Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Newsletter (Seite 53 von 54)

Schirme

Morgen soll es im Westen und Süden Deutschlands regnen. Das wäre normalerweise hier. Rheinpegel Bonn 168 cm. Sollte der Tiefststand erreicht sein? Im März? Ich verzichte auf Schirme. Im Besitz einer Goretex-Jacke kann ich mir das leisten. Ich vergesse Schirme immer. Genauso wie Handschuhe. Die Bundesregierung will uns mit weit teureren Schirmen verwöhnen. Sie sollen uns vor Raketen schützen. Wie Israel. Weiterlesen

Fussballpause = Unstrukturierter Sonntag

Meine persönliche biologische Uhr reagiert empfindlich auf die Zeitumstellung. Ausserdem fehlte an diesem Wochenende die Strukturierung durch den Fussball. Mann nennt es “Länderspielpause”, die für viele echte Fans eine Vollpause ist. Da traf es sich gut, dass andere Autoren den Extradienst beschrieben.

Günter Bannas erfasst in seiner sowohl klassisch-subtilen aber auch inhaltlich deutlichen Art das Bedürfnis deutscher Parlamentarier*innen den Arsch hochzuheben: “Aufrecht”. Weiterlesen

Sommerzeit

Zum Thema des Tages schreibt Heiner Jüttner: “Die Zeit des Sommers”. Die Uhr wird heute nacht vorgestellt. Die Politik hat versprochen, uns die Stunde in einem halben Jahr zurückzugeben. Ich erlaube mir als Rentner in einer privilegierten Wohngegend von Beuel, mich gelegentlich von den Vögeln wecken zu lassen. Und dann drehe ich mich noch mal um. Weiterlesen

Zeitenwende

Ob etwas eine “Zeitenwende” ist, klärt sich in der Regel weit später. “Die Geschichte”, also die Nachgeborenen entscheiden, ob etwas, was in der Vergangenheit passierte, auf ihr eigenes Leben wichtige Nachwirkungen hat. So gab es in den Kommentaren zu Extradienst-Texten eine Infragestellung dieser Zeitenwende für den Ukrainekrieg. Sie sei bereits 1999 gewesen, als die Nato, nach Auskunft des damaligen Bundeskanzlers “völkerrechtswidrig” in Jugoslawien in den Krieg einstieg. Ich fürchte: beides war, bzw. ist eine Zeitenwende. Weiterlesen

Heute ohne Newsletter

Liebe Leser*innen,

ich “musste” heute auf die 70. Geburtstagsfeier eines sehr guten Freundes in Beuel – für die, die ihn kennen: Karl Uckermann. Heute erschienen nur zwei neue Texte, die Sie problemlos auf der Startseite finden.

Morgen fasse ich das Bloggeschehen beider Tage für Sie zusammen..

Freundliche Grüße
Martin Böttger

Geopolitik

Geopolitik kommt immer herzlos daher. Sie kennt kein Gut und Böse, nur Interessen. “Dennoch läuft die Ausblendung der historischen und strukturellen Zusammenhänge des Krieges auf eine intellektuelle Kapitulation hinaus und nimmt sich selbst die Möglichkeit, eine autonome, an Friedenssicherung orientierte dritte Position jenseits der Kriegsparteien einzunehmen.” In diesem Satz von Peter Wahl in “Geopolitische Hintergründe des Ukrainekrieges” ist sein Grundverständnis zugespitzt formuliert. Weiterlesen

Verengter Blick

Viele meinen “der Krieg” sei “uns” nähergekommen. “Uns” in Deutschland bzw. Europa. Das ist eine Medienkonstruktion. Der Krieg existiert als Mittel der Politik, und viele seiner mörderischen Art finden statt, auch wenn “wir” das Gefühl haben, er sei weit weg oder finde gerade gar nicht statt. Das liegt dann eher daran, dass da, wo er wütet, gerade keine deutschsprachigen oder von deutschen Anstalten bezahlte Journalist*inn*en sind. Eine Wahrnehmungslücke die wenig überraschend auch in Schulen, Geschichtsunterricht und Klimabewegung hineinreicht. Weiterlesen

Werteleitung

Eben erklärte im ZDF ein Korrespondent aus Doha, der Hauptstadt von Qatar, dass “Deutschland Qatar braucht”. Pffft, vor ein paar Tagen wurde in der deutschen Öffentlichkeit noch diskutiert, ob ein WM-Boykott sinnvoll wäre, ich habe selbst sowas unterzeichnet. Was hat sich geändert? Gibt es jetzt Menschenrechte für Arbeitskräfte in Qatar? Die Herrscherfamilie dort soll sehr erbost sein, dass hierzulande solche Fragen aufkommen. Weiterlesen

Überfordert

Mich persönlich überfordern die aktuellen Informationsprogramme öffentlich-rechtlicher Massenmedien – durch die Unterforderung, die sie meinem Verstand angedeihen lassen. Ich verschaffe mir Entlastung durch Bloggen. Das besteht handwerklich darin, dass ich intensivst Quellen suche, die mich nicht unterfordern, und die ich Ihnen in diesem Blog weiterempfehle. Heute z.B. in meinem Nachmittagsprogramm “Welche Freiheit?” und in meinem Vormittagsprogramm “Vom Virus zum Waffenstillstand?”, getragen immer von der optimistischen Hoffnung dass es Auswege der Vernunft gibt. So viel Naivität muss sein. Weiterlesen

Rallye Bornheim-Besenfeld

Für mich eine andere Welt. Zusammen mit Helmut Lorscheid erzähle ich Geschichten aus der “Wundersamen Bahn”. Roland Appel dagegen fährt Rallye. Ein bisschen hat er damit seine Politkarriere ruiniert. Als er mal einen VW Scirocco fuhr, schrieb ein schlechtinformierter Journalist, er führe “Porsche”. Das war für seine Wiederwahl auf einer Grünen-Reserveliste in NRW 1999 sehr unvorteilhaft. Aber ich schweife ab. Weiterlesen

Clickbaiting

“Ganz übler Clickbait” sei die Überschrift “81 Tote in Newcastle”, meinte der Machinrenraum-Chef heute zu mir. Dieses Kalkül ist nur nicht aufgegagen. Dieser Text wurde heute von allen am wenigsten oft aufgerufen. So entging einigen Leser*innen, vielleicht mit Absicht, die schlechte Nachricht, dass ein möglicher zu Russland alternativer Erdöllieferant, die Feudalregierung Saudi-Arabiens an einem einzigen Tag 81 Menschen umlegen liess. Weiterlesen

Feigheit und Selbstverteidigung

In diesen Tagen bin ich froh, wenn es stellenweise gelingt, sich mit anderen Themen und Problemen zu beschäftigen als dem Krieg. Obwohl auch diese Klage nicht sachgerecht ist. Kriege gab es in all den Jahren, in denen sie die meisten von uns nicht die Bohne interessierten, sie jedenfalls in deutschen Medien nicht gezeigt wurden, auch. Das soll die aktuelle Empathie für Kriegsopfer und Flüchtlinge nicht schmälern, im Gegenteil, zeigt aber bedenkliche Stimmungsschwankungen. die mehr über deutsche Medien und veröffentlichte Meinungen aussagen. Weiterlesen

Stéphane Pacaud

Das soll der Name des Mannes sein, der einem Firmenkonglomerat vorsteht, dem die meistbesuchte Pornoseite der Welt gehört. 400 Mio. € soll der schwer sein. So leicht? Mir kommt das wenig vor angesichts der weltbekannten Datenmilliardäre. Denn eine Pornoseite hat ein ähnliches Geschäftsmodell. Sie mag “Premium”-Abos verkaufen, oder Werbung. Ökonomisch entscheidend ist der Diebstahl der Daten der Besucher*innen, die sich anonym wähnen, aber selbstverständlich komplett ausgelesen und weiterverkauft werden. Weiterlesen

Kriegen Sie keinen Infarkt!

Heute hätte ich fast den Maschinenraumchef durch einen Herzinfarkt verloren. “Systemabsturz” stand bei ihm in der Betreffzeile. Dabei war gar kein Betriebssystem und auch keine Software gemeint. Sondern nur das politische System, die Demokratie, bzw. was von ihr noch übrig ist. Also vergleichsweise unbedeutend. Dabei gings mir zur Abwechslung mal nicht um den Ukrainekrieg oder irgendwelche Verschwörungen von Grossmächten, sondern um die Coronapolitik, ein bisschen um die grösste deutsche Massenorganisation (DFB) und die Beweglichste aller öffentlich-rechtlichen Medienanstalten, das ZDF. Weiterlesen

Welcher Friedrich gewinnt?

Wenn Sie in der Schlagwortwolke dieses Blogs unter “F” wie “Friedrich” nachschauen, stellen Sie fest, dass Friedrich Küppersbusch gegenüber dem langgewachsenen Friedrich Merz der Grössere ist. Nehmen Sie das als Statement. Denn Küppersbusch veranlasste mich zu einem erneuten Link auf sein TV-Programm auf YouTube, das donnerstags als Ergänzung seiner montäglichen taz-Kolumne erscheint. Mein Hauptgegenstand bei “Eventually on time” war jedoch die deutsche Coronapolitik, die jetzt, auf dem Höhepunkt der Ausbreitung des Virus einen “Freedom Day” verspricht – wg. der FDP. Logisch, oder? Weiterlesen

Den Hahn sofort zudrehen?

Diesen Winter habe ich mir das Heizen abgewöhnt. Im Gegensatz zu den Geheimdiensten wusste ich nicht, dass Russland in die Ukraine einmarschiert, und schon gar nicht wann. Ich habe nur beheizte Wohnungen über mir, unter mir, und neben mir, geringe Aussenflächen, vor allem auf der Westseite, auf die der meiste Wind trifft. Mit der Abwärme meiner Haushaltsgeräte erreiche ich so (inkl. täglichem Stosslüften) in meinem Wohnzimmer 17-20 Grad. Mehr brauche ich nicht. Weiterlesen

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