Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: FAZ (Seite 17 von 50)

Mittelständische Milliardärin

Hinweise zur Ökonomie des “James Bond”
Das Bonmot von der “oberen Mittelschicht” prägte einst ein gewisser Friedrich Merz, der Sarah Wagenknecht der CDU. Sehr unterhaltsam, aber jetzt nicht mein Thema. Es soll um Broccoli gehen, nicht das Gemüse, sondern die politische Ökonomie der Produktionsmaschine “James Bond”. Das jüngste Produkt dieser Fabrik, das sowieso schon zwischen Entertainment, Weltdiagnose, Ideologieproduktion schillert und glitzert, soll nun nicht weniger als ein ganzes Medium “retten”: das Kino. Weiterlesen

Nachklapp

Gucklöcher durch die Bezahlmauern: Kommunismus, Nemi El-Hassan, Triell
Noch’n Triell. Warum? Ich weisses doch auch nicht. 4 Mio. sollen geglotzt haben. Weniger als die Hälfte im Vergleich zum Kölner Tatort (bei dem war ich auch; hätte es sowieso nicht glotzen können, weil Privatsender bei mir ebenfalls hinter der Bezahlmauer sind, DVB-T2). Und Manfred Güllner/Forsa hat danach ein für ihn geradezu “sensationelles” Schiedsrichter-Urteil gesprochen: Scholz habe gewonnen, Laschet zweiter, dicht dahinter Baerbock. Hätten Sie das etwa erwartet? Weiterlesen

Kommunismus vor der Tür

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger hat doch recht. Von Anfang an hat er dem Ehepaar Friedrich, die sich mit ihren IT-Millionen den Berliner Verlag billig gekauft haben, nicht über den Weg getraut. Jetzt, wo der Kommunismus in Deutschland unmittelbar vor der Tür steht, reissen sie sich ihre Maske vom Gesicht. Die zwei klügsten Männer, die die SED vielleicht jeh hatte, Michael Brie und Dieter Klein. dürfen in ihrer Berliner Zeitung einen Essay veröffentlichen: “Es gibt noch Hoffnung!” Niemand braucht ein teures Bundesamt für irgendwas mit Geheimdienst, um zu erkennen: aha, da ist sie, die rot-grün-rote Gefahr. Weiterlesen

Tax The Rich! – auch kein Wahlkampfthema?

Und: Wundersame Bahn LXXV / Schweine / Radautobahnen und ihre Bauer / Erdogan am Ende?
Die Frau hat es drauf. Alexandria Ocasio-Cortez (“AOC”) versteht sich nicht nur selbst als Sozialistin (in den USA!), sondern sie hat auch eine präzise Analyse, wie das Kasperletheater heutiger Medienindustrie funktioniert. Alle pawlowschen Reflexe sind in ihren Strategien schon eingepreist. Ich nenne das Intelligenz, in der Hinsicht ist der deutsche Bundestagswahlkampf ein Hungergebiet. Weiterlesen

Schweinegipfel

Die FAZ, das habe ich hier schon oft bemerkt, kann immer wieder ein unerschöpflicher Quell von Information sein. Wobei, dieser … gähn! … banale dpa-Bericht über fehlgeleitete Agrarsubventionen ist wahrlich “nichts Neues”. Wissen “wir” das nicht schon seit Jahrhunderten? Ja gut, Klimakrise und so, Armut, Reichtum, Hunger – “hatten wir doch alles schon”. Oder? Wer sich darüber bisher nicht aufgeregt hat, wird es auch nicht mehr. Oder? Weiterlesen

Geheimdienst geht shoppen

Lesen – würde helfen
Nach dem Desaster, das der rechtsradikale Boss Maaßen angerichtet hat, versucht die Bundesbehörde, die die Aufgaben eines Inlandsgeheimdienstes erledigen soll, verzweifelt, ihr Ansehen in der Öffentlichkeit zu verbessern. Dazu sucht sie sich mit Wissenschaft zu schmücken, weil sie denkt, dass das doch das ist, was die Kinder heute fordern. Neu ist, dass sich immer mehr Wissenschaftler*innen finden, die das nicht amüsiert. Weiterlesen

“Der Gemeinheit eigene Dummheit”

mit Update 6.9.
Sonntagslektüre Adorno und Gysi
„Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.” Ein berühmtes Zitat von Karl Marx aus “Der achtzehnte Brumaire des Louis BonapARTE (1852)”. Daran fühlte ich mich erinnert, als ich heute in der FAZ den Briefwechsel der Herren Adorno und Enzensberger aus dem Jahr 1966 las. Ich bin meinerseits vorbelastet: der Herr Enzensberger rangiert in seinem Ansehen in meinem Innern weit unter dem Professor Adorno. Weiterlesen

Wofür man eine Regierung braucht

Tod des/dem Linksliberalismus?
Wenn das FAZ-Finanzressort über eine EZB-“Research”-Videokonferenz berichtet, dürfen Sie und ich davon ausgehen, dass das von den Mächtigen nicht ignoriert wird. Wenn Madame Lagarde die gesendete Botschaft durch eigene – ich fühlte mich an Berlusconis oder Trumps TV-Interventionen erinnert – Initiative hochpegelt, dann wüsste ich allzu gerne, wie die Bundeskanzlerin das heute beim Morgenkaffee kommentiert hat. Aber die kandidiert ja nicht mehr. Weiterlesen

Beginnt die Realo-Hegemonie?

Freiheit oder Islamismus?
Nein es soll hier nicht um die Grünen gehen. Dafür wäre die Überschrift ein paar Jahrzehnte zu alt. Es geht um Wichtigeres. Guido Steinberg/SWP gab der gestrigen taz ein Interview, von dem heute eine Langfassung online steht. Ich weiss von seinem Ex-Chef Volker Perthes, dass er für ihn ein satisfaktionsfähiger Kollege und Partner war. Und das ist auch mein Eindruck. Nur über eine Stelle bin ich gestolpert. Weiterlesen

Bescheidene Verschwiegenheit

Die Herrschenden haben Laschet schon aufgegeben
mit Update nachmittags
Es ist nur das Feuilleton, also an dieser Stelle kaum relevant. Im Politikteil wäre Patrick Bahners/FAZ Abhandlung über die Eröffnung der “Academy of International Affairs NRW” in einer Villa in der Bad Godesberger Rheinallee zu einer publizistischen Vernichtung des CDU-Kanzlerkandidaten geraten. Im Hauptberuf ist der Betreffende NRW-Ministerpräsident. Und selbst in diesem Amt kann er, wenn wir Bahners’ Argumentationsführung folgen, seinen katholisch-akademischen Aachener Seilschaften-Provinzialismus nicht verbergen. Weiterlesen

Eingebettete Kriegsbilder

Und: “Schlagzeuger der Herzen” / Fahrradautobahn-Crashs
Glotzen Sie Bundestagsdebatten? Ich schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Bevor ich mich 1973 politisch organisierte, haben sie mich gefesselt. Reden von Willy Brandt und Walter Scheel erschienen sogar auf Schallplatte. Es wurde TV geguckt, wie heute bei Fussballspielen. Und an Wahlen teilgenommen: über 90%. Heute dagegen würde ich das nicht mehr aushalten. Der Fremdscham würde mich krankmachen. Darum will ich Michael Maier/Berliner Zeitung hier und heute mal besonders danken: für diesen Wutausbruch. Weiterlesen

5 Millionen Überflüssige

Wundersame Bahn LXXIII / Der Herr “Lasché”
Was schiefgehen kann, geht schief. Das ist die Devise des Bundestagswahlkampfes … welcher Partei, raten Sie mal. Ein laffer Scherz. Am wenigsten geht schief, wenn mann nichts macht und unbemerkt bleibt. Wenn Sie also heute mal gut unterhalten werden wollen, lesen Sie, was FAZ-Hauptstadtkorrespondent Eckart Lohse über den Wahlkampf der letzten Volkspartei in der Hauptstadt berichtet. Weiterlesen

Bleiben Sie zornig

Ab Montag können Sie in den Bonner Bezirksrathäusern ihre Stimme zur Bundestagswahl abgeben (oder zunächst abholen und noch nachdenken). Aber zornig bleiben müssen wir weit über den 26.9. hinaus. Egal, wer Ihre und meine Stimme bekommt – es wird nur mit Druck von uns selbst etwas passieren. Denn für Druck von “oben” auf der Reichtumsskala wird gesorgt sein. Beim Druck ausüben sollten wir das Training unserer Intelligenz und den Stand unserer Informationen über das, was wir als “Wahrheit” oder “Fakt” vermuten, nicht vernachlässigen. Dazu hier weitere Angebote. Weiterlesen

Die Angst der FAZ

Die FAZ bemüht sich seit ihrem Bestehen darum, das Organ der herrschenden Klassen in Deutschland zu sein. Folgerichtig betreibt sie mit dem Marktforschungsunternehmen Allensbach, das schon in den frühen Jahren der BRD der Bundesregierung und der CDU als Politikberatung diente, nicht nur Meinungsumfragen im biederen Volk, sondern auch in der “Elite” (veröffentlicht selbstverständlich hinter Paywall; es geht nicht alle was an). Weiterlesen

Die Enteigner

In der Paywall der FAZ ist die Geschichte eingemauert, wie die SED-Führung 1971 den im Europacup konkurrenzfähigen Serienmeister FC Vorwärts Berlin (“Vorwärts” hiessen die Vereine der Volksarmee) durch einen Zwangsumzug nach Frankfurt sportlich demontierte. Die Bahn war frei für den Stasi-Verein BFC Dynamo. Was in der DDR die Partei machte, das macht im “freien Westen” das grosse Kapital. Es enteignet dem Volk den Volkssport. Eine führende Rolle spielen dabei die Medienkonzerne. Weiterlesen

Opfertraumatisierung

9/11 – #metoo – Epstein
Dirk Hautkapp war in den Nullerjahren noch ein fachkundiger Beobachter der NRW-Landespolitik für die NRZ. Für seine gute Arbeit wurde er mit einem US-Korrespondentenjob für die heutige Funke-Mediengruppe belohnt. Es gibt schlechtere Nachrichten aus der Medienbranche. Hautkapp schreibt heute, wie auch die Agenturen, die dem Sujet nicht widerstehen können, über die bevorstehende Einvernahme des Andrew Windsor in der Epstein-Affäre. Weiterlesen

Später Wiedergutmachungsversuch

Ulrike Bremermann war die Leiterin der Aussenstelle Bremen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). In einer widerlichen Kampagne des Bundesinnenministeriums wurde sie kriminalisiert mit dem Versuch, sie auch als Mensch komplett zu brechen. An der Kampagne beteiligte sich die Mehrheit der deutschen Massenmedien. Unkenntnis war für sie kein Grund, es sein zu lassen. Ich hatte diesen Skandal, der nicht als solcher behandelt wird, schon mehrmals kommentiert. Nun hat es endlich auch ein 20-Minuten-Feature des Deutschlandfunks getan. Weiterlesen

Freuen mit Mihambo

Deutschlands derzeit schönstes Gesicht in der Welt
Bei allem Ärger über Politik und Klimakatastrophen dürfen Freude und Genuss nicht vernachlässigt werden. Wo soll sonst die Kraft für Veränderung herkommen? Dafür hat Deutschland jetzt ein weltweit beachtetes Gesicht, das einer Schwarzen: Malaika Mihambo. Was für ein Kontrast zu dem Gesicht, dass ich mit Olympischen Spielen in Tokio verbinde. 1964 auf einem verschneiten Schwarz-Weiss-TV-Bild sah ich einen lebenslang ausgehungert aussehenden Harald Norpoth über 5.000m zur Sensations-Silbermedaille spurten. Das erregte damals weit grössere Teile der deutschen Öffentlichkeit, als das heutige TV-Nacht- und Frühprogramm. Weiterlesen

Die Helfer des Morgens

Zurheide, Mai & Dietmar
Jürgen Zurheide ist der seltene Fall eines “freien” Journalisten, der die Freiheit vom Angestelltendasein berufslebenslang geniesst und davon profitiert. Wie er das gemacht hat? Das kann ich auch nicht erklären. Gewiss gehört dazu, eine gute Mikrofonstimme zu haben und damit gut umgehen zu können. Politischer Durchblick, besser als Andere informiert sein, und gerne Schichtdienste übernehmen, auf die die Festangestellten keine Lust haben. Das sind die Tricks, von denen ich weiss.
Samstagsmorgens z.B. Wer hätte da Lust von 6 bis 9 zu moderieren, also um 4 im Sender zu sein, um alles adäquat vorbereiten zu können? Weiterlesen

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