Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Radio (Seite 14 von 23)

Bin ich vielleicht schon genesen?

Und warum interessiert das nicht?
Wie durchleben derzeit alle den feuchten Traum mancher Forscher*innen: Laborversuch am lebenden Objekt, und zwar mit richtigen Menschen, im Normalzustand mit Recht verboten. Alle, Politik, Wissenschaft, Bürger*innen wissen zuwenig, was Panik und entsprechende Fehler und Gefahren begünstigt. Meine folgenden Überlegungen stehen ebenfalls alle unter dem Vorbehalt des Wissensmangels.
Am Wochenende vor Karneval sagte ich eine Verabredung mit einer sehr lieben Freundin ab. Mir war unleidlich, sie lästerte über “Männerschnupfen”. Weiterlesen

DLF & FAZ verbreiten Verschwörungstheorien

Durchgestochenes Regierungspapier – Fetter Rüstungsauftrag & Krieg in Mali
Wenn in einer Regierung wie der gegenwärtigen Bundesregierung so ein Inhalt aufgeschrieben wird, und die Autor*inn*en ernsthaft Vollprofis sind, dann ist es Absicht, wenn dieser Inhalt durchgestochen wird. Ein also nur angeblich “geheimes Papier” der Bundesregierung kalkuliert nach Auskunft von DLF-Hauptstadtstudiochef Stephan Detjen (Audio, 4 Min.) diverse Szenarien des Ausnahmezustandes durch. Und Überraschung! Weiterlesen

Ausgangssperre in der eigenen Wohnung

DLF stellt Programm ein
Vor Jahren bin ich vor der Formatierungswelle der WDR-Radiowellen zum Deutschlandfunk geflohen. Formatieren meint: bloss nichts mehr senden, was ein “Ausschaltimpuls” sein könnte, alle Ecken und Kanten müssen weg. Ich dagegen höre Radio wegen der Ecken und Kanten. Beim DLF fand ich (noch) Programmangebote, die von (bisweilen renitenten?) Fachredaktionen geliefert werden. Nicht immer gefällig, oft anderer Meinung als ich, aber Qualität, mit gutem, altem Journalismus dahinter. Ein Reservat. Das macht die DLF-Programmdirektion nächste Woche platt. Weiterlesen

Vor der Krise ist nach der Krise

Fast komplettes Herunterfahren und Neustart – dieser Grossversuch beginnt derzeit in Gesellschaft und Ökonomie. Bereits jetzt ist in den deutschen Medien sichtbar, dass der Rest der Welt immer unsichtbarer wird. Es geht nur noch um “uns”- Viele meinen und hoffen, dass jetzt lange beschworene Solidarität der Menschen untereinander nicht nur mannigfach praktiziert wird, sondern auch in der öffentlichen Betrachtung den ihr zustehenden Rang bekommt. Doch insbesondere was Letzteres betrifft, rate ich zu grosser Vorsicht. Weiterlesen

Virus und Gesundheitspolitik

In den 90er Jahren half ich Extradienst-Gastautorin Nora Guthrie ein bisschen dabei, in Deutschland – damals noch von OBine Dieckmann – eingebürgert zu werden. Nora ist Tochter des berühmten Woody, und kümmert sich noch heute in NYC um sein reiches kulturelles Erbe – wenn sie nicht gerade zuhause ist, in Bonn-Beuel, bei mir um die Ecke. Warum wollte so eine US-Bürgerin, dort eine Prominente, in Beuel nahezu unbekannt, Deutsche werden? Aus Altersgründen, weil das Gesundheitswesen hierzulande um Klassen sicherer ist, wenn einer ihr Leben lieb ist. Weiterlesen

Wo ist eigentlich Maas?

Der neue Kalte Krieg begeistert Deutschlands kommentierende Klasse
Oft sind die Schreibtischaggressoren in deutschen Verlagshäusern die Schlimmsten. Sie konservieren alte Feindbilder, Klischees und Konfrontationen. Die politische Wirkung ihres Tuns interessiert sie nicht, sehr wohl aber die geschäftliche. In der politischen Klasse ist kaum noch jemand zu erkennen, der*die dagegen auch nur die geringste Widerstandskraft aufbringt. Stattdessen lassen sie sich – bis weit in die Grünen hinein – treiben, weil sie veröffentlichte nicht mehr von öffentlicher Meinung unterscheiden können. Weiterlesen

Wassersäcke / Polanski / Lanz / U20-Stars

Holländische Wassersäcke sehen gut aus und schmecken nach Nix. Im Einzelhandel werden sie unter der Bezeichnung “Tomaten” vertrieben. Es ist wohl nicht das flache Land oder die salzhaltige Luft schuld. It’s the economy, stupid! DLF-Korrespondentin Kerstin Schweighöfer machte heute morgen darauf aufmerksam (Audio, 6 Min.), was ich auch nicht wusste: die Niederlande seien der weltweite grösste Landwirtschafts-Exporteur nach den USA. Wenn Sie nach Tomaten suchen, die nach was schmecken: versuchen Sie mal die hier.
Roman Polanski, schon in den 70er Jahren als Kindervergewaltiger aktiv, hat wieder einen guten Film abgeliefert. Weiterlesen

Der Bus fährt zweimal – pro Woche

Wir in Beuel haben das “Dorf in der Stadt”, Traum aller Stadtplaner*innen. Und treffen uns in spontanen Bürgerinitiativen, die Häuserfassaden retten wollen – jede*r wie sie*er will, sage ich dazu. Der Bus fährt sechsmal, in der Stunde. Wie anders in Brandenburg, das ist die Einöde rund um Berlin. Hier lässt sich studieren, was aus einer Ökonomie unten rauskommt, die von Amazon bis alnatura auf Bekämpfung und Zerstörung von Solidarität, und die Delegation von Selbstoptimierung auf das Individuum ausgerichtet ist: Altersarmut, Einsamkeit und tote Dörfer. Gute Arbeit von Vanja Budde, DLF-Landeskorrespondentin in Brandenburg, heute im DLF-Wochenendjournal.

“Relaunches” sind eine Pest

Nichts hasse ich mehr, als die “Relaunches” von Medienprodukten, deren regelmässiger Nutzer ich bin. Produkte, von deren Qualität ich doch sowieso schon überzeugt bin, müssen nicht überarbeitet, sondern erhalten werden. OK, die Macher*innen meinen, ihr Produkt solle auch noch leben, wenn Leute wie ich ausgestorben sind. Darum basteln sie ständig daran rum und verändern alles in Richtungen, die sie für modern und hip halten.
Vor ein paar Wochen hat der Spiegel einen maximalen Wind darum gemacht, Weiterlesen

Zahlen Sie (noch) für Journalismus?

Sie und ich zahlen eine Haushaltsabgabe für öffentlich-rechtliche TV- und Radioprogramme. Ist da Journalismus drin? Gefragt dazu, ob und in welchem Umfang wir das wollen, werden wir nicht. Ginge es nach mir und meinem Nutzungsverhalten, gingen 80% in Journalismus. Ginge es dagegen nach den Einschaltquoten ….hilfe, bloss nicht! Eine bessere Lösung wäre, wenn die engagierten Fans, sofern sie noch nicht ausgestorben sind, mehr mitwirken dürften. Nicht mit diesen ätzenden Call-In-Sendungen (das ist Trash, den ich sofort abschaffen würde), sondern beim diskutierenden Mitbestimmen, und beim Wählen der Aufsichtsgremien. Die digitalen Handwerkszeuge gibt es längst; die fassen die Sender aber mit der Kneifzange nicht an. Weiterlesen

Böse Geister in vielen Gewändern

Am wenigsten versteht die Medienbranche von medialem Overkill. Wenn die alltägliche Arbeit eingestellt oder zurückgedrängt wird, um das Volk mit staatlichen Gedenkfeierlichkeiten zu beschenken, wächst schnell Überdruss heran. Schon als Jugendlicher in den 70ern ärgerte ich mich an Sonntagen im November, dass die Radiosender ihre Hitparaden ausfallen liessen, weil zwangsgetrauert werden sollte. An Karfreitagen gibt es gar politische Widerstände gegen die herrschenden Vergnügungsverbote. Darüber wundern sie sich dann – die die es umsetzen. Bei mir entsteht so ein Überdruss z.B. bei Wintersport. Sässe ich den ganzen Tag davor, stürbe ich an Langeweile. Weiterlesen

Keine gemeinsame Weltsicht

Libyen-Konferenz / Indien / 1,5 Mio. Bienen
Ging es um Libyen? Oder Berlin und seine Bundesregierung? Bei der machtvoll-aufwendigen Inszenierung der Berliner-Libyen-Konferenz – wurden die Staatsgrenzen damals nicht auch mit Berliner Linealen gezogen? ist diese Parallelität der Formen inszenatorische Absicht? – ist das nicht wirklich durchgehend klargeworden. Die meisten inländischen Berichterstatter*inn*en funktionierten und transportierten brav den Regierungsspin. ich empfehle dieses 7-Minuten-Gespräch im DLF (Audiodatei) mit dem ehemaligen Afrika-Korrespondenten Alexander Göbel; brav in der Ausdrucksweise, aber immerhin komplett und realistisch in der Problemsicht.
Berlin ist nicht der Nabel der Welt. Der ist heute in Asien, Weiterlesen

Zum 100. von Hennes!

Vorgestern wäre der 100. Geburtstag von Hennes Weisweiler gewesen. Heute bekam er das passende Geschenk. Die Vergleiche mit damals und heute sind sportlich alle kompletter Blödsinn, der traditionellen Oberflächlichkeit inkompetenter Medien geschuldet.
Unvergesslich wird mir eine Geschichte bleiben, die mir Heribert Fassbender mal bei einer WDR-Weihnachtsfeier erzählt hat. Er war seinerseits ganz gerührt, dass ich seine Schlussreportage vom 7:1 gegen Inter Mailand 1971 am Bökelberg quasi noch aufsagen konnte. Das Spiel lief überhaupt nicht im TV. Und das Radioprogramm schaltete sich erst nach den 21-Uhr-Nachrichten ins Stadion; da stand es bereits 6:1. Weiterlesen

Saudi-Terrorismus / Plutonium in die Nahrungskette

Eine kleine Meldung nur, die an Grosses erinnert: ein saudi-arabischer Soldat ist im US-Ausbildungscamp ausgerastet und “musste” erschossen werden. Selbstverständlich war er – wie alle seiner Art? – “den Sicherheitsbehörden bekannt”. Die französische AFP kann sich, so viel Bosheit muss sein, den Hinweis auf die “Rüstungspartnerschaft” zwischen den USA und Saudi-Arabien nicht verkneifen. Ich möchte ein wenig nachhelfen. Weiterlesen

Brasil&Berlin: in Minsk

mit Link-Update
Meine Sonntagsfrage, wenn ich nicht nach Porz zum frühstücken fahre, ist: stehe ich vorher auf? Oder nachher? Dem “Sonntagsspaziergang” des DLF, dessen Hörgenuss ich jedenfalls nicht mutwillig durch das Rauschen von Klospülung oder Dusche unterbrechen will. Auch heute wars wieder eine gelungene Ausgabe; exzellent auch die eingesetzte Musik, die sich immer auf die Wortbeiträge bezieht, und in ihrer Vielfalt das genaue Gegenteil von “Formatradio” markiert. Leider wird die Sendung nur unzureichend von der sonntags offensichtlich kaum besetzten DLF-Onlineredaktion begleitet.
Die Orchidee der heutigen Sendung war von Olga Kapustina. Weiterlesen

Geh’ besser Geschirr waschen!

von Sandra Schmidt
Drei Generationen Frauenfußballerinnen aus Argentinien

Auf den ersten Blick mutet es schon ein wenig paradox an, das Verhältnis zwischen Frauenfußball und Argentinien. Man könnte doch meinen, dass das Land von Menotti, Maradona und Messi auch seinen Frauenfußball fördert, einfach weil es Fußball ist. Und man könnte auch meinen, dass es dort, wo die 2015 gegründete Initiative Ní una menos Hunderttausende auf die Straßen bringt, um gegen Gewalt gegen Frauen zu demonstrieren, Frauen die Fußball spielen nicht der Rede wert sind. Weit gefehlt. Zu Beginn des Jahres hat Sandra Schmidt drei Generationen Frauen getroffen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das zu ändern. Weiterlesen

Die Grenze der Pressefreiheit ist erreicht …

… wenn es um die Medien selbst geht
Bei zahlreichen Sendern wird gestreikt. Programmänderungen und -ausfälle sind die Folge. Alle versuchen ihren Betrieb trotzdem irgendwie aufrecht zu erhalten. Was sie jedoch alle vermeiden, ist uns, die Öffentlichkeit, darüber zu informieren, worum es dabei eigentlich geht. Stattdessen nichtssagende Auskünfte wie diese des Deutschlandfunks. Gestern kündigte das Medienmagazin @mediasres den Streik immerhin an, Weiterlesen

Katastrophenschutz von Berg, Grossarth, Lienen

Seit Sibylle Berg nur noch 14-tägig bei Spiegel-online abliefert, scheint sie heisser zu laufen, aufsässiger, revolutionärer zu werden: Bildet Banden! Ja sicher, sie hat ja Recht. Ihr Blick ist nicht vernebelt, er ist scharfgestellt. Eine Woche mehr Zeit zum Nachdenken radikalisiert.
Jan Grossarth gehört zu den klugen Köpfen der FAZ. Er versteht was von Landwirtschaft, Nahrungsproduktion, und das weltweit. In FAZ-quARTErly stampft er den Naturbegriff, wie er meistens benutzt und verstanden wird, in die Tonne. Weiterlesen

Denkende Sportler*innen

Fritz Keller, der neue DFB-Präsident, der aus dem idyllischen Freiburg kommend jetzt in der Bankenstadt Frankfurt residieren muss, hat seinen ersten programmatischen Text veröffentlicht, beim AfD-nahen Springerverlag. Wenn einer wie Keller das meint tun zu müssen, lässt das den Schluss zu, dass seine Medienberater*innen in der DFB-Zentrale, und das sind nicht wenige, anders als der frühere Medienchef Harald Stenger und der frühere Übungsleiter Jürgen Klinsmann, meinen, der deutsche Profofussball sei auf eine Allianz mit diesem Verlag angewiesen. Nicht nur bedauerlich, sondern auch falsch. Wohin das führt, Weiterlesen

Lügenpresse / Stadtzerstörung

Hier wird Ihnen schon wieder schlecht, aber nicht wg. Essen & Trinken
Lügenpresse ohne Anführungsstriche. Dass in Grossbritannien alle Schamgrenzen gefallen waren, als Rupert Murdoch dort die Medienmacht übernahm und die Premierminister persönlich aussuchte – das wusste ich schon. Dass aber die Druckerzeugnisse der deutschen Verlegermilliardärsfamilien die Lügen der kriminellen Murdochblätter einfach abschreiben, das erfahre ich nur, wenn ich mal krank bin, im Wartezimmer sitze und Spiegel, Stern und Stadtanzeiger gerade besetzt sind. Im Alltag fasse ich diesen Dreck nicht mit spitzen Fingern an. Und weiss darum so wenig darüber.
Anders Mats Schönauer/uebermedien, der das anscheinend beruflich macht. Weiterlesen

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 Beueler-Extradienst | Impressum | Datenschutz

Theme von Anders NorénHoch ↑