärbel Bas rückte dieser Zusammenhang mal wieder in die Schlagzeilen. Mich hat das nicht mehr intensiv beschäftigt, weil ich das alles schon kenne. Doch die folgende Kolumne enthielt für mich noch bemerkenswerte Neuigkeiten: Weiterlesen

Kaputt

Wie billig sind heute Führerscheine? Wo gibt es noch funktionierende Telefone?

Mein Führerschein ist seit Jahrzehnten weg. Ich weiss nicht wo. Er ist jetzt 51 Jahre alt, 13 Fahrstunden, davon 6 auf Schaltwagen, 650 Mark. Haben meine Eltern zum Abi spendiert. Ich erinnere mich noch genau. Z.B. an die Bedeutung von Stoppschildern. Oder daran, dass auf eine Kreuzung oder einen Fussgängerüberweg erst aufgefahren werden darf, wenn sie frei sind und ohne Hindernis überquert werden können. Haha, da lachen wir Beueler*innen. Wir haben in den gegenwärtigen Staus noch niemand entdeckt, der*die sich daran erinnern kann. Weiterlesen

Panik

Die rechten „Tabubrecher“ in der Bonner Stadtspitze

9.490.000.000.000 € ist die Summe der privaten Vermögen in Deutschland. Geld ist also genug da. Es ist nur nicht in den Steuerkassen, insbesondere nicht in denen, aus denen deutsche Kommunen, also die Basis der demokratischen Politik, ihre Aufgaben bestreiten können. Für eine Steuer-Gesetzgebung haben sie keine Kompetenz. Sie sind von der Weisheit des Bundes und der Länder abhängig. Darauf warten sie. Und warten. Und warten. Und gelegentlich klagen sie, von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt. Weiterlesen

10 Jahre vor mir

Bonner Stadt- und Familiengeschichte – ich bin anders abgebogen

mit Update nach einmal Schlafen

Nun habe ichs tatsächlich gesehen: „Fritz Litzmann, mein Vater und ich – Eine sehr persönliche Reise durch die deutsche Kabarettgeschichte: Aljoscha Pause porträtiert seinen Vater als Kleinkunst-Größe Fritz Litzmann, aber auch als Leerstelle im Familiengefüge.“ 142 min. Verfügbar bis 20.12. Ich weiss nicht, ob ich so eine reflektierte Familiengeschichte und so einen schönen Bonn-Film jemals gesehen habe. Kann mich nicht erinnern. Weiterlesen

Bunte Bahn mit Schleudersitzen

Über meine – und die Erfahrungen anderer älterer Menschen habe ich hier schon mal geschrieben. Ich fahre ja weiterhin mit den Dingern, auch weil die Linie 66 noch immer nicht wieder fährt. Eine Tatsache, die die DB-App übrigens vollständig negiert. Bei „Bahn.de“ ist die 66 weiterhin in Betrieb, die bekommen das nicht geregelt, auf den Ersatzverkehr zu verweisen. Laut SWB hat die DB damit „technische Probleme“. Weiterlesen

Ersatzverkehr absurd

Wundersame Bahn CCLX: Ich weiß es ja nicht, ist nur so ein Gefühl. Kann es sein, dass sich Schienenersatzverkehr für einzelne Busunternehmen so richtig lohnt?

Ich bin in den letzten Tages des öfteren in den Genuss des Schienenersatzverkehrs auf den Strecken der Linie 66. Von Ramersdorf waren es stets zwei, sehr lange Gelenkbusse, in Richtung Bonn Hauptbahnhof und nach Königswinter oder weiter bis Bad Honnef. Meistens einer der SWB und ein weiterer von Univers. Univers gehört dem Menschen, dem Bonns OB Deus und der Siegburger Landrat Sebastian Schuster, beide CDU, eine Immobilie am Flugplatz Hangelar zuschustern wollen, der auch an die CDU spendete. Weiterlesen

Sachdienliche Hinweise

ARD erwartet Merz‘ Sturz – Verdacht auf aktuelle Mediathekperlen

Der Wahlabend-Trash wird heute in der ARD vom Köln-Tatort aufgelockert. Eine Wohltat? Ich weisses nicht. Ich bin Stammgucker, Fan von Behrendt und Bär und ihrem unermesslichen Lebenswerk. Meine Daten zum Vorabgucken liefere ich der ARD nicht ab. Das ist ja wie beim Pay-TV. Ob mir diese Folge gefallen wird (1 Jahr verfügbar)? Die taz-Rezension von Ambros Waibel verunsichert mich. Denn auf Platzangst steh‘ ich nicht.

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Der „Hoax Buster“

Leuchttürme von gestern – weil Doofbleiben keine Alternative ist
1. Zum KI-Weltuntergang

Florian Rötzer/overton: „Anthropic-Wissenschaftler: ‚Wir glauben tatsächlich ernsthaft, dass KI alle Menschen töten könnte!‘ – Vier Chefs von großen KI-Konzernen (OpenAI, Anthropic, Google, SpaceXAI), die scharfe Konkurrenten sind, haben nun gemeinsam entdeckt, dass die von ihnen geschaffene Technik außer Kontrolle geraten könne. Weiterlesen

Fusswege – es wird Zeit!

Als ich gestern nach dem Mittagessen durchs Combahnviertel nachhause flanierte, hielt ein mir entgegenkommender junger Mann mit Gepäck über der Schulter belastet an, um mich vorbeizulassen. Strassenbäume (gut!) plus parkende Autos (schlecht, egal ob „Anwohner“ oder nicht) blockierten den Weg. Das Passieren von zwei entgegenkommenden Rollatoren wäre im ganzen Viertel unmöglich. Nicht nur dort. Das wird in Kürze ein Massenproblem, wie es jetzt die absehbaren Autostaus auf der Kennedybrücke sind. Weiterlesen

„Bonner Bahn“ in Beuel

Wundersame Bahn CCLVII

Ich hab‘ sie gesehen. Sie ist sogar – phasenweise – gefahren. Ein Sicherheitsgefühl stellte sich noch nicht wirklich ein. Gestern am KAP machte ich mich auf den Weg zum Hbf., eine 66 wurde mit „3 min“ angezeigt. Warum es nicht wagen? Dann wechselte die Anzeige mehrmals, und zwar nach oben „4 min.“, dann wieder 3, dann nochmal 4. Es dauerte. Dann erschien sie wirklich, wie immer an einer roten Ampel an der Kreuzung Combahnstrasse. Ich traute meinen Augen nicht. Die war zweispännig! Und ein Bonner statt ein Kölner Exemplar. Weiterlesen

Der Nichtsnutz auf dem Sprung

Kanzlerkandidaten-Bingo: die Strategie des Niemandem-auf-die-Füsse-Tretens wird weder das Klima, noch die Kultur noch die CDU retten

Es war Ende 2020, als eine Lärmschutzwand an einer Autobahn in Köln eine Frau tötete. Die Suchmaschine zur heutigen Anzeige des damaligen Vorfalls wurde gut gesäubert, aber nicht perfekt. Der damalige zuständige NRW-Verkehrsminister macht sich heute warm als möglicher Nachfolgekandidat des für alle Welt sichtbar unbegabten Staatsamtsinhabers des Bundeskanzleramtes. Beim Todesfall in seinem Verantwortungsbereich blieb er planmässig öffentlich unsichtbar. In NRW war das seinerzeit die erfolgreiche Taktik. Aber wollen Sie von so einem regiert werden? Ich nicht. Weiterlesen

Eine (Ex-)Beuelerin erklärt

Wie es am Sonntag zu dem Wahlergebnis kommt – und noch ein „Foto wie Laschet“ von den Verantwortlichen

Gucken Sie mal das Bild (dpa). Und wieder drängt sich die Frage auf: unberatbar? Ich erinnere mich, wie intelligent die verglühten grünen Regierungsstars Baerbock und Habeck ihre Bilder professionell kontrolliert haben. Und der Kanzler ist zu dumm dazu? Um das Bild herum dieser Teaser-Text (keine Sorge, der eigentliche Text ist von der SWMH eingemauert, also politisch gefahrlos): Weiterlesen

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