Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Zeitungen (Seite 4 von 8)

Kackblatt, Lügenblatt und Süsswassermatrosen

Sind Sie (noch) Spiegel-Leser*in? War ich noch nie (des gedruckten). Und jetzt wieder froh um gespARTE Zeit und Geld. Antonia Baum hat sich für uebermedien die jüngste Titelgeschichte vorgenommen, die sich, wenig überraschend, als weiteres Krisensymptom entpuppt. Auch die Leser*innen*kommentare unter Baums Text geben sachdienliche Hinweise – nur falls Sie es überhaupt wissen wollen.
Wichtiger ist vielleicht, Weiterlesen

Lübcke-Mord, NSU und Geheimdienst

Der Kölner Stadtanzeiger verschwand vor etlichen Jahren aufgrund seiner digitalen Paywall aus meiner Medienwahrnehmung. Mir hat das weniger geschadet, als der Stadt Köln, die so digital eingemauert wurde, wie zu ihren römischen Gründungszeiten. Nach allem, was ich medienpolitisch wahrnahm, habe ich nichts verpasst – ausser den stetigen Niveauverlust dieser einstmals angesehenen westdeutschen Lokalzeitung. Überregionale Berichterstattung wurde weitgehend eingestellt, und bei der Firma Madsack in Hannover eingekauft. Köln kauft seine “Wahrheit” in Hannover – wenn das die alten Stadtväter und -mütter (Agrippina z.B.!) hätten miterleben müssen …. Weiterlesen

Kölner Zeitungen will keine*r

Zunächst hört es sich wie eine gute Nachricht für die Beschäftigten an: DuMont will seine Kölner Zeitungen nicht, wie alle anderen (in Berlin, Hamburg, Sachsen-Anhalt) verkaufen. Mitarbeiter*innen von Stadt-Anzeiger und Express meinen sich jetzt auf Weihnachten freuen zu können. Aber Vorsicht.
Diese Nachricht bedeutet zunächst nur, dass niemand dem DuMont-Konzern diese Blätter abkaufen will. Wer heute überhaupt noch Geld mit Zeitungen verdient, glaubt, Weiterlesen

Ethnisierung der Kriminalität (II)

Kompliment, Herbert Reul. Deutsche Medien sind immer noch bereit, sich von Deinem Agendasetting am Nasenring durch die Arena ziehen zu lassen. So widmete die ARD gestern abend – ich habs nicht gesehen – Reuls Lieblingsthema “Clankriminalität” einen ganzen Sendeabend. Rund 3 Mio. haben ihn sich zugemutet, für die ARD knapp unterm Durchschnitt (ist der Montagabend wg. des ZDF-Spielfilms immer). Da ich nicht dabei war, will ich über die Qualität des Gebotenen nicht richten.
Autor Olaf Sundermeyer, der die Dokumentation nach der Tagesschau gemacht hat, ist kein billiger Fall, Weiterlesen

Knüwers spannende Springer-Spekulation

Realistischer als alles, was die direkten Protagonist*inn*en mit ihrer aktiven PR-Interviewpolitik rausgehauen haben, ist, was Thomas Knüwer aktuell in seinem Blog indiskretionehrensache.de schreibt. Hat er die Investorenmotive von KKR etwa besser verstanden, als Frau Springer und Herr Döpfner? Nein, ich glaube, die beiden wissen es selbst, und meinten sich öffentlich wider besseres Wissen äussern zu müssen. Denn das Kapital, das scheue Reh, darf nicht nervös gemacht werden. Und die Belegschaft, die weiter Leistung bringen soll (human ressources) auch nicht. Bei manchem, was Herr Reichelt und seine Spiessgesellen so an Schmutz raushauen,ermöglicht das zumindest ein sadistisches Schmunzeln, dass “es” nicht die Falschen treffen wird … Weiterlesen

Paywall statt Porno

Deutsche Zeitungsverleger werdens nicht mehr lernen
Rachel Meghan Windsor, geb. Markle könnte u.U. in die Geschichte eingehen, weil sie die Erste war, die es wagte Rupert Murdoch die Stirn zu bieten. Sie will sich den kriminellen “Journalismus” der Sun nicht mehr bieten lassen. Und siehe da, 75 Politikerinnen aller britischen Parteien haben sich mit ihr solidarisiert. Dabei wäre alles ganz einfach. Ich habe es 5 Jahre lang als Mitarbeiter eines Landtagsfraktionsvorsitzenden praktiziert: wenn das Revolverblatt scheissfreundlich am Telefon um exklusive Informationen oder gar ein Durchstellen zum Chef bettelt, ebenso scheissfreundlich rein “termindedingte” Körbe geben – bis sie eines Tages das Anrufen aufgeben. Weiterlesen

Sterbende Zeitungen: Springer / Frankreich

mit Update: Osteutschland
Nach dem Einstieg des Hedgefond KKR beim Springer-Konzern geht es seinen sterbenden Zeitungen an den Kragen. 20% der Arbeitsplätze sind bedroht. Die “Welt” befindet sich schon in einer Art Todeskampf, bei Bild wird die bisher “selbstständige” Sonntagsausgabe plattgemacht. Der personifizierte Journalisten-Unhold Reichelt behält den Hut auf, alle Frauen hat er weggebissen. Und aus dem zwecklos bedruckten Papier mit wenig Buchstaben soll ein Videobetrieb werden. Weiterlesen

Paywall-Maurer – lest das!

Das ist das Gegenteil von Clickbaiting. Paywall-Maurer (Frauen dabei?) gibt es in deutschen Medienhäusern vielleicht 20. Sie versuchen durch Informationsprohibition Geld zu verdienen, im Auftrag von 5-6 Milliardärsfamilien, denen diese Medienhäuser gehören. Ich habe eine schlechte Nachricht für Euch. Bzw. die Universität Oxford und das “Reuters Institute” als Teil des Agenturkonzern Reuters. Es hat alles keinen Zweck. Können Sie Englisch? Dann erfahren Sie hier, wie sich Medien- und Nachrichtennutzung weltweit entwickeln, Weiterlesen

Österreich verstehen – noch’n Versuch

Vielleicht deutscher, als die meisten glauben
Isolde Charim/taz und David Schalko/SZ versuchen ihr Land zu erklären. Charim ist sowieso klug, eine Frau, die was von Dialektik versteht, doch als globale Weltbürgerin wird ihr viel Österreichisches mental verschlossen bleiben. Schalko gibt als derzeit bester bekannter Filmautor des Zwergstaates alle wichtigen dramaturgischen Hinweise. Ich sah gestern den schmierigen Kurz bei Armin Wolf im Interview-Schwitzkasten: Kurz ist so glatt und schlau, dass er ihm entkommen konnte. Weiterlesen

Staatlich organisierte Kindesmisshandlung

mit Update
Brauchen Sie den Anblick von Kinderaugen für Mitgefühl? Damit kann ich hier nicht dienen. In diesem Fall müssten Sie hören. Auf der Homepage des DLF gibt es leider zu den folgenden zu nennenden Beiträgen weder ein Text- noch ein Bildangebot. Das ist, nur nebenbei bemerkt, der Nachrichten- und Informationsunterdrückungsstrategie deutscher Zeitungsverleger zu danken, deren Lobbyismus erfolgreich zu verhindern versucht, dass öffentlich-rechtliche Medien solche Angebote machen.
Also hören Sie bitte diesen Bericht über ein Kinderinternierungslager in Tornillo/Texas, Weiterlesen

Wiedemann / Schweizerhof

Charlotte Wiedemann sieht – ich meine zu Recht – in Algerien, Sudan und Iran einen besonderen politischen Moment. Nur wenige ihres Berufsstandes haben einen Blick dafür. Jürgen Gottschlich gehört dazu – er sieht ihn auch in der Türkei, speziell in der Weltmetropole Istanbul. Eine Stadt, in die sich jede*r verliebt, die*der schon mal dort war.
Wenn der Film “Stan&Ollie” nur annähernd so sehenswert ist, wie seine Besprechung durch Barbara Schweizerhof/taz lesenswert, dann ist er ein “Muss”.
Journalist*inn*en vom Format dieser Ladies werden die Zeitungskrise überstehen.

Lokaljournalismus – wann ist Schluss?

Es gibt Alternativen – Spanien, USA und -trotz Brexit- UK. Aber welche werden sich durchsetzen?
Wenn der Lokaljournalismus untergegangen ist, haben wir in Bonn noch ein bisschen Zeit. Hier wird er 1-2 Jahre später untergehen. Nicht weil “unser” General-Anzeiger so grossartig ist, immerhin nicht so schlecht wie sehr viele Andere, sondern weil die Bonner*innen überdurchschnittlich alt und gebildet sind. Professor Klaus Meier macht sich einen Spass daraus die durchschnittliche Lebenserwartung gedruckter Presse zu errechnen, und hat seine aktuellen Erkenntnisse in Meedia, dem Medienfachdienst des Dieter-von-Holtzbrinck-Konzerns (Handelsblatt u.a.), veröffentlicht. Demzufolge ist 2033 Schluss. Weiterlesen

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