Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Bonn (Seite 19 von 34)

Stadt Bonn: Mit falschen Zahlen Stimmung gegen Solarenergie

Bonn sonnt sich in seinem Ruf als Vorreiter der erneuerbaren Energie. Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan ist viel unterwegs, um in der weiten Welt über die Stadt der erneuerbaren Energie zu berichten. Bonn ist Jahrespartnerstadt von Eurosolar.

Sridharan verweist gerne darauf, dass die Stadt Bonn sich schon sehr früh für die Förderung regenerativer Energien stark gemacht habe. Bereits seit 2012 bezieht die Stadt grünen Strom für ihre Liegenschaften. Außerdem liegt der Anteil erneuerbarer Energien im Strommix der Stadtwerke Bonn Weiterlesen

“Wohnungslosigkeit – keine Charaktereigenschaft sondern Lebenslage …

… die mit Existenzbedrohung und Ausgrenzung einhergeht.”

Auf dieser Basis referierte Gerhard Roden, Leiter der Wohnungslosenhilfe der Caritas Bonn, im Bonner Politik-Forum und argumentierte bewusst mit dem universellen Grundgesetzartikel 1, in dem die Würde des Menschen und deren Unantastbarkeit definiert wird.

Bereits in der Verfassung der Weimarer Republik (Art. 155) gab es ein Recht auf eine “gesunde Wohnung”, allerdings nur für Deutsche. Heute gilt der Artikel 1 des Grundgesetzes universell Weiterlesen

Karsten Krampitz / Marion Jungbluth

Zunächst hatte ich innere Abwehr. Ich hasse Feiertagsgedöns, egal ob kirchlich oder staatlich verordnet, am meisten das Mediengewese drumherum. Das fürchtete ich auch bei der von mir so hochgeschätzten DLF-Reihe “Essay und Diskurs”. Heute “DDR neu erzählen” – gääähn. Wie oft hatten wir das nun schon?
Autor Karsten Krampitz kannte ich bisher nicht. Vielleicht war das ausschlaggebend, dass ichs mir im Bett liegend vor dem Aufstehen doch angehört habe. Und muss nun gestehen: Weiterlesen

Verlorengehen am Bahnhof Troisdorf

Wundersame Bahn XIV
Das alte Bahnhofsgebäude, vollverglast mit Flachdach fand ich als Zitat der deutschen Nachkriegsmoderne gar nicht hässlich. Es verlor an seinem Platz nur seine Funktion, in den ewigen Umbauten der Bahnsteige spielte es keine Rolle, lag irgendwann nicht mehr am Weg der Reisenden, Fahrkartenausgaben wurden als erste aufgegeben. Die Immobilienfirma der Bahn nahm dann noch eine zeitlang mit ihren überhöhten Mietforderungen verzweifelte Kleingewerbetreibende aus. Als deren Existenzen dann auch vernichtet waren, konnte abgerissen werden. Weiterlesen

SPD&Grüne gleichauf – was heisst das für Bonn?

Das heutige ZDF-Politbarometer sieht SPD und Grüne bei 17% bundesweit gleichauf. Was heisst das für Bonn? Hier waren sie schon bei der OB-Wahl 2015 gleichauf: 23,6% für den damaligen SPD-Mann, 22,1% für den Grünen Tom Schmidt.
Die Mehrheit der Wähler*innen interessiert sich nicht für Kommunalpolitik, sie haben genug (scheinbar) andere Sorgen. Darum können die hiesigen Stadtratsfraktionen, egal was sie machen, kaum verhindern, dass das, was die Demoskop*inn*en “längerfristige Grundüberzeugungen” nennen, auch wenn sie immer weniger “längerfristig” sind, von grösserer Bedeutung bei der Kommunalwahl 2020 sein werden, als die hiesigen kommunalpolitischen Schandtaten. Weiterlesen

Slowfood Bonn – Schneckenpost September 2018

Wie schon mehrfach praktiziert, wird hier das aktuelle Rundschreiben des Slowfood-Conviviums Bonn, das ich regelmässig als Mitglied erhalte, dokumentiert.
von Sabine Schlinke

Slow Food Bonn war am 02. September 2018 mit einem Infostand und unserem Sinnesparcours beim Hoffest von unserem Unterstützer Biohof Bursch in Bornheim Walberberg vertreten. Mit der DLS Bäckerei Hennef und Kaffeeröster Peter Winkler vom Unteren Dützhof in Heimerzheim waren weitere Slow Food Unterstützer dabei.

Es war ein tolles Fest mit geschätzt zweitausend interessierten Gästen, mehr als hundert Kindern, Weiterlesen

Slowfood-Magazin – in Beuel nicht zu kaufen?

Ich bin zwar nur Karteileiche, aber immerhin Mitglied der deutschen und internationalen Slowfood-Bewegung. In Frühzeiten gab es eine internationale, ins Deutsche übersetzte Zeitschrift namens “Slow”, von unvergleichlicher Schönheit des Designs und inhaltlich literarischer Qualität. Sie spielte leider ihre Kosten nicht ein. Die heutige deutsche Mitgliederzeitschrift wird regelmässig genauso dick, von weniger literarischer aber grosser ernährungs- und landwirtschaftspolitischer Qualität.
Die aktuelle Ausgabe war gestern im Briefkasten, und enthält u.a. folgende Themen: Weiterlesen

Nitrate in der Siegaue

Ein kleineres Problem als anderswo in Deutschland
von Detmar Jobst

Am Tag der Urteilsverkündung des Europäischen Gerichtshofes gegen Deutschland – es ging um zu hohe Nitratwerte im Grundwasser – saß ich im Betriebsgebäude des WTV (Wahnbach-Talsperren-Verband Siegburg/Bonn) und ließ mir die Sachlage für das Bonner Trinkwasser erklären. Der Hydrogeologe Krämer und Geschäftsführer Eckschlag erläuterten mir die Grundwasserströmung hin zu den Trinkwasserbrunnen an der unteren Sieg. Im Vergleich zum Wasser der Talsperre werden hier höhere Nitratwerte gemessen, in einzelnen Beobachtungsbrunnen auch über 50mg/Liter, dem derzeitigen Grenzwert für Trinkwasser. Weiterlesen

Deutschland sabotiert UN-Abkommen

Menschenrechte in Unternehmen – Sklaven- oder Kinderarbeit gehören zu den härtesten Menschenrechtsverstößen. Die Bundesregierung arbeitet aktiv gegen eine UN-Norm zum Thema.

Die deutsche Bundesregierung arbeitet offenbar offensiv gegen ein Abkommen über verbindliche Menschenrechtsnormen für Wirtschaftsunternehmen im Rahmen der Vereinten Nationen.

Wenn sich am heutigen Mittwoch die für Menschenrechtsthemen zuständige Arbeitsgruppe des EU-Rats in Brüssel trifft, wollen die VertreterInnen aus Berlin einen Beschluss verhindern, dass die EU an der nächsten Verhandlungsrunde über das Abkommen Mitte Oktober in Genf teilnimmt. Weiterlesen

Krisenreaktionen – Banken / Wohnen / Bewegung

Jahrestage interessieren mich normal nicht. 10 Jahre Bankenkrise, die auf wundersame Weise in eine Krise der Staatsfinanzen verwandelt wurde. So what? Der Skandal von heute ist, dass wir planmässig daran gehindert wurden, daraus zu lernen, überhaupt genug darüber zu erfahren. Dirk Laabs, der schon mit dem nach rechts konvertierten Stefan Aust zusammengearbeitet hat, insgesamt mit einer sehr beeindruckenden Berufsbiografie, zieht im Junge-Welt-Interview ein Fazit von wünschenswerter Deutlichkeit und Prägnanz. Ob das Wahlkampfthema wird?
Die Wohnungsfrage drängt zunehmend ins politische Schweinwerferlicht, endlich. Weiterlesen

Bärbel Richter gestorben

Shocking – heute nacht las ich im GA online vom Tod der SPD-Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Bärbel Richter. Sie personifizierte, was das Aussenbild der Politik derzeit auch auf Bundesebene bestimmt: die Jungs haben alles politisch in die Grütze geritten, die Mädels müssen mühevoll retten, was noch zu retten ist. Bärbel Richter war sich dafür jedenfalls nicht zu schade.
Dass sie offen lesbisch lebte, war vordergründig kein Problem im kommunalpolitischen Alltag Bonns. Weiterlesen

Freiräume vs. Bürokratie

Quartiersentwicklung rund ums Pantheon

*Wann tut sich was? Eine spannende und einfache Frage des Moderators Wolfgang Zimmer an das Podium, das sich am Sonntagmorgen im Pantheon zusammenfand. Die Beueler SPD hatte eingeladen und Stadtbaurat Helmut Wiesner verwies anfangs entschuldigend auf fehlende Personalkapazitäten in der Stadtverwaltung. Ein Argument, das als Hilferuf an die Politik zu werten ist und unbewusst einen Bezug zur aktuellen Personalgewinnungsaktion der Stadt Bonn hat. Weiterlesen

Taifune / keine Wohnung (II)

Ich kenne von der Kennedybrücke Windböen von 60-80 km/h – lange werde ich die mit meinem Fahrrad nicht mehr schaffen. Bei 100 km/h lasse ich es einsichtig in Beuel stehen. Was die Philippinen jetzt erleben, die schon von einem mordlüsternen Präsidenten gequält sind, muss die Hölle sein: ihnen werden Böen von 350 km/h vorausgesagt. Ich weiss gar nicht, was dabei noch stehenbleiben kann, Menschen gewiss nicht. Die chinesische Küste soll als Nächstes dransein – ohne einen Katastrophenschutz von Weltklasseformat wäre da alles zuende ….
Die eigene Wohnung wird beim Gedanken daran gleich viel behaglicher. Doch immer weniger finden eine, die sie bezahlen können. Das “Zweite Buch” der SZ von heute handelt nur davon. Hier einer der Texte von Hannah Beitzer online. Bonn ist München in der Hinsicht – leider – sehr ähnlich, nur kleiner und provinzieller.

Alte Herren aus NRW auf anderem Stern

Der Ötzi des Rheinlandes ist die Olympiabewerbung
Eine merkwürdige Alt-Herren-Versammlung muss das gewesen sein, die sich da in Bodo Hombachs Politik-Zigarrenzimmer getroffen hat – aus eigenen Fehlern nullkommanull gelernt. Werden sie dafür bezahlt? Die meisten sind heute wohlhabende Rentner. Oder ist der Verstand irgendwann stehengeblieben?
Nun soll also eine Olympiabewerbung schaffen, was Preussenherrschaft, Weimarer Demokratie, Naziterror und BRD über 150 Jahre nicht geschafft haben: Weiterlesen

“Fear” – Frauenfurcht – Fahrradklima-Furcht

Von Bob Woodward habe ich vor vielen Jahren ein Werk zur Irakriegspolitik der USA unter Bush gelesen. Der Mann kennt viele Leute, hat dabei den Vorteil, dass ihn auch alle kennen, wg. Watergate, der guten alten Zeit des Journalismus (heute: siehe hier). Die Schreibe von Woodward ist hochprofessionell-lesbar, mit klaren dramaturgischen Linien. Mir als Leser wurde es irgendwann zu überraschungsfrei und ermüdend, arm an strategisch durchdachten Alternativen zum beschriebenen Skandalmist. Dennoch bleibt ein Woodward-Werk politisch relevant, Weiterlesen

Wer steht still?

Nils Minkmar, lange nicht mehr gelesen. Zuletzt, als er noch für die FAS schrieb, und die noch im Dante sonntags zum Lesen auslag. Das Dante hat die Kosten gesenkt. Minkmar ging zum Spiegel. Seitdem hat er online nicht mehr existiert, wurde nur in der Druckausgabe veröffentlicht. Wenn ich mal krank war, habe ich ihn im Wartezimer gelesen; jetzt bin ich schon sehr lange gesund. Und wenn online, kam er hinter Paywall. Also willkommen Herr Minkmar, dass sie wieder in die Öffentlichkeit zurückkehren. (Und liebe Spiegel-Onlineredaktion: Ich ‘abe gar keinen Adblocker!)
Und hat er nicht Recht? Ja klar, dachte ich.
Aber ich bin ja sehbehindert (stark kurzsichtig). Und ich weiss, wir sind viele. Besonders sehgestört scheinen mir Weiterlesen

Die Grünen sind schuld

Diese Partei bedroht unsere Grundrechte – nach Fleischessen ist das Recht auf Parkplatz dran
Der CSU-Generalsekretär – die grüngesteuerten Massenmedien haben dafür gesorgt, dass im Gegensatz zu Stoibers Zeiten keiner mehr weiss, wie der heisst – Markus Blume hat es gewagt auszusprechen, was selbst der Präsident des deutschen Inlandsgeheimdienstes sich nicht mehr zu sagen traut, weil er dann vielleicht aus Deutschland vertrieben würde, und bei Donald Trump um Asyl nachsuchen müsste (und wie schwer das ist, weiss die ganze Welt): Weiterlesen

AfrikaFilmFestival in Köln

13. bis 23. September
Ich habe mich daran gewöhnt, monatlich am Eingang der Neuen Filmbühne im Beueler Zentrum, genau gegenüber von Olivotti, mich tief zu bücken, um eine der dort in der linken Ecke vor dem Eingang kostenlos ausliegenden Zeitschrift “Choices” abzugreifen. Es hat was mit Sentimentalität zu tun, weil ein verstorbener guter Freund von mir, Peter Hanemann, sie einst mitbegründet hatte. Als ich Peter kennenlernte, habe ich ihn zunächst als arroganten Besserwisser wahrgenommen. Das stellte sich als Vorurteil meinerseits heraus. Weiterlesen

Türkei / Chinafrica / Italien / Europawahl

Nun ist auch ein Bonner Geisel von Erdogan. Lisa Inhoffen berichtete im GA ausführlich. Im Geschäft der Geiselbefreiung sind Medien – meistens – nicht hilfreich, weil sie immer das verstärken, was wir im Ruhrgebiet “grosse Schnauze” nennen. Darum muss es für Mehmet Y. nichts Nachteiliges bedeuten, wenn Aussenminister Maas sich im Beisein seines türkischen Amtskollegen kleinlaut gab. Im Falle von Mehmet Y. stellen sich allerdings nicht nur Fragen zu den deutsch-türkischen Beziehungen (dieser Link verschwindet in einigen Tagen in einem Paywall-Archiv), Weiterlesen

Ich widerspreche

Dieser Tage hörte ich, “meine” Parteivorsitzende habe dem deutschen Trump für Arme, Jens Spahn, in seinen Aussagen zum Organhandel, ääh, Organspenden zugestimmt. Ich habe daher vorsorglich der Geschäftsstelle meiner Partei, falls sie in Kürze “an die Macht” kommen sollte, mitgeteilt, dass ich widerspreche.
Unserem teilprivaten Gesundheitswesen, das auf der Grundlage kapitalistischer Gesetzmässigkeiten (Kostensenkung, Renditeoptimierung etc.) arbeitet, will ich meine Organe nicht anvertrauen. Sehr wohl schätze ich aber den ihm innewohnenden technischen Fortschritt. Weiterlesen

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