Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: BVB (Seite 5 von 15)

BVB – geht doch

Hinweis für Fussballunkundige: der folgende Text enthält Spuren von Satire
Der 22. war ein guter Borussia-Spieltag. Meine, die wahre Borussia zeigte nach langen Wochen plötzlich ein gutes Spiel. Mit einem Haken: das 3:2 drückte ihre Spielstärke nicht hinreichend aus. Die andere, die BVB-Borussia zeigte heute, zur allgemeinen Überraschung, ohne ihren Superstar Haaland, der um seinen vertraglichen Abgang pokert, eine fehlerlose, geschlossene Mannschaftsleistung. Weiterlesen

Omikron und Langeweile

Die gute Nachricht zuerst. Heute ist der erste Tag seit Omikron, an dem die 7-Tage-Inzidenz in Bonn leicht zurückgegangen ist: von 1.652 auf 1.504. Die Bonner Impfquote liegt über 87%; zwei Drittel sind geboostert. Stand letzter Woche liegen 88 Coronafälle im Krankenhaus (19 auf Intensiv), das war zuletzt angestiegen. Diese Daten sind respektabel – bei allem Chaos, das die arbeitenden Menschen, insbesondere in Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen durchzustehen haben. Weiterlesen

Gestern, beim Fussballgucken

BVB – SC Freiburg (5:1), zwei spielstarke und sympathische Mannschaften, gestern Abend, 20.30 h. Meine Fussballkneipe gut besucht, aber nicht überfüllt, einige Beuel 06-Spieler, und endlich meinem Wirt Kamel ein frohes neues Jahr wünschen. In der 2. Halbzeit spielte der BVB wie immer, wenn er die Seitenwahl gewinnt, auf die berühmte Süd, so leer, dass es wehtat. Der TV-Ton in der Kneipe war leise gestellt. Warum, das sehen Sie hier.

Und was machen die Borussen?

Friedrich Küppersbusch: “Es war das letzte Spiel BVB–Bayern nach altem Reglement. Künftig wird vor dem Anpfiff ein Bayern-Elfer ausgeführt, ein Dortmunder vom Platz gestellt, und ein Bayern-Spieler tritt einen Dortmunder seiner Wahl ahndungslos um. Beim Stand von 1:0 für Bayern wird die Partie dann gegen zehn Dortmunder angepfiffen. Wenn noch jemand möchte. Dieser neue Modus heißt „Wie immer“. Weiterlesen

Theweleit-Unsinn

mit Update 29.10.
Einige Hinweise für ernsthaftes Interesse am VfL 1900 Borussia Mönchengladbach
Bis heute habe ich den in NRW arbeitenden Sportjournalisten Daniel Theweleit für einen kompetenten (und gut schreibenden) Fussballjournalisten gehalten. Als Gladbach-Fan bin ich es ausserdem gewöhnt, bevorzuge es sogar gegenüber kompetentem Interesse, wenn was-mit-Medien-Leute das Sportmodell Borussia Mönchengladbach nicht verstehen und ignorant verharren. Denn das ist Teil des Sportmodells. Ein Medieninteresse wie in Barcelona, München, Hamburg, Frankfurt oder Berlin würde die Preise verderben und die Entwicklung von Teamgeist erschweren.. Wenn die Konkurrenz doof bleibt, ist sie besser auszuspielen (wie gestern). Dazu leistet Herr Theweleit heute seinen “solidarischen” Beitrag in der FAZ. Weiterlesen

Junior-PR-Berater / Verurteilter Richter

Gegensätze des Tages: Borussia und Sarrazin
Wer sich nicht für Fussball interessiert, kann unten beim letzten Hinweis-Absatz weiterlesen. Hier geht es jetzt mal einige Zeilen um Borussia Mönchengladbach und Max Eberl. Zur professionellen PR-Strategie des Letzteren gehörte es, sich 90 Minuten, also ein fussballspiellang, mit kritischen Fans reflektiert zu unterhalten. Die Fans sind keine Feinde, aber der einschmeichelnd-professionellen Gesprächsführung doch so mächtig, dass sie aus dem Gesprächsgast viel herausholen. Weiterlesen

Auf der Flucht

Gesichtserkennungs-Gangster / Fracking-Gangster / Stadionnamensdiebe
Kann ein Landesbeauftragter für Datenschutz organisierte Kriminalität zur Flucht in fernes Ausland zwingen? Das war mir bisher neu. Respekt. Jetzt fehlt nur noch eine Datenschutzpolitik in EU und Deutschland, die das mit materiellem Vollzug unterlegt und stützt. Constanze Kurz/netzpolitik berichtet.
By the way: sind die Grünen-Wahlplakate, die ich eben auch in der Beueler City schon sah, ein technischer Trick gegen die Gesichtserkennungspest? Weiterlesen

Berliner Mauerbau

Vor Jahren hatte mich bereits der Berliner Tagesspiegel mit seiner Paywall-Politik als digitaler Leser vertrieben. Nun habe ich mich auf Empfehlung von Extradienst-Gastautor Ludger Volmer gerade bei der Berliner Zeitung warmgelesen, da überrascht sie mich äusserst unangenehm mit einer Ausweitung ihrer Bezahlmauer, ironischerweise sogar in ihrer Rubrik “Open Source”. Die FAZ hat ihre Mauer anlässlich des Halbjahrsbeginns ebenfalls noch weiter hochgezogen. Solchen Verzicht auf digitale Aufmerksamkeit muss mann sich halt leisten können. Weiterlesen

Hydra und lahme Enten

Wer mag noch hinschauen? Brauchen Sie jetzt eine EM?
Selbst Fans blicken nicht mehr durch. Kürzlich sprach ich mit einem FC-Fan, der an den DFB-Intrigen nichts mehr kapiert. Ein FC-Fan. Müssten die sich nicht mit Kölner Intrigen auskennen, also prädestinierte Fachleute sein? Nun ja, die sind natürlich mit Abstiegskampf ausgelastet. Prognose: auch für Kölner*innen wird die 2. Liga die interessantere. Der DFB dagegen ist weit tiefer gesunken. Weiterlesen

Lärm und Langeweile

Wundersame Bahn LXI
Pokal-Halbfinale. Nur gut 5 1/2 Mio. haben noch zugeguckt. Halb so viele, wie heute dem bösen Liefers im Tatort-Münster zugucken werden. Mir war schnell langweilig, ca. nach dem 2:0. Die Pflicht für einen BVB-Fan in den USA zu gucken, um ihm davon berichten zu können, war zuvor entfallen. Er konnte selber gucken, und musste in der 2. Halbzeit verharren, weil er einen Kater hatte, einen echten, auf dem Schoss. Ich kehrte zu 3sat zurück: Thementag “Zuggeschichten”. Weiterlesen

Verkaufsstrategie

Ist Berlusconi für die Grünen? / Wird die DFL unverkaufbar?
RTL hat kürzlich auf die PR-Pauke gehauen, weil sie angeblich der ARD das Projekt “Klima vor 8” weggeschnappt hatten. Jetzt macht Pro7Sat1 Lärm damit, dass sie die erste Kanzlerkandidatin der Grünen exklusiv interviewen würden. Beide haben es nötig. Bertelsmanns RTL hat 2021 einen TV-Marktanteil von 7,6% (in den 90ern war das mal knapp das Dreifache), und Pro7, das das Interview senden will, hat einen Marktanteil von 3,9%. Es stellen sich also viele Fragen, wer von den Beteiligten wie wenig nachgedacht hat. Weiterlesen

100 und 80

Im Fussball war das meiste früher besser: Alfred Preissler & Horst Trimhold
Diese Woche ertappte ich mich dabei, dass die Champions League und die Europa League ihr Viertelfinale spielten. Und ich habe nicht nur nichts gesehen; es interessierte mich auch nicht. Der einst profitträchtige Verkauf ans Pay-TV rächt sich jetzt angesichts verschlossener Fussballkneipen grausam: die teuersten Fussball-“Events” verschwinden in einem grossen dunklen Aufmerksamkeitsloch und werden der Vergessenheit übergeben. Hier soll es um welche gehen, die nicht vergessen sind. Weiterlesen

Verbrecher! und Verbrecher?

Wackelnder Hedgefond / Gewerkschaften? In USA? / Fussball- & Dopinggangster / Mrs. Maxwell
Ich muss zugeben, dass ich mich immer wieder erneut verunsichert fühle, wenn die FAZ die wichtigste Informationsquelle meiner anschwellenden antikapitalistischen Systemkritik ist. Klar, es verrät vor allem etwas über die Qualität der Andern. Und die FAZ als Informationsquelle konservativer und reaktionärer Herrschender kann sich schlechte Qualität nicht leisten. Sie investiert also in gut ausgebildete Korrespondent*inn*en und Autor*inn*en, und bisweilen hat das sogar Vorrang vor deren eigener politischer Einstellung. Es sind also immer Rosinen drin, deren Lektüre lohnt.
Hedgefond-Desaster Weiterlesen

Stürzende Männer

mit Update nachmittags
Reichelt, Tönnies, Stegemann, Rose
Viele was-mit-Medien-Leute grübeln, was beim sich-das-Maul-zerreissen über den Springer-Milizionär Julian Reichelt (Video 8 min) nun gerecht und ungerecht, sachlich und unsachlich sei. Wer diese Debatte in den Krieg der Geschlechter einordnet, kann gerne und noch lange weitergrübeln. Ich biete eine einfachere Erklärung. Jetzt ist März. Die ivw-Staistik über verkaufte Auflagen im 1. Quartal kann noch etwas dauern. Vielleicht ungefähr so lange, wie die gegenwärtig laufende Springer-interne Compliance-Untersuchung über Reichelt. Weiterlesen

Es ist nicht wichtig

83 Mio. Bundestrainer*innen?
In meiner Kindheit waren es nur die Männer. Seit markengerechte Models der Marken Josip Guardiola, Jürgen Klopp und Hans-Joachim Löw die Szene beherrschen, haben sich auch die Frauen zu Expertinnen emanzipiert. Aber haben sie nicht heute andere Sorgen? Doch haben sie. Es ist eine Medieninszenierung. Denn der Profifussball implodiert. Und die parasitären produktpräsentierenden Medien, die auf Journalismus verzichten, gehen den gleichen Bach hinunter. Weiterlesen

Sportjournalismus, Reste, gestern

mit Update nachmittags für Gladbach-Fans
Hat der WDR jetzt endlich, zumindest am Sonntagabend, ein konsistentes TV-Programm? Für mich: Ja. Nach dem Tatort Bundesliga, naja, gestern war halt nichts Sehenswertes dabei. Dann Dittsche, der unerbittliche Kämpfer für die Rehabilitation des Kaffeefilters, mit einer wichtigen Nachricht aus der deutschen Impfpolitik: wer sich als 78-jähriger vorgedrängelt hat, sich als 87-jähriger ausgab (Jahrgang 1934 statt 1943), kriegt seine Impfung wieder abgesaugt. Weiterlesen

Solidaritäten

Krankenpflege – Behindertenbewegung – Ruhrpott
Jan Latza und Harald Weinberg/Junge Welt liefern unter dem Titel “Gepflegter Widerstand” eine Analyse tariflicher und gewerkschaftlicher Kämpfe in der Krankenpflege. Kompliment, das liest sich informativ und politisch instruktiv. Und ist in seiner Wichtigkeit nach heutiger Kenntnis kaum noch zu überschätzen.
Politisch weit komplizierter, und nicht weniger wichtig ist der Diskussionsbeitrag von Taleo Stüwe/Jungle World: “Die Pro-Choice-Bewegung vermeidet die Auseinandersetzung mit pränataler Diagnostik – Keine Angst vor Komplexität Weiterlesen

Kein Erlöser gegen Geldverbrennung

Von Dortmund bis Arabien
Nichts ist mehr sicher. Karrieren lassen sich nicht mehr planen. Jede Chance, die sich unter den aktuellen Umständen noch bietet, muss sofort genutzt, darf nicht aufgeschoben werden. Denn je länger es noch dauert, um so fürchterlicher wird die Postcorona-Zeit werden. Alles wird umgegraben, vieles wird auf der Strecke bleiben.
Der Fussballlehrer Marco Rose ist ein intelligenter Kerl. Weiterlesen

Iran hat gewonnen

Im Jemenkrieg: was wird besser? / Und: Helden-Demontagen: Nawalny vs. Jawlinski / Klopp
In mehreren Beiträgen, mehrheitlich eingemauert, analysiert die FAZ die strategischen Rahmenbedingungen des verbrecherischen Jemen-Krieges nach der Wahl Joe Bidens zum US-Präsidenten. Der Wechsel in den USA ist einer zu strategischem Realismus. Die Patenkinder des Iran scheinen, obwohl finanziell und militärtechnologsch unterlegen, politisch klar gewonnen zu haben. So geht es aus Informationen hervor, die FAZ-Korrespondent Christoph Ehrhardt von Beirut aus zusammengetragen hat. Weiterlesen

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 Beueler-Extradienst | Impressum | Datenschutz

Theme von Anders NorénHoch ↑