Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Verkehrspolitik (Seite 18 von 28)

Benzinverblendung

Ich bin in der Redaktion und bei meinen Mitgrünen als automobiler Exot bekannt. Fährt einen Mercedes SLK Diesel, hat einen Youngtimer als Spielzeugauto – und steht dazu, dass er gerne Cabrio fährt. Also Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben. Außerdem bildet sich der Autor nach 21 Jahren Unternehmensberatung ein, ein bisschen von Wirtschaft zu verstehen. Und noch über Wunder staunen zu können. Die Wucherpreise an der Tanke kennen wir alle. Die Reaktion? Lindner (FDP) fordert einen “Tankrabatt” von mindestens 20 bis 40 ct/L auf Staatskosten. Die CDU/CSU und die “Linke” fordern eine Verringerung der Mineralöl-, Öko- und Mehrwertsteuer auf Kraftstoff – absurd! Komisch, dass niemand fragt, wo die Ursachen liegen, wer wirklich verantwortlich und wie denen beizukommen ist? Weiterlesen

Mit 2 % gegen Atomwaffen

Das Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) gilt als das weltweit angesehendste Forschungsinstitut in Militär- und Sicherheitsfragen. Nach dessen Angaben bestritten die USA im Jahre 2020 39% der weltweiten Militärausgaben, gefolgt von China mit 13%, Indien mit 3,7%, Russland mit 3,1%, Großbritannien mit 3,0%, Saudi-Arabien mit 2,9% sowie Deutschland und Frankreich mit jeweils 2,7%. Die NATO liegt zusammen bei 56%. Weiterlesen

Wundersame (Fahrradauto-)Bahn LXXXV

Nein, mit der billigen Lokalpolemik befasse ich mich hier nicht. Die CDU hat erkannt, was alle sehen konnten: sowohl bei Grünen als auch im ADFC gibt es verschiedene Meinungen zu den Radschnellwegplanungen an beiden Rheinufern. Also feste druff, den Spaltpilz schön feuchthalten und vor keiner persönlichen Diffamierung zurückschrecken. Das bringt Klicks und zieht weitere Erregung von Aufmerksamkeit nach sich. “Radschnellwege” sind genormt. Der*die Deutsche braucht das zum festhalten. Das ist das Problem. Weiterlesen

Ebenhausen

mit Update 16.2.
Wundersame Bahn LXXXIV
Ich habe überlebt. Vor vielen Jahren, als in Ebenhausen noch die Stiftung für Wissenschaft und Politik (SWP), bei klarem Wetter fast in Sichtweite des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Pullach, residierte, bin ich die eingleisige Strecke von München raus gefahren. Mein Freund, und der spätere Chef der SWP, Volker Perthes, war noch Anfänger, zeigte mir seinen neuen Arbeitsplatz und stellte mir einige seiner Kollegen vor. Eine Frau war dabei, Marie-Janine Calic, deren Expertise später beim Kosovo-Krieg (1999) gefragt sein sollte. Weiterlesen

E-Autos kosten 5,7 Mrd. €/a

Um die spätestens für 2045 geplante Klimaneutralität zu erreichen, sollen laut Koalitions­programm vermehrt Elektroautos zugelassen werden. Bis 2030 sollen dies mindestens 15 Mio. sein, also 25 % des derzeitigen PKW-Bestands (59 Mio.). Der Ersatz von Verbren­nungsantrieb durch Elektroantrieb hat jedoch nicht nur ökologische, sondern auch finanzi­elle Auswirkungen. Dazu muss man die Höhe und Veränderung der Kraftfahrzeugsteuer, der Energiesteuer (früher Mineralölsteuer) bzw. Stromsteuer und der Mehrwertsteuer er­mitteln und vergleichen. Weiterlesen

Wundersame Bahn LXXXIII

Die gegenwärtige Aufregung in der Region ist nur der Ausläufer eines kommenden Sturms
Die Lokalpresse ( = Ein-Zeitungs-Kreis: GA) berichtet nun schon in Miniserie über die Pendler*innen*aufregung zwischen Köln und Bonn. Das ist gut so. Aus meiner eigenen Bahnpendlererfahrung weiss ich, dass das, was in den Medien erscheint, nur eine stark moderierte Version dessen ist, was ich alltäglich erlebt habe. So wird es auch heute sein. Mein persönliches Abenteuerprojekt ist heute eine Verabredung zum Abendessen in der Kölner Südstadt. Weiterlesen

Der bessere Sigmar

Willi statt Gabriel: “Völlerei, aber massvoll”
Vor den schlechten Nachrichten die gute: während sich Melanie Mühl hinter der FAZ-Bezahlmauer am Selbstoptimierungswahn abarbeitet, komme ich beim DLF-Kultur weiter: Optimisten leben besser” – “Zum Glücklichsein gehöre auch hin und wieder die Völlerei oder das eine oder andere Glas, wenn man es denn bewusst und maßvoll konsumiere”. Sarich doch. Weiterlesen

Eisenbahner mit Herz

Wundersame Bahn LXXXII
Noch bis Montag können die Fahrgäste von Bahn und Straßenbahnen bei “Pro Schiene” ihre Vorschläge einreichen für die jährlich stattfindende Auszeichnung als “Eisenbahner mit Herz.”
Was damit gemeint ist, beschreibt Pro Schiene an Beispielen: “Ein Triebfahrzeugführer der Berliner S-Bahn zieht einen schwer verletzten Hund von den Schienen. Ein Lokführer hilft auf der Fahrt nach Saarbrücken einem Baby auf die Welt. Eine ICE-Zugbegleiterin überreicht einer Touristin aus Argentinien eine verlorene Handtasche mit 5.000 Euro. Weiterlesen

Gepickte Rosinen

Extradienst-Leser*innen könnten glauben, dass ich den Spiegel gar nicht lese, weil ich ihn so sch…..lecht finde. Im Grossen und Ganzen stimmt das ja auch. Aber für Sie lese ich ihn trotzdem, und habe zwei Rosinen gefunden, noch nicht einmal von Gastkolumnistinnen, sondern von Redaktionsmitgliedern.
Das ist zum einen Frankreichs Atompolitik. Weiterlesen

Verlierer für Vernunft

Und: Brückendesaster / Manuel Neuer
mit Update abends
Der gute Wille von DLF-Moderator Jürgen Zurheide war erkennbar. Aber hat er auch einen guten Griff getan? Bei seiner beständigen Suche nach Stimmen für aussenpolitische Vernunft stiess er auf einen CDU-Politiker, was ja zweifellos schon mal ein origineller Fund ist. Heute war es Friedbert Pflüger (Audio 12 min). Der war mir schon als RCDSler auf den Fluren und in den Hörsälen der Universität Bonn begegnet, als dankbarer Wahlkampfgegner. Weiterlesen

Wundersamer ÖPNV

Licht und Schatten der “Smartness”
Recht verzweifelt mutet es gelegentlich an, wenn der öffentliche Personen-Nahverkehr versucht, sich ein “modernes” Antlitz zu geben. Aus der Warte eines alten Mannes möchte ich ihm zurufen: Attraktivität lässt sich durch Einfachheit und Kostengünstigkeit (mit dem Fernziel Kostenfreiheit) schneller und effektiver gewinnen, als durch findige IT-Ingenieur*inn*e*n und Marketing-Fuzzis. Ich bin aber weder technik- noch fortschrttsfeindlich. Es gibt zweifellos auch Techniken, diesem Ziel näher zu kommen. Weiterlesen

Beuel wird Hauptbahnhof

Wundersame Bahn LXXXI: Tempolimitdebatte bei der Bahn
Früher soll es so gewesen sein, dass die Bahn als sie noch Bundesbahn hiess und als bürokratisch und verknöchert galt, Baustellen “im laufenden Betrieb” unterhielt. Das bedeutete keinen zeitraubenden “Schienenersatzverkehr”, sondern allenfalls Langsamfahrstellen, um die Bauarbeiter nicht plattzufahren. Heute sind die Bauarbeiter bisweilen IT-Fachleute, die während der Arbeit in einen Sessel pupsen. Viel teurer, und auch viel wirkungsvoller, was die Stilllegung von Bahnbetrieb betrifft. Für uns in Beuel hat das viele Vorteile. Weiterlesen

Geht doch – pünktlicher Nahverkehr

Wundersame Bahn LXXX
Viertel vor zehn – für mich schon später Abend. Aber schöne Erlebnisse sollte ich direkt beschreiben,
bevor ich mich heute vielleicht wieder ärgere – über die Bahnen, Busse und so. Gestern mit dem ÖPNV in knapp 80 Minuten vom Kölner Uni-Gebäude in der Gronewaldstraße bis nach Bonn Oberkassel Mitte gefahren. Ok, Autofahrer werden jetzt einwenden, dafür brauchen wir knapp 40 Minuten. Stimmt natürlich, wenn es keinen Stau gibt. Aber der ÖPNV war gestern abend vorbildlich. Weiterlesen

Brückendesaster

Gestern in der dünn besetzten Regionalbahn zur Rushhour auf dem Weg von Beuel nach Ehrenfeld. Draussen winterliche Dunkelheit. Durch die Fenster zu sehen: das zusammenbrechende Köln. Wo immer die Lichter von Fahrzeugen zu sehen waren, fuhren sie nicht, sondern standen. Die ganze Stadt ein einziger grosser Stau. Darüber schwebend die im Fahrradtempo zuckelnde Bahn, die mich in der warmen Gemütlichkeit der Atemschutzmaske zum Ziel schaukelte. Soll das so bleiben? Weiterlesen

Machtspiele

Grosse und kleine
Zu ihren Gunsten hoffe ich, dass die kommende Bundesaussenministerin das ideologisierte Geschwätz von “wertebasierter Aussenpolitik” nicht selbst glaubt. Wenn doch, stehen ihr noch viele Bauchlandungen bevor. Und in Geschichte hat sie dann offensichtlich nie gut aufgepasst. Ich weiss auch nicht, ob sie sich noch weiterbilden will. Wenn ja, wird sie noch entdecken, dass Aussenpolitik auf der ganzen Welt interessengeleitet ist. Weiterlesen

Weibliche Mediathekperle?

Und ein konstruktiver Hinweis zur “Wundersamen Bahn” LXXIX
Ich konnte es noch nicht gucken, weil ich gestern meine erste Gänsekeule in dieser Saison essen “musste”, und aus purer Solidarität einen Spätburgunder (nein zwei) trinken, von der Ahr selbstverständlich. Von der bezaubernden weiblichen Begleitung ganz zu schweigen. Mann muss halt Prioritäten setzen. Daheimgebliebene Männer konnten sich mglw. an “Nona und ihre Töchter” erfreuen. Weiterlesen

Das Leben in vollen Zügen genießen

Wundersame Bahn LXXVIII
Wenn einer eine Reise tut, erfährt er eine Realität die sich stark von dem unterscheidet, was zum Beispiel ein Pressesprecher der KVB als Antwort gibt, wenn es um Anfragen zu überfüllten Straßenbahnen geht.
Bei der Bahn wird gebaut, zwischen Bonn und Köln verkehren zwar Züge, aber wenn es darum geht, einen Termin einzuhalten, ziehe ich derzeit die Straßenbahnen der Linien 16 und 18 vor. Weiterlesen

Wundersame Bahn LXXVI

Wenn keiner da ist, der das Licht anmacht, hält der Zug nicht
So geschehen gestern in den frühen von mir verschlafenen Morgenstunden am Bahnhof Beuel. Die Jüngeren können es nicht wissen. Aber ich habe Zeiten erlebt, in denen es in Beuel noch Bahnsteigbeamte, Fahrdienstleiter, Gepäckservice, Bahnhofsgaststätte gab, und sogar Züge: nach Barcelona (Port Bou), Lecce (Apulien, Italien), Athen und Rijeka (damals noch Jugoslawien). Da sah der Bahnhof auch nicht einsturzgefährdet aus (schauen Sie in der Schalterhalle mal an die Decke). Weiterlesen

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