Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Beuel & Umland (Seite 44 von 124)

Gelsenkirchen

Die Reihe “Zeitfragen.Feature” von DLF-Kultur ist ein redaktionell gut geführter Sendeplatz. Da wird nicht kurz mal was versendet, sondern sorgfältig gearbeitet. Dieser Verdacht bestätigt sich mir bei einer Langzeitdokumentation zu meiner Geburtsstadt Gelsenkirchen. Die erste Folge von Marius Elfering lief vorgestern. Weitere sollen am 22. März und 31. Mai folgen. Elfering, selbst in Köln-Bickendorf zuhause, ist nicht nur einmal kurz hingefahren, sondern hat sich offensichtlich länger dort aufgehalten. Und will wieder hin. Weiterlesen

Geht doch – pünktlicher Nahverkehr

Wundersame Bahn LXXX
Viertel vor zehn – für mich schon später Abend. Aber schöne Erlebnisse sollte ich direkt beschreiben,
bevor ich mich heute vielleicht wieder ärgere – über die Bahnen, Busse und so. Gestern mit dem ÖPNV in knapp 80 Minuten vom Kölner Uni-Gebäude in der Gronewaldstraße bis nach Bonn Oberkassel Mitte gefahren. Ok, Autofahrer werden jetzt einwenden, dafür brauchen wir knapp 40 Minuten. Stimmt natürlich, wenn es keinen Stau gibt. Aber der ÖPNV war gestern abend vorbildlich. Weiterlesen

Gute Karten

Bonner Grüne könn(t)en zwei Landtagssitze erobern
Am 15. Mai 2022 ist die NRW-Landtagswahl, kurz nach Landtagswahlen in den Zwergstaaten Saarland (27.3., kleiner als Köln) und Schleswig-Holstein (8. Mai). Sie wird das erste ernstzunehmende Zwischenzeugnis für die Ampelkoalition. Derzeit verbinden die Regierungsparteien noch grosse Hoffnungen mit diesem Termin. Die Bonner Grünen hoffen auf zwei Landtagssitze. Weiterlesen

Brückendesaster

Gestern in der dünn besetzten Regionalbahn zur Rushhour auf dem Weg von Beuel nach Ehrenfeld. Draussen winterliche Dunkelheit. Durch die Fenster zu sehen: das zusammenbrechende Köln. Wo immer die Lichter von Fahrzeugen zu sehen waren, fuhren sie nicht, sondern standen. Die ganze Stadt ein einziger grosser Stau. Darüber schwebend die im Fahrradtempo zuckelnde Bahn, die mich in der warmen Gemütlichkeit der Atemschutzmaske zum Ziel schaukelte. Soll das so bleiben? Weiterlesen

Starke Beiträge

Isabell Beer kannte ich bisher nicht. Sie arbeitet bei funk, dem Jugendangebot von ARD und ZDF. Ich gehöre also nicht zur Zielgruppe. Ihr heutiger Beitrag bei uebermedien “Hasskommentare – Mein Leben mit der Ablehnung” hat mich sehr angerührt. So, wie sich Frau Beer hier öffentlich öffnet, würde ich es nur nach langem Überlegen unter engsten Freund*inn*en tun. Und das bei viel geringerer Normabweichung, als alter weisser Mann. Weiterlesen

Machtspiele (II)

Die obere Mittelschicht
Die Oberfläche bildet Lauterbach. Ihn hat Olafs Management vor die Gardine geschoben. Dietrich Leder/Medienkorrespondenz hat es fein beobachtet. Seine Schlussfrage lässt sich einfach beantworten: es war eine “respektable Schauspielerleistung”. Dafür hat der Mann genug Gelegenheit zum Üben gehabt. “Er kann auch Teamplayer sein, und wird das jetzt dann auch beweisen müssen” sagte dazu heute morgen Rolf Mützenich (hier ca. in Minute 5) – eine kaum verklausulierte Drohung. Weiterlesen

Das Aachener Modell

Im Jahre 2000 trat das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) in Kraft. Sein Ursprung liegt jedoch genau 30 Jahre zurück. Der Startschuss fiel im Dezember 1991, als beim Rat der Stadt Aachen ein Bürgerantrag zur Einführung einer kostendeckenden Ver­gütung für Strom aus Solar- und Windanlagen eingebracht wurde. Antragsteller waren der Solarener­gie-Förderverein, der Wind e.V. und sieben weitere Umweltverbände. Das EEG lag damals noch in weiter Ferne. Weiterlesen

Spitzenküche

Export aus dem Rheinland: erreicht Berlin Bensberg-Niveau?
In dieser Zeit der seltenen guten Nachrichten bleibt eine gute Küche eine der letzten Gelegenheiten, Stimmung aufzuhellen und das Schöne des Lebens wieder in den Vordergrund zu rücken. Während der gesamten Pandemiezeit war es für mich persönlich ein Anker für das Wohlbefinden und die Aufrechterhaltung sozialer Beziehungen. Darum habe ich eine Lobeshymne zur Wiedereröffnung eines Berliner Restaurants in der Berliner Zeitung (seit 7.12. digital eingemauert) mit Interesse gelesen. Weiterlesen

Weibliche Mediathekperle?

Und ein konstruktiver Hinweis zur “Wundersamen Bahn” LXXIX
Ich konnte es noch nicht gucken, weil ich gestern meine erste Gänsekeule in dieser Saison essen “musste”, und aus purer Solidarität einen Spätburgunder (nein zwei) trinken, von der Ahr selbstverständlich. Von der bezaubernden weiblichen Begleitung ganz zu schweigen. Mann muss halt Prioritäten setzen. Daheimgebliebene Männer konnten sich mglw. an “Nona und ihre Töchter” erfreuen. Weiterlesen

Das Leben in vollen Zügen genießen

Wundersame Bahn LXXVIII
Wenn einer eine Reise tut, erfährt er eine Realität die sich stark von dem unterscheidet, was zum Beispiel ein Pressesprecher der KVB als Antwort gibt, wenn es um Anfragen zu überfüllten Straßenbahnen geht.
Bei der Bahn wird gebaut, zwischen Bonn und Köln verkehren zwar Züge, aber wenn es darum geht, einen Termin einzuhalten, ziehe ich derzeit die Straßenbahnen der Linien 16 und 18 vor. Weiterlesen

Revanche der Ausgeschlossenen

Was wissen wir über das Virus, seine Varianten und Mutationen? Fast nichts. Sicher ist nur, dass die Bundesregierung, und vermutlich die nächste nicht weniger als die jetzige, sich mit Händen und Füssen gegen eine Patentfreigabe für Impfstoffe wendet. Sogar gegen den grossen USA-Bruder. So kommen dann eben neue Varianten zur Welt, und schneller als es allen lieb ist, auch wieder zu uns. Konsequenz? Noch mehr impfen. Und noch öfter. Hauptsache das Kapital zirkuliert. Weiterlesen

„Zug der Erinnerung“

Wundersame Bahn LIX

Als ich vor einigen Wochen im Hauptbahnhof Koblenz Aufenthalt hatte, schaute ich mich etwas gelangweilt um und entdeckte an einer Seitenwand der Haupthalle einen roten Leuchtschriftzug, der an die Tatsache erinnerte, dass im Hauptbahnhof Koblenz und im Güterbahnhof Koblenz-Lützel die Juden aus der Stadt und der Umgebung zusammengetrieben wurden, von dort auf Reichsbahnwaggons nach Osten in die Vernichtungslager deportiert worden waren und dort ermordet wurden. Weiterlesen

Verirrungen

Von mir, Michael Maier, Wolfgang Storz und Gregor Gysi
Die Nachrichtenagentur Agence France Press (AFP) hat (laut Wikipedia) in ihrem 15-köpfigen Vorstand 3 Staatsvertreter; 40% ihrer Einnahmen kommen vom Staat. Das muss mann wissen, wenn mann diese Meldung über die Reichtumsumverteilung von oben nach unten in den USA liest. Meine erste Reaktion an diesem grauen kalten Montag, ja die gibt es auch für uns Rentner, war: wo kann ich für diese Banden spenden? Weiterlesen

Alles Panikmache

Glauben Sie nicht? Ich erklärs Ihnen. Letzte Woche war ich mehrmals mit dem ÖPNV in der Region unterwegs. Nachmittags traf ich auf Schülerverkehre, Ganztagsschule war zuende, mehrheitlich vorpubertäre Kinder, und davon viele. “AHA-Regeln”? Naja, es war eher wie bei mir, als ich in dem Alter war. Also voll und gemässigt-turbulent. Was ganz sicher nicht möglich war: Distanz. Andere Virus-Inzidenzwerte als die, die derzeit angegeben werden, wären in der jetzt kaltgewordenen Jahreszeit eine Überraschung. Auch andere Atemwegserkrankungen haben sich rasant verbreitet. Weiterlesen

Kulinarische Überraschung

Vor einiger Zeit konnte ich einer Servicekraft in einem sehr guten Bonner Restaurant ein untervermietetes Zimmer in Köln-Ehrenfeld vermitteln. Zum Dank lockte uns der Kollege an seinen neuen Kölner Arbeitsplatz. Der heisst “Urban Loft” und ist ein klassisch unintegrierter, gentrifizierender Standort am traditionsreichen Kölner Eigelstein. Die gleichnamige zentrale Einkaufsstrasse des Veedels ist verkehrsberuhigt, d.h. Gefahren gehen für Fussgänger*innen jetzt nur noch von den zahlreichen Fahrrädern und E-Scootern aus, die noch nicht in den Rhein geworfen worden sind. Weiterlesen

Von Ampeln und Telefonaten in Bonn

Es ist doch schön zu sehen – oder in diesem Fall zu lesen – wie sich jemand bemüht etwas so zu erklären, so dass selbst ich glaube verstanden zu haben. Erläuterungsbedürfnis hatte ich bezüglich der Grünphase für (heißt das jetzt “Zufußgehende”) ich meine Menschen im Straßenverkehr mit ohne Auto oder E-dingsda. Man könnte sie auch “Schnellersterbende” im Straßenverkehr nennen. Aber dann wird es so traurig, da bleibe ich also bei FußgängerInnen. Weil die Grünphase zur Überquerung des Konrad-Adenauer-Platzes von der Sparkasse zur Friedrich-Breuer Str. mir sehr kurz erschien, wollte ich die Stadtverwaltung anrufen. Weiterlesen

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