Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: telepolis (Seite 25 von 57)

Zukunftsmusik

Virus / KI / Klima / Waffenkongress in Bonn
Wahlen können hierzulande nicht verboten werden, selbst wenn sie was verändern würden. Es ist falsch, ihre Wirkung zu unterschätzen. Überschätzen kann schnell in Träumerei ausarten, um sich Kraft zum Kämpfen zu autosuggerieren. Ist also nicht komplett falsch, für den Moment. Aber auf Dauer doch. Entscheiden Sie selbst an den folgenden Beispielen. Weiterlesen

Wahlkampfthema Klima

Der*die Deutsche will die Welt nicht retten, sondern in Ruhe gelassen werden. Dem wird er und sie bei der Bundestagswahl ein weiteres Mal Aus- und Nachdruck geben (Video 45 min). Er und sie wissen ja noch nicht mal, dass ein entscheidender “Erfolg” der Ära Merkel ist, dass die deutsche Bundesregierung jetzt unumstrittener Boss in der EU ist. Also will auch die EU die Welt nicht retten, logisch. Bleibt also alles an den USA und China hängen. Ob es da gut aufgehoben ist? Weiterlesen

Westphalen bedrängt Bundesregierung

Aber ist überhaupt noch jemand zuhause?
Die “Gs” beherrschen den veröffentlichten gesundheitspolitischen Diskurs. Es ist schon alles gesagt, aber vielleicht noch nicht von allen. Es ist dem Bundestagswahlkampf ähnlich: eine unendliche Menge an geschwätzigem Müll. Aber was sind überhaupt die Fakten? Niemand kennt sie, weil sie niemand erforschen lässt. Es würde Auftragsvergabe erfordern, durch Stellen die über Kapital verfügen. Spätestens, wenn es Private nicht tun, besser vorher, und am allerbesten vor spätestens 1 1/2 Jahren hätte die öffentliche Hand entsprechende Aufträge erteilen/vergeben müssen. Weiterlesen

Mechanismen des Geschäfts

Ignorieren von Bewegungen gelingt nicht – viele Medien verschlafen ihren Wandel
Vor kurzem habe ich hier ausgeführt, dass es kein “Totschweigen” mehr gibt. Es ist nicht mehr möglich, und das ist gut so. Die in Politik und Medien herrschenden Kräfte kapieren es nicht. Eine Schwäche, die auch eine Chance für durchgreifendere Veränderungen ist. Dazu drei recht unterschiedliche Beispiele aus Barcelona, Berlin und den USA. Weiterlesen

Delegitimation

“Totschweigen” scheitert immer – 9/11 als Umwälzpumpe der Öffentlichkeit
Heute Abend betreiben die öffentlich-rechtlichen Sender ARD, ZDF und DLF (plus Phönix, plus Tagesschau24) ein Einheitsprogramm. Ich werde nicht Teil des Publikums sein. Der Schwall, der morgen früh aus dem Radio kommt, wird mir genügen. Ich habe schon gewählt. Neue Informationen erwARTE ich nicht. Meine politischen Sympathien werden inhaltlich nur geringfügig vertreten sein. All das teile ich mit einer real existierenden Mehrheit der Bevölkerung. Und des Publikums. Weiterlesen

Imperatoren-Fantasien

Zunächst eine Prise Realismus zur Ausgangslage. Die Herren Biden und Xi Jinping haben miteinander gesprochen. Das ist, wie schon Erich Honecker wusste, “besser als aufeinander zu schiessen”. Gleich drei FAZ-Korrespondent*inn*en liefern ein Protokoll dessen, was die Herren die Öffentlichkeit wissen lassen wollen. Das ist zunächst einmal beruhigend, sehr vorläufig. Florian Rötzer/telepolis bilanziert realistisch und passend zum heutigen 9/11-Jahrestag, aus welcher geschwächten Position Mr. Biden in das Gespräch gehen musste. Weiterlesen

“Mit Männern reden”

Kein gutes Zeichen: Moritz Hunzinger macht Geräusch
“Mit Rechten reden” hiess mal ein Buch und eine Parole im “linksgrünversifften” Diskurs. Wers mag, bitte schön. Meine Zeit als alter weisser Mann ist zu knapp. Ich will mich hier einer anderen absteigenden Minderheit zuwenden: Männern. Auf die Idee brachte mich ein Mann, von dem ich schon lange nichts mehr gehört und gelesen, und das ich darum für ein gutes Zeichen vor allem ihn selbst betreffend gehalten habe. Und heute sprang er mir wieder ins Gesicht, in Steffen Grimbergs taz-Kolumne. Weiterlesen

“Ausserordentlicher Erfolg”

Miesmacherei des Afghanistan-Krieges
Drei Millionen Afghan*inn*en waren schon vor 9/11 2001 verreckt. Aber woher sollte das jemand wissen, der*die sich sowieso nicht dafür interessierte? Navid Kermani erinnert daran, von einem seinerzeitigen Friedhofsbesuch in Kabul berichtend. Jetzt schämen sich zahlreiche mächtige Regierungen demonstrativ dafür, dass sie von den blutrünstigen Taliban sich haben medienwirksam vertreiben lassen. Super PR-Coup, astrein durchgezogen. Das soll jetzt in Deutschland die einzige Kleinpartei schuld sein, die gegen den Krieg war. Weiterlesen

Muss Scholz zurücktreten?

Wenn es nach Birgit Gärtner/telepolis geht: Ja! Und Johannes Reinhardt/Jungle World ist nicht grundlegend anderer Meinung. Ich kann beiden inhaltlich folgen. Ich nenne das: teurer als Scheuer. Aber auf uns hört ja keine*r. Extradienst-Leser*inne*n ist hiermit immerhin der Notausgang “hab’ ich nichts von gewusst” versperrt. Die Möglichkeit, andere an Ihrem Wissen teilhaben zu lassen, bleibt offen. Nutzen Sie sie. Damit Sie hinterher auch behaupten können, dass “es” an Ihnen nicht gelegen hat.

Wer verdirbt “unsere” Jugend?

Der erste Fehler ist diese Frage. Jugend wird als Besitz der Erwachsenen betrachtet. Kinder “gehören” ihren Eltern, wie ein Besitz. Das passte mir im ersten Moment nicht, in dem ich selbst zu denken begann. Aber wie wurde ich “verdorben”, also zu Beginn der 60er Jahre? Das waren Comichefte. Zuviel Fernsehen (damals noch schwarz-weiss). Später auch Kinofilme, die niemand selbst gesehen hatte, aber über die furchtbare Dinge in den Zeitungen standen. Schlimm selbstverständlich die Zeitschriftenregale mit all den nackten Frauen. Das ist heute natürlich alles komplett anders. Oder? Weiterlesen

Wohnung und Wald

… haben die Pest. Sie ist kapitalistisch-hochmodern: Finanzialisierung.
Was für ein Zufall, dass an einem Tag gleich zwei lesenswerte Abhandlungen zur Finanzialisierung des Wohnungs- und Städtebaus, im Kern aber der Grund- und Bodenpolitik erscheinen. Zufall ist es natürlich nicht. Immer wieder klopfe ich mir selbst glücklich auf die Schulter. Mit den materiellen Rahmenbedingugen, die ich 1999 besass, um meine Wohnung von der Vebowag zu kaufen (und damit über 200 Alten-Sozialwohnungen gleich nebenan querzufinanzieren), wäre an einen ähnlichen Erwerb heute überhaupt nicht mehr zu denken. Weiterlesen

Sie diskutieren einfach nicht

Was läge näher, als nach dem Afghanistan-Desaster die militärisch dominierten Entwicklungsstrategien zu problematisieren? Warum lösen diese Interventionen keine Probleme, sondern schaffen neue? Offensichtlicher als in diesen Tagen geht es doch nicht. Stattdessen von der CDU bis zur Linkspartei ritualisierte Bekenntnis-Ultimaten. Bist Du für oder gegen die Nato? Für oder gegen die Bundeswehr? Der Streit geht nicht um die Sache, sondern wird instrumentalisiert geführt: wer darf am Diskurs noch teilnehmen? Und wer wird als Verräter*in ausgegrenzt? Ist das öde. Ist das verblödet. Weiterlesen

“Schwarze Pädagogik”

Schwarze Menschen finden solche Begrifflichkeiten in der Regel nicht amüsant. Die Psychologin Alice Miller definierte die gemeinte Pädagogik so: “Erziehung, die darauf ausgerichtet ist, den Willen des Kindes zu brechen, es mit Hilfe der offenen oder verborgenen Machtausübung, Manipulation und Erpressung zum gehorsamen Untertan zu machen“. Ist kein so griffiges Label, aber damit wissen wenigstens alle, was gemeint ist. Weiterlesen

Pflegen, streiken, streiten, patentieren

Die übergrosse Mehrheit der Pflegekräfte in Deutschland gehört keiner Gewerkschaft an. Viele von ihnen fürchten, wenn sie für ihre eigenen Interessen streiken würden, kämen sie ihrer beruflichen Verantwortung nicht mehr angemessen nach. Entsprechend schlecht sind ihre Arbeitsbedingungen, entsprechend wenige halten in diesem Beruf durch, und entsprechend wenige wollen ihn ergreifen. Das wird dann Pflegekräftemangel, oder allgemeiner Fachkräftemangel genannt. Daraus ergibt sich logisch: gewerkschaftlich organisieren und streiken wäre am Ende besser für alle – ausser die wenigen Arbeitgeber*innen und deren Aktionär*inn*e*n. Weiterlesen

Wer an nichts glaubt, verliert

Zunächst vorbemerkt: ich bin Ungläubiger. Religionen hänge ich nicht an, Ideologien, so weit ich es selbst überblicke, auch nicht. Aus Letzteren setze ich mir selbst Elemente zu einem roten Faden, einer Linie, zusammen, die mir das menschliche Leben lebenswert machen bzw. erhalten soll. Ich bin ein Fan des Grundgesetzes, der besten Verfassung, die Deutschland jemals hatte, und an dem ich bedaure, dass es die Alltagspraxis dieses Landes zu wenig prägt: darum “Das Grundgesetz in die Gesellschaft hineintragen” (Jungdemokraten, 70er Jahre). Weiterlesen

Bleiben Sie zornig

Ab Montag können Sie in den Bonner Bezirksrathäusern ihre Stimme zur Bundestagswahl abgeben (oder zunächst abholen und noch nachdenken). Aber zornig bleiben müssen wir weit über den 26.9. hinaus. Egal, wer Ihre und meine Stimme bekommt – es wird nur mit Druck von uns selbst etwas passieren. Denn für Druck von “oben” auf der Reichtumsskala wird gesorgt sein. Beim Druck ausüben sollten wir das Training unserer Intelligenz und den Stand unserer Informationen über das, was wir als “Wahrheit” oder “Fakt” vermuten, nicht vernachlässigen. Dazu hier weitere Angebote. Weiterlesen

Lesebefehle

mit Update abends
Es war viel heute. Untenstehendes empfehle ich zur Lektüre, ohne oder mit knappem Kommentar, thematisch gegliedert, damit Sie sich Interessierendes selbst auswählen können. Es gibt ihn noch, den guten Journalismus.
Bundesverfassungsgericht
Wie CDU-Kreise sich einen Verfassungsrichter aufbauten – Das Vertrauen in das höchste deutsche Gericht ist erstaunlich angesichts dessen, wer nach Karlsruhe geschickt wird. Der Fall Stephan Harbarth, von Helmut Lorscheid/telepolis, wo im Gegensatz zum Extradienst wenigstens ein schmales Honorar gezahlt wird.
Afghanistan Weiterlesen

Erinnerungsstütze

Wie – keineswegs “alles” – in Afghanistan “anfing” / Wundersame Bahn LXXI in Mexiko / Fanfussball
Telepolis ist zwar kreativ und thematisch leider schmaler geworden in seiner gegenwärtigen Post-Rötzer-Phase. Aber heute hatten sie eine wahrlich gute Idee. Sie dokumentieren die Einbringungsreden der Herren Gerhard Schröder (SPD) und Joseph Fischer (Grüne) zum Afghanistan-Einsatz 2001. Das ist Aufklärung und Lesehilfe zugleich. Letzteres für den Trash, der hierzulande jetzt, 20 Jahre später, dazu verbreitet wird. Weiterlesen

Bemerkenswerte China-Debatte

Wann, wenn nicht in einer Klimakrise und Pandemie, wäre es angebracht, dass internationale Solidarität und Aussenpolitik im Zentrum eines Bundestagswahlkampfes stehen müssten? Haben Sie es irgendwo bemerkt? Bemerken Sie überhaupt irgendeinen sachlichen Streit? Wenn Sie die beiden letzten Fragen mit Nein beantworten, kennen Sie mein Problem. Das heisst immerhin nicht, dass es das überhaupt nicht gibt. Wer suchet, der findet. Sogar eine den*die Leser*in bereichernde China-Kontroverse, die sich von Vorkriegspropaganda wohltuend unterscheidet. Weiterlesen

Die schlechten Nachrichten

Klima – Kriegsgefahr – Corona
Ich bin gegen Laune verderben. Wenn Sie das gerade überhaupt nicht gebrauchen können, lesen Sie lieber woanders weiter. Aber als Sieger*innen der Evolution, die andere fressen statt gefressen zu werden, sind wir leider für das Geschehen auf diesem Planeten mehr verantwortlich als andere. Darum ist das Leben nicht nur schön und lustvoll, sondern vor allem auch ernst. Was ich hier aus den Werken der telepolis-Redaktion weitervermelden möchte, ist insofern eine gute Nachricht, dass es sich um guten Journalismus handelt. Weiterlesen

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 Beueler-Extradienst | Impressum | Datenschutz

Theme von Anders NorénHoch ↑