Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: WDR (Seite 14 von 29)

Unter 100!

mit Update abends
Bonn auf gutem Weg? – Ruhrgebiet wieder unter Medienquarantäne
Die 7-Tage-Inzidenz in Bonn ist heute erstmals seit Mitte Oktober wieder unter 100 gesunken: auf 97, die Belegung der Krankenhausbetten mit Covid-19 Patient*innen, zwischenzeitlich über 150 ist wieder auf 192 gesunken, 33 davon auf Intensivstation. Gute Nachrichten verkaufen sich schlecht für kommerzielle Medien. Da dieser Blog ohne Kapital läuft, kann er sich gute Nachrichten “leisten”. Weiterlesen

Beim Ableben

mit Update 14.1.
“Sport inside” (WDR) und “Zapp” (NDR)
Es begleitet mich schon mein ganzes Leben. Jeder Relaunch, jede Programmreform enteignen mich einer wertgeschätzten journalistischen Leistung. Und zwar nicht nur bei Privatprodukten, die von Werbung abhängig sind, sondern gerade bei den öffentlichen Medien, die schon von mir finanziert werden. Dazu habe ich zwei neue Verlustmeldungen.
Der NDR ist ja angeblich “schuld”, dass der WDR zahlreiche seiner journalistischen Leistungen kürzt oder ganz beseitigt. Das schafft der WDR aber auch ganz alleine. Weiterlesen

Sport oder Kultur?

Eine Schwachsinnsalternative. Ex-OB Jürgen Nimptsch hat sich und seine Partei mal auf diesen Holzweg gelockt, und zahllose rat- und ideenlose Kommunalpolitiker*innen versuchen bis heute, entsprechende Lobbys in ihrer Stadt, wenn sie sich dafür als doof genug erweisen, gegeneinander zu hetzen. Eine lebende Antwort auf diesen Schwachsinn ist Hajo Sommers, der sowohl Präsident des von mir in Bonn immer gern gesehenen Viertligisten Rot-Weiss Oberhausen ist, als auch, wie ein berufliches und existenzielles Ebenbild unseres Pantheonchefs Rainer Pause, Intendant des “Ebertbades” in Oberhausen. Arnd Zeigler, Stadionsprecher von Werder Bremen, sprach mit ihm. Weiterlesen

WDR: Radiojournalismus stirbt

Manche hören ja immer noch traditionsbewusst zu. Ich habe mich schon vor etlichen Jahren von den WDR-Radiowellen verabschiedet. Es muss die Zeit gewesen sein, in der auf WDR3 alle Informations- und Essaybeiträge plattgemacht wurden. Nun passiert ähnliches bei WDR5. In dieser Welle war alles als Restmüll gelagert worden, was noch aus gesprochenem (und nicht nur gelabertem) Wort bestand. Diesen Resten geht es jetzt auch an den Kragen. Weiterlesen

Der Himmel stürzt auf die ARD

Wenn die ARD ihr Quotenrennpferd Tagesschau nicht mehr absenden kann, dann ist ihr der Himmel auf den Kopf gefallen. Es passierte heute um 17 h. Der erste Startversuch begann einige wenige Sekunden zu spät. Hinter Herrn Boetzkes fehlen die Bilder. Er sagt den ersten Beitrag an, doch nichts passiert. Auf seinen Kopfhörern bekommt er keine Hilfe, sondern die Ansage abzubrechen. Nach 6-7 Minuten ein erneuter Startversuch. Weiterlesen

Aufhören können

Rolf Bringmann, Randi Crott
Anlässlich des Endes der WDR-Mitternachtsspitzen, bzw. deren alter Mannschaft, verirrte ich mich gestern zu einem langen Gespräch, das der WDR mit seinem ehemaligen Redakteur und langjährigen Verantwortlichen für die Mitternachtsspitzen, Rolf Bringmann führte. Ich hatte Bringmann selbst in meiner Rundfunkratszeit (1997-2003) mal persönlich getroffen und kennen gelernt. Es war ein sehr informatives und angenehmes Gespräch, ganz wie auch dieses, das in der WDR-Mediathek vorgehalten wird.
Es ist Teil einer längeren Reihe, die der Sender linear in der Nacht verklappt hat. Weiterlesen

Verpasst?

Drei Hinweise, die Sie nicht verpassen sollten
“Unser Haus”, produziert von der Firma von Valentin Thurn, in Köln kein Unbekannter, lief gestern auf ARTE. Es geht um eine Hausbesetzung, ein Bürogebäude des ehemaligen Grossmarktes in Köln-Raderthal wurde umgewidmet zu Wohngmeinschaftsetagen für mehrere Kölner Obdachlose. So weit, so gut. Merkwürdig nur, dass der auf ARTE gesendete Film vom SWR zugeliefert wurde, und nicht vom WDR, der dort zur Weimarer Republik sogar einen Sender betrieb. Ist Herr Thurn dort nicht gut gelitten? Weiterlesen

Zu früh gestorben

mit Update mittags
“Gott” und George bei Zeigler
Eine würdige Würdigung des verstorbenen Diego Armando Maradona gelang gestern Arnd Zeigler/WDR. Zu Beginn seiner Sendung schimpfte er über die Metadebatte derjenigen, die sich in den asozialen Netzwerken über die Trauernden belustigen. Ab Minute 20 machte er mit altem Archivbildmaterial die Magie spürbar, die von Fußballern wie Diego und dem ebenso zu früh verstorbenen George Best zu ihrer Zeit ausgegangen ist. Beide Genies verstarben exakt am 25. November – George vor 15 Jahren.
Die Verehrung der beiden hat selbstverständlich auch einen sehr nüchtern zu betrachtenden Kern. Weiterlesen

WDR kritisch mit sich selbst?

Für mich ist das mal eine gute Nachricht. Bei uebermedien.de ist ein Bericht von Boris Rosenkranz jetzt ohne Paywall zugänglich, der einen umfassenden, ja sogar selbstkritischen Diskussionsprozess im Westdeutschen Rundfunk (WDR) über seine eigene Corona-Berichterstattung sichtbar macht. Nach Rosenkranz’ Darstellung, der selbst häufig für den NDR arbeitet, sieht es so aus, dass es Oben anfing: beim „Programmdirektor Information, Fiktion und Unterhaltung“ Jörg Schönenborn. Ebenfalls aus dem Bericht geht hervor, ein initiatives E-Mail-Rundschreiben Schönenborns im WDR habe „so viele Reaktionen ausgelöst, wie ich es hier in der Programmpost noch nicht erlebt habe“ – es bewegt also viele, die im Sender für uns arbeiten. Weiterlesen

Saarländer / Neuigkeitenzimmer

Der weltweit vielleicht berühmteste Saarländer ist – wahrscheinlich nicht Oskar Lafontaine, und auch nicht Weltmeistertrainer Helmut Schön, sondern – Etepe Kakoko, Platz 4 bei Afrikas Fußballer des Jahres 1973. Arnd Zeigler/WDR wies gestern (ab Minute 19:45) auf den berühmten Mann hin, der nach seiner Vorstellung bei der WM 1974 zunächst recht erfolgreich beim VFB Stuttgart spielte und 1982-84 für den 1.FC Saarbrücken. Weiterlesen

Biologisierung der Technik

Und: Affen der Fleischindustrie / Literatur-Relotius
Wenn Sie was zum Denken suchen, am heutigen Lockdown-Sonntag, nehmen Sie Matthias Greffrath/DLF: “Anmerkungen zur Automatisierung”, der intellektuelle Höhepunkt dieses Tages (Anne Will fällt nämlich aus 😉 Greffrath wendet sich gegen den Technik-Determinismus. Die angebliche Zwangsläufigkeit vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger Entwicklungen lenkt von der politischen Verantwortung, Weiterlesen

Verwurstung

Kinder – Leichen – Arbeiter*innen
Der Deutschen Fußball-Liga (DFL) geht es schlecht, sehr schlecht. Insolvenzen in Kürze nicht ausgeschlossen. Darum ist sie nun endlich, endlich in den profitablen Kinderhandel eingestiegen, und Sport inside/WDR, das ist das, was ausser mir keine*r guckt, hat gestern nacht darüber berichtet (Video 12 min).
Der Wiener Attentäter hat sein Ziel erreicht. Zahlreiche Medien machen ihn weltweit berühmt. Weiterlesen

Oscar-Nominierung – fast verhindert

18 Jahre Lebenszeit für “Und morgen die ganze Welt”
Den Film habe ich noch nicht gesehen. Das wird wohl nun auch noch dauern. Politisch aufschlussreich sind aber auch die Besprechungen des Films. Drei Quellen, die ich auf ihre Art alle schätze, kommen zu verschiedenen, bis hin zu gegensätzlichen Urteilen. Sie verraten viel über den Stand des linken publizistischen Diskurses.
Tobias Prüwer/Jungle World liefert einen harten Verriss. Seine Perspektive kann ich insofern nachvollziehen: Weiterlesen

Buhrows Nebentätigkeit

Der Haupttätigkeit fehlt einiges (s.u.)
Tom Buhrow ist als WDR-Intendant einer der bestbezahlten Angestellten der Bürger*innen Nordrhein-Westfalens. Wenn er seinen Job gut macht, habe ich dagegen gar nichts einzuwenden. Die Besten sind für uns Rheinländer*innen und Westfälinnen und Westfalen gerade gut genug, und sollen uns ja nicht von Konzernen aus dem süddeutschen Raum weggekauft werden. Der Herr Buhrow hat nun einen Gastbeitrag bei einem Medium aus dem hessischen Raum abgeliefert. Auch dagegen habe ich nichts einzuwenden. Wohl aber, wenn der Text des von uns bezahlten Buhrow hinter einer Paywall vermauert wird. Weiterlesen

Politmagazin

Die wichtigen Themen unserer Zeit in “Sport inside”, einem vom WDR verschämt kurz vor Mitternacht verborgenen Magazin des Investigativjournalismus. In der jüngsten Ausgabe ging es um die Abschaffung des Journalismus, Kapitalherrschaft und Rassismus im Fußball, sowie sexualisierte Gewalt im Sport. Was wäre wichtiger als das? Weiterlesen

Flächendeckender Kulturwandel

#metoo wälzt die Gesellschaft um – zum Guten

Ob es eine gute Idee der WDR-Programmdirektion war, die Schimanski-Tatort-Wiederholungen auf Mitternacht zu verschieben, kann angezweifelt werden. Die gestrige Folge “Kielwasser” hatte mit 8,6% immer noch einen höheren Marktanteil, als das Hauptabendprogramm des WDR-TV (rund 7%). Schimmi werden jüngere Tatortwiederholungen vorgeschaltet, weil die Yuppies in den WDR-Büros glauben, bei Schimmi funktionierten die heutigen “Sehgewohnheiten” nicht mehr. So sah ich gestern beiläufig einen Köln-Tatort von 1997. Der hatte – zufällig – eine mehrfache besondere Bedeutung. Weiterlesen

Mediathek-Perlen & Quotenanbeter

Dänische Miniserie und Musik-TV / WDR – der Umfaller-Sender
mit Update
“Killing Mike” wurde u.a. von FAZ und taz besprochen. Ich habe nachts mal linear reingesehen. Bei mir wurde eine Erinnerung an “Fargo” wachgerufen, das mir den Trump-Wahlsieg 2016 ungewollt verständlicher machte, durch alle Ritzen triefte der US-amerikanische Exzeptionalismus. Letzteres kennen die die Dän*inn*en meines Wissens so nicht, sind in vielem aber nicht weniger konservativ, Weiterlesen

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