Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Beuel & Umland (Seite 35 von 123)

Rosemarie Keltz und Siegfried Pater

Neue Straßennamen für Bonn

In wahrscheinlich allen Städten und Gemeinden wird es eine Liste mit Namensvorschlägen für Straßen, Plätze und Wege geben. So auch in Bonn. Hier umfasst sie derzeit rund einhundert Namensvorschläge, weswegen die Vertreterin des Bürgerbundes im Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gegen meinen Bürgerantrag stimmte, in Zukunft irgendwann auch je eine Straße, Platz oder Weg nach Rosemarie Keltz und Siegfried Pater zu benennen. Weiterlesen

Beschleunigung? – doch nicht überall

Eine meiner Lieblingsthesen lautet, dass im real existierenden Kapitalismus alle Prozesse immer weiter beschleunigt werden; das Kapital “will”/muss zirkulieren, und diese Beschleunigung ist ein wesentlicher Wachstumsfaktor. Aber es gibt ein kleines gallisches Dorf, in dem z.B. Strassenbahnfahrer*innen immer noch keine Ampelvorrangschaltung geniessen. In diesem Dorf werden sogar Ausbaumassnahmen für mehrspurigen Autoverkehr als “ÖPNV-Beschleunigung” bezeichnet, Häuserabriss, Friedhofsverkleinerung und Beseitigung von Fussgängerampeln inklusive. Weiterlesen

Bundeskanzlerprogramm

Die Abgabe des Abgeordnetenmandats kann zu relevantem Zeitgewinn fürs Denken und Schreiben führen. Lebendes Beispiel Fabio de Masi/Berliner Zeitung: Was ist eigentlich das politische Projekt des Bundeskanzlers? – Olaf Scholz hat immer noch keine Idee, wie er Deutschland sicher durch Krisen führen und Europa mehr Unabhängigkeit von den USA und China verschaffen kann.” Von meiner Seite keine Einwände. Gerade rechtzeitig hat de Masi vor diesem Elend Distanz gesucht, mutmasslich mehr alltagskulturelle persönliche als politische. Weiterlesen

Nimmt Empathie zu oder ab?

Diskutiert am Beispiel der Radfahrer*innen

Fahrtrichtungsanzeigen sind immer von Vorteil. Das lernt mann nicht nur in der Fahrschule, Radfahrer*innen lernen das im wahren Leben – Selbsterhaltungstrieb. Die im wahren Leben abweichende Praxis ist, dass Autofahrer*innen den Blinker setzen, wenn sie bemerken, ach du Schreck, ich bin ja mitten drin im Abbiegen. Bei LKWs ist bekannt, dass das bisweilen tödlich endet – für Menschen auf dem Fahrrad. Bei PKWs macht es meistens nur Ärger, davon aber viel. Weiterlesen

LAUTER!

mit Update nachmittags

Cem Özdemir hat den Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden erhalten. Üblicherweise hält der Preisträger eine Dankesrede. Hat er auch. Sie ist lesens- und diskussionswert. Die FAZ hat sie dokumentiert und digital eingemauert, auf diese Weise einer breiten Diskussion (vorläufig) entzogen. Der Teaser-Text lautet: “Kritik ja, aber niemals Boykott und Isolation – Keine Toleranz den Intoleranten: Die wehrhafte Demokratie darf dem Gespräch mit Antisemiten nie den Anschein der Normalität geben. Es reicht auch nicht, sich nur mit Floskeln zum Existenzrecht Israels zu bekennen.” Weiterlesen

NATO startet Atomkriegsmanöver

„Steadfast Noon“ – Demonstration gegen NATO-Manöver am 22. Oktober in Nörvenich

Am heutigen Montag (17.10.) startet die NATO erneut die Atomkriegsübung „Steadfast Noon“, die alljährlich Mitte Oktober stattfindet. Diesmal soll sie zwei Wochen lang bis zum 30. Oktober durchgeführt werden. Die USA üben zusammen mit den europäischen nuklearen Teilhabestaaten den Einsatz von Atomwaffen, angeblich um das Bündnisgebiet zu verteidigen. Wie das Schlachtfeld Europa nach einem Atomkrieg aussähe, wird dabei nicht dargestellt. Weiterlesen

Grüne Avantgarde

Zum 30. Todestag Petra Kellys

Ihr Tod liegt im Dunkel. Vor dreißig Jahren, am 19. Oktober 1992, wurde Petra Kelly in ihrem Wohnhaus im Bonner Stadtteil Tannenbusch tot aufgefunden – erschossen, neben dem ebenfalls toten Gert Bastian liegend, ihrem Lebensgefährten. Nachbarn wurden aufmerksam, weil der Briefkasten der beiden früheren Bundestagsabgeordneten überquoll. Nur der Hergang scheint geklärt. Umstände, Motive und selbst der Zeitpunkt aber sind es nicht. Weiterlesen

Die Bahn gibt auf

Was heisst “Verkehrsverbund”? Wundersame Bahn CXXVII

Als ich heute morgen mit dieser Radionachricht aufwachte, dachte ich: haben die keine neuen Nachrichten? Laut der SZ ist die Störung mittlerweile angeblich “behoben”. Es gab Zeiten, da konnte ich in 1 1/2 Stunden von Bonn bis Essen reisen. Laut Bahnfahrplan schafft mann es in dieser Zeit mit Bummelzügen von Beuel nach Ehrenfeld und zurück. Kein Luxus (obwohl genauso teuer), aber berechenbar. Weiterlesen

Ein rechtsreaktionärer Sonntag naht

mit Update nachmittags

Mag sein, dass ihn niemand herbeiprophezeien will. Der Extradienst ist klein genug, dass diese Wirksamkeit nicht droht. Ich bereite Sie lieber darauf vor. Am kommenden Sonntag werden alle entgeistert gucken, weil die AfD “Siegerin” der Niedersachsen Wahl sein wird. Es gibt dafür eine lange Latte von Gründen. Keiner davon ist gut. Weiterlesen

Ein Schiff wird kommen

Und: Wundersame Bahn CXXIV

Welche Verkehrsminister*innen machen eigentlich ihre Arbeit? Hendrik Wüst jedenfalls, von Reinhard Olschanski eben für irgendwas empfohlen, hat sie 2017-21 auch nicht gemacht. Oder auf welche Ideen kommen Sie, wenn Sie das lesen? Und während Bayerns Landesregierung der Arsch wg. der “zweiten Stammstrecke” in München auf Grundeis geht (die Originalberichte sind bei der SZ alle eingemauert), haben sie auch im in Kürze wählenden Niedersachsen eine beliebtes Diskussionsthema. Weiterlesen

Hygiene oder Diskurs?

Sophisticated und hengstbissig keilte der intelligente Harald Staun/FAS am Sonntag gegen seine Kollegen Precht und Welzer und ihren erfolgreichen Werbefeldzug für ihr Buch. Nein, die beiden Jungs sind keine Opfer, haben auch kein Problem sich öffentlich vernehmbar zu äussern. Allerdings reicht ihre Intelligenz aus zu bemerken, wenn sie als Popanz benutzt werden.

Denn Stauns Auftrag ist offensichtlich genauso, genau die Allergie zu zeigen, die Produzent*inn*en von Mehrheitsmeinungen zeigen, wenn sie dafür kritisiert werden, dass sie tun, was sie tun. Es ist irgendwas mit Immunsystem. Und da geht bekanntlich heutzutage alles mögliche durcheinander. Weiterlesen

Kindheitserinnerung

mit Update nachmittags und 17.9.

Als ich 3 war

Meine erste Lebenserinnerung: ich war 3, als ich oben auf dem Hamburger Michel stand. 1960: Unter ihm lag noch alles in Trümmern von dem 2. Weltkrieg, der 15 Jahre zuvor beendet worden war. Die Attraktion schon damals: der Hamburger Hafen. Dem geht Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nun an den Kragen. Und ich bin gespannt, wie der ehemalige Erste Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg darauf reagieren wird. Weiterlesen

Furchtbar, aber es ging

Wundersame Bahn CXXIII mit kaputtem Stellwerk

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit ein Artikel inkl. Newsletter. Abonnent*inn*en seien auf meinen Text “Fressen lassen?” hingewiesen, in dem ich die Sicht des kompetenten Kollegen Grimberg/taz auf den deutschen Medienoligarchen Döpfner geringfügig korrigiere. Bitte beachten Sie: nächster Newsletter erst Sonntagabend.

Was jetzt folgt, betrifft die wundersame Bahn in NRW. Entscheiden Sie einfach selbst, ob Sie weiterlesen wollen. Weiterlesen

Fressen lassen?

Wer will dazugehören, zu flegelhaften Herrschenden?

1992 soll mal zur Debatte gestanden haben, in die taz Investor*inn*en einziehen zu lassen. Hans Christian Ströbele soll es mitverhindert haben, die taz-Genossenschaft entstand. Daran fühlte ich mich erinnert, wie der ansonsten kompetente taz-Medienkolumnist Steffen Grimberg an Deutschlands despotischstem Medienoligarchen Mathias Döpfner ausgerechnet kritisiert: “Und sät wie diese durch solche Spielchen Zwietracht, die Gesellschaften spalten kann.” Gespaltene Gesellschaft, ogottogott, lasset uns beten. Weiterlesen

Gratulation den Pendler*inne*n, …

Wundersame Bahn CXXII

… die es heute vermieden haben, zwischen Köln und Bonn zu pendeln. Ich hatte einen unterhaltsamen Besuch am Fahrkartenschalter. An der Strassenbahnhaltestelle Richtung City sah es nach einem Schulwandertag aus. Es waren aber die abgeworfenen Fahrgäste eines umgeleiteten Fernzuges. In Köln muss heute mal wieder einiges zusammengebrochen sein – “Wasserschaden”, klar, hat ja auch mal wieder geregnet. Und wenn schon denn schon soll noch ein “Schienenbruch” in Bad Godesberg dazugekommen sein. Damit auch wirklich gar nichts mehr funktioniert. Das mit den kaputten Betonschwellen sollen ja woanders sein, so bekommen wir eben auch einen gerechten Anteil.

Nur, nur, nur in Kölle …?

Das öffentliche Bauen – im Film von Ingolf Gritschneder und Georg Wellmann

Ich kenne Bonner Kommunalpolitiker*innen, die wollten das gar nicht sehen. Die wissen schon “zu viel”. Dabei ist es doch noch glimpflich. Nur durch mühevolles Zusammenrechnen erreichten die beiden Filmemacher, bzw. die Kölner Bauherr*inn*en die Schadenssumme von 1 Mrd. €. Ist mann da in Frankfurt oder Stuttgart nicht schon weiter, Städte die eindeutig kleiner als Köln sind (wie auch das Saarland)? Ich habe es gewagt, und mir “Das Trauerspiel der Kölner Oper – Ein Sanierungs-Desaster” angesehen. Und um es gleich vorwegzunehmen: ja, schauen Sie es sich auch an. Weiterlesen

Hitzefrei (IV)

Ab jetzt gilt für mich wieder hitzefrei. Keine neuen Texte, keine täglichen Newsletter. Nach Mutmassungen der Wetterberichte ist Normalbetrieb (= Temperaturen unter 30 Grad bleibend) ab Freitag in Bonn wieder möglich. Zwischenzeitlich eingehende Texte anderer Autor*inn*en werden weiterhin online gestellt.

RTL wie RBB

Der Stern war mal die auflagenstärkste Zeitschrift Deutschlands, das Flaggschiff des Verlages Gruner & Jahr. Bertelsmann war schon im Stall, einst auf den Champions League-Plätzen der grössten Medienkonzerne der Welt. Heute weltweit nur noch Zweite Liga. Begann der Abstieg mit den “Hitler-Tagebüchern”? Oder erst mit “dem Internet”? RTL, schon im Besitz Bertelsmanns (“Auf jedem Baum ein Controller”, Helmut Thoma) war mal der Marktführer im German Television, mit Marktanteilen nahe 20% (nur das Hauptptogramm!). In diesem Jahr sind es noch 7,6%. Und was ist da los? Weiterlesen

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 Beueler-Extradienst | Impressum | Datenschutz

Theme von Anders NorénHoch ↑