Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Borussia Mönchengladbach (Seite 7 von 17)

Es ist nicht wichtig

83 Mio. Bundestrainer*innen?
In meiner Kindheit waren es nur die Männer. Seit markengerechte Models der Marken Josip Guardiola, Jürgen Klopp und Hans-Joachim Löw die Szene beherrschen, haben sich auch die Frauen zu Expertinnen emanzipiert. Aber haben sie nicht heute andere Sorgen? Doch haben sie. Es ist eine Medieninszenierung. Denn der Profifussball implodiert. Und die parasitären produktpräsentierenden Medien, die auf Journalismus verzichten, gehen den gleichen Bach hinunter. Weiterlesen

Sportjournalismus, Reste, gestern

mit Update nachmittags für Gladbach-Fans
Hat der WDR jetzt endlich, zumindest am Sonntagabend, ein konsistentes TV-Programm? Für mich: Ja. Nach dem Tatort Bundesliga, naja, gestern war halt nichts Sehenswertes dabei. Dann Dittsche, der unerbittliche Kämpfer für die Rehabilitation des Kaffeefilters, mit einer wichtigen Nachricht aus der deutschen Impfpolitik: wer sich als 78-jähriger vorgedrängelt hat, sich als 87-jähriger ausgab (Jahrgang 1934 statt 1943), kriegt seine Impfung wieder abgesaugt. Weiterlesen

Kein Erlöser gegen Geldverbrennung

Von Dortmund bis Arabien
Nichts ist mehr sicher. Karrieren lassen sich nicht mehr planen. Jede Chance, die sich unter den aktuellen Umständen noch bietet, muss sofort genutzt, darf nicht aufgeschoben werden. Denn je länger es noch dauert, um so fürchterlicher wird die Postcorona-Zeit werden. Alles wird umgegraben, vieles wird auf der Strecke bleiben.
Der Fussballlehrer Marco Rose ist ein intelligenter Kerl. Weiterlesen

Ist der Zerfall aufzuhalten?

Zuhause eingesperrt erfreue ich mich an den Erfolgen von Borussia Mönchengladbach und Rot-Weiß Essen. Gleichzeitig weiss ich: es ist nichts wert, es ist bedeutungslos, wenn es sich nicht in öffentlicher Gesellschaft ereignet. Die TV-Glotze ist eine Simulation, schlimmer als Cola Zero oder alkoholfreier Wein. Nervenzerfetzend brüllende Live-Reporter versuchen die Turnhallenatmosphäre zu übertönen.
Die Wirklichkeit sieht so aus. Weiterlesen

Wie wird mann*frau ….

… EU-Kommissions-Chefin?
Die ehemalige “Zensursula” und “Flinten-Uschi” hat innerhalb kürzester Zeit mit ihren deutschen Berliner Sitten und Gebräuchen den Rest von Europa, also alle ausser Deutschland, gegen sich aufgebracht. Der Brüssel-Korrespondent der taz Eric Bonse berichtet darüber (+ Kommentar). Aber wer sonst? “Das Grundgesetz in die Gesellschaft hineintragen” (70er Jahre Jungdemokraten) würde bedeuten, Pressefreiheit nicht nur zu haben, sondern auch zu nutzen.
… Demonstrant*inn*en-Jäger? Weiterlesen

Sich mit “Bild” einlassen …

… führt immer geradewegs in die Hölle.
Mal früher mal später. Ich wusste das spätestens als 12-jähriger. Am 12.9.1969 spielte Borussia Mönchengladbach im Heimspiel am Bökelberg als Tabellenzweiter gegen den 17. 1.FC Kaiserslautern nur 1:1. Sehr ärgerlich, am 5. Spieltag, aber kein Grund sich danach zu zerlegen. Obwohl: das Springerschmutzblatt Bild lebt von nichts Anderem, und dachte sich dafür was Schönes aus: “Günter Netzer hat das Spiel kaputtgemacht.” Und das soll die Sonntagsausgabe nicht selbst ausgedacht, sondern der konservative, der CDU nicht weniger nahestehende Borussia-Vorsitzende Helmut Beyer gesagt haben. Ich ahnte damals schon, dass der nicht so bescheuert sein konnte. Weiterlesen

Bundesliga West

Der (Profi-)Fussball liegt im Sterben. Nicht nur durch das Coronavirus. Die Entfernung war schon zuvor gewachsen, zwischen Buzzynezz und Fans. Die letzte Verbindung zwischen beiden droht – oder verheisst – zu zerbrechen. Weltabgewandt wird die Inszenierung, die Simulation eines sportlichen Wettbewerbs, fortgesetzt. Die Öffentlichkeit wird verängstigt von Virusmutationen. Doch “The Games Must Go On”. Infektionen von Spielern, Verbreitung der Viren durch europaweite Reisetätigkeit (“Champions League”), die dem Normalplebs versagt bleibt – is’ doch egal.
Sogar an einer globalen Superliga wird in New York bei J.P. Morgen schon gebastelt. Ich setze dagegen: die Bundesliga West. Weiterlesen

Wer stoppt die Fussball-Irren?

In Deutschland bisher niemand. Und besonders nicht in NRW, der Heimat zahlreicher ehemaliger und gegenwärtiger Kanzlerkandidaten-Kandidaten. Vor ein paar Tagen berichtete die New York Times über die Pläne für eine globale Super-Liga. New York? Na klar, das grosse, immer grössere Geld sucht mit wachsender Verzweiflung renditeversprechende Anlagemöglichkeiten. Nichts verspricht grössere Renditen als das irrationale nach feudalen Gesetzmässigkeiten organisierte Fussball-Entertainment-Bizzyness.
In der FAZ findet sich zum gleichen Thema eine deutsche Kurzfassung. Die Uefa, deren Champions League und Kapitalbasis damit unmittelbar bedroht ist, reagiert berechenbar: sie baut die Champions League immer weiter zu einer ähnlichen Superliga um: “Planungssicherheit” für die Dickschiffe zu Lasten leistungsbezogener Durchlässigkeit – Sport ist was anderes.
Corona-Bedrohung NRWs durch die Uefa – Laschet wäre begeistert Weiterlesen

Eine Verschwörung weniger

Meine FFP2-Maske
Nach dem neuerlichen Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsident*inn*en war ich mir verhältnismässig sicher: die Neuerfindung der FFP2-Maskenpflicht beim Einkauf und im ÖPNV, und das jetzt, könne nur daran liegen, dass ein Tuppes vom Södermarkus jetzt endlich seine Maskenfabrik fertiggebaut habe. Das widerrufe ich jetzt.
Vor knapp einem Jahr hatte ich in meiner Apotheke nach Masken gefragt. Sie hatten keine, und wussten auch nicht, wann sie welche kriegen. Mein Hausarzt hatte mir verraten, dass die Dinger in der Herstellung 60-80 Cent kosten. Weiterlesen

Die guten Nachrichten

Toter Fussball hebt sein Haupt / Bonner Infektionszahlen
Viele haben nicht zugeguckt. Im Stadion keine*r, vor der Glotze nur gut 6 Mio., weniger als 10% der Republik. Einer der Lieblingsspieler unserer Oberbürgermeisterin Katja Dörner, bekennende Werder-Anhängerin, Fin BARTEls setzte seine Karrierepointe. Nach meinem Gefühl war der 33-jährige in seiner Profikarriere mehr verletzt als spielfähig. Wenn er spielte, dann selten 90 Minuten durch, vermutlich, weil bei ihm als trickreicher Unterschiedsspieler defensive Anlaufarbeit nicht zu seinen Lieblingstätigkeiten gehört. Gestern spielte er 120 Minuten durch, Weiterlesen

Vorteil Freitagsspiel

Der Unterschiedsspieler Jonas Hofmann
Gegen Freitagsspiele hat es noch nie Fanproteste gegeben, im Gegenteil. Selbst im Sommer sind diese Abendspiele Flutlichtspiele. Die Atmosphäre wird von den Fans beherrscht. Nach einem Sieg gegen einen Aufbaugegner aus Süddeutschland, wie gestern in Mönchengladbach geschehen, erwartet einen ein entspanntes Wochenende. Mann freut sich auf die folgenden Spiele. Insbesondere sollte die andere Borussia heute gegen die Bullen nachlegen, damit sich die ganze Anstrengung auch gelohnt hat. Weiterlesen

Wenig Aufwand – viel Ergebnis

Das Geschäftsmodell von Günter Netzer
Als 8-jähriger habe ich ihn dafür bewundert, und ihn mir als Nachfolger von Hans Schäfer zum persönlichen Lieblingsspieler gewählt: den 21-jährgen Günter Netzer beim Regionalliga-West-Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach. Das war 1965. Jahrzehnte später machte er vor den Kameras der ARD fürstlich entlohnte Kalauer über seine eigene Trainingsfaulheit – und noblerweise kein schlechtes Wort über den heiligen Hennes Weisweiler. Das wäre heute mal spannend: von ihm aus dem Himmel zu hören, was er über das heutige Treiben denkt.
Wie komm’ ich drauf? Der Spiegel (Printversion, digital nur Paywall) verkauft sich heute mit alten neu aufgekochten Geschichtchen über den Kauf der Sommermärchen-WM 2006. Günter Netzer spielte dabei eine zentrale Rolle Weiterlesen

Was und wo ist der Sinn?

Immer grundsätzlichere Fragen zum Fußballentertainment
Ein Freund, der in den USA die europäische Champions League sehen konnte, beschwerte sich bei mir, das Spiel von Borussia Mönchengladbach bei Real Madrid (0:2) sei “ziemlich schlecht” gewesen. Obwohl der Kollege noch etwas älter ist als ich, hat er den Sinn des globalen Profifussballs immer noch nicht begriffen. Wie schön oder hässlich das Spiel war, war für mich persönlich uninteressant. Ich kann die Uefa-Champons-League ja nicht sehen – die Pay-TV-Kneipen sind geschlossen.
Was bleibt also interessant daran? Weiterlesen

Kleine Freuden

mit Update nachmittags
Der erste “Lockdown” war irgendwie netter. Das Wetter war (viel) schöner, mann und frau konnten mehr rausgehen, es gab mehr menschlichen Kontakt. Und die Infektions- und Todeszahlen waren niedriger. 7-Tage-Inzidenz in Bonn steht heute auf 162,7, die Infektionsfälle stiegen von 47 auf 74 (von Montag zu Montag). Was bleibt an kleinen Freuden?
Die Mahlzeiten. Weiterlesen

Gündogans

… drehen grössere Räder als Fußball
Oops, der Bruder von Fußballstar Ilkay Gündogan, Ilkan schreibt persönlich in der taz. Zielgruppengerecht – und auch inhaltlich absolut richtig – wendet er sich gegen das vorgestrige Geschwätz der TV-Nasen Schweinsteiger und Opdenhövel, Letzterer Gladbach-Fan wie ich, und daher – ebenso wie der DFL-Stratege Seifert – zum fremdschämen. Wie kommt es zu der PR-Offensive der Familie Gündogan? Läuft sein Vertrag bei ManCity bald aus? Nein, es geht um Grösseres. Weiterlesen

Politische Menschen

Walter Benjamin / Pauline Schäfer / Marcus Thuram
Der fabelhafte Rudolf Walther/taz weist auf eine aus seiner Sicht nicht minder fabelhafte Walter-Benjamin-Biografie hin, die mit vielen Jahren Verzögerung und zu einem für den Verlag fabelhaften Verkaufspreis (58€) endlich auf deutsch erschienen ist: Howard Eiland, Michael W. Jennings: „Walter Benjamin. Eine Biografie“. Aus dem Englischen von Ulrich Fries und Irmgard Müller. Ich bin nur wegen dieses fabelhaften Textes, Weiterlesen

Bingewatch-Tipp / Bewerbungs-Interview

“The Pleasure Principle” / Max Eberl
Beim Zappen geriet ich Donnerstagsabends hinein und glotzte mich fest. Die internationale Koproduktion “The Pleasure Pinciple”, jüngst von ARTE ausgestrahlt, zeigte hierzulande unverbrauchte neue Gesichter, eine heisse Story, die durch den Wechsel der Schauplätze Ukraine, Tschechien und Polen jede Langeweile vermied. Die Geschichte bebildert den harten, gefährlichen Kampf der Frauen im postsowjetischen Wolfsrudelkapitalismus Weiterlesen

Zwiespältige Borussia-Freude

Das grösste Arschloch unter den Fußballprofis weltweit, Sergio Ramos, der mit seinen Foulspielen schon Champions-League-Finals entschieden hat (Liverpool-Fans werden sich ungern erinnern), hat gestern in wenigen Spielminuten zwei Elfmeter hintereinander verschossen. Gegen wen? Gegen unseren Torwart, Yann Sommer. Dass es borussiatypisch kein vollständiger Triumph wurde, lag an einem Gegentor – wiederum borussiatypisch – in der 89. Minute. Wenn der Yann traumatisiert ins Mannschaftstraining zurückkehrt, ist es Zeit für eine diplomatische Demarche bei der Schweiz. Weiterlesen

Tagesvergleich Rheinland-Berlin

Heute ist es aus ihm herausgebrochen. Klaus Hoeltzenbein ist Sportressortchef der Süddeutschen Zeitung. Die (und er) hat ihren Redaktionssitz in der gleichen Stadt im süddeutschen Raum, wie ein bekannter deutscher Fußballgrosskonzern, dessen Name hier nichts zur Sache tut. Hoeltzenbein lebt und arbeitet im Exil, mit all den Fährnissen, die damit verbunden sind. Würde er z.B. an diesem Ort in den Medienkrieg gegen den Fußballkonzern ziehen, Weiterlesen

Live-Fetischismus

Schlafen war die beste Option. Wer jedoch glaubte, danach in einer besseren Welt aufzuwachen, musste das als Illusion erkennen. Schlafen kann Kämpfen nicht ersetzen. Gegen Donald Trump kämpfen? Unbedingt. Für Joe Biden kämpfen? Hmmm, ääh, ja gut, geht wohl nicht anders. So ist es dann auch ausgegangen.
Als DLF-Moderator Philipp May heute morgen um 8.50 h gestand, dass wir jetzt “genauso schlau wie vor 5 Stunden” sind, grunzte ich zufrieden in mein Kissen, Weiterlesen

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 Beueler-Extradienst | Impressum | Datenschutz

Theme von Anders NorénHoch ↑