Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Beuel & Umland (Seite 48 von 123)

Lange Ruhrpottnase für den WDR

Gut, dass ich zu den vorgestrigen Typen gehöre, die noch TV-Programmzeitschriften nicht nur kaufen, sondern, meistens auf dem Klo, auch gründlich lesen. So war mir diese Ruhrgebiets-Doku von ZDFinfo nicht entgangen. Sie war auch nicht schlecht, für ein Zusammendrängen in 45 Minuten sogar akzeptabel. U.a. erfuhr ich, dass ruhrbarone-Macher Stefan Laurin, Architekt des ersten Schwarz-Grün in Gladbeck 1994 und heutiger Grünen-Hasser, seit ich ihn das letzte Mal gesehen habe, nicht nur sichtbar zugelegt hat, sondern auch weisshaarig geworden ist. Männer soll das ja “interessanter” machen. Weiterlesen

Erhebliche Auswirkungen – eher nicht

Der von mir geschätzte Albrecht von Lucke/Blätter behauptet, “der Ausgang der Wahl in Sachsen-Anhalt wird erhebliche Auswirkungen auf die Stimmung im Lande haben”. Diesen Irrtum möchte ich hier nur kurz aufklären. Lucke beschreibt bereits ganz richtig, was in politischer Hinsicht in diesem merkwürdigen, menschenleeren Bundesland alles ganz anders ist, als woanders. Schwarze Deutsche wissen darüber noch einiges mehr. Nicht wenige von ihnen sind von dort ausgewandert. Darum sind ja auch nur so wenige übrig. Weiterlesen

Die spinnen, die Briten

Aber Frauenhass haben sie nicht exklusiv / Und der Champions-League-Sieg gehört “uns”, Mainz
Mit liebevollen Adoptiveltern bin ich privat gut befreundet. Wie wird das in Zukunft wohl werden, wenn Algorithmen mächtiger, und “Predictive Policing” zur Gewohnheit staatlichen Handelns wird? Keine rhetorische Frage, denn letztendlich ist das alles menschengemacht, in konkreten sozialen Machtverhältnissen produziert. So war es auch bei Zwangsadoptioen in jenen Nachkriegsjahrzehnten, in denen Frauenhass gesellschaftlicher Standard war. Menschen meines Alters können sich erinnern. Jüngere können es kaum fassen. Das ist Fortschritt. Weiterlesen

Und ich?

Gerade weil seine Aussichten auf das Kanzleramt nicht schlecht sind, wird an allen Ecken und Kanten von Armin Laschets Autorität geknabbert. Aus den eigenen Reihen werden Festlegungen verlangt und vorbereitet. Im Mittelpunkt natürlich die Frage aller Fragen: Was wird aus mir? Weiterlesen

Kein Impfstoff, kein Plan, leere Worte

Nach wie vor fehlt der Impfstoff, ist die Versorgung katastrophal. Die Hausärzt*inn*e*n zum Beispiel im Rhein-Siegkreis, meldet der Kölner Stadtanzeiger, bekamen in dieser Woche eine Dosis pro Praxis und Woche. Hausärzt*inn*e*n und ihre Vorzimmer bekommen jetzt den Unmut ab, den Jens Spahn und die regierungsamtlichen Impfstoffbeschaffer redlich verdient hätten. Aber was tut die Bundesregierung, um mehr Impfstoff zu besorgen? Nichts! Stattdessen kündigt man an, ab der nächsten Woche auch Jugendliche unter 12 Jahren impfen lassen zu wollen. Es ist zuwenig Impfstoff da und deshalb erweitern sie drastisch die Zahl derer, die geimpft werden sollen, – um etwa 8 Millionen. Weiterlesen

Flüchtlinge – vergessen?

Beim Impfen ist es im Inland wie im globalen Ausland: es hilft nur, wenn es überall hilft. Der selbstdemontierende Egoismus der Reichen reproduziert sich inländisch in den Stadtteilen, die von Kapital und Politik abgehängt wurden (keine Nachfrage, keine Wahlbeteiligung). Und jetzt auch noch Flüchtlingsunterkünfte? Die gibts noch? Wo “wir” doch schon so lange keinen mehr reinlassen? Tatsächlich, da sind noch welche. Menschen. Weiterlesen

Lockup?

Nach einem maladen Post-Impftag inkl. Dauerregen kehrte heute das Leben in Beuels Zentrum zurück. Darum entschloss ich mich, eh alles wieder abgepfiffen wird, die Angebote unserer City voll auszukosten. Am Haltestellendreieck Adenauerplatz grölte ein mittelalter Mann über den ganzen Platz, als hätte er es auch nicht mehr erwarten können. Das Publikum war nicht irritiert, hatte genug zu erledigen.
Bei mir kam auch noch ein Lottogewinn hinzu, den ich anschliessend für zwei Stücke der unübertrefflichen Schoko-TARTE von Kathy Schaefer-Matijevic, der Köchin und Konditorin vom Bistro Odeon verprasste. Weiterlesen

Zug der Zeit

Kreißsaal, Hörsaal, Plenarsaal? Als Willfried Penner in die SPD eintrat, hatte er das Studium der Rechtswissenschaften mit Promotion und beiden Staatsexamina abgeschlossen. 1966 war das, als die SPD erstmals in Nordrhein-Westfalen den Ministerpräsidenten stellte und in Bonn eine große Koalition einging.

Penner war da schon 30 Jahre alt. Statt sich in theoriebeladenen Seminaren der Jungsozialisten zu tummeln und darüber vor allem eine politische Karriere zu planen, befasste er sich als Staatsanwalt mit der Aufklärung der Verbrechen des Nationalsozialismus. Weiterlesen

Schalke / “Asien” / Gates

Vor drei Jahren habe ich mich gemässigt aufgeregt über eine in meinen Augen blasierte Gelsenkirchen-Story in der nahe der polnischen Grenze ansässigen taz. Die Blauen mussten erst absteigen, damit die Redaktion das angerichtete Malheur endlich reparieren liess. Andreas Wyputta machte es selbst, und kann es auch. Danke vielmals.
Wenn ich mir für die nächste Saison was wünschen darf, dann, dass mein Verein Borussia Mönchengladbach den gleichen Weg in die zweite Liga geht. Weiterlesen

Lee Evans / Franco Battiato

mit Update 4.6.
Un’ in Ehrenfeld sin’de Wölfe! Oder wars nur ein grosser Fuchs?
Die Olympischen Spiele 1968 in Mexiko waren meine ersten Fernsehspiele, schwarz-weiss selbstverständlich. Leichtathletik war die Königsdisziplin, damals. Sogar das Massaker von Tlatelolco war mir ein Begriff und als 11-jähriger prägte sich mir bereits die Schmerzfreiheit der IOC-Mafia (“The games must go on!”) ein, die sich immer wieder, imgrunde bis heute, wiederholen sollte. Weiterlesen

Grüne NRW – offen oder Kungelverein?

Ich bin seit 1986 Mitglied der Grünen, habe die Turbulenzen der ersten Bundestagsfraktionen von 1983 an als Mitarbeiter nur gesund überlebt, weil mich eine solide politische Sozialisation bei den Jungdemokraten, in der FDP und in der Friedensbewegung gelehrt hat, mit berstenden Persönlichkeiten und divergierendsten politischen Strömungen rational umzugehen. Ich habe in den Augen mancher “Karriere” gemacht, in NRW als Fraktionsvorsitzender die erste Koalition mit der SPD mitregiert und bin als alter Linksliberaler von den NRW-Realos 2000 “entsorgt” worden, seither als Unternehmer und Publizist erfolgreich. Ich bin immer noch in dieser Partei, weil sie mir im Vergleich zu allen anderen das kleinste Übel erscheint und in Bürgerrechtsfragen sogar manchmal auf mich hört. Aber eine Einladung meines KV Bonn zur Mitgliederversammlung dieser Woche hat mich doch sehr nachdenklich gemacht, ob Personen und Posten bei den Grünen nun wichtiger werden, als politische Inhalte. Weiterlesen

Asi-Plattform in Beuel angekommen

Einzelhandel und Gastronomie holen gerade tief Luft. Weil die Bonner 7-Tage-Inzidenz seit fünf Tagen unter 100 liegt, dürfen ab Samstag mehr Geschäfte öffnen, und die Aussengastronomie kann für bestimmte Gäste (getestet, geimpft oder genesen) eröffnet werden. Exakt in diesem Moment begegnete mir an meinem Briefkasten ein junger Mann – ob er wohl den Mindestlohn erhält? – der dort Werbekärtchen für einen asozialen Stadtzerstörer verteilte. Weiterlesen

Er ist immer noch nicht weg

Scheuerandy macht Lärm und kostet … – Wundersame Bahn LXIV
Meine Güte, wann ist das endlich zuende? Wenn er nicht komplett bescheuert ist, Zeuginnenaussagen dazu liegen mir vor, muss es ihm selbst peinlich sein. Und er der Erste, der sich ein Ende ohne Schrecken wünscht. Irgendjemand muss den Scheuerandy gezwungen haben, mglw. die Bundeskanzlerin selbst, erneut einen “Schienengipfel” zu veranstalten, und diesmal ist der “Deutschlandtakt” ja keine Neuigkeit mehr, also muss es ein “Europatakt” sein. Weiterlesen

Strassenbahn als Stadtwerbung

Wundersame Bahn LXIII
Als Kind bin ich im Wirkungsbereich der “Vestischen Strassenbahnen” aufgewachsen. Ausgerechnet diese Gesellschaft war diejenige im Ruhrgebiet, die die Strassenbahnen 1982 rückstandsfrei abgeschafft und durch Busse ersetzt hat. Die meisten Städte im Ruhrgebiet vergruben die Strassenbahn seinerzeit unter die Erde und nannten sie U-Bahn. Der Urbanität ihrer Städte sowie den städtischen Haushalten, die mit vervielfachten Unterhaltskosten belastet werden, haben sie damit irreparablen Schaden zugefügt. Schön zu sehen war das gestern in diesem Schmuckstück des MDR (von Tom Kühne und Steffi Lischke) über die Stadt Halle. Weiterlesen

Cowboys

Armin Laschet wollte nicht in die Fußstapfen Norbert Röttgens treten, dessen Kandidatur 2012 für das Amt des NRW-Ministerpräsidenten nicht zuletzt daran scheiterte, dass er sich nicht festlegen wollte, ob er im Falle einer Niederlage nicht doch lieber in Berlin Umweltminister bleiben wolle.

Röttgen verlor beides. Für Laschet war angesichts der Unruhe in seinem CDU-Landesverband die Zeit des schwurbelnden Offenhaltens jetzt vorbei. Weiterlesen

Dealer-Schiesserei

Wenn ich nach der Wende 1990 Berlin besuchte, hatte ich einen freundlichen Gastgeber, der zum Politestablishment der Hauptstadt zu zählen war. Er hatte sich in einem der ersten fetten Investorenprojekte in Mitte und Prenzlauer Berg eine schicke Eigentumswohnung in Parklage gesichert. Als er eine Familie gründete und das Besucher*innen*zimmer zum Eigenbedarf wurde, erwarb er in dem Komplex noch eine Besucher*innen*wohnung dazu. Diese hatte ein Fenster zur Parkseite, das ich des nachts zur besseren Belüftung meines Schlafes öffnete. Nunja, viel Schlaf war nicht. Denn in dem Park trafen Dealerbanden aufeinander, und schlugen und schossen ihre Revierkämpfe aus. Weiterlesen

Lärm und Langeweile

Wundersame Bahn LXI
Pokal-Halbfinale. Nur gut 5 1/2 Mio. haben noch zugeguckt. Halb so viele, wie heute dem bösen Liefers im Tatort-Münster zugucken werden. Mir war schnell langweilig, ca. nach dem 2:0. Die Pflicht für einen BVB-Fan in den USA zu gucken, um ihm davon berichten zu können, war zuvor entfallen. Er konnte selber gucken, und musste in der 2. Halbzeit verharren, weil er einen Kater hatte, einen echten, auf dem Schoss. Ich kehrte zu 3sat zurück: Thementag “Zuggeschichten”. Weiterlesen

Zerstörer der Städte

Berlin & Madrid – aber jede Stadt ist davon bedroht
Markus Beckedahl ist in der Nähe von Extradienst-Autor Roland Appel aufgewachsen, in Bornheim. Das ist das, was für die Kölner*tnnen Bergheim ist, aber ich schweife ab. Beckedahl flüchtete nach Berlin, gründete dort u.a. den Blog netzpolitik.org und die re:publica, ein aussergewöhnlich beeindruckendes Unternehmen für öffentlichen Diskurs. Es hatte lange gebraucht, aber jetzt wissen auch die Altmedien: wenn sie was über dieses Internet haben wollen, professionell und verständlich für einen 1:30-Beitrag, kriegen sie bei ihm immer, was sie brauchen. Positiv: politisch ist Markus dabei so ernsthaft und seriös fortschrittlich geblieben, wie er es als junger Mann schon war. Weiterlesen

Nicht in meinem Namen

Radfahrer*innen als Alibi für grosse Übel
mit Update 29.4.
Kürzlich berichtete Britta Schwanenberg in der WDR-Lokalzeit Bonn über geplante Baumfällungen zum Zwecke des Radwegausbaus in der Rheinaue. Heute sehe ich, vor der Paywall nur von GA-Krawalljournalist Holger Willcke angedeutet, dass der Friedhof an der Combahnstrasse und die Häuser an der St. Augustiner Str. nun statt für die angebliche “Beschleunigung” der Linie 66 zugunsten eines Radfahrparadieses fallen sollen. Sie halten uns echt für so bescheuert, dass wir das fressen? Weiterlesen

Minister in seiner Westentasche

Kein Dämon und kein Hexenwerk – it’s the economy, stupid! / Straftäter Benko im TV
Sollen wir in Bonn nun stolz sein, dass wir ihn aus dem Viktoria-Carré vertrieben haben? Oder ist das skurril, weil unser Kaff für so einen zu klein und pissig ist? Wahrscheinlich stimmt beides. Die journalistischen Corsettstangen des WDR, Ingolf Gritschneder und Georg Wellmann haben sich den verurteilten Straftäter René Benko gestern Nacht in der ARD zur Brust genommen. Immerhin 1,2 Mio. sollen kurz vor Mitternacht geguckt haben. Ein optischer Aufruf zum Klassenhass, berechtigtem. Gucken Sie hier. (ein Jahr Mediathek) Weiterlesen

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 Beueler-Extradienst | Impressum | Datenschutz

Theme von Anders NorénHoch ↑