Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Gesundheitspolitik (Seite 35 von 45)

„Hochstimmung in Berlin“

die selbst-überschätzung der gruppe „demokratischer widerstand“ des theater-regisseurs ANSELM LENZ aus berlin
1. der überschwengliche TONFALL in den rundmails dieser
„idealistischen“ GRUPPE für die „RETTUNG DER DEMOKRATIE, DER MENSCHEN-
UND DER GRUNDRECHTE“_ erinnert mich an meine „naive“ oberschülerzeit
—und an unsere parole „das grundgesetz ist ein gutes gesetz – man muss
es nur umsetzen“ —

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Das Recht, Rechte zu haben

Unter Bezug u.a. auf Hannah Arendt hat Albrecht von Lucke ein weiteres flammendes Plädoyer abgeliefert. In „Die neue Protestwelle oder: Wer gehört zum Wir?“ behandelt er die Corona-, die Antirassismus-Proteste, sowie die Randale überwiegend männlicher Jugendlicher in Stuttgart und Frankfurt. Der in der Überschrift einst von Hannah Arendt formulierte universalistische Anspruch müsse in der Anerkennung der „real existierenden deutschen Diversität“ münden. Richtig.
In einem Seitenaspekt streift Lucke die einstigen „Halbstarken“ der 50er und 60er Jahre, die heute teilweise wieder auferstehen, „die weder über hinreichend Wohnraum noch über einschlägige ‚Locations‘ verfügten“. Weiterlesen

Ein offenes Rennen

Präsidentenwahl in den USA – Der Kandidat der Demokraten Biden liegt in den meisten Umfragen vorne. Aber Trump hat noch nicht verloren.
Der Parteitag der US-Republikaner war in mehrfacher Hinsicht eine merkwürdige Veranstaltung. Erstaunlich vor allem, wie viel Raum dem demokratischen Herausforderer Joe Biden eingeräumt wurde. Üblicherweise arbeitet sich eine Opposition an einer Regierung ab, nicht umgekehrt.

Aber Präsident Donald Trump und seine Fangemeinde haben die Dämonisierung von Biden in den Mittelpunkt des Parteitags gestellt. Weiterlesen

Liebe wird verboten

von Michael Kleff
Die schöne neue Welt, die vor uns liegt,
So schön, dass man davon kalte Füße kriegt,
Wird morgen Wirklichkeit, wenn wir nichts dagegen tun.
Die Pillen gibt es längst, die man nur schlucken muss,
Fürs Glücksgefühl und gegen Überdruss.
Wir werden schon verplant und schauen auch noch ruhig zu.

Die neue Welt wird Wirklichkeit.
Die Pläne liegen längst griffbereit.
Bis morgen ist es nicht mehr weit.
Die schöne neue Welt beginnt schon heut.

Das „heute“ in diesem Liedtext war vor vierzig Jahren. Gesungen wurde es 1980 von … – ja, von wem? Weiterlesen

Mein schönster Tod …

,… habe ich mal philosophiert, wäre, wenn ich meine letzten Atemzüge mit diesem Wein in der Nase machen dürfte: Terre Brune, ein Rotwein aus Sardinien. Ich entdeckte ihn zusammen mit Andrea Arcais, einem Freund sardischer Herkunft, Anfang der 90er Jahre beim Besuch einer kleinen Weinhandlung in Cagliari. Zusammen mit seinem grossen, noch teureren Bruder Turriga, hergestellt von einem anderen Weinhaus. Damals kosteten die beiden so rund 30 DM/Flasche. Schöne Zeiten waren das, die mafiaverseuchten Christdemokraten in Italien gaben gerade ihren Löffel ab. Weiterlesen

Opa Biden greift an

Joe Biden ist der Kandidat der Demokraten. Es ist ein Trauerspiel, dass ein ehrenwerter Mann, der seinen Ruhestand verdient hat, der einzige Trumpf einer historischen Anti-Trump-Koalition gegen den Untergang der Demokratie in den USA im wahrsten Sinne des Wortes darstellt. Ja, der Parteitag der Demokraten hat gezeigt, dass die Vereinigten Staaten besseres verdient haben, als einen narzisstischen, verantwortungslosen und rassitischen Despoten und Hassmail-Autor Trump. Aber ob ein Kandidat von Vorgestern glaubwürdig die jungen Menschen einer von Profigier, Konkurrenzneid und Vereinzelung im Internet zerrütteten Gesellschaft erreichen und ihnen eine Perspektive vermitteln kann, ist doch mehr als zweifelhaft.       Weiterlesen

Paralleluniversum?

Einerseits ja. Das Weltbild, der Alltag des Fußballbusiness sind durch die coronabedingten „Hygienekonzepte“ noch mehr vom wahren Leben hier draussen abgetrennt, als sie es sowieso schon waren. Andererseits ist zu erkennen, wie härteste Realpolitik, und zwar von ganz oben, durch alle Ritzen aus ihm heraus in Medien und Massenbewusstsein trieft. Was da zu sehen ist, ist nicht schön. Weiterlesen

Die Symbol-Maske

Wissen Apotheken-Umschau-Leser*innen mehr?
Symbole sind nicht nichts, sie sind auch nicht grundsätzlich nutzlos. Im Gegenteil, sie sind Teil sozialer Wirklichkeit und Kommunikation. Was nun diese Mund-und Nasenschutz-Masken betrifft, verdichtet sich für mich, was ich als Laie schon lange befürchtet habe. Florian Rötzer/telepolis hat für mich die Apotheken-Umschau gelesen. Apotheken habe ich ebenso wie Arztpraxen und Krankenhäuser nun schon seit mehreren Abrechnungsquartalen nicht mehr betreten. Ich wollte ja niemand überlasten. War auch wieder falsch. Egal was du machst. Irgendwas ist immer. Aber tut mir leid, ich hatte halt nichts. Weiterlesen

War was?

Ein Sommer ohne Märchen
Die Jüngeren werden sich nicht erinnern. 2006 war es. Eine korrupte Koalition aus deutscher Politik, Fußballkriminellen und mittlerweile pleitegegangenen Medienkonzernen (Kirch) kaufte bei der Mafiaorganisation Fifa eine Fußball-WM. Verbunden mit glücklichen Wetterumständen – vergleichbar zur diesjährigen Corona-Krise – gab nicht nur eine Fernsehnase bekannt, dass er aus dem Hubschrauber erkannt habe, wie „schön“ unser Land sei. Es war in der Tat, so erlebte ich es im schönen Bonn, ein einziges riesiges Strassenfest. Weiterlesen

Und was macht der RWE?

Untem am Ende dieses Textes eine politisch relevante Leseempfehlung
Unter Prä-Corona-Bedingungen wäre Rot-Weiss-Essen so gut wie gerettet. Seit Jahren spielt der deutsche Fußballmeister der Herren von 1955 in der Regionalliga West (= 4. Liga) und versucht vergeblich aufzusteigen. Nach meinem Überblick hat RWE in dieser Liga die höchsten Zuschauerzahlen, entschuldigung: hatte. Sie waren immer vierstellig, bei Spitzenspielen und Derbys (gegen RWO) fünfstellig. Zuschauerkrösus wurde sowas genannt. Die Essener SPD glaubte, wenn sie dem Verein einen Stadion-Neubau hinstellt, steigt er von alleine auf, Weiterlesen

Närrisch

Von Günter Bannas
Die Närrinnen und Narren seien „für unsere Demokratie und unser Gemeinwesen unentbehrlich“, hat Angela Merkel Anfang des Jahres gesagt, als die Abordnungen deutscher Karnevalsvereine bei ihr zu Gast im Kanzleramt waren. Bei nämlicher Gelegenheit im Jahr zuvor verwandte sie die Formel, die Karnevalisten stünden zwar nicht in der Verfassung, seien aber „in guter Verfassung“. Nun aber, in Coronazeiten, geht es darum, den Karneval 2020/21 abzusagen – heißt, zu verbieten. Dass die Debatte vom aus Westfalen stammenden Jens Spahn losgetreten wurde, hat aus Sicht des Rheinlands Weiterlesen

Sie verstehen nicht

Gesine Dornblüth (DLF) / Kölner Schulbürokratie / Kanzlerkandidaten-Warn-APP
mit Update 26.8.
Als Leser*in dieses Blogs wissen Sie, dass ich Stammhörer des DLF-Wochenendjournals bin. Heute melde ich dazu jedoch weniger Begeisterung als Entgeisterung. Gesine Dornblüth, 30 Jahre lang Russland-Korrespondentin („Das Land liebe ich. Putins Politik ist für mich inakzeptabel.“) konnte bei ethnologischer Forschung in Deutschland beobachtet werden. Wie kann es nur sein, dass hierzulande Leute den Putin gut finden (ich nicht; mein Lieblings-Wladimir ist Kaminer) und die Politik der EU und der Nato gegenüber Russland zu feindselig (die Hälfte im Osten, ein Drittel im Westen, ich auch) finden? Weiterlesen

Post-faktische Spiele

Immer wieder erstaunlich, mit welchen Mitteln der amtierende US-Präsident um seine Macht kämpft. Diesmal: die Briefwahl und die Rolle des US Postal Service
Wer ganz naiv auf den Streit da­rüber schaut, ob die US-Post fähig ist, die pünktliche Zustellung von Briefwahlstimmen zu gewährleisten, muss fassungslos sein: Wieso ist das im mächtigsten Land der Welt überhaupt eine Überlegung? Wie ist es möglich, dass in den Vereinigten Staaten offen darüber diskutiert wird, ob ein zuverlässiger Postdienst garantiert werden kann – eine Dienstleistung, die selbst in vielen armen, sogar in korrupten Ländern selbstverständlich ist? Weiterlesen

Karneval will Karneval ohne Karneval

„Der Straßenkarneval, der Kneipenkarneval, das sind so Elemente, die wir uns nicht vorstellen können“ soll der Herr Kuckelkorn, das ist so eine Art Bundeskanzler des kölschen Karnevals, gesagt haben. Er kann sich auch eine Hygienekonzept mit Abstandhalten und ohne Alkoholausschank vorstellen. Sowas Ähnliches, wie ein „Restaurantbesuch“. Das sei „auch eine Chance“, und zwar eine „grosse“. Tja, das ist wie mit dem Profifussball. Wer solche Anführer hat, kommt am besten ohne seine Fans aus. Weiterlesen

Lebensfreude verbieten?

Das wäre mehr Problem als Lösung
Der Karneval in Gestalt seiner Lobby ist schon am Start. Warum sollten seine ökonomischen Interessen weniger wiegen als der Profifussball? Bei letzterem – Hygienekonzepte hin oder her – kursiert das Virus, vom 1.FC Köln, der mit seinem Gesundheitsamt unter einer Decke steckt, über Fortuna Düsseldorf bis hin zu Olympique Marseille oder in die teuerste Liga der Welt (letzte Saison: 20 Fälle). Scheiss drauf, das Geschäft muss weitergehen. Auch das Karnevalsgeschäft? Weiterlesen

Die Machtfrage

„Du hast ein kritisches kapitalistisches Ich. Dabei bist du eine durchschnittlich verbrauchende solidarische Person. Du bist leistungsbereit und dir dabei stets deiner Verantwortung bewusst. Du bist immer ganz vorne mit dabei. Dein Anspruch ist Teil deiner DNA. Du bekommst, was du willst und konsumierst stil- und qualitätsbewusst. Exklusivität ist für dich kein Luxus. Du wirst jedoch ausgebeutet, Im Großen und Ganzen bist du zufrieden.“ Weiterlesen

Auch mal Hoffnungsträger sein

von Ulrich Horn
Thomas Kutschaty und seine NRW-SPD

Der Chef der SPD-Landtagsfraktion in NRW, Kutschaty, hat die Sommerferien offenbar genutzt, um über das Land und die Landes-SPD nachzudenken. Zum Schulbeginn teilte er den NRW-Bürgern mit, woran es NRW und der NRW-SPD aus seiner Sicht mangele: an einem Hoffnungsträger. Weiterlesen

Die Personalprobleme der Union

von Ulrich Horn
Die Union erlebt eine Zeitenwende. 2018 gab Merkel den CDU-Vorsitz ab. 2021 wird sie das Kanzleramt freigeben. Wer wird sie beerben? Die Berichterstatter spekulieren, was die Phantasie hergibt. Dabei wissen sie sehr wohl, dass Mutmaßungen müßig sind. Gewissheit gibt es erst im Nachhinein. Sie wird sich schrittweise einstellen, mit der Wahl des CDU-Chefs im Dezember und der Bundestagswahl 2021. Was man heute kennt, ist der Kontext, in dem die Unionsparteien und ihre Kandidaten agieren. Weiterlesen

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