Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Bonn (Seite 14 von 31)

Wundersame Bahn LXVI

Bitte bitte, nehmen Sie weiter Ihr Auto!
Die Fans dieser Artikelserie warten schon ungeduldig, wie es mir gestern ergangen ist. Sie können staunen. Keine Pannen, keine besonderen Vorkommnisse. Verspätungen – wenn, dann zu meinen Gunsten (früheren Zug erwischt). Zugbelegung, als seien “alle” im Auslandsurlaub. Für Einzelreisende wie mich war überall ein Doppelsitz zu finden – am Sonntag! Das einzige Problemchen ist der reduzierte Fahrplan, den ein explodierter Tanklaster vor einigen Monaten verursacht hat. Weiterlesen

Verbietet endlich diesen Scheiß!

Andreas Scheuers Lieblingskind – die Verleihroller oder “E-Scooter” leisten keinen ernsthaften Beitrag zum Umweltschutz. Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht. Entgegen den Verheißungen, hier werde ein neues Vehikel “für die letzten Kilometer” vom ICE nach Hause oder von der S-Bahn zur Arbeit geschaffen, habe ich bisher fast ausschliesslich testosterongesteuerte Halb- oder Ganzwüchsige, Liebestrunkene Paare oder schlangenfahrende, angesäuselte Zeitgenossen in Großstädten auf diesen  Vehikeln ohne jede Stabilität herumeiern gesehen. Zwischen den Radfahrer*innen stören sie, weil zu lahm, zwischen Fußgängern drängeln sie sich zum Teil rücksichtslos und gewalttätig durch. Wo liegt ihr Nutzen? Weiterlesen

Tschernobyl-Fallout in Bonn – Konsequenzen?

Es war genau vor 35 Jahren – der 26. April 1986, an dem der Atomreaktor im Ukrainischen Tschernobyl explodierte. Tagelang hörte der Westen nichts davon, bis das schwedische Fersehen fünf Tage später von erhöhten Radioaktivitätswerten berichtete. Der folgende 3. Mai war ein sonniger Sonntag. Ich erinnere mich gut, dass ich bei herrlichem Wetter Motorrad gefahren bin – eine Tour in die Eifel und zurück und alles durch die frühlingshaft blühende Natur. Gegen 21.30 wieder in der Bonner Südstadt stellte ich die Yamaha hinterm Haus ab, wobei mich erste, vereinzelte Regentropfen trafen. Zur gleichen Zeit befanden sich etwa eine halbe Million Menschen in der Bonner Rheinaue, wo im Anschluß an zahlreiche Konzerte das Feuerwerk “Rhein in Flammen” begann. Sie ahnten nicht, dass sie wenige Minuten später von einem radioaktiven Fallout getroffen werden sollten. Weiterlesen

Unnormal und unoptimiert

Wäre jetzt Neujahr, wäre das ein schöner Vorsatz. Stattdessen befinden wir uns vor dem endgültigen Ausbruch eines meteorologischen Frühlings. Und einer Ausgangssperre in Bonn – die 7-Tage-Inzidenz ist nahe der 200. Ich weiss, dass unserer OB eine Ausgangssperre zuwider ist. Aber wie lange kann sie das durchhalten? Um Sach- und Fachargumente geht es in der Politik immer nur unter anderem. Das hat Sigbert Gebert/telepolis eben (un-) schön nachgezeichnet. Weiterlesen

Strategische Koordination – nirgends

Vorsicht: hier finden Sie nur schlechte Nachrichten
Die 7-Tage-Inzidenz in Bonn steigt heute auf 162. Statistisch verantwortlich war heute ein diesjähriger Tageshöchststand von 125 Neuinfektionen. Die Belegung von Krankenhausbetten (90) und Intensivstationen (35) stagniert seit einer Woche. Wenn Sie das schon für schlechte Nachrichten halten, lesen Sie mal diese von Thomas Berger/Junge Welt aus Indien. Indiens Pharmabranche wollte ursprünglich Impfstoffe für die Covax-Initiative zuliefern; jetzt gilt ein Exportstopp – nach dem statistischen Vorstoss in die globale Spitzengruppe der virusbetroffenen Länder. Weiterlesen

Intensivstationen – so what?

Die Covid-19-Patient*inn*en auf Bonner Intensivstationen belegten um die Jahreswende 54 Betten. Zwischenzeitlich war diese Zahl auf 26 gesunken, ist aber wieder auf bislang 39 gestiegen. Niemand, die*der noch halbwegs bei Trost ist, kann bezweifeln, dass diejenigen, die diese Patient*inn*en professionell betreuen, nun schon seit über einem Jahr eine aussergewöhnlich anspruchsvolle und belastende Arbeit leisten. Doch wie wird es ihnen gedankt? Weiterlesen

Kollateralschäden

Die Ärztin Lisa Federle ist neben Boris Palmer das Mediengesicht des “Tübinger Modells”, von dem derzeit wohl niemandem klar ist, ob es nun propagiert werden soll, oder “der Lack abblättert”. Es ist wahrscheinlich beides Quatsch, weil Tübingen erstens zu klein, und zweitens schwäbisch ist, also eine fremde Kultur. Bei einem ihrer zahllosen Medienauftritte, einer der schwer zu ertragenden vormittäglichen Call-in-Sendungen des DLF, nannte Frau Federle beiläufig die Positivquote der in Tübingen zahlreich vorgenommenen Corona-Tests: 1 von 1.000. Weiterlesen

Verborgene Kunst

In der Bonner Kaiserpassage
mit Update 6.4.
“Passage” heißt das Kunstprojekt, dass bis Jahresende 2021 in der – ansonsten immer weiter entleerten Kaiserpassage in der Bonner Innenstadt zu sehen ist. Initiiert von SZALCprojects und dem ESSZIMMER. Zu sehen sind die Lichtinstallation der Düsseldorfer Künstlerin Gabriele Horndasch “Schadensschnelldienst”, eine weitere Lichtinstallation von Camenisch/Ventsch aus Basel sowie Malerei des Kärntener Malers Peter Kohl. Weiterlesen

Das “Sorry” an Beverly Ranger

46 Jahre benötigte die ARD-Sportschau dafür
Beverly Ranger wurde in diesem Blog schon mehrmals gewürdigt: als verpasste Chance des Bonner SC. Statt, wie in dieser Saison bei den Jungs, von der vierten in die fünfte Liga abzusteigen, hätte er um die Spitze des Fussballs der Bevölkerungsmehrheit, der Frauen, dauerhaft mitspielen können. Unbarmherzig rassistisch peinlich war 1975 die Präsentation der erfolgreichen Sportlerin in der ARD-Sportschau. Jetzt ist 2021, und endlich bittet die Redaktion die Frau um Entschuldigung (Video ab Minute 28). Weiterlesen

Europa wie es keiner will

Die OCCAR in Bonn
Martin Böttger hat das Thema Europäischer Rüstungsprojekte in seinem Beitrag “EU in der NATO zerlegt?” bereits angesprochen. Ich möchte auf eine Recherche von Ahmet Senyurt und Philipp Grül in “Report München” vom Sommer 2020 (Video 7 min) verweisen. In diesem Beitrag wurde nachgewiesen, dass militärische Airbusflugzeuge, die an dem Morden in Libyen beteiligt sind, weiterhin von deutschen Technikern in der Türkei gewartet werden. Involviert in dieses Geschehen ist ein in Bonn ansässiges Konstrukt, über das es auf der Seite der Stadt Bonn heißt: “OCCAR – Organisation Conjointe de Coopération en matiére d`Armement – Organisation for Joint Armaments Co-operation. Weiterlesen

Wankende Männerstaaten

Saudi-Aramco / Erdogans Zentralbank / BaFin / Shatner
Zu Beginn die beste Nachricht: der reaktionärste, völkermörderischste, despotischste Männerstaat der Gegenwart, Saudi-Arabien gerät endlich ins Wanken, und zwar da, wo es ihn am meisten schmerzt: beim Kapital. Der Konzern Saudi Aramco ist kein “normaler” Konzern, sondern das Finanzministerium des kriminellen Saud-Clans, der weltweit grösste Täter von “Clankriminalität”. Er finanzierte u.a. den jüngst abgewählten US-Präsidenten, er finanziert den Weltfussballverband Fifa (im Wettbewerb mit Katar), und die aktuell “grösste humanitäre Katastrophe”, den Jemenkrieg. Nun wird es eng und enger. Eine bessere Nachricht kann es kaum geben. Weiterlesen

Gut geschlafen

Klimakrise sorgt für bessere Beueler Nachtruhe
Wenn Sie als Beueler*in zuletzt gut geschlafen haben, kann das kein Zufall sein. Es war nachts leiser als gewöhnlich. Irgendwann hat die Deutsche Bahn mal entschieden, am rechten Rheinufer den Güterzugverkehr zu priorisieren, und am linken den Personenverkehr. Das hilft den Fahrgästen linksrheinisch zwar auch nicht, weil die EU in den Nullerjahren einen rechtlichen Vorrang der Güter vor den Menschen beschlossen hat. Aber seitdem fahren die meisten Güterzüge rechts, also durch Beuel, und zwar besonders gerne nachts, wenn der Personenverkehr nicht im Weg ist.
Seitdem sind Bahnunglücke für den Beueler Nachtschlaf immer wieder ein grosses Glück, alles was die Güterzugstrecke Rotterdam-Genua unterbricht, die meistbefahrene Bahnstrecke Europas. Weiterlesen

Fahrradklima Bonn: 4-

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) hat heute die Ergebnisse seines regelmässigen Fahrradklimatests veröffentlicht. Über 200.000 Menschen haben daran teilgenommen, über 2.000 aus Bonn. Brav wird gemeldet, das sei “keine repräsentative” Befragung. Nein, sie ist besser. Geantwortet hat ein überdurchschnittlich kompetenter Ausschnitt der Bevölkerung: die Minderheit, die was vom Fahrradfahren versteht, weil sie es, anders als die (Noch-)Mehrheit, nicht nur aus der Windschutzscheibenperspektive kennt. Weiterlesen

GA-Besitzer*innen: schon wieder Krieg

mit Update
Es ist noch nicht so lange her, gefühlt als wäre es gestern gewesen, dass der Bonner General-Anzeiger aus dem Besitz der Familie Neusser in den Besitz von 5 Verlagsfamilien bei der Rheinisch-Bergischen Verlagsgesellschaft übergegangen ist. Die Neussers hatten sich zuvor mit der Milliardärsfamilie DuMont zerstritten, und beeilten sich, so lange noch jemand Geld für den Besitz gedruckter Zeitungen zahlt. Gerade rechtzeitig. Denn die Konflikte gehen weiter und verschärfen sich. Weiterlesen

Geimpfte Zeitgeistsurfer?

Anmerkungen zu den Grünen – im Guten und Schlechten – in Bonn und Berlin
Zu Beginn eine gute Nachricht: aus dem General-Anzeiger, ohne Paywall, erfahre ich, dass Annette Standop, Grüne Fraktionsvorsitzende im Rat, geimpft ist. Zur Impfsituation in Bonn informierte OB Katja Dörner heute morgen in WDR5 (Audio 7 min). Annette Standop, ihr Körper und sein Immunsystem. haben schon einige Lebenserfahrung im Kampf ums Überleben. Das kommt ihr natürlich auch in der Politik zugute.
Ein Teilhabeplan als diskursiver Prozess
Dass ich die Lady kennenlernte, habe ich vermutlich Florian Beger zu verdanken. Weiterlesen

Die sich treiben lassen

Ambros Waibel/taz, eingedeutschter Italiener, wundert sich, wohin das weltberühmte deutsche Organisationstalent verschwunden ist. Viele Bundesbürger*innen wundern sich mit. Hätten Sie den Beueler Extradienst gelesen, wäre ihnen zumindest das Wundern erspart geblieben. Italiener wie Deutsche verstehen sich gleichermassen auf unappetitliche Verknüpfungen von Fussballentertainment und Politik. Darum will ich die Sache hier noch mal am Beispiel der Kolumne des hochgeschätzten Kollegen Martin Krauss/taz kurz erläutern.
Zunächst: alles, was Krauss schreibt ist richtig. Es bedarf jedoch zweier Ergänzungen. Weiterlesen

Bergfeld hat Sekte am Hals

Axel Bergfeld ist nicht nur ein Lokalprominenter. Er hat sich zweifellos auch schon um diese Stadt verdient gemacht. Bei der Verbreitung von Biolebensmitteln war er Lokomotivführer, als der Zug noch nicht von alleine fuhr. Und als menschgewordener Widerspruch gegen monstergrosse Kapitalisten, wie der wirtschaftskriminelle René Benko einer geworden ist. Damit hat er sich um die politische Hygiene über die Grenzen unserer Kleinstadt hinaus verdient gemacht.
Ich schreibe das, ohne ihn, über einzelne Telefonate hinaus, persönlich zu kennen. Ich weiss nicht, ob er ein guter oder schlechter Mensch ist. Die Frage ist schon falsch gestellt. Weiterlesen

Bonn unter “50”

Es hatte was satirisches, gestern beim Zappen auf Phönix oder Tagesschau24 die leeren Stühle des Berliner Pressekonferenzsaales dauerhaft eingeblendet zu sehen. Auch die Dritten Programme hatten das Bild in ihren abendlichen Nachrichtensendungen übernommen. Die Medien”vielfalt” verdichtete sich so zu einer Ahnung von Feudalismus. Die verfassungsmässig nicht vorgesehene Fürst*inn*enversammlung tagte – und wurde nicht fertig, bis 23 h nicht. Was sie im Schilde führten war jedoch kein Geheimnis, allenfalls seine Simulation. Weiterlesen

So nicht!

Wie Bonn mit Bürgeranträgen umgeht II
Auf meinen Beitrag “Dann geht mal schön spielen” erhielt ich einige Reaktionen. Insbesondere BonnerInnen, die sich mit eigenen Vorschlägen am “BürgerInnenhaushalt” beteiligt haben, fühlen sich von der Verwaltung nicht ernst genommen. Und das ist noch eine sehr freundlich-zurückhaltende Formulierung. “Ich fühle mich verarscht” kam da schon öfter als kurze aber eindrücklich Stellungnahme. Das gilt nicht nur für die Nutzer der Alten VHS, deren Vorschlag die zweitmeisten Stimmen erhielt und von der Verwaltung aus dem Bürgerhaushalt rausgenommen wurde. Weiterlesen

Dann geht mal schön spielen

Wie Bonn weiterhin mit Bürgervorschlägen umgeht
Man wird ja noch träumen dürfen. Ich habe ernsthaft geglaubt, wenn eine neue Oberbürgermeisterin im Amt ist und eine neue, eher am Interesse der Bürger orientierte Koalition im Rat sich zusammen gefunden hat, dann ändert sich was in Bonn. Die fangen ja gerade erst an – könnte man einwenden. Aber was ich mitbekomme, liest und klingt wenig hoffnungsvoll.
So hatte es das soziokulturelle Projekt “Alte VHS” beim Bürgerhaushalt immerhin auf den zweiten Platz geschafft. Man sollte annehmen, wunderbar – jetzt gibt es Kohle. Doch weit gefehlt. Weiterlesen

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