Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Deutsche Bahn AG (Seite 8 von 12)

Ukraine-Krimi / Wundersame Bahn (XVIII)

Während es über die einen Mafiosi schlechte TV-Filme gibt, werden die Anderen von “unserem” Staat und “unserer” Regierung durchfinanziert. Am 31.3. sind in der Ukraine Präsidentschaftswahlen. Und egal wer gewinnt, politisch käuflich genug sind sie alle. Wer sucht, findet auch Hinweise auf die Zweifelhaftigkeit der Parolen vom “Wer gegen Putin ist, ist für uns”. Z. B. diese ARTE-Reportage (3 Monate Mediathek) oder diese Analyse von Christian Wipperfürth/telepolis. Versetzen Sie sich Weiterlesen

Wundersame Bahn (XVII)

Hinfahrt von Bonn nach Essen – 5 Minuten Verspätung geben Gelegenheit, das Baugeschehen rund um den Hbf. zu betrachten. Er ist jetzt auf beiden Seiten so eingemauert, dass garantiert keine bauliche Kapazitätserweiterung mehr möglich ist. Die Bahnsteige sind heute schon für die aktuelle Fahrgastbelastung zu schmal. Ja, Fahrgäste sind eine Belastung. Problemlose Fahrt nach Essen. Erst dort scheitert es an der U-Bahn. Die Anzeige zählt die Minuten nicht runter sondern rauf. Bei 10-Minuten-Takt war es zu verschmerzen. Danke Schwarze Null!
Rückfahrt nach Bonn: Weiterlesen

Extradienst / Bahn / Doktorfische zu Mikroplastik

Markus Mohr/Junge Welt erinnert an die Einstellung des Namenspaten dieses Blogs vor 40 Jahren, des Berliner Extradienstes. Seine Geschichtsschreibung behandelt überwiegend die Zeit, die ich nicht bewusst wahrgenommen habe, die Zeit der Entstehung und Gründung. Ich habe von dem Medium zuerst über den formidablen Radiojournalisten Claus Menzel erfahren (beispielhafte Veröffentlichungen von ihm hier und hier), der regelmässig für das Kritische Tagebuch des WDR aus Westberlin berichtete. Erst als ich 1976 in Bonn angekommen war, Weiterlesen

Sarajevo / Iran

Die heutigen Nachrichten brachten meinen Kreislauf ingang. Ein Staatssekretär meint, die Bahnpreise seien zu niedrig. Für ihn bestimmt, er bekommt beruflich eine Netzkarte geschenkt. Solche Kerle sind gemeingefährlich für Wirtschaft, Infrastruktur und Umwelt. Sein vorgesetzter Minister will die Daten der Autofahrer*innen geschenkt bekommen und verspricht als Gegenleistung dafür keine Staus mehr. Gut, ich muss mich nicht aufregen, bin ja kein Autofahrer. Aber von diesem Kerl würde ich noch nicht einmal ein gebrauchtes Fahrrad kaufen.
Ich habe zwar aus den Ampel-Koalitionsverhandlungen gehört, Weiterlesen

Meinungsforschungsindustrie im Umbruch

Weiter unten: Kongo / Deutsche Bahn / “Objektklasse” – Gelbwestengefahr für Europa
Je weniger Politiker*innen und Parteien intellektuell auf die Kette kriegen, umso mehr lassen sie sich von der Demoskopie treiben. Die kocht aber auch nur mit Wasser. Ulrike Köppchen/DLF-Kultur berichtet uns über die aktuellen Rezepte dieses Wasserkochens. Ergänzend sollten Sie sich die Wikipedia-Einträge der einzelnen “Institute” anschauen. Denn Frau Köppchen spart leider die Besitzverhältnisse an diesen Firmen aus. Weiterlesen

Wundersame Bahn (XVI)

Tarifeinigung bei der Bahn – ich war beruhigt, als ich gestern zu einem weiteren Familienbesuch ins Ruhrgebiet aufbrach. Um die Fahrkartenverkaufststelle, mit einem richtigen Menschen!, im Bahnhof Beuel zu stützen, und um bei dem hässlichen Wetter das “City-plus” auf der Fahrkarte zur Brückenüberquerung nutzen zu können, erwarb ich mir dort die Fahrkarte … dachte ich … Doch der freundliche Mann musste der Kundschaft erklären, es ginge z.Z. gar nichts beim Fahrkartenverkauf, “auch nicht im Hauptbahnhof und auch nicht in Köln Hbf.”. Schade eigentlich. Doch wundersam: der einsame Automat am Bahnsteig 1 in Beuel ist noch nicht “aus Kostengründen” entfernt worden – er tat seine Arbeit.
Dann, Mist, bemerkte ich, Weiterlesen

Die grosse Nervosität um die Deutsche Bahn

Es war ein neuer Zug. Der einzige Grossaktionär beschimpfte seine eigene Firma. Die Bundesregierung persönlich, in Gestalt ihres zuständigen Staatssekretärs, schüttete Hohn und Spott über den Laden aus, in dem sie allein bestimmt, wo es langgehen soll. Immerhin: dieses Schlechtreden können wir hoffentlich als Indiz nehmen, dass von Privatisierungsplänen Abstand genommen wurde. Wenn die Verkäuferin selbst die Preise so versaut …
Es hat wohl einen anderen Grund. Weiterlesen

Raus aus Facebook / Deutsche Bahn / Frankfurter Schule

Facebook erinnert mich irgendwie an die deutsche Autoindustrie: das Image wird ruiniert, es geht abwärts. Es scheint eine Gesetzmässigkeit bei allen, die “an die Börse gehen”. Das bedeutet im Kern: Kasse machen, bevor es zu spät ist, “Silly Money” einsacken, bevor es Andere tun. Facebook ist seit geraumer Zeit an der Börse, und jetzt im Fahrstuhl nach unten. Untrügliches Symptom: der Technikteil der FAZ veröffentlicht eine engagierte Gebrauchsanweisung von Michael Spehr, wie Sie mit möglichst wenig Datenspuren aus Facebook (und seinen Töchtern Whatsapp und Instagram!) rauskommen. Weiterlesen

Frankreich / Ukraine / Türkei / Japan

Was an Frankreich ist so kaputt? Es ist die bis heute exzessiv kultivierte Klassengesellschaft. Tania Martini/taz erklärt es uns. Bei uns gibt es das auch, aber verdruckster, verschämter, klandestiner – politisch finde ich ist die deutsche Version der Fortschritt.
Hier und hier sind wir schon auf das Ende des deutschen Steinkohlebergbaus eingegangen. Ein sehr teures Ende, das das Ruhrgebiet auf Lebenszeit begleiten wird. Es geht auch katastrophal. Fast unbeachtet durch das politische Kriegsgeschehen, werden die alten ostukrainischen Bergbauregionen Weiterlesen

Das Ende der Steinkohle …

… und der Kontext zu Zusammenhalt, Solidarität und Integration

Am 21. Dezember 2018 endet mit der Schließung der Zeche Prosper Haniel in Bottrop der Steinkohlebergbau in Deutschland. Damit endet ein ganz besonderes Arbeitsumfeld, das durch Zusammenhalt, Solidarität und Integration geprägt ist. Attribute, die in unserer heutigen prekären Arbeitswelt abhanden gekommen sind. Weiterlesen

Abgehängtes Norddeutschland

Der beliebteste deutsche Politiker war sehr, sehr lange Bundesfinanzminister Schäuble. Er hat tiefe Spuren in unserem Land hinterlassen: die ökonomisch widersinnige “Schuldenbremse” (unter Mitwirkung der SPD; für die Jüngeren: das war mal eine Regierungspartei) und die herrschende Ideologie von der “Schwarzen Null”. Ich will jetzt hier nicht dozieren, wie ideologisch vernagelt hierzulande Volkswirtschaftslehre gepredigt wird. Im angloamerikanischen Raum, also den Herrschaftszentren des Kapitalismus, lachen sie nur noch sarkastisch darüber, wenn sie mit dem verzweifelten Kopfschütteln fertig sind.
Die Folgen erlebe ich z.B. als Bahnfahrer, Weiterlesen

Da reden wir nicht drüber

von Glenn Jäger
Zu den Beziehungen Katars nach Südamerika und zur Vergabe der Fuball-WM 2022

Wenn im Juni 2019 in Brasilien die Copa America im Männerfußball steigt, ist als Gastland auch Katar mit dabei. Die Südamerikameisterschaft ist ein erster größerer sportlicher Testlauf für den Gastgeber der in vier Jahren beginnenden WM 2022. Für ein Land, das mit ungeheurem Reichtum vor allem aus Erdgas von sich reden macht; das nicht nur im eigenen Land Milliarden investiert und damit an wirtschaftlichem und politischem Einfluss gewinnt; das mit den Arbeitsbedingungen auf WM-Baustellen in die Schlagzeilen geriet; das als absolute Monarchie auf bemerkenswert wenig Kritik des Westens stößt; Weiterlesen

Merkel-Rücktritt und Deutsche Bahn

Nachbemerkungen
Roland Appel meint, Armin Laschet wird es machen. Mag sein. Vielleicht ist es aber nach einem Jahr #metoo und angesichts der Struktur der Wählerinnenschaft schon altes Denken. Wir werden sehen. Martin Kaul/taz weiss, was ich meine.
Gestern schrieb ich vom Abhängen NRWs durch die Deutsche Bahn. Wäre schön, wenn sich Armin Laschet, egal mit welchem Amt, mehr darum kümmern würde. Heute berichtet der General-Anzeiger über die Baustellenpläne der Deutschen Bahn für unsere Region im nächsten Jahr. Das ist sehr zu loben und allerhöchste Zeit. Es zeigt, was in den Kohl-, Schröder- und Merkel-Jahren infrastrukturell vergammelt ist, zugunsten der neoliberalen Ideologien von “Schuldenbremse” und “Schwarzer Null” (hier späte Einsichten des Rentners Peer Steinbrück, mit grobem Revanchefoul gegen die heutige SPD-Führung).

Deutsche Bahn hängt NRW ab

Die Deutsche Bahn Aktiengesellschaft stand schon immer auf Kriegsfuss mit Nordrhein-Westfalen. Hier wohnen einfach zu viele, in zu vielen Städten. Es gibt hier viel zu viele Hauptbahnhöfe. Das alles macht nur Arbeit und Ärger. Ein schönes Bahnland für eine Aktiengesellschaft wäre eins mit wenigen fetten Zentren und grossen unbewohnten Regionen drumrum (also sowas ähnliches wie Berlin). Da zwischen können dann ICEs, ohne in Wolfsburg o. ähnl. anzuhalten, hin und her brausen – also ungefähr das, was früher Flugzeuge, von denen ein gewisser Mehdorn schon immer am meisten verstanden hat, bedient haben. Natürlich keinesfalls zu niedrigeren Preisen, weil: Aktiengesellschaft!
Ein Bundesland wie NRW ist dagegen eine widersinnige Konstruktion. Weiterlesen

Bhf. Troisdorf – nicht alles bleibt schlecht

Wundersame Bahn XVII
Bhf. Troisdorf, Eingang – immer noch nicht zu sehen, aber an der gleichen Stelle geblieben, also für mich auffindbar. DB-Menschen weiterhin keine. Aber Überraschung: alle Aufzüge funktionierten, und die Fahrkartenautomaten auch. Bei letzteren bin ich etwas KVB-traumatisert. Die hatte bei der letzten Anschaffung von Automaten eine Papiergeldfunktion absichtlich weggelassen. Wer einen Tarif benötigt, mit dem man Köln verlassen kann, soll nicht glauben, dass die KVB ihm dabei auch noch behilflich ist. Jede’ Jeck is anders, und so is der Kölner. Jedenfalls wenn er Führungskraft eines städtischen Betriebes ist.
Zurück zum Troisdorfer Bahnsteig. Weiterlesen

Abstieg des Exportweltmeisters

Big Data wird laaaangsam Politikthema
Heute geistert durch die Wirtschaftsnachrichten, dass Google+ dichtgemacht wird. Och, ist das jetzt auch so ein kleiner inhabergeführter Einzelhändler? Nöö, es ist ein Riese, dem Facebook zu gross geworden ist. Wie gross sind im Verhältnis zu den beiden wir? DLF-Kultur sendete gestern ein Feature, aus dem einerseits hervorgeht, dass die heutige Justizministerin Barley in der Big-Data-Politik nicht ganz so unterbelichtet ist, wie ihr Vorgänger, die deutsche und europäische Politik aber noch viel Luft nach oben hat.
Obwohl: sollen wir uns wünschen, dass sie lieber doof bleibt? Weiterlesen

Mit der Bahn zur Demo

Wundersame Bahn (XVI)

Ich war am Samstag in Hambach. Da rund 20.000 Menschen erwartet wurden, zog ich es vor, mit der Bahn zu fahren, weil ich mir sicher war, dass Busse und Pkw irgendwo jodwedeh (janz weit draußen) parken würden. Morgens um 9.02 von Bonn aus mit dem Zug nach Köln. Der war schon ganz ordentlich gefüllt, zahlreiche Reisende mit großen und kleineren Plakaten, viele Familien mit kleinen Kindern machten sich bei strahlendem Sonnenschein auf dem Weg zu jener Demo, die die Aachener Polizei, vermutlich in enger Absprache mit dem NRW-Innenminister Reul verboten hatte. Aus Sicherheitsgründen, so hieß es. Kurz vor Köln gibt es im Zug Weiterlesen

Modernste Strecken stehen bald still

Wundersame Bahn XV
Die Leistung, die die Bahn uns erbringt, ist Versorgung mit Mobilität. Das lohnt sich mal mehr, in und zwischen Ballungsräumen mit dichten Streckennetzen. Und mal weniger, dort wo es die Menschen umso dringender benötigen. Darum ist die Bahn für kapitalistische Privatisierung ungeeignet. Denn dann würde Mobilität nur dort angeboten, wo sie auch gut bezahlt wird.
Zur Kohl-Zeit, für die Jüngeren: das war noch vor Merkel, herrschte die Ideologie der neoliberalen Privatisierung vor. Damals wurde mit den ICE-Strecken begonnen zu planen und zu bauen, die nach heutigen Meldungen in allen Medien für halbe Jahre oder noch länger stillgelegt werden sollen, wg. Bauarbeiten. Nach der Logik aus der Kohl-Zeit: es ist rentabler, stillzulegen und zu sanieren, als bei laufendem Betrieb zu sanieren. Weiterlesen

Verlorengehen am Bahnhof Troisdorf

Wundersame Bahn XIV
Das alte Bahnhofsgebäude, vollverglast mit Flachdach fand ich als Zitat der deutschen Nachkriegsmoderne gar nicht hässlich. Es verlor an seinem Platz nur seine Funktion, in den ewigen Umbauten der Bahnsteige spielte es keine Rolle, lag irgendwann nicht mehr am Weg der Reisenden, Fahrkartenausgaben wurden als erste aufgegeben. Die Immobilienfirma der Bahn nahm dann noch eine zeitlang mit ihren überhöhten Mietforderungen verzweifelte Kleingewerbetreibende aus. Als deren Existenzen dann auch vernichtet waren, konnte abgerissen werden. Weiterlesen

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