Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Newsletter (Seite 52 von 54)

Zeitenwenden

Was Zeitenwenden sind, das untersucht Heiner Jüttner in seinem heutigen Beitrag “Nichts bleibt wie es war”, ich habe ihn selbst schon mit einem Kommentar bedacht. Die meisten Leser*innen hat aber heute – mal wieder – Hanspeter Knirsch erobert, mit der wenig erfreulichen Frage “Noch nicht genügend Leid?”. Hanspeter Knirsch ist der, den ich als Bundeshauptausschussdelegierter der Jungdemokraten 1977 in Bingen (Hotel “Krone”) mit “abgesägt” habe. Weiterlesen

Wundersame Bahn

Der Teil LXXXIX dieser Serie wird morgen erscheinen. Vorweg nur so viel: nachmittags das wochenendübliche Chaos mit Erlebnissen, die mir in 65 Lebensjahren mit der DB noch nicht passiert waren. Abends eine Rückreise in absoluter Fahrplanperfektion mit einer hochklassigen Familienperformance (2 Eltern, 4 Kinder) im Grossraumabteil. Mehr dazu morgen. Heute, als hätte ich es vor meiner Abreise so bestellt, regneten am Vormittag Autor*inn*enbeiträge in mein Postfach hinein. Im Einzelnen: Weiterlesen

Kompromissfried ist undeutsch

Siegfried ist ein weitverbreiteter deutscher Männervoname. Obwohl: seit den 60er Jahren eher kaum noch. Manche Eltern hatten aus seiner Geschichte gelernt. Kompromissfried aber wurde noch nie ein Kind genannt. Schade eigentlich. Nach Meinung von Peter Wahl “Kompromissfrieden oder Siegfrieden?” ist ersterer schon deswegen vorzuziehen, weil er realistischer zu erreichen ist, und vor allem mit weniger Todesopfern verbunden wäre. Weiterlesen

Halt!, Ambivalenz und Not

Karfreitag, drei Texte zum Krieg, einer zu Medien, alle von Not. Reinhard Olschanski kommentiert in “Unterwasserkampf” den Verlust des russischen Marineflaggschiffs “Moskva”. Mir kam der Pott in den TV-Bildnern für ein Flaggschiff ein bisschen klein und mickrig vor – aber ich gestehe: fachlich bin ich da ahnungslos. Von Schreiben dagegen versteh’ ich was. Und in der Hinsicht wickelt mich eine Autorin namens Hanna Lakomy schon länger um den Finger. Weiterlesen

Der Krieg geht weiter

Und der Streit um ihn auch. Weil ich heute zu wichtigen politischen Gesprächen in einer rheinischen Metropole weilte, mit Menschen aus fremden Kulturen (DDR, Schwaben usw.), erreicht Sie dieser Newsletter zu ungewohnt später Zeit, die meisten wohl erst am jungen Morgen. Zwei Beiträge von gestern und zwei von heute sind zu annoncieren. Weiterlesen

Kontrollverlust

Die heutigen Texte sind alle von mir. Die Abwechslung besteht in den Themen. Das politisch wichtigste Thema ist “Wilde Durchstecherei im Krieg”. Dabei geht es um den deutschen Wirecard-Skandal und seine strategische Verbindung mit den gegenwärtigen Russlandkonflikten. Die wichtigste und dubioseste Figur des Skandals hat sich angeblich in die Hände russischer Geheimdienste begeben. Daraus folgend ereignet sich ein PR-Krieg zwischen diversesten Diensten diverser Länder. Weiterlesen

Für Konsequenzen bereit sein

Zwei ehemals hochrangig politisch Verantwortliche dieser Republik melden sich heute im Extradienst zu Wort. Ich erinnere mich noch gut, wann ich Günter Verheugen begegnete. Es war 1980 im “Haus Steineck”, ein Tagungshaus dessen bildhübsches Gebäude noch heute in Mehlem am Rheinufer steht, direkt neben dem superben “Weinhäuschen”. Es war Bundeshauptausschuss der Jungdemokraten, und FDP-Generalsekretär Verheugen erschien als Gast. Hier beschlossen wir, die FDP sei “eine Agentur jener Kräfte, denen wir in dieser Gesellschaft die Macht abnehmen wollen”. Verheugen war nicht amüsiert. Weiterlesen

Kumpanei

Kumpanei ist streng zu unterscheiden von Kumpel(s). Letztere Charakterisierung ist ein Aufstiegskandidat in die Erste Liga der “besten Freunde”. Kumpel ist der Arbeitskollege, auf dessen Solidarität ich angewiesen bin, um unter Tage (und gegenüber dem Boss) nicht zu verrecken oder mindestens den Kürzeren zu ziehen. Im Ruhrgebiet jedenfalls, wo ich aufgewachsen bin. “Kumpanei zwischen Kerlen” nennt Hans-Jürgen Arlt bei bruchstuecke.info das üble Handwerk der Kriegs(be)treiberei. Weiterlesen

Suche nach dem Ausweg

In meinem sozialen Umfeld bemerke ich die Zuspitzung. Eine Mischung aus Verzweiflung und Beharrung. Krieg ist das Problem, nicht die Lösung. Das ist durcherforscht, spielt aber im vermachteten öffentlichen Diskurs kaum eine Rolle. Dieser Diskurs darf nicht verwechselt werden mit dem Denken und Fühlen der Menschen, die nicht in Medienmacht- oder Politikpositionen agieren. Es sind viele, allein in Deutschland mehrere Millionen, die in der Friedensbewegung der 80er Jahre sozialisiert wurden. In Deutschland sind das die geburtenstärksten Jahrgänge. Weiterlesen

Freedomday

Heute war Freedomday. Haben Sies auch nicht bemerkt? Die Pandemie wurde von der FDP offiziell für beendet erklärt. Inzidenz Bonn letzten Donnerstag nur 1.367, von danach sind noch gar keine Daten erhoben. Im Krankenhaus liegen mit Coronavirus 214, das sind ungefähr so viele wie auf dem letzten Wellenhöhepunkt. Aber wann in den letzten zwei Jahren war die politische Bekämpfung der Pandemie an den Fakten orientiert? Ich weiss es so wenig wie unser Maschinist: “Am Freiheitssonntagmorgen!” Weiterlesen

Gucklöcher

Der Winter kehrte ins Rheinland zurück. Der Regen soll erst nächste Woche kommen. Die arme Kirschblüte wird nicht so strahlen, wie es alle lieben. Bitte halten Sie es geheim: besonders schön ist sie nicht in der überlaufenen eventisierten Nordstadt, sondern in Beuel. Im Extradienst schreiben wir bei jedem Wetter. Sogar, wenn mir mein Tablet geklaut wurde. Weiterlesen

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