Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Friedrich Küppersbusch (Seite 10 von 12)

Kopfschmerzen in Königswinter / RWE-Ärger

Im Hause Klosterhalfen, finanziell verbunden mit einem Berater aus der RedBull-Welt, dürften derzeit Krisensitzungen stattfinden. Nach Journalistenangaben geht dort niemand ans Telefon. Denn der US-amerikanische Nike-Konzern, von ähnlich zweifelhaftem Ruf wie sein deutscher Weltmarktkonkurrent adidas, sieht sich gezwungen, das von ihm finanzierte Athletenprojekt wg. Dopingverdachts dichtzumachen. Dass der Konzern von allem nichts gewusst hat, wird ihm so wenig abgekauft werden, wie es schon die Deutsche Telekom mit ihren gedopten Radfahrern erleben musste, die noch von einer – auf ganz andere Art gedopten – Bonner Oberbürgermeisterin auf der Rathaustreppe gefeiert wurden. Bevor sie dann alle viele Treppenstufen abstürzten …. Weiterlesen

Der SUV ist soffjettisch

Küppi in Hochform
Sollten Sie nicht verpassen: der grosse Historiker Friedrich Küppersbusch hat abgeleitet, woher das Phänomen SUV (“Sport Utility Vehicle”) kommt. Es ist ein direkter Abkömmling der ausgestorbenen “Diktatur des Proletariats” in der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), die es in Italien in Auftrag gaben. Und Deutschland mit heute 3,1 Mio. Exemplaren überschwemmten. Die andere Überschwemmung Weiterlesen

Schlechte Talkshows – gute Talkshows

Der WDR war mal ein innovativer Sender. Ja, liebe Kinder und junge Erwachsene, das ist kein Märchen. In Deutschland hat er z.B. die Talkshow nicht erfunden, aber 1973 als Erster in die TV-Glotze gebracht. Erster Moderator war der, wie wir heute über jahrzehntelangen Vergleich wissen, grossartige, politisch einseitige und klare Ansprache liebende Dietmar Schönherr. So war auch die Gästeauswahl: Ausgewogenheit spielte keine Rolle, interessante Menschen mussten sie sein. Viele Politiker*innen fielen dadurch schon mal weg. Zu Schande des WDR gehört, Weiterlesen

Stirbt das Strategie-Handwerk aus?

Im Fußballbusiness, in der Politik, in grossen Medien
Der Fußballkonzern aus dem süddeutschen Raum hat es nötig, ein schlechtes Spiel mit einem ziemlich teuren Spielerkauf PR-technisch zu überdecken. Vermutlich klopfen sie sich dort gegenseitig auf die Schultern, weil der schwächliche Sport”journalismus” darauf wieder reingefallen ist. Der teure Spieler Coutinho ist zweifellos ein begnadetes, aber auch verdächtig “ewiges” Talent, und wurde von tatsächlichen Spitzenvereinen, Barca und zuvor Liverpool, gerne abgegeben. Weil er zwar gut spielt, aber keine Mannschaft, verstanden als soziales Gefüge, weiter gebracht hat. Nun wird die deutsche Fußballbranche von Rationalisierungstendenzen in den grossen Medienkonzernen bedroht. Weiterlesen

Wieviel Zeit bleibt?

Der politische Diskurs in der Hauptstadt, von “politischer Klasse” und sie begleitender, eingebetteter Medien, hat sich vom gesellschaftlichen Leben weitgehend abgekoppelt, dreht sich um sich selbst: das wird “selbstreferentiell” genannt. Wen interessiert die Grünwende von Söder und sein Versuch, die CSU schneller zu verwandeln, als es der Kanzlerin mit der CDU gelungen ist, ausser die Betroffenen selbst? Oder gar, wer das schönste Amt nach Papst haben will? Ist das wichtiger als ein Sack Reis?

Machen sie am Golf das Licht aus?

Zwei Fragen dominieren unser aktuelles Weiterleben: Weiterlesen

Das Krokodil muss alle beißen

Zur Ambivalenz des Verhältnisses zwischen Politik und Journalismus
Von Friedrich Küppersbusch

Rede beim Politischen Bildungsforum Niedersachsen der Konrad-Adenauer-Stiftung am 18. Juni in Hannover, beim Empfang aus Anlass des 60. Geburtstags von Altbundespräsident Christian Wulff.

Nach vorne gucken! Das sagt uns der rüstige Jubilar, wenn er zu seinem 60. Geburtstag keine anderen Sorgen hat als: „Demokratie stärken – den gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern“. Echt jetzt? Keine Ruhmesrede, keine tapfere Rückschau auf Krisen und Niederlagen: Enthuldigen Sie bitte, da geht’s lang, Weiterlesen

Marcuse / Küppis Geheimnis

Vor 50 Jahren hielt Theodor W. Adorno in Wien einen Vortrag, der nun zum Wohle des Suhrkamp-Verlages die Bestsellerlisten stürmt. Als Leser seiner “Dialektik der Aufklärung” (zusammen mit Horkheimer) kann ich bestätigen, dass die Herren der Frankfurter Schule mit viel weiser Voraussicht gesegnet waren. Heute vor 40 Jahren starb Herbert Marcuse, woran Matthias Greffrath/DLF erinnert. Ich danke meinem Mitautor Dieter Bott, der in den 90ern mein Interesse an diesen Herren weckte.
Friedrich Küppersbusch scheint sein Geheimnis, Weiterlesen

Küppi als Minister?

In der Regel schmunzel ich immer in mich hinein, wenn ich in Friedrich Küppersbuschs taz-Kolumne die Frage “Und was machen die Borussen?” absolviert habe. Heute wurde ganz innovativ noch eine Pointe da drunter gehängt. Sie lautet: “Friedrich Küppersbusch ist Fernsehproduzent, Moderator und stillgelegter Zivi – also der kommende Mann auf der Hardt­höhe.” Zweifelsohne ist das Amt des Rüstungsministers personenverschleissend. Die neue Amtsinhaberin könnte, wenn sie so weiter macht, Weiterlesen

Emcke / Küppi / DFB

Carolin Emcke vermittelte auf mich ein spröden ersten Eindruck. Sie schrieb in der Vergangenheit viel für Studienräte-Medien, von denen ich mich gerne fernhalte. Aufmerksamer wurde ich, als Extradienst-Gastautor Dieter Bott diesen ekstatischen Begeisterungsausbruch lieferte. Mag zunächst übertrieben erscheinen, aber mittlerweile überzeugt mich die Art dieser Frau, auf lärmendes Selbstmarketing zu verzichten und ihre Kraft aufs (Nach-)Denken zu konzentrieren. Wer “was-mit-Medien” macht oder machen will, sollte sich näher mit ihr beschäftigen.
Zur Küppi-Fangemeinde gehöre ich dagegen seit seligen “ZAK”-Zeiten, als es noch gutes TV gab, Weiterlesen

Cem / Küppi / Dittsche

Ist Ihnen auch heiss? Denken Sie daran: das grösste Gesundheitsrisiko ist statistisch erwiesen: Arbeiten. Machen Sie langsam, und nicht zu viel. Ich versuche es hier einmal beispielhaft: statt mein Hirn übermässig für interessanten Text anzustrengen, empfehle ich Ihnen:
– Cem Özdemir – ich habe ihn zwar innerhalb der Grünen nie für irgwndwas gewählt, aber zu Angelegenheiten türkischer Politik Weiterlesen

Wiglaf

Das Schönste an seinem Tod ist, dass er seine Nachrufe nicht mehr erleben muss. Um seinen Vornamen habe ich ihn bemitleidet, um seinen Lebensstil eher beneidet. Es erweckt ja oft den Eindruck, dass die, die jung sterben, besonders “intensiv” gelebt haben. Ich glaube aber nicht, dass das empirisch nachweisbar ist.
Ich habe Wiglaf Droste nie persönlich kennengelernt. So bleibt mir für immer unklar, Weiterlesen

“Zentrum für fussballerische Schönheit”

Das Copyright dafür gebührt Friedrich Küppersbusch. Ich würde mich gerne rühmen dürfen, dabei mitgemacht zu haben, habe aber leider mehrere Alibis. Wäre es wirklich der echte BVB gewesen, oder hätte er sich auch nur nachträglich dieser Initiative angeschlossen, wäre ich der Erste, der sich für eine Borussen-Gemeinsamkeit im Fußballwesten ausgesprochen hätte.
Hier schöne Berichte von der Aktion von Alina Schwermer/taz und dem hier um die Ecke (in Siegburg) heimischen Frank Patalong/Sp-on.
Die Fußballkonzerne dagegen haben andere Sorgen. Der Tabellenerste und der Tabellenzweite mobben ihre Trainer weg. Es geht nicht mehr um Fußball.

Klassenkampf im “Kommunismus”

Hier in Deutschland dagegen nur “Schlechte-Laune-Meisterschaft”
“24/7” ist verhältnismässig bekannt. So werden Jobs charakterisiert in denen der Mensch totalverfügbar ist und das, was früher “Freizeit” genannt wurde, sich aufgelöst hat. In ideologischer Verbrämung wird das als Gipfel der “Selbstbestimmung” verkauft, als Abschaffung der entfremdeten Arbeit. Die Identifizierung des*der Arbeitenden mit ihrer*seiner Arbeit gewährleistet optimale effizienteste Ausbeutung und vermeidet, dass der*die Arbeitende sich gegen seine Arbeit und seine Ausbeutenden wendet.
Das sehen chinesische Arbeitgeber und Milliardäre – Damen sind mir in diesem Zusammenhang nicht bekannt – ganz ähnlich. Weiterlesen

Ösi-Faschos machen Wolf zum Symbol

Gemeint ist Armin Wolf. Im Hauptberuf Moderator von ZiB2, das ist die österreichische ORF-Version der Tagesthemen. Während unsere deutschen Tagesthemen so glattgebügelt sind, dass mich immer öfter Sehnsucht nach Hajo Friedrichs, Ulrich Wickert und Anne Will – sie war hier vielleicht schlechterverdienend als heute als ihre eigene Produzentin, aber journalistisch viel stärker! – überkommt, haben die Österreicher*innen diesen Wolf. Er kam bereits u.a. hier und hier im Extradienst vor. Und auch in Deutschland ist er zu sehen Weiterlesen

USA / BVB

Angesichts der Säue-Herden, die nach Ostern durch die Mediendörfer getrieben werden, hier mal eine Konzentration auf die wichtigsten Dinge: die Grossmacht sowie den mächtigsten Mann der Welt – und der Kampf um die deutsche Fußballmeisterschaft. Ein ehemaliger NRW-Landeskorrespondent, wie Ulrich Horn einer war, ist in den USA vermutlich das, was für uns ein Sack Reis in China ist. Horn hat in seinem Berufsleben aber exzellent gelernt, auf einem streng realpolitischen Analysefundament politische Prozesse zu erkennen und zu beschreiben.

Hier versucht er sich an der Lage des US-Präsidenten und fertigt eine Manual-Miniatur für die oppositionellen US-Demokraten. Weiterlesen

Thunberg bei Will

Eine kleine Wirkungsstudie beim Zappen mit einem Habeck-Vergleich
Ich mag mich täuschen und es ist vielleicht eine Projektion meinerseits: zeigte die bekennende Lesbe Anne Will beim Interview mit Weltstar Greta Thunberg Muttergefühle? Das ist ja nichts ehrenrühriges. Die gestellten Fragen waren richtig gesetzt, wie es sich für eine handwerklich seriöse Journalistin gehört. Und das “Kindchenschema”, das das Aussehen dieser immerhin schon 16-jährigen jungen Frau auslöst, erscheint auch mir unbesiegbar. Es ist eine starke Waffe. Thunberg wirkt so schlau und klug, sie weiss damit umzugehen. Weiterlesen

Klischees machen doof

Ein aufschlussreicher Hinweis von Friedrich Küppersbusch
Ich bin Stammleser von Küppis Montagskolumne in der taz. Im Hauptberuf ist der Mann TV-Produzent. Er ist wie mein Grossvater, der schuld an meiner Fußball-Macke ist, RW-Essen-Fan, gibt sich aber öffentlich als BVB-Fan aus (naja, RWE, Meister von 1955, ist 4. Liga, tragisch). Heute gab er einen Hinweis, dem ich wegen meiner Macke nachgegangen bin, und siehe da: da ist wieder die Frage, für wie doof “sie” bei der ARD uns eigentlich halten. Weiterlesen

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