Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Verkehrspolitik (Seite 13 von 29)

Ausfall aller Systeme

Fussball und Bahn lassen den Zustand der Republik erahnen / Wundersame Bahn CLXXIX

mit Update nachmittags: Europas Systeme

Kurzschlüssige Parallelen zwischen Fussball und Politik liegen mir fern. Dass beides aber in gesellschaftlichem Zusammenhang steht, leugnet niemand mehr. Seit dem korrupt gekauften “Sommermärchen 2006” sucht die Politik die Nähe zur Spieler*innen-Kabine, weil sie dort die grösste Medienaufmerksamkeit erhofft. Umgekehrt sucht die Sportlobby, wie jede Andere, die Protektion und Subvention durch die Politik. Also ist unsere bürgerliche Aufmerksamkeit auf dieses nur gelegentlich verdauliche Gebräu geboten. Weiterlesen

Stuttgart 21, 23, 27, 43, 70?

Wundersame Bahn CLXXVIII: Das Osterei der Bahn rechtzeitig (und nahezu unbemerkt) zu Weihnachten

Warnhinweis: dieser Text ist geeignet, Ihre Festtagsstimmung zu verderben. Nicht, dass ich es nicht von Anfang an gewusst hätte. Und Sie wahrscheinlich auch. Aber wie war es wohl bei den naiven Teilnehmer*inne*n der baden-württembergischen Volksabstimmung 2011? Waren die zu doof? Oder sind sie verarscht worden? Oder beides? War damals etwa nicht bekannt, wie politische Bauvorhaben gewöhnlich durchgesetzt werden? Einige von unseren Extradienst-Leser*innen sind vielleicht zu jung, um die ganze Geschichte noch zu erinnern. Weiterlesen

Her mit der Klimaschuldenbremse!

Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts hat der Ampelregierung in den vergangenen Wochen viel Verdruß bereitet. Kein Zweifel: Die reaktionäre Interpretation des Urteils der Verfassungsgerichts durch CDU/CSU, AfD und die Mehrheit der Springer- und Hauptstadtpresse hat einen wesentlichen Punkt ignoriert: Das Bundesverfassungsgericht selbst hat den Klimaschutz in seinem Urteil über die Zukunftschancen der zukünftigen Generationen ganz nach vorn gestellt. Liest man beide Urteile noch einmal nach, bleibt eine klare Priorität: Weiterlesen

Science Fiction

Wundersame Bahn CLXXVII – Nein, ich muss nicht zum Arzt, weil ich Fisionen habe. Die haben sich dagegen in der Schweiz, am englisch-französischen Kanaltunnel und in Polen ausgebreitet.

Aber beginnen will ich diese Reise in Essen-Bergeborbeck. Dort steht ein hübsches Fussballstadion, über dessen Bau einst der letzte SPD-Oberbürgermeister der Stadt gestürzt ist (durch Abwahl). Es macht den ortsansässigen Verein RW Essen (derzeit 3. Liga, und noch nicht komplett aussichtslos, was einen Aufstieg in die Zweite betrifft) zum Tabellenführer in der Zuschauer*innen*tabelle. In Essen ist die Diskrepanz zwischen Grösse der Stadt und Grösse des Fussballs traditionell besonders gross. Weiterlesen

BahnCard nur noch digital

Bahn-Pressestelle widerspricht BahnCard-Service – Wundersame Bahn CLXXVI

Martin Böttger hatte sich schon gefreut. Die BahnCard gibt es auch weiter als Karte, sagte er mir, als ich ihn aus seiner alten Heimatstadt Essen anrief. Dort hatte ich das Kunsthaus besucht und die – empfehlenswerte – Ausstellung “kontrovers” im Forum Kunst Architektur am Kopstadtplatz besucht. Übrigens hatte der von mir vormittags von Köln aus benutzte RE 1 nur drei Minuten Verspätung. Das war ka fast so wie kürzlich in BernWeiterlesen

Personalentwicklung

Praktikantinnen sind billiger – Wundersame Bahn CLXXV

mit Update 15.12.

Als jüngst der Boulevard-Wind den Vorstandsmitgliedern der Deutschen Bahn AG mal wieder um die Nasen wehte, erinnerte ich mich an eine von mir hochgeschätzte WDR-Journalistin, die vor einigen Jahren die Aufgabe übernahm, denen zu PR-Diensten zu sein. Umzug von Köln nach Berlin – das konnte ich mir nur mit fürstlicher Entschädigung erklären. Dafür muss die Gute wahrscheinlich mehr arbeiten als zu schaffen ist. Weiterlesen

BahnCard nur noch digital?

Wundersame Bahn CLXXIV

Am Fahrkartenschalter in Bern erfuhr ich von einem Mitarbeiter der Schweizer SBB, dass bestimmte Fahrkarten nur noch online verfügbar sind. Dann nämich, wenn die Fahrstrecke auch durch Österreich führe, gäbe es nur noch Online-Tickets. Da ich mir bisher kein Smartphone zugelegt habe, würde demnach Österreich als Reiseland für mich ausfallen. Denn ich fliege nicht und fahre kein Auto. Zu Fuß ist es mir von Bonn aus nach Wien einfach zu weit. Also werde ich noch mal genauer nachfragen – vielleicht gilt diese Regelung ja nur bei internationalen Fahrkarten. Ich bin gespannt auf die Antwort und werde hier berichten. Weiterlesen

Pünktliche Bahn mit Speisewagen

Wundersame Bahn CLXXIII

Ja so was gibt es! Eine Bahn, die pünktlich in Bonn abfährt, nicht irgendwo auf der Strecke mit – oder auch ohne Getriebeschaden – Minuten lang herum steht. Deren “Betriebsablauf” keine Verzögerungen beinhaltet, die also auch pünktlich am Ziel ankommt. In einer Stadt, wo es am Bahnhof möglich ist, in ebenfalls pünktliche und völlig störungsfreie Straßenbahnen und Busse umzusteigen. Mit denen man vom Hotel zum Bahnhof zurück fahren kann, um wiederum mit einem pünktlich und störungsfrei verkehrenden EC zurück nach Bonn-Beuel zu reisen. Weiterlesen

Kölner Busrätsel

Wundersame Bahn CLXXIII

Immer aufs Neue geniesse ich die gute Bahndirektverbindung von Beuel nach Ehrenfeld. Dort leben viele kluge und nette Freundinnen. Der Stadtteil ist lebhaft und noch nicht durchgentrifiziert, aber stark davon bedroht. Sobald ich den Lottojackpot knacke, investiere ich dort. Weiterlesen

Ei der Dachs

Wundersame Bahn CLXXII

Bahngeschichten sind mittlerweile so alltäglich und üblich, dass ich diese hier keiner gesonderte Erwähnung mehr für wert befunden hätte. Wenn ich sie nicht selbst schon in den 80er Jahren zusammen mit Georg Hundt und Norbert Döringer befahren hätte, weil wir damals schon ihre Stilllegung fürchteten. Dass es ausgerechnet nun so kommen sollte, das konnten wir nicht ahnen. Weiterlesen

Verdreifachung der Reisezeit

Wundersame Bahn CLXX – Zwischen Duisburg und Düsseldorf

Dass die Bahn bauarbeitet, auch und gerade am Wochenende, ist gut und bemerkenswert. Mein Vater gestern beim Anblick von Gleisarbeiten an der Essener Stadtbahn: “Guck’ mal, eine Baustelle, an der gearbeitet wird.” Der gute Mann ist 91. Und selbst ich muss mich immer wieder fragen, welche segensreichen Folgen solcher Bauarbeiten ich überhaupt noch erleben werde. Wir in Bonn haben jeden Glauben an die S13 schon fahren lassen … Weiterlesen

Wundersame AutoBahn 3

Ich hätte nie gedacht, dass ich hier eine Bahngeschichte aufschreibe. Aber sie war so skurril, wie bezeichnend. Das Freundlichkeitsmanagement der Bediensteten ist jedenfalls inzwischen TOP. Chapeau! Wahrscheinlich hat ein Management-Controller ausgerechnet, dass diese Freundlichkeiten zwar kosten, aber unterm Strich billiger sind, als ein weiterer Imageverlust der DB.

Ich fahre ja, gegen den Rat meines Herausgebers, ungern Bahn. Aber weil ich einem guten Freund versprochen habe, seinen Oldtimer, der vor 15 Jahren mal mir gehörte, anzukaufen und zu restaurieren, fahre ich heute (29.10.2023)  ICE nach Berlin. Günstig mit Bahncard 25 1.Kl. und – schließlich bin ich über 65 – zum Rentnerpreis. Weiterlesen

Vorweihnachtsfreude

Wundersame Bahn CLXVII

Freuen Sie sich schon auf Weihnachten? Eine abseitige Frage bei 25 Wärmegraden, ich weiss. Freuen Sie sich denn wenigsten auf den Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn (10. Dezember)? Weil Sie glauben, es könne nur besser werden …? Haha, ein Scherz. Sitzen Sie gut? Haben Sie ein beruhigendes Getränk zur Hand? Ich habe da was gefunden … Weiterlesen

Verkehrswende-Hindernis

Nein, es ist zwar auch, aber nicht nur der Nichtstuer Wissing

Hinter der FAZ-Paywall steht eine Geschichte von Sarah Obertreis, deren über drei Monate betriebenen Recherchen diese Nachrichtenmeldung wert sind. 500.000 Fahrraddiebstähle 2022. Allein in Berlin sei von 29 Fällen nur einer aufgeklärt worden. Die – gemeldete – Schadenssumme betrage über 140 Mio. €. Ohne Dunkelziffer – nur die Hälfte aller Fälle wird angezeigt, denn die Aufklärungsquote ist Volkswissen. „Wenn ich einen Fahrraddiebstahl anzeige, passiert ja sowieso nichts.“ Weiterlesen

NRW – zwei Wochen geht nichts

Wundersame Bahn CLXVI

Es ist so weit. Deutschlands industrielles Zentrum, inkl. seines grössten urbanen Ballungsraums, ist vom nationalen und internationalen Bahnverkehr abgeschnitten. Und warum? Weil Autobahnbrücken kaputt sind. Der berühmt-berüchtigte “Spaghettiknoten” in Duisburg-Kaiserberg soll nicht so enden, wie die privatisierte Katastrophenbrücke von Genua, und die nicht minder berühmt-berüchtigte öffentliche Autobahn GmbH kümmert sich drum. Wenn Sie das eher beunruhigen als beruhigen sollte – denn die GmbH wurde unter wenig berühmten aber sehr berüchtigten CSU-Verkehrsministern kreiert – dann kann ich Ihnen diese Sorge leider nicht nehmen. Weiterlesen

Besondere Ehrung für ADFC

Vor einigen Tagen lag die Flugschrift einer Oppositionsgruppe aus dem Bonner Stadtrat bei mir im Briefkasten, deren Namen ich schon wieder vergessen habe. Aber so viel Fairness muss sein: weniger rechts als die CDU ist sie nicht (rücksichtslose Obdachlose, gequälte Autofahrer etc.). Das Ding mutet optisch an, wie die Schülerzeitungen, die ich in den 70er Jahren gemacht habe. Ist aber inhaltlich viel origineller. Weiterlesen

Die A100 in Berlin

Ein Spiegelbild ökologischer und sozialer Konflikte? – Aktuell wird über den Weiterbau der A100 nach Friedrichshain diskutiert. Dabei sollte die Umweltbelastung nicht außer Acht gelassen werden.

Die Autobahn A100 in Berlin, einst ein Symbol für Fortschritt und wirtschaftliche Entwicklung, ist heute ein Monument der Kontroverse, das die Zerrissenheit unserer Gesellschaft in Fragen von Umwelt, sozialer Gerechtigkeit und städtischer Planung widerspiegelt.

In einer Zeit, in der der Klimawandel nicht mehr ignoriert werden kann und die sozialen Ungleichheiten sich verschärfen, wirkt die Fortführung eines solchen Projekts wie ein Relikt aus einer vergangenen Ära, das sich störrisch gegen den Wandel stemmt. Weiterlesen

Verkehr: Generalstreik

Nach der Fussball-EM 2024 ist Schluss mit der Wundersamen Bahn CLXIV

mit Update Realsatire

Wie alt sind Sie? Diese Frage ist für ihre persönliche Beurteilung des Folgenden ausserordentlich relevant. Es stellt sich nämlich im Einzelnen die Frage, was davon Sie und ich “noch erleben” werden. Die Deutsche Bahn und der permanent seine Arbeit verweigernde Bundesverkehrsminister (womit er sich von seinen Amtsvorgängern nicht wirklich unterscheidet) trompeten nämlich eine “Generalsanierung” des DB-Streckennetzes ins Land. Nur noch 10 Jahre leiden – dann werden Milch und Hnnig fliessen. Weiterlesen

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