Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Köln (Seite 12 von 17)

#metoo/WDR: Studierende fordern Henke-Rücktritt

Es scheint ihnen peinlich zu sein, dass sie sich erst jetzt bemerkbar machen. Dem gingen vermutlich nicht nur lange, sondern auch quälende hochschulinterne Debatten voraus. Die Studierenden der Kölner Kunsthochschule für Medien fordern den Rücktritt von Professor Gebhard Henke, der kürzlich in einem aussergerichtlichen nichtöffentlichen Vergleich sein Arbeitsverhältnis mit dem WDR beendet hat.
In ihrem veröffentlichten Text sprechen sie nur am Rande die Dotierung an Weiterlesen

Beueler Fluchtwege / Gourmettraum

Donnerstag ist der höchste Beueler Feiertag. Der Tag, wegen dem auch die andern 364 Tage im Jahr am Rathausvorplatz kein Gänseblümchen eine Chance hat, geschweige denn richtige Sauerstoffproduzenten. Solche lebenden Sichtbehinderungen, woanders unter der Bezeichnung “Pflanzen” bekannt, könnten die Feierfreude des alkoholverglasten närrischen Volkes beeinträchtigen, auf die Wäscherprinzessin und den ganzen kommunalen Adel dieser Stadt. Früher war das der einzige Tag, an dem Beuel in der Tagesschau erschien. Aber diese aufwendige Fahrt von Köln nach Bonn Weiterlesen

Bonn? – Woanders ist auch schlimm: München

Ich gebe zu, ich neige auch oft dazu: weil ich mich hier auskenne, viele Leute, viele Ämter, mit vielen täglich zu tun hatte oder noch habe, es hier für besonders schlimm zu halten. Ist aber Quatsch. Bonn ist klein, unwichtig, und in fast keiner Weise besonders, im Vergleich zu anderen deutschen Klein- oder Mittelstädten. Hier sind mehr Hügel um die Stadt herum, ein breiter Fluss in der Mitte, überdurchschnittlich viele renitente Bildungsbürger*innen (und damit Grün-Wähler*innen) – und Köln in unmittelbarer Nähe.
“Skandale”, wie die WCCB-Affäre oder die Kostenentwicklung öffentlicher Bauten (Beethovenhalle), Weiterlesen

Wieviel Region braucht der Mensch?

Das ist zunächst eine philosophische Frage, die mit der Identitätsfindung und mit dem inflationsmäßig verwendeten Heimat-Begriff korrespondiert. Ganz paraktisch wird es, wenn man sich Deutschland ansieht und dabei politische Strukturen erkennt, die Regionen wirtschaftspolitisch im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig machen sollen. So wird z.B. das Rheinland und die Region Köln-Bonn gezielt als polyzentrischer Raum vermarktet. Dabei gilt es kulturelle Barrieren und Abgrenzungen zum Ruhrgebiet und zu Westfalen zu überwinden. Weiterlesen

Wundersame Bahn (XVI)

Tarifeinigung bei der Bahn – ich war beruhigt, als ich gestern zu einem weiteren Familienbesuch ins Ruhrgebiet aufbrach. Um die Fahrkartenverkaufststelle, mit einem richtigen Menschen!, im Bahnhof Beuel zu stützen, und um bei dem hässlichen Wetter das “City-plus” auf der Fahrkarte zur Brückenüberquerung nutzen zu können, erwarb ich mir dort die Fahrkarte … dachte ich … Doch der freundliche Mann musste der Kundschaft erklären, es ginge z.Z. gar nichts beim Fahrkartenverkauf, “auch nicht im Hauptbahnhof und auch nicht in Köln Hbf.”. Schade eigentlich. Doch wundersam: der einsame Automat am Bahnsteig 1 in Beuel ist noch nicht “aus Kostengründen” entfernt worden – er tat seine Arbeit.
Dann, Mist, bemerkte ich, Weiterlesen

Von Bäumen und Rasierklingen in Terminkalendern

Auf mich wirkt der Hambacher Wald eher wie ein gut gepflegter Forstbetrieb, kaum Unterholz, ordentlich sortierte Bäume. Von Urwald mag ich da nichts erkennen. Aber noch interessanter als die Frage, ob es sich um einen „Forst“ oder einen alten Wald handelt, ist die Geschichte des „Hambacher Forstes”.

Das war ein Bürgerwald und gehörte früher mal den Anwohnern und denen die darin gearbeitet haben. Es gibt einige Menschen, die sich mit dieser Geschichte befassen, darüber wird sicher auch in diesem Blog künftig noch mehr zu lesen sein. Der „Hambi“ eignet sich also allein schon wegen seiner Geschichte vortrefflich als Symbol des Widerstands gegen eine unsinnige und überflüssige Umweltvernichtung für den Braunkohleabbau. Weiterlesen

Beueler Luft wird nicht gemessen

Kölns OB Henriette Reker erregt dieses Wochenende überregionales Aufsehen, weil sie ein Tempolimit auf dem Rhein fordert. Auf dem Rhein? Tempolimit? Das hat einen einfachen Grund: die Schiffe dürfen Treibstoffe verbrennen, die mglw. sogar von unserer Müllverbrennungsanlage aus Umweltschutzgründen abgelehnt werden müssten. Dabei verbreiten allerdings die langsamen, rheinaufwärts kriechenden Schiffe entschieden mehr Gift, als die Schnellen rheinabwärts.
Rekers PR-Wind verweist auf ein spezielles Beueler Luftverschmutzungsproblem. Es wird nämlich überhaupt nicht gemessen, Weiterlesen

Merkwürdiger “Rechercheverbund”, rätselhafter WDR

Der WDR brüskiert seine eigenen Recherchejournalisten und überlässt der in Milliardärsbesitz befindlichen SZ die publizistische Ernte
Infantino-Gegner*innen in der Fifa haben endlich Unterlagen durchgestochen zu den zweifelhaften Plänen ihres mafiösen Chefs, der 25 Mrd. aus Saudi-Arabien einkassieren will, um damit seine Wiederwahl im nächsten Jahr zu finanzieren und die klamme Fifa-Kasse zu sanieren. Im Gegenzug schien er zunächst ein neues Turnier (“Club-WM”) erschaffen zu wollen um es an diese Investor*inn*en zu verkaufen. Neu an den durchgestochenen Dokumenten ist, Weiterlesen

WDR zerrüttet Beziehung zum NRW-Fußball

In der WDR-Programmdirektion scheint immer noch niemand zuhause zu sein. Gestern war ein Feiertag für den NRW-Spitzenfussball. Beide Borussias zeigten meisterliche Leistungen (sogar Fortuna Düsseldorf hat gewonnen) und führen die Bundesligatabelle an. Am 17. (und am 34. Spieltag) winken Final-Feiertage, wie sie NRW schon lange nicht mehr erlebt hat – zu vergleichen nur mit der in Punktgleichheit endenden Rivalität von Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln 1978 (das war die Saison, in der die eine Borussia den BVB 12:0 schlug, bis heute Ergebnisrekord aller Bundesliga-Zeiten).
Ein WDR, der mit dem NRW-Fußball auf Du und Du wäre, Weiterlesen

Nach 10 Spielen schon die halbe Miete

Borussia Mönchengladbach darf mit dem bisherigen Verlauf der Bundesligasaison sehr zufrieden sein, hat aber als “BVB-Jäger” wenig Grund zum Abheben. Nach weniger als einem Drittel der Saison haben wir bereits die Hälfte der Punkte, die benötigt werden, um mit dem Abstiegskampf nichts zu tun zu bekommen, zusammen – und das ohne den FC Köln als zuverlässigen Punktelieferanten; der wurde adäquat durch den Fußballkonzern aus dem süddeutschen Raum ersetzt.
Dass die Borussia so vergleichsweise erfolgreich sein kann, hat neben dem seriösen Management viel mit der Schwächeperiode des deutschen Spitzenfussballs zu tun, Weiterlesen

Deutsche Bahn hängt NRW ab

Die Deutsche Bahn Aktiengesellschaft stand schon immer auf Kriegsfuss mit Nordrhein-Westfalen. Hier wohnen einfach zu viele, in zu vielen Städten. Es gibt hier viel zu viele Hauptbahnhöfe. Das alles macht nur Arbeit und Ärger. Ein schönes Bahnland für eine Aktiengesellschaft wäre eins mit wenigen fetten Zentren und grossen unbewohnten Regionen drumrum (also sowas ähnliches wie Berlin). Da zwischen können dann ICEs, ohne in Wolfsburg o. ähnl. anzuhalten, hin und her brausen – also ungefähr das, was früher Flugzeuge, von denen ein gewisser Mehdorn schon immer am meisten verstanden hat, bedient haben. Natürlich keinesfalls zu niedrigeren Preisen, weil: Aktiengesellschaft!
Ein Bundesland wie NRW ist dagegen eine widersinnige Konstruktion. Weiterlesen

Mit der Bahn zur Demo

Wundersame Bahn (XVI)

Ich war am Samstag in Hambach. Da rund 20.000 Menschen erwartet wurden, zog ich es vor, mit der Bahn zu fahren, weil ich mir sicher war, dass Busse und Pkw irgendwo jodwedeh (janz weit draußen) parken würden. Morgens um 9.02 von Bonn aus mit dem Zug nach Köln. Der war schon ganz ordentlich gefüllt, zahlreiche Reisende mit großen und kleineren Plakaten, viele Familien mit kleinen Kindern machten sich bei strahlendem Sonnenschein auf dem Weg zu jener Demo, die die Aachener Polizei, vermutlich in enger Absprache mit dem NRW-Innenminister Reul verboten hatte. Aus Sicherheitsgründen, so hieß es. Kurz vor Köln gibt es im Zug Weiterlesen

#unteilbar&#aufstehen / Das 1% / Iran / Farm der Tiere

Michael Jäger war mal Freitag-Redakteur und wird dort im Impressum noch als “Freier Mitarbeiter” geführt. Während sein Arbeitgeber Augstein irrlichternd zur Regierungsbeteiligung der AfD aufruft, ein Grund sich noch mal gründlicher mit verfassungsgemässen Möglichkeiten der Enteignung zu beschäftigen, gelingt Jäger eine stringente Analyse der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Bündnisbewegungen #unteilbar und #aufstehen. Weiterlesen

Urlaub im Rheinland

Heute werden Sie mal weniger von mir lesen. Etliche gute Freund*inn*e*n von mir kennen diesen Ausflug bereits. 10 Uhr Abfahrt von der Kennedybrücke, mit dem Fahrrad. Ich weiss ja nicht, ob Sies schon wissen, aber die rechte Rheinseite ist auch fürs Fahrradfahren die Schönere.
Sie sollten diese Strecke nicht sonntags fahren, zu voll. An Werktagen hat der Rheinuferverkehr aber – noch – ein normalmenschliches Mass. Die Zunahme des Fahrradverkehrs und anderer Alternativen zum Auto lässt allerdings Schlimmeres befürchten. Das Rheintal hat – neben dem Lärm für seine Anwohner*innen – den Vorteil, dass wir im Sommerhalbjahr zwischen den Verkehrsmitteln Bahn, Schiff und Rad beliebig variieren können. Denn – zumindest früher war das so – es könnte gelegentlich ja mal regnen. Weiterlesen

Die Verletzlichkeit der Infrastrukturen

Redundanzen sind nicht immer möglich, aber oftmals durchaus vorhanden. Im Verkehrswesen sowie in der Energiewirtschaft sind sie existenziell. Denn ohne Rückfallebenen bricht das komplette System einfach zusammen.

Am Beispiel der Eisenbahn kann man das sehr anschaulich erklären. So gibt es z.B. zwischen Köln und Düsseldorf insgesamt vier verschiedene Strecken. Die wichtigste ist die rechtsrheinische Hochgeschwindigkeitsstrecke, auf der die Fernzüge mit 200 km/h fahren und parallel zu ihnen die S-Bahnen in dichtem Takt verkehren. Eisenbahntechnisch gelten sie sogar als getrennte Infrastrukturen, weil dort die Entmischung der Verkehre praktiziert wird.

Weiter östlich gelegen liegt eine reine Güterzugstrecke von Köln-Kalk Nord kommend. Weiterlesen

AfrikaFilmFestival in Köln

13. bis 23. September
Ich habe mich daran gewöhnt, monatlich am Eingang der Neuen Filmbühne im Beueler Zentrum, genau gegenüber von Olivotti, mich tief zu bücken, um eine der dort in der linken Ecke vor dem Eingang kostenlos ausliegenden Zeitschrift “Choices” abzugreifen. Es hat was mit Sentimentalität zu tun, weil ein verstorbener guter Freund von mir, Peter Hanemann, sie einst mitbegründet hatte. Als ich Peter kennenlernte, habe ich ihn zunächst als arroganten Besserwisser wahrgenommen. Das stellte sich als Vorurteil meinerseits heraus. Weiterlesen

Rheinland: Wir wollen mehr Flüchtlinge aufnehmen

Naika Foroutan wies jüngst darauf hin, dass sich erheblich mehr Menschen bei der Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen engagieren, als AfD wählen. Ich weiss nicht, ob so ein Hinweis im Hauptstadtberlin noch irgendwo wahrgenommen wird. Immerhin ist Foroutan Berlinerin und gab den Hinweis in einem Berliner Lokalblatt – liest in der Hauptstadt noch eine*r Zeitung? Es ist so weit weg, wir wissen es nicht.
In Italien richtete Roberto Saviano einen flammenden Appell an das demokratische Italien, den Mund aufzumachen gegen seine menschenfeindliche Regierung. Wenn wir die Politikernamen in seinem Text einfach austauschen, lässt er sich auch hierzulande gut anwenden.
Das haben die rheinischen Oberbürgermeister auf ihre Weise getan. Ich gestehe: ich bin positiv überrascht. Weiterlesen

Wundersame Bahn (VII) – Mehdorn ist schuld!

Fragen kostet nichts. So heißt es. Habe ich gemacht und zwar den Pressesprecher des zwischen Bonn und Köln zuständigen Verkehrsverbundes VRS. Ich wollte erfahren, warum seit Jahren jeweils zwischen 16.30 und 18.00 h die Regionalzüge von Bonn nach Köln völlig überfüllt sind und obwohl das doch jeder weiß, keine Verbesserung dieses Zustandes bemerkbar ist. Da stellt sich doch die Frage. “Wie lange braucht der Bedarfsträger um festzustellen, dass um diese Zeit ganz viele Menschen von Bonn nach Köln fahren? Wieso werden nicht zwei Züge oder längere Züge bestellt?”
Holger Klein, Pressesprecher des Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH zeigt sich wohl informiert und erklärt “das Problem ist uns schon lange bekannt.” Weiterlesen

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