Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Gesundheitspolitik (Seite 37 von 42)

Ohne Scheichs und Konzerne

Nach der Coronakrise wird es im deutschen Gespensterfussball weitere Vorstösse geben, die Vereine und ihre Mitglieder abdanken, und sie durch Konzerne und Feudalclans (“Investoren”) enteignen zu lassen. Es wird argumentiert werden, dass es “jetzt in der Krise” nicht anders ginge, wenn “der deutsche Fußball” international (und vor allem gegenüber dem globalen Grosskapital) “konkurrenzfähig bleiben” wolle.
Das ist eine Zwecklüge, um kapitalistische und politische Interessen besser durchzusetzen. Der lebende Beweis dafür Weiterlesen

Strategie der Spannung

Wie die Despoten zum “letzten Gefecht” rüsten
Ist Jair Bolosonaro “irre”? Ist Donald Trump “wahnsinnig”? Recep T. Erdogan von Hass und Jähzorn getrieben? Alle ein Fall für die “Klapse”? Mag alles sein, möglich ist das. Für Politik ist es dennoch Nebensache. Denn sie sind Macht- und Amtsträger, von starken hinter ihnen stehenden Systemen durchgesetzt worden. Keine Mehrheiten, aber doch eine erhebliche Anzahl von Menschen hält sie nicht für das Problem, sondern die Lösung. Die werden zwar weniger, und die entsprechenden Irren sind nicht irre genug, das nicht zu merken. Selbst der leibhaftige Weiterlesen

Wie wird Postcorona?

Hoffnung: daraus Lernen – Befürchtung: es kommt noch schlimmer – “Post-Wahrheit”?
Ein Fenster der Gelegenheit. Wiederholt sich die Geschichte in Gestalt von Naomi Kleins Schockstrategie? Nicht wenig spricht dafür. Denn wo ist die wache Linke, die das Fenster kraftvoll nutzt? Andreas von Westphalen/telepolis diskutiert das unter Zuhilfenahme einer Menge kluger Leute. Die wenigsten von ihnen setzen sich allerdings (noch) der Mühe aus, Weiterlesen

SPD / Wissenschaft / Essbares Andernach

Nachgedacht habe ich mehrmals darüber, ernsthaft erwogen habe ich es aber nie: Mitglied in der SPD zu werden. Es sein gelassen zu haben – nie habe ich es bereut. Wenn jetzt in den letzten Tagen SPD-Innenminister und -senatoren als Rassismus-Experten aufgetreten sind, ist das nur eine Camouflage für eine ganz andere “Hauptsache” gewesen. Die Jungs ertragen auch heute noch keine Frau an der Spitze ihrer Partei. Fragen Sie mal Frau Nahles. Sie haben bis heute nicht begriffen, dass eine Frau keine schmückende Dekoration ist, sondern ein Subjekt. Wie Schwarze. Weiterlesen

Bedrängte Zivilgesellschaft von rechts

von Wolfgang Schroeder/Samuel Greef/Jennifer Ten Elsen/Lukas Heller / Jupp Legrand (Vorwort)
Interventionsversuche und Reaktionsmuster – Ein Projekt der Otto Brenner Stiftung

Vorwort – Ist die Zivilgesellschaft der Hort der Demokratie oder das Einfallstor für rechts? Diese Frage ist vor noch gar nicht so langer Zeit als unangemessene Angstmacherei abgetan worden. Und jetzt, in Zeiten einer alles überschattenden Omnipräsenz der Corona-Pandemie, scheint sie noch weniger Brisanz zu haben. Allerdings wird es auch eine Zeit nach Corona geben. Inwiefern rechte Kräfte dann an ihre Erfolge anknüpfen können oder gar mit neuer Stärke auftreten, hängt nicht zuletzt von der organisierten Zivilgesellschaft ab. Doch wie „immun“ ist diese gegen rechts? Weiterlesen

Göttingen / TV-Fußball / Impfstoffversteigerung

Behördenversagen als Rassismus-Förderprogramm?
Aus der westdeutschen Ferne vermag ich es nicht selbst einzuschätzen. Aber wundern würde es mich nicht, wenn es weitestgehend stimmt, was Reimar Paul/taz, ein verlässlicher Journalismus-Veteran, und andere aus Göttingen und einem dort platzierten “Problemhochhaus” berichten. Ist es ein Zufall, dass es einen ähnlichen Konzernnamen trägt, wie das Dortmunder Westfalenstadion? Weiterlesen

Trump, Twitter, Faktenchecks und die Meinungsfreiheit

Edit Policy: Seit Twitter auch Trumps Tweets genauer auf Verstöße gegen die eigenen Nutzungsregeln prüft, tobt der US-Präsident. Sind Faktenchecks und Hinweise unzulässig?

US-Präsident Donald Trump hat es auf Twitter abgesehen. Die Plattform, die bis vor Kurzem noch massiv davon profitiert hat, dass Trump sie für allerlei offizielle Verlautbarungen nutzt, hat begonnen, ihre Moderationsregeln auch auf ihren berüchtigten Vielnutzer im Weißen Haus anzuwenden.

Trump reagiert mit Einschüchterungsversuchen, Weiterlesen

Enten

Von Günter Bannas
Seit Wochen steht Angela Merkel in den Umfragen besser da denn je – weit vor der Konkurrenz von SPD und Grünen sowie jenen Politikern aus CDU und CSU, denen Ambitionen nachzusagen sind, sie im Amt der Bundeskanzlerin beerben zu wollen. Trotz einiger Zwischenhochs – wie in den vergangenen Tagen bei Sitzungen des Koalitionsausschusses – aber erlebt Merkel in der deutschen Innenpolitik derzeit, was amerikanischen Präsidenten in ihrer zweiten (und letzten) Amtszeit widerfährt: Das Schicksal einer „lame duck“. Weiterlesen

Den Niedergang der US-Demokratie aufhalten?

Donald Trump ist Rassist, das zieht sich durch seine gesamte Biografie. Dokumentationen zeigen, dass er schon als Vermieter von Wohnungen Schwarze benachteiligt hat. Er wollte eine rassistische Mauer nach Mexico bauen, er kommentierte den Automord von Rechtsextremisten in Charlottesville 2017 als Tat “guter Kerle”. Er droht, er polarisiert, er wiegelte während der Corona-Krise rechtsextremistischen, bewaffneten Mob auf, die unter anderem den Gouverneurssitz in Michigan besetzten. Trump ist nicht nur für das Präsidentenamt, er ist letztlich für jedes Amt  ungeeignet, eine Schande. Aber kein demokratischer Prozess kann ihm in den Arm fallen. Weiterlesen

Form ohne Inhalt ist langweilig

David Kasparek hat mit seiner Position zur neuen Rheinturm-Idee des Unternehmers Burbulla ins Schwarze getroffen. Die geschilderten Argumente des Initiators  – und vielleicht auch seine Motive – verdienen noch eine Erweiterung. Denn was von Burbulla als Begründung angeführt wird, ist doch letztlich völlig inhaltsleer. Die schöne Aussicht und ein Konzert genießen – in Corona-Zeiten ein zumindest mittelfristig nicht gerade überzeugendes Projekt – was hat das mit Bonn zu tun, das kann man auch an der Loreley oder schlimmstenfalls sogar in Düsseldorf realisieren. Was treibt den Mann also an?

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Es fehlt was

Rezos Pressekritik
mit Update 4.6.
Der Kerl hats geschafft. Von 0 auf 1. Bis heute 1,8 Mio. Aufrufe, das schafft im Medienjournalismus sonst niemand. Mit weitem Abstand. Und mittlerweile nehmen ihn alle ernst. Willkommen. Der Durchschnitt wird durch ihn auch und gerade qualitativ steil nach oben gezogen. Ich habe mir gestern Abend die Stunde genommen. Nicht alles hat mich begeistert. Weiterlesen

Unwirkliche Sternstunde der Raumfahrt

am 30. und 31. Mai 2020 wurde eine neue Ära der bemannten Raumfahrt eingeläutet: Erstmals wurden von den USA aus Astronauten von einem kommerziellen Unternehmen ins All transportiert. Vielleicht  sollte ich vorausschicken, dass ich ein überzeugter Befürworter der unbemannten und bemannten Raumfahrt bin, denn ich sehe darin die einzige Möglichkeit für die Menschheit, das Sonnensystem zu verlassen, wenn die Sonne einst beschließen wird, zu Nova zu werden und die Erde zu verschlucken. Soweit dürfte es in etwa in 3-4 Milliarden Jahren sein Weiterlesen

Grüne Weicheier

Ein wichtiger Bonner CDU-Politiker des vorigen Jahrhunderts, Stephan Eisel, schreibt über die Absichten der Grünen OB-Kandidatin Katja Dörner: “In ihrer als allgemeinen Wohlfühlerklärung formulierten Kandidaturankündigung blitzt an einer Stelle ihr Politikverständnis auf. Sie schreibt: ‘Aber es ist Zeit, den Verkehr konsequent an Fußgänger*innen und Radfahrer*innen auszurichten.’ Autofahrer kommen nicht vor. Verkehrspolitik im Konfrontationsmodus statt Verkehrspartnerschaft, die alle (!) Verkehrsteilnehmer einbezieht.” Schnüss-Autorin Gitta List “beunruhigt (das) nicht unbedingt”. Diese Ruhe teile ich nicht. Weiterlesen

Wer will berührt werden?

Gutes und böses Zweifeln
Wie verändert die Corona-Krise das menschliche Zusammenleben? Unbemerkt verändern sich “Frames”. Jahrzehntelang galt Zweifel und Skepsis als links, oder mindestens linksliberal. Jetzt soll es rechts sein. Wissenschaftsgläubigkeit galt – auch und vor allem für Grüne – als konservative Gleichschaltung zugunsten industriellen “Fortschritts”. Mühevoll wurden dagegen wortungeheuerliche Dämme wie Technikfolgenabschätzung gebaut. Jetzt gibt es scheinbar wieder “die” Wissenschaft. Und wer dem widerspricht, was die meisten dafür halten, gilt zwar wie immer als Ketzer, aber jetzt als Rechter. Weiterlesen

Der Kerl will nicht still sein

Ein kleines Hoffnungszeichen für die Bonner Grünen
Meine Ferndiagnose: ADHS für Erwachsene plus die Männerkrankheit nicht-rechtzeitig-aufhören-oder-wenigstens-einfach-mal-die-Klappe-halten-können. Die Bonner CDU habe ich in ihrer Heterogenität in mehreren Jahren Ratskoalition näher kennen gelernt – anständige, ehrliche Leute und lernunfähige rechte Knallköpfe in einer Partei vereint. Gemeinsam ist ihnen der Konkurrenzneid auf die eigenen Parteifeinde – warum soll es ihnen besser gehen als mir bei den Grünen? – und, das ist das Besondere: seit der Europawahl im Vorjahr unter Schock. Und jetzt die Coronakrise: sie können ihr Glück der letzten Chance kaum fassen. Weiterlesen

Spucken

In Sachen Corona-Pandemie werden von Bundes- und Landesregierungen die widerständigen Proteste ernst genommen, die anhalten, obwohl oder weil – Masken hin, Desinfektion her – die „Lockerungen“ ausgiebig genutzt werden. Ob sich, da die Biergärten geöffnet sind, die U-Musik wieder einmal einer Krise bemächtigt? Klar ist: Alles ist politisch – sogar das deutsche Liedgut. Gottseidank: Der 30. Mai wäre schon einmal heil überstanden. Weiterlesen

Wie kommen sie durch?

Bonner/Beueler Kleinunternehmen in der Krise (im Radio)
Das DLF-Wochenendjournal (samstags 9:10 h, oder zum Nachhören) ist durchgehend guter Radiojournalismus, vielstimmig, informativ und atmosphärisch dicht. So auch heute: Stephan Beuting berichtete über Bonner Kleinunternehmen, teilweise sogar von unserer schöneren Rheinseite, wie sie durch die Coronakrise gekommen sind (Audio, 40 min.); einen der Porträtierten kenne ich persönlich. Beuting besuchte seine Protagonisten im Abstand von vier Wochen, um Stimmungsschwankungen einzufangen.
Es wird Sie nicht überraschen: die Stadtverwaltung Bonns schnitt in der Reportage nicht besonders gut ab. Weiterlesen

Kein New Age, please

Die Lehre aus der Coronakrise ist für Slavoj Žižek nur eine neue Form von Kommunismus
Zeit zum Nachdenken, Chance für die Entschleunigung, bewusster leben. Während der Coronakrise verging kaum ein Tag, an dem nicht die Chancen für einen anderen Lebensstil beschworen wurden, den das Coronavirus – neben den Schrecklichkeiten – doch biete.

Für derlei Ideen hat Slavoj Žižek wenig übrig. Am Schluss seiner jüngsten, gerade in den USA erschienenen Streitschrift verfällt der slowenische Philosoph in den Duktus eines Achtziger-Jahre-Altlinken, der die aufkommende Seuche der „Selbsterfahrung“ als Ablenkung von der harten Pflicht des Klassenkampfs geißelt. Weiterlesen

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