Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Gesundheitspolitik (Seite 38 von 45)

Ende einer Freundschaft?

Selbst bei gemeinsamen Interessen bauen rechte Egomanen am Ende fette Crashs: Rupert Murdoch und Donald Trump
Wenn das alles darauf hinausläuft, dass Rupert Murdoch sich für Joe Biden ausspricht, wie er es einst für Tony Blair getan hat, dann wäre so eine Art Ende der politischen Welt erreicht. Wie komm‘ ich drauf? Donald Trump hat, vielleicht vergleichbar mit Andrew Windsor, ein katastrophales TV-Interview absolviert, bei seinem einstigen Lieblingssender Fox. Der Sender gehört Rupert Murdoch. Entweder der Interviewer Chris Wallace wird nun von ihm gefeuert. Oder seine (politische) Freundschaft mit dem Präsidenten ist definitiv beendet. Weiterlesen

Pearl Jams »Gigaton«

von Gert Samuel
Es hätte alles so schön werden können: Endlich, nach fast sieben Jahren des wartens kam Anfang Januar 2020 die Nachricht zum Erscheinen des neuen Albums der Gruppe aus Seattle. Für den 27. März 2020 wurde der Verkauf von „Gigaton“, das elfte Studioalbum von Pearl Jam, angekündigt. Zudem gab die Band die Tourdaten für die Konzerte in Nordamerika bekannt – vom 18. März in Toronto bis zum 19. April in Oakland. Die Termine für die Europatournee standen schon seit Dezember 2019 fest: Weiterlesen

Der Glanz von Herrenchiemsee

Markus Söder hat in der Coronakrise bewiesen, dass er „Krise kann“, aber „kann“ er auch Komplexität? Ob er dies als Kanzler wird beweisen müssen, liegt letztlich an Armin Laschet
Alle reden von Söder, niemand redet von Laschet. Was ein Fehler ist. Denn Armin Laschet ist derzeit die Schlüsselfigur im Machtkampf zwischen den Unionsparteien. Solange der nordrhein-westfälische Ministerpräsident an seiner Kandidatur für den Parteivorsitz festhält, fehlt der CDU ein Zugpferd für den Wahlkampf. Da die Mitbewerber Friedrich Merz und Norbert Röttgen von der Pandemie zur Bedeutungslosigkeit geschrumpft wurden, Weiterlesen

Schwarze Leben zählen, auch in Brasilien

von Luiz Ramalho
Widerstand gegen den sich verschärfenden Rassismus in der Ära Bolsonaro

„Ich fürchte den Rassismus mehr als die Pandemie“, erklärte ein Demonstrant einem Journalisten am 8. Juni in Sao Paulo. Trotz der weiter steigenden Infektonszahlen sind nach dem Tod von George Floyd in den USA Zehntausende Brasilianer*innen auf die Straße gegangen, um gegen Rassismus zu protestieren, der in Brasilien ebenso wie in den USA eine lange Geschichte hat, aber unter dem Regime Bolsonaros immer aggressiver und gewalttätiger wird. Weiterlesen

Gleichgeschaltet?

Vor wenigen Tagen beschwerte ich mich bei einem Rundfunkratsmitglied über die Tagesschau. Christiane Meier, die in ihrer Jugend bei Küppis ZAK und „Privatfernsehen“ gelernt hat, und später sehr lange Hauptstadtberliner-Frondienste für das ARD-Morgenmagazin schob, hat sich vor einiger Zeit endlich einen der heissgeliebten New-York-Korrespondentinnen-Jobs des WDR gesichert. Es gibt noch Gerechtigkeit, dachte ich, und gönnte es ihr. Nun hatte sie der Tagesschau einen Bericht vom UN-Sicherheitsrat geliefert, Weiterlesen

Nicht gefallen lassen

Zu meinem täglichen Nachtprogramm gehört als kulturpolitisches Leitmedium das DLF-Magazin Fazit. Ohne das schlafe ich nicht ein. Und die senden nicht nur werktags, sondern auch sonn- und feiertags, Weihnachten, Neujahr, Silvester, egal. Das allein nötigt mir schon Respekt ab. Qualitativ hat dem letzte Nacht Idil Baydar die Krone aufgesetzt. Sie sollten es nicht nur lesen, sondern auch hören: klare Aussprache, klare Kante, und das unter Umständen, die den meisten von uns, wären wir ähnlich betroffen, Angst machen würden. Das ist es ja, Weiterlesen

Wie ein Freigang im Gefängnishof

berlin viral
Das Chlor killt ja das Virus. In der Hoffnung hatte ich mich gewiegt, als das Coronozän langsam, aber sicher ausbrach. Die Schwimmbäder würden sie schon nicht so schnell dichtmachen. Bis zur letzten Minute hatte ich mich in die blauen Bahnen gestürzt. Auch wenn ich mich natürlich gefragt hatte, ob ich wirklich jedes Geländer, jede Türklinke, jede Klobrille anfassen kann, wenn ich die menschenleer gewordenen, gekachelten Hallen betrat. Weiterlesen

Faule Säcke

„Ein bisschen überzogen kritisiert“ habe er die, meint der alte Gerhard Schröder heute. Es könnten die Kinder sein, die selbst älteste Säcke schlauer machen. Der alte Kerl wird heute porträtiert auf ARTE von Torsten Körner. Von Letzterem halte ich recht viel, weil er mir durch durchdachte Medienkritiken auffiel. Ob er was zu zeigen weiss, was ich noch nicht weiss?
Viel Zeit bleibt ihm nicht (Mediathek nur einen Monat), weil ich dann zur Anstalt wechseln muss, Weiterlesen

P1 oder P2?

Überwachungskapitalismus oder Autonomie und selbstbestimmtes Leben?
Für meinen Schock des Wochenendes ist Georg Meggle/telepolis verantwortlich. Er macht auf einen Vorgang aufmerksam, der nicht geheim oder auch nur klandestin war, sondern öffentlich und jederzeit zugänglich. Ich habs aber nicht gekannt. Ich lese sehr viel, im Netz und darüber hinaus. Täglich mehr als 20 verschiedene Quellen. Was stimmt nicht an meiner Lese-Agenda, dass ich in all den Corona-Monaten nie etwas von der Änderung der Pandemie-Definition im Jahre 2009 Weiterlesen

Weltverbesserung

„Wir kennen unsere Bauern“ las ich eben im Prospekt eines Genossenschaftskonzerns, der noch um einiges grösser und fetter als der Corona-Sünder Westfleisch (Umsatz 2017: 2,75 Mrd.) ist: Edeka (Umsatz 2019: 55,7 Mrd.). Als Preisdrücker und Grossmacht des Lebensmitteleinzelhandels sind sie selbst Täter, nicht Opfer, des deutschen Fleischsystems. Nun mag es sein, dass der eine oder andere Edeka-Betreiber individuell anderer Gesinnung ist, das kommt in den „besten Familien“ vor. Das ändert meistens leider nichts am verbrecherischen Charakter des Systems.
Wie komm ich drauf? Ich möchte eine weitere Programminnovation des Deutschlandfunks, Weiterlesen

Denkfabrik

Der Deutschlandfunk betreibt gegenwärtig auf allen seinen Wellen einen ganzjährigen Programmschwerpunkt unter dem Label „Denkfabrik“. Unter fünf vom Sender vorgegebenen Vorschlägen hatten seine Hörer*innen „Dekolonisiert euch!“ gewählt, das war noch bevor Black Lives Matter nach dem Mord an George Floyd bis nach Europa geschwappt war. Das Prinzip dieser „Denkfabrik“ ist nicht, das gegenwärtige Radioprogramm coronaartig umzustülpen, sondern in alle Fachprogramme einzusickern, klassischer Querschnitt, und gut ausgedacht. Weiterlesen

Lieber Maler, male mir!

Die Bundestagsfraktion der Grünen lud zu einer Diskussion über „Kunst in der Coronakrise“. Gestritten wurde im Internet.
„Hört auf zu malen!“ Als der Maler Jörg Immendorff 1966 seine Zunft aufforderte, die Kunst für den politischen Kampf aufzugeben, sorgte das natürlich für Aufsehen. Es folgte ihm aber niemand.

Über 50 Jahre nach dem militanten Slogan könnte es womöglich doch noch zur Malverweigerung kommen. Weniger, weil der böse Kapitalismus, den Immendorff damals bekämpfen wollte, nun noch böser geworden wäre. Schuld ist diesmal ein besonders böses Virus. Weiterlesen

Diskurs-Verengung oder -Erweiterung?

Ist Donald Trump pleite? Mary Trump, schwarzes Schaf der Familie, behauptet in ihrem angehenden Bestseller laut Florian Rötzer/telepolis: „Er beurteile Menschen nur nach Geld, ‚finanzieller Wert‘ sei für ihn dasselbe wie ‚Selbstwert‘ …“ und dann schauen Sie sich aktuelle TV-Bilder des „mächtigsten Manns der Welt“ an. Körpersprache, Mimik, was sagen die Ihnen? Gucken so Menschen, die mit sich im Reinen sind? Gewinnertypen? Erfolgsmenschen?
Im von Rötzer verantworteten Onlinemagazin findet sich ausserdem eine kluge Abhandlung zur Verengung der Diskursräume durch die Allzweckwaffe „Verschwörungstheorie“ Weiterlesen

Insel der Vernunft: die Ultras

Für das westfälische Rotbäckchen aus Lippstadt sind sie Abschaum, „das hässliche Gesicht“ des Fußballs. Sein Glück, dass in Deutschland Meinungsfreiheit herrscht, in der jede*r das Recht hat, Unsinn zu verbreiten. In Wahrheit ist es umgekehrt. Schon bei den Geziprotesten 2013 in der Türkei waren es die Ultras der Istanbuler Vereine Beşiktaş, Fenerbahçe und Galatasaray, die gemeinsam die türkische Demokratie gegen das Erdogan-Regime verteidigten. Danach intensivierte das Regime Weiterlesen

Rattenrennen

Die Ernährung – der Impfstoff – das Entertainment
Der Kollege Frank Patalong, langjähriger Ressortleiter Netzwelt bei Spiegel-online, lebt hier um die Ecke in Siegburg. Er hat bei seinem alten Arbeitgeber eine kompakte Geschichte der Industrialisierung menschlicher Landwirtschaft abgeliefert. Der Philosophie, die bei ihm nur ein wenig durchschimmert und sich etwas leichtfertig auf Malthus stützt, traue ich nicht über den Weg. Das in-Erinnerung-rufen, welche bahnbrechenden technologischen Revolutionen zum heutigen Zustand führten, Weiterlesen

Die SPD und der politische Selbstmord

Sozialdemokraten und wirtschaftliche Kompetenz gehen nicht zusammen. Das war nicht immer so. Zwar hat die CDU/CSU seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland alles daran gesetzt, gemeinsam mit der „Bild“-Zeitung das Vorurteil „die Sozis verstehen nichts von der Wirtschaft“ und „Sozis können nicht mit Geld umgehen“ zu kommunizieren. Aber es gab immer wieder prominente Sozialdemokraten, die diesem Stigma erfolgreich getrotzt haben. Karl Schiller, als Wirtschaftsminister der Großen Koalition zeitweise Superminister für Wirtschaft und Finanzen, und natürlich Helmut Schmidt, der Kanzler der Wirtschaftskompetenz, der nicht nur dem Erdnussfarmer und US-Präsident Jimmy CARTEr (1976-1980) die Leviten lies und ebenso gerne die ökonomischen Weltzusammenhänge erklärte, wie auch dem Rest der Welt. Weiterlesen

Frankreich / Faschist*inn*en

In Frankreich waren Kommunalwahlen. Erster Wahlgang mitten in Corona (Mitte März), zweiter Wahlgang dann vor Schreck verschoben, hat nun diese Woche auch stattgefunden. Wie üblich sind Wahlberichterstattung aus dem Ausland in deutschen Medien grob oberflächlich und kaum informativ, dafür aber immer mit einem gewünschten Spin versehen. Ausser Bernhard Schmid/telepolis.
Kennzeichen von Faschist*inn*en sind ihr apokalyptisches Denken, in der Konsequenz ihre Vernichtungs- und Todessehnsucht als Triebkraft. Ist es am Ende nicht so, dass Trump und Bolsonaro mit ihrem Beharren Weiterlesen

Rettet Hongkong Boris Johnson?

Lange nichts gehört vom britischen Corona-Kasper  – außer dass er weiter auf einen harten Brexit lossteuert. Die letzte Verhandlungsrunde mit der EU war eine Farce. Anscheinend hat sich der Spieler verzockt, Corona hat ihm die Wirtschaft verhagelt und trotzdem spekuliert er weiter. Sollte Donald Trump im Herbst nicht wiedergewählt werden, wofür es erste Anzeichen gibt, könnte auch die Spekulation Johnsons scheitern, zum ökonomischen „Flugzeugträger“ der USA zu werden, der vor dem Europäischen Festland mit Dumpinglöhnen, Dumpingsteuern und Dumpingregulierungen ankert und den Europäern ein Mega-Spekulations- und Steuerfluchtparadies bietet, das die Isle of Man, Panama, die Cayman-Inseln und Liechtenstein im Super-Reichenförderungspaket zusammen nicht schaffen. Weiterlesen

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