Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Beuel & Umland (Seite 78 von 123)

Schnitzelkriminalität / Politikberatung / Feminismus im Islam

mit Update: Link zu einem Plädoyer fürs Fleischessen
Ich gebe zu, ich esse gerne Schnitzel. Besonders gerne ein echtes Wiener, wenn es von glücklichen Tieren und von glücklichen Köch*inn*en ist. In Bonn habe ich mal ein sehr gutes im Weinhäuschen am Mehlemer Rheinufer gegessen. Dort hat vor einigen Jahren eine sehr liebevolle österreichische Küche das alte Weinstubenangebot abgelöst – ohne auf gute Weine zu verzichten. In Berlin bevorzuge ich ein ähnliches Konzept in der Westfiliale des Cafè Einstein in der Kurfürstenstrasse; wegen einer Produktionsfirma in der Nähe sitzen da oft bekannte Schauspieler*innen-Gesichter rum – die wissen halt, was schmeckt.
Wenn Sie auch zu denen gehören, die sich das Schweinefleischessen nicht abgewöhnen konnten und/oder wollten, Weiterlesen

Gutes Essen von morgen

Florian Rötzer/telepolis berichtete gestern von neuen Veröffentlichungen und durchs Dorf getriebenen Säuen in Sachen “Orthorexia nervosa”. Das ist Lateinisch für “einen pathologischen Zwang zum gesunden Essen … dem ein Hang zur rigiden Selbstdisziplinierung zugrunde liege” – also zu Deutsch: womit sich viele Gutwillige in selbstgemachten Wahnsinn treiben. Rötzer ist klug genug, sich der Mode alle Verhaltensauffälligkeit zu pathologiseren (zu neuen Krankheiten zu erklären) nicht anzuschliessen. Sehr gut sieht er aber, Weiterlesen

Dä! – Beueler Luft ist schlecht

Viele von Ihnen lesen vielleicht den General-Anzeiger nicht (mehr). Das kann in Einzelfällen ein Fehler sein. Heute berichtet er über eine lobenswerte Initiative einer beuelbekannten “Nervensäge”, von Werner Janik-Mehlem. Dass der Mann anstrengend ist, heisst nicht, dass er falsch liegt. In diesem Fall: klares Gegenteil.
Janik-Mehlem hat mit Unterstützung der Umwelthlfe und eines Hausbesitzers an der St. Augustiner Strasse private Luftmessungen durchgeführt. Weiterlesen

Wann wird KI Menschen besiegen?

Was macht Menschen unberechenbar? Und damit für “Künstliche Idiotie” (KI) unbesiegbar. Eine Sache, für die das gilt, ist die Liebe. Manche meinen, die werde “abgeschafft”. Motive dafür gibt es gewiss. Die Autorin Duška Roth berichtete im DLF-Kultur zum Stand der Forschung über die Liebe. Ihren Wissenschaftszeugen Brian Earp lässt sie darin sagen: “Ich weiß bloß nicht, ob es wirklich für jeden das Beste ist, über die Liebe in dieser extrem wissenschaftlichen Art und Weise nach zu denken. Ich glaube, eher nicht.“ Weiterlesen

Grüne – die neuen Merkels?

Es hat ganz schön lange gedauert. Langsam interessieren sich wenige deutsche Medien für die inhaltliche Substanz hinter der personell optimierten öffentlichen Performance der Grünen. Was würde sich ändern, wenn sie regieren? Viele Antworten gibt es darauf noch nicht. Noch erschütternder ist, wie wenig es in den Redaktionen interessiert.
Wolfgang Michal, der die SPD von innen kennt, ist entsprechend desillusioniert. Er rechnet nicht mit Rot-Rot-Grün, dafür sind SPD und Linke schon zu ehrgeizlos und ramponiert. Michal wäre schon froh, Weiterlesen

Eine Stadt kann Signale senden

Kleiner Aufwand, grosse Wirkung. Die Stadt Utrecht macht was mit ihren Bushaltestellen, und die Kommunalpolitik der ganzen Welt macht sie zu einem Pilgerort. Auch Bonn war schon dort. Die Idee ist nicht furchtbar originell, jede*r ÖPNV-Kunde*in hat schon beim warten nach einem verpassten Anschluss darüber nachgedacht. Bei mir wars 1969, in Gelsenkirchen-Horst, Haltestelle “Horst Sparkasse” (das Gebäude gehört heute der schwerreichen Sekte MLPD). Bei mir reifte dort der lebensprägende Entschluss Radfahrer zu werden. Das ermöglichte es mir Jahrzehnte später, Wohnungsbesitzer zu werden! Warum ist aber an Haltestellen (und vielen anderen Orten) nichts passiert? Weiterlesen

“Woodstock” kannte Adorno nicht

Wir wissen heute mehr über die Welt, als die sog. “Hippies” Ende der 60er Jahre. Ich war seinerzeit noch im vorpubertären Alter und konnte dem ganzen Geschehen nichts abgewinnen. Erst viel später wurde ich Opfer der kapitalistischen Vermarktung des Ereignisses, weil mich der Film einfing (morgen 22.10 h auf ARTE). Bei den grossen Friedens-Demos in Bonn 1981, 82 und 83 haben wir, mit Hilfe von Bundesbahn und Bonner Polizeipräsidium eine logistisch entschieden professionellere Leistung abgeliefert, als die zugekifften Chaoten in der Nähe von New York, und das mit viel weniger Geld.
In der historischen Rückschau von heute erweist sich, dass Jimi Hendrix Weiterlesen

Individueller Klimaschutz – praktisch

In meinem Alter kann ich mir erlauben Facebook-abstinent zu sein. Einen multimilliardenschweren, steuerbetrügenden Konzern als Plattform meiner Kommunikation zu respektieren und mich seiner – weitgehend gesetzlosen – Zensurgewalt auszusetzen … nee, da würde mir schlecht. Was dort Wichtiges passieren könnte, erfahre ich trotzdem. Z.B., dass die Diskursverschiebung, über die ich mich gestern erst gefreut habe, nicht erst mit Zeitverschiebung, sondern jetzt schon in Bonn angekommen ist. Heisst das nun, dass wenn die Welt untergeht, sie in Bonn nicht fünf Jahre später untergeht?
Primark-Läden habe ich noch nie betreten. Weiterlesen

Mein erster Porno

Blamabel unprofessionelle Erpresser nennen sich “Anonyme Hacker”
Es war im Katastrophenwinter 1978. An den grauen Tagen vor dem Schnee waren wir mit einer mittelgrossen Gruppe in Norddeich, einem Ortsteil der damaligen Kreisstadt Norden (heute alles zusammengefasst im Landkreis Krummhörn) gelandet. Die Tage waren grau. Ausser Fischessen und Stiefeltrinken blieb noch ein Kino in der Metropole Norden. Weiterlesen

Wundersame Bahn XXXI

Ein ganz normaler Freitag
Ich wusste ja vorher, dass es ein Abenteuer wird. Dennoch kann die Bahn mich immer noch überraschen. Gegen 15 h traf ich am Hbf. von Bonn ein. Verspätungen wurden für das komplette Angebot angezeigt. Der RE5 nach Oberhausen meldete 30 Min., der IC nach Emden über Oberhausen nur 15 Min. Da fiel die Wahl nicht schwer. In Essen-Altenessen sollte er jedoch nicht halten. Die Strecke Duisburg-Essen Hbf. wird wg. Bauarbeiten in den Sommerferien komplett nicht bedient, Weiterlesen

Harald Nickel gestorben

Vergessen? Nicht von mir. Als er das Tor des Jahres 1979 schoss, war ich bei meiner damaligen Freundin in der Adolfstrasse zu Gast. Wir hörten die Live-Übertragung des aussichtslos erscheinenden Auswärtsspiels von Borussia Mönchengladbach bei Inter Mailand live auf WDR2. Damals konnte man den Sender noch hören, und die Liveschaltungen dauerten mehrere Minuten. Als Harald Nickel dieses Tor schoss, erreichte mein Kopf beim Jubelsprung Weiterlesen

RAF-Terrorismus böse – Neonazi-Terrorismus eine Bagatelle?

Zugegeben, ich bin inzwischen ein paar Tage älter, als manche Verfassungs”schützer”- ebenso wie Seehofer und alle anderen Innenminister – und kann mich noch an den “deutschen Herbst” erinnern. Die RAF hatte einige “Repräsentanten des Staates” wie sie es nannte, entführt und ermordet. Das Ergebnis war, dass ich als Student und Landesvorsitzender der Jungdemokraten etwa dreimal pro Woche auf der B 27 zwischen Tübingen und Stuttgart in die Mündung von mindestens einer “UZI”, damalige Maschinenpistole der Polizei, schauen durfte, ständig wurden Studenten-WGs der mutmaßlichen “Sympathisantenszene” durchsucht, zum Teil unbeteiligte Menschen verhaftet, wie die Frankfurter Studentin Eleonore Pönsgen, die nach dem Mord an Jürgen Ponto unschuldig eingesperrt wurde. Weiterlesen

Ungefährlicher als Düsseldorf: Gelsenkirchen

Ein Berliner Radiosender versucht sich an der Stadt, in der es sich leut ZDF/Prognos am schlechtesten lebt – Platz 401 von 401
DLF-Kultur kündigte in seiner heutigen Folge der Reihe “Deutschlandrundfahrt” einen einstündigen Beitrag zu Gelsenkirchen an. Oje, dachte ich: schon wieder ein Berliner Medium, das eine Safari-Expedition ins exotische Ruhrgebiet ausgesandt hat. So schlimm ist es nicht geworden. Sogar gut. Weiterlesen

Wir feiern gutes Essen

von Sabina Schlinke / Slowfood Bonn
Vom Acker bis zum Kompost Erstes Agrikultur-Festival auf dem Bonner Münsterplatz

Am 28. September 2019 findet auf dem Münsterplatz zwischen 14.00 und 20.00 Uhr das erste Agrikultur-Festival in Bonn statt. Die Besucher_innen erwartet eine bunte Mischung aus Kultur, Landwirtschaft, Politik und Genuss. Unter dem Motto „Wir feiern gutes Essen: Vom Acker bis zum Kompost“ dreht sich einen Nachmittag lang alles um die enge Beziehung zwischen Landwirtschaft und Kultur, gerade auch in der Stadt. Weiterlesen

Erfolge in Kenia und Neukölln

… und eine ernste Warnung an die Ost-CDU
In Kenia ist es einem zivilgesellschaftlichen Zusammenschluss, der weit entfernt von einer hegemonialen gesellschaftlichen Mehrheit, aber mit hoher fachlicher Kompetenz ausgestattet ist, zumindest vorläufig gelungen, ein mit ganz ganz grossem multinationalen Kapital (von China bis zu den USA) ausgestattetes Kohlekraftwerk-Projekt auszubremsen. Martina Backes berichtet darüber in der Jungle World. Weiterlesen

Habeck verteidigt Bundesstadt Bonn

Ich gestehe, ich bin positiv überrascht. Denn ich weiss, dass es in keiner Bundestagsfraktion eine politische Mehrheit für die Region Bonn gibt, wenn es um die Standorte von Ministerien der Bundesregierung geht. Von Herrn Habeck hat mich bisher in erster Linie seine hochprofessionell inszenierte Medienperformance überzeugt. Durch harte Positionierungen ist er mir bisher weniger aufgefallen. Weiterlesen

Weg mit diesem Oberbürgermeister!

Warum es ein Beitrag zum Klimaschutz ist, Sridharan abzuwählen

Eines kann man dem Bonner Oberbürgermeister sicherlich nicht vorwerfen: Dass er sein Licht unter den Scheffel stellt. Nein Ashok-Alexander Sridharan ist sich seiner Bedeutung für Bonn, für Deutschland, für Europa – ja für die Welt stets bewußt. Bonns OB ist vor allem eines: eitel und selbstverliebt. Er schmückt sich gerne mit Titeln und Funktionen, reist als Repräsentant durch die Welt, um über die Wichtigkeit der erneuerbaren Energie und des Klimaschutzes aufzutreten. Dumm nur, dass er, wie die Mehrheit der Christdemokraten, den Ausbau der erneuerbaren Energie behindert wo es nur geht. Weiterlesen

Wetternot / Bahnmord / Alte ARD

Bei uns könnte es Donnerstag 92 Grad werden. Lisa Inhoffen/GA beruhigt – der Wahnbachtalsperrenverband könne für alles sorgen. Was sie schreibt, deckt sich mit den Informationen, die bei mir ankommen. Hoffen wir mal, das stimmt alles. In New York City sieht es, bei ähnlichen Temperaturen, schlimmer aus. Die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen ist eben nicht Teil der Lösung, sondern des Problems. Wenn dann noch eine klimaignorante Regierung dazukommt, wird “der Amerikaner” vielleicht bald Kanadier.
In Voerde hat es einen grausamen Mord gegeben: vom Bahnsteig vor den Zug gestossen. Weiterlesen

Von Überholungen und Geisterzügen

Wundersame Bahn XXX
Weil Journalisten ja oft vorgeworfen wird, sie würden nur Negatives berichten, hier zu Beginn mal was Positives. Ich habe es wirklich erlebt. Ich steige aus der Straßenbahn 62 aus Bonn-Oberkassel kommend – die dort übrigens pünktlich ankam und auch pünktlich wieder losfuhr, – und dann das: Ich komme zum Bonner Hauptbahnhof und am Gleis 1 fährt ein Zug ein. Auch noch einer, der mich an mein Ziel brachte. Da habe ich mich aber gefreut. Als der auch noch pünktlich in Köln Hbf ankommt und ich den ebenfalls pünktlichen (!) Anschluss nach Düsseldorf erreichte. Ja, Bahnfahren kann so schön sein. Das war kein Traum, Weiterlesen

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