Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Autor: Helmut Lorscheid (Seite 10 von 12)

Denken ist Glücksache

Wundersame Bahn XLIII
Die Mitarbeiter der Bonner Krankenhäuser fahren häufig mit Bus und Bahn. Das sollen sie ja auch, das ist vernünftig so. In Zeiten wie diesen ist das medizinische Personal von besonderer Wichtigkeit, folglich werden die Stadtwerke, deren Vorstände ja richtig gut bezahlt werden, sich Gedanken gemacht haben, wie man dieses Personal möglichst schnell zu ihrer Arbeitsstätte, etwa der Uni-Klinik und dem Marienkrankenhaus etc. transportiert und nach Dienstschluß wieder nach Hause bringt. Herausgekommen ist bei diesem Nicht-denken, Weiterlesen

Carona und der 20.April

Seit Tagen erhalte ich – wie sicherlich viele andere Menschen auch, Terminabsagen. So eben auch von einer Hochschule im Raum Bonn. Der normale Unterrichtsbetrieb stARTE erst wieder am 20. April 2020. Meine vorherigen Termine könne ich als erledigt betrachten. Ärgerlich, weil Verdienstausfall für mich als Freiberufler.
Aber auch kommerzielle Veranstaltungen und alle möglichen Öffnungszeiten – immer erst wieder ab 20. April. Warum? Mir kommen da böse Gedanken. Weiterlesen

Kein Fußball aber Manöver

Die Bundesregierung empfiehlt Großverstanstaltungen mit über 1000 Teilnehmern derzeit zu vermeiden. Deshalb fallen sogar Fußballspiele aus. Nun habe ich mir in meinem Leben noch nie ein Fußballspiel angeschaut, weder live und in Farbe, noch früher schwarz/weiß. Ich werde es auch nicht – genau so wenig wie ich jemals in den letzten 64 Jahren einen McDonalds oder Starbucks betreten habe und auch das werde ich in den sicher noch folgenden weiteren 64 Jahren nicht tun. Warum auch? Insofern war meine Argumentation mit Fußballspielen gegenüber der Bundesregierung vielleicht nicht so ganz aufrichtig, aber ich dachte als Vergleichsgröße passt es zum NATO-Manöver “Defender”. Weiterlesen

Keine unangemeldete Fröhlichkeit bitte

Nichts ist ernster als der Karneval
Bonn ist eine fröhliche Stadt. Beethoven-Stadt – also ist doch alles musikalische willkommen, oder?
Willkommen sind auch internationale Gäste, oder?
Und an Karneval herrscht besonders in der Altstadt, dort wo der Zug endet, ausgelassene Fröhlichkeit, oder?
Oder vielleicht doch nicht – denn unangemeldete Fröhlichkeit, gepaart mit fremdländischer Musik, geht gar nicht. Weiterlesen

Geschichten aus dem Bundestag

Wer sitzt im Bundestag – und wer nicht?
Die “Süddeutsche Zeitung” hat eine Fleißarbeit darüber veröffentlicht, wer und vor allem, wer nicht im Bundestag sitzt. Und besonders auch darüber, welche wesentlichen Teile der Bevölkerung dort nicht vertreten sind. Lohnt sich zu lesen. Die Süddeutsche schreibt: “Vor einigen Wochen hat die SZ einen Fragebogen an alle Abgeordneten des neuen Bundestags geschickt. 280 von ihnen haben mitgemacht und geben so eine Antwort auf die Frage: Wie gut repräsentieren die Abgeordneten ihr Volk? Das Ergebnis ist eindeutig: Verglichen mit der Gesamtbevölkerung sitzen im Parlament nicht nur zu wenige Frauen und zu wenig Migranten, sondern auch: zu wenig Landbewohner, zu wenige Menschen mit Hauptschulabschluss, zu wenige mit einer Behinderung.” Weiterlesen

Liebe CDU, bitte stell den Merz auf

Der ist doch klasse. Jeder der diesen alt gewordenen Schnösel sieht, empfindet, zumal wenn der Kandidat den Mund aufmacht und Worte sagt, nur eins – Kopfschmerz, Ablehnung, Ekel. Es sei denn er heißt Philipp Amthor. Dann, oder wenn man selbst zu den wenigen Gewinner einer Merzschen Politik gehört, ist das anders. Dann freut man sich über Merz. Wenn man also Rente ab 70 oder 80 will, weil man selbst ja von Aktienvermögen oder Mieteinnahmen lebt, oder wenn man sonst Gefallen an Sozialdarwinismus findet. Wenn man wie Merz meint, dass man Hartz 4 noch weiter kürzen könne, man die Gesetzliche Krankenversicherung abschaffen und private Versicherung verpflichtend einführen soll. Weiterlesen

Trinkgeldbesteuerer und andere Vollpfosten

Warum sind SPD-Finanzminister so wie sie sind? Zumindest in den letzten zehn, fünfzehn Jahren wiesen sich sozialdemokratische Finanzminister durch besondere Unglaubwürdigkeit aus. Da gab es beispielsweise den Finanzminister Peer Steinbrück. Der bestand als Landesfinanzminister darauf, die damals in Frage stehende “Trinkgeldbesteuerung” aufrecht zu erhalten. Insbesondere die mit Tourismus befassten Bundestagsabgeordneten waren sehr für die Abschaffung dieser unsinnigen Marginalsteuer. Steinbrück veranstaltete in Muffendorf – einem Ortsteil von Bonn-Bad Godesberg, ein eigenes Presse- Hintergrundgespräch zu diesem Thema. Weiterlesen

Frontal 21 heute abend

CIA und BND betrogen die Regierungen von über 100 Staaten
Der Kölner Filmemacher Peter F. Müller und der ZDF-Redakteur Ulrich Stoll zeigen heute abend in der Sendung “Frontal 21” (ZDF), wie CIA und BND über Jahrzehnte die Regierungen von über 100 Staaten systematisch ausspionierten. Die beiden Nachrichtendienste bedienten sich dabei der Schweizer Firma Crypto AG, die sie seit 1970 zu je 50 Prozent erwarben. Das Unternehmen stellte Verschlüsselungstechnik für abhörsichere Kommunikation her und verkaufte diese weltweit. Die Kunden wussten nicht, dass BND und CIA die Technik manipulieren ließen. Weiterlesen

Thüringen vor 90 Jahren schon mal ganz vorn

Das Sozialforum Berlin veranstaltete gestern Abend eine Protestkundgebung vor der FDP-Bundesgeschäftsstelle (Reinhardtstraße 14, 10117 Berlin) gegen den “Tabubruch in Thüringen”. Im Aufruf wird daran erinnert, dass es vor 90 Jahren in Thüringen mit der Baum-Frick-Regierung in der Weimarer Republik die erste Landesregierung mit einer Beteiligung der NSDAP gab. Weiterlesen

Hilfreiche Verzögerung

Wundersame Bahn XLIX

Köln Hauptbahnhof, kurz vor 23.00 Uhr. Die große Anzeigetafel in der Haupthalle ist noch immer gut gefüllt, wartende Fahrgäste, die zwischen sorgenvoll und mißmutig ihre Köpfe recken, um die immer wieder interessanten Zusatzinformationen zu den einzelnen Zügen auf der großen Anzeigetafel zu lesen. Kaum eine Zuganzeige ohne Begleittext. Die umgekehrte Wagenreihung bei Fernzügen ist die harmlose Variante. Verspätungen und Ausfälle gibt es mehr als pünktliche Abfahrtzeiten.
Die Züge nach Bonn, der RB 48 um 23.36 Uhr nach Remagen und der RB 23.56 Uhr nach Bonn-Mehlem kamen in Frage.

Aber leider – laut Anzeige – nur theoretisch. Weiterlesen

Mann muß halt ein bisschen warten

Wundersame Bahn XLVIII
Bonner DB-Information mal loben

Die Bahn Mitarbeiter an der Auskunft am Bonner Hauptbahnhof werden wahrscheinlich nicht oft öffentlich gelobt. Das möchte ich für meinen Teil mal ändern. Mir haben sie schon mehrfach aus der Patsche geholfen, zum Beispiel als Anlaufstelle für die Finder meiner Bank- oder Kreditkarten, die ich in in unschöner Regelmäßigkeit in einem dieser Fahrkartenautomaten stecken lasse. Schon zwei Mal wurde ich deshalb ausgerufen… Weiterlesen

Ein Papiertiger wird bissig

Der Bonner Klimabeirat fasst einen Beschluss
In Bonn wird – besonders seit der schwarz-grünen Zusammenarbeit – weiterhin allerlei Unfug geplant und vor allem auch gebaut. Aber vorher gibt es stets so etwas wie “Bürgerbeteiligung”. Die Bürger sind aufgerufen, sich was Gutes zu überlegen, es auszuarbeiten und nett zu formulieren. Also feine, aber folgenlose Vorschläge zu machen. So war das auch, bevor dieses gräßliche Gebäude für Primark, Bürohäuser und ein Parkhaus direkt vor dem schönen Bonner Bahnhofsgebäude gebaut wurden. Auch hier gab es viele spannende Überlegungen, bevor, statt die klugen Vorschläge aus der Bürgerschaft zu beachten, wieder mal städtebaulichen Einfaltspinsel ihre Bausünden verwirklichen durften. Weiterlesen

Bonn sollte 13750 Euro pro Monat sparen

mit Update nachmittags
Wer braucht Kornelia Hülter?
Bonn Orange sorgt für Ärger. Immer und überall. Bonn Orange, eine Anstalt des öffentlichen Rechts (bonnorange AöR), also eine weitgehend selbständige Einrichtung der Bundesstadt Bonn. Also eine jener Konstruktionen, deren tieferer Sinn darin besteht, verdiente oder auch sonst schwer vermittelbare Personen des öffentlichen Lebens irgendwo unter zu bringen und gleichzeitig traumhaft gut zu bezahlen. Was diese Anstalt macht, könnten auch die Stadtwerke tun. Niemand, außer den sich selbst bedienenden Politiker braucht für Müllentsorgung, Winterdienst und Straßenreinigung eine Extra Gesellschaft. Die Leiterin dieser Anstalt erhält ein stattliches Salär: Weiterlesen

Der VRR spinnt

Wundersame Bahn XLIV
mit Update 13.1. nachmittags
Meine Fahrt zur Fachschule in Düsseldorf ist eigentlich eine recht bequeme Angelegenheit. Oft kann ich sogar von Bonn bis Düsseldorf durchfahren. Als Inhaber eines Jobtickels für den VRS muß ich lediglich das “EinfachWeiter”-Ticket lösen – also zwei für die Hin- und Rückreise. Ich hatte nur noch eines – wollte das zweite Ticket gleich nach Ankunft im Düsseldorfer Hauptbahnhof an einem der Automaten kaufen. Dies jedoch gestaltete sich kompliziert. Weiterlesen

Die Bahn und ihr grüner Strom

Wundersame Bahn XLIII
Seit Jahren bastelt die Bahn an der Erneuerung der Dächer über den Gleisen des Bonner Hauptbahnhofs. Die Bahn ist ja bekanntlich neuerdings ganz grün, fährt angeblich mit “100 Prozent” erneuerbarer Energie. Stellt sich die Frage, wo sie denn soviel “grünen” Strom her bekommt. Bis vor kurzem war beispielsweise in ICE-Zügen in Richtung Berlin Werbung des RWE zu sehen. Ich habe die Bahn gefragt, woher ihr Strom kommt, über die Antwort werde ich berichten. Weiterlesen

Klatschnass im Wartehäuschen

Wundersame Bahn XLI
Wer Bus und Bahn fährt, muß auch schon mal umsteigen und vor allem in Bonn auch ganz oft warten. Für diese Wartezeit gibt es Wartehäuschen, das waren früher mal Bauten mit Mauern aus richtigen Steinen und einem Dach drauf. Später gab es ähnliche Konstruktionen aus Glas oder Kunststoff und Metall. In der Bonner Innenstadt stehen heute kleine schicke Bauten aus Glas. Nur das diese Dinge vor nichts mehr schützen, weil sie so gebaut sind, dass es zieht und man darin nass wird. Bei Starkregen wird man darin sogar klatschnass. Weiterlesen

Osnabrück – wo der ÖPNV noch Spaß macht

Wundersame Bahn XXXIX

Es gibt noch Erfreuliches vom Bahn- und Busfahren. Ich bin vergangenen Freitag, also am 22.11.19 für knapp 22 Euro mit einem IC von Wuppertal nach Osnabrück gefahren. Durchgehender IC 2024 in Richtung Hamburg, meine Strecke führte von Wuppertal bis Osnabrück. Genügend Platz im Waggon, ein Traum – funktionierende Heizung und Toiletten, auch während der Fahrt keine Verspätung. Wirklich pünktliche Ankunft. Schön, dass ich das noch erleben durfte. Solchermaßen verwöhnt Weiterlesen

Wer vertritt die Kunden im VRS?

Wenn selbst die Kölner Grünen in den Gremien des VRS für die jüngste Fahrpreiserhöhung gestimmt haben, dann frage ich mich – wer vertritt eigentlich die Fahrgäste? Warum werden keine Fahrgastvertreter gewählt – das ließe sich organisieren. Warum streben wir – die VRS-Kunden – das nicht einfach mal an? Schlimmer als jetzt, kann es nicht werden. Und statt der Rufnummer des „Verbesserungsmanagement“, deren Mitarbeiterinnen zwar geduldig zuhören, aber nichts ändern können, also mehr so eine Art SWB-Telefonfürsorge darstellen, wären Vertreter der Fahrgäste im Aufsichtsrat und den anderen Gremien ein erster Schritt in die richtige Richtung – nämlich zu „unserer SWB und unserem VRS”. Weiterlesen

Regierungsberater

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Im Vorfeld der – glaubt man der Vorberichterstattung – mindestens epochalen Sitzung des Klimakabinetts, haben sich die Regierungsmitglieder natürlich auch mit Fachleuten beraten. So fand etwa im Bundeswirtschaftsministerium ein Windgipfel statt, dessen Teilnehmer vom BMWi “aus Datenschutzgründen” geheim gehalten werden. Auch der Parlamentarische Staatssekretär im BMWI, (CDU) beriet sich mit der “Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.” (INSM). Die hatte sich bisher eher auf der inhaltlichen Ebene der AfD bewegt, erfreut sich aber großer Zuneigung auch in der CDU/CSU. Weiterlesen

Auch die SWB hat es nicht eilig

Energiewandel in Bonn
Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan lässt sich gerne auf internationaler Bühne als Wegbereiter des Energiewandels feiern. 2018 hatte die Stadt eine Jahrespartnerschaft mit Eurosolar. Mich hatte interessiert, ob und wie sich das auf das praktische Handeln der Stadtverwaltung, der Bauverwaltung und ggf. auf die Stadtwerke ausgewirkt hat. Mein bisheriger Eindruck: Nicht besonders.
Ein Satz in der, bereits in diesem Text verarbeiteten Antwort der Stadtwerke veranlasste mich zu einer weiteren Nachfrage, deren Beantwortung nun vorliegt. Weiterlesen

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