Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Fußball (Seite 16 von 60)

Wie wird mann*frau ….

… EU-Kommissions-Chefin?
Die ehemalige “Zensursula” und “Flinten-Uschi” hat innerhalb kürzester Zeit mit ihren deutschen Berliner Sitten und Gebräuchen den Rest von Europa, also alle ausser Deutschland, gegen sich aufgebracht. Der Brüssel-Korrespondent der taz Eric Bonse berichtet darüber (+ Kommentar). Aber wer sonst? “Das Grundgesetz in die Gesellschaft hineintragen” (70er Jahre Jungdemokraten) würde bedeuten, Pressefreiheit nicht nur zu haben, sondern auch zu nutzen.
… Demonstrant*inn*en-Jäger? Weiterlesen

Demonstrationen

Über regimekritische Demonstrationen in Russland wurde im hiesigen eingebetteten Journalismus am Wochenende ausführlich berichtet. Russland hat ca. 1,5 mal so viele Einwohner*innen wie Deutschland. Hiesige Demonstrant*inn*en würden sich über ähnlich grosse Medienaufmerksamkeit sicher sehr freuen. Bei “einigen Hundert”, selbst bei “mehreren Tausend”, gelingt ihnen das in der Regel nur, wenn sie was kaputtmachen, oder andere Gesetze brechen. Andernfalls fallen sie aus der Themenliste. Also den Verhältnissen in Russland gar nicht so unähnlich – im Ergebnis. Die Triebkräfte und Motive sind selbstverständlich zu unterscheiden. Weiterlesen

Menschenrechtsrelevantes Thema

Andrea Schültke/DLF zieht Bilanz zu sexualisierter Gewalt im Sport
Nachdem mein Freund und Kollege Helmut Lorscheid eben ein berechtigtes Loblied auf Heribert Prantl gesungen hat, möchte ich nachlegen. Andrea Schültke zog gestern kurz vor Mitternacht eine Zwischenbilanz zur begonnenen aber bisher unzureichenden Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Sport. Der Wert von Schültkes Arbeit liegt nicht nur darin, dass sie sich um das Thema kümmert, das auch. Weiterlesen

Sich mit “Bild” einlassen …

… führt immer geradewegs in die Hölle.
Mal früher mal später. Ich wusste das spätestens als 12-jähriger. Am 12.9.1969 spielte Borussia Mönchengladbach im Heimspiel am Bökelberg als Tabellenzweiter gegen den 17. 1.FC Kaiserslautern nur 1:1. Sehr ärgerlich, am 5. Spieltag, aber kein Grund sich danach zu zerlegen. Obwohl: das Springerschmutzblatt Bild lebt von nichts Anderem, und dachte sich dafür was Schönes aus: “Günter Netzer hat das Spiel kaputtgemacht.” Und das soll die Sonntagsausgabe nicht selbst ausgedacht, sondern der konservative, der CDU nicht weniger nahestehende Borussia-Vorsitzende Helmut Beyer gesagt haben. Ich ahnte damals schon, dass der nicht so bescheuert sein konnte. Weiterlesen

Bundesliga West

Der (Profi-)Fussball liegt im Sterben. Nicht nur durch das Coronavirus. Die Entfernung war schon zuvor gewachsen, zwischen Buzzynezz und Fans. Die letzte Verbindung zwischen beiden droht – oder verheisst – zu zerbrechen. Weltabgewandt wird die Inszenierung, die Simulation eines sportlichen Wettbewerbs, fortgesetzt. Die Öffentlichkeit wird verängstigt von Virusmutationen. Doch “The Games Must Go On”. Infektionen von Spielern, Verbreitung der Viren durch europaweite Reisetätigkeit (“Champions League”), die dem Normalplebs versagt bleibt – is’ doch egal.
Sogar an einer globalen Superliga wird in New York bei J.P. Morgen schon gebastelt. Ich setze dagegen: die Bundesliga West. Weiterlesen

Wer stoppt die Fussball-Irren?

In Deutschland bisher niemand. Und besonders nicht in NRW, der Heimat zahlreicher ehemaliger und gegenwärtiger Kanzlerkandidaten-Kandidaten. Vor ein paar Tagen berichtete die New York Times über die Pläne für eine globale Super-Liga. New York? Na klar, das grosse, immer grössere Geld sucht mit wachsender Verzweiflung renditeversprechende Anlagemöglichkeiten. Nichts verspricht grössere Renditen als das irrationale nach feudalen Gesetzmässigkeiten organisierte Fussball-Entertainment-Bizzyness.
In der FAZ findet sich zum gleichen Thema eine deutsche Kurzfassung. Die Uefa, deren Champions League und Kapitalbasis damit unmittelbar bedroht ist, reagiert berechenbar: sie baut die Champions League immer weiter zu einer ähnlichen Superliga um: “Planungssicherheit” für die Dickschiffe zu Lasten leistungsbezogener Durchlässigkeit – Sport ist was anderes.
Corona-Bedrohung NRWs durch die Uefa – Laschet wäre begeistert Weiterlesen

Humorloses Zuckerschlecken

Haben Sie Aktien an US-Rüstungsunternehmen? Dann sind Sie sicher schon gestresst vom vielen Zuckerschlecken. Ihre Lobbyist*inn*en waren emsig damit beschäftigt, Trumps Rüstungsminister Espen für aufwändige Neubeschaffungen zu überzeugen. Und als sie gerade damit fertig waren, wurde ein anderer Präsident gewählt. Kappudeneu! Noch mal von vorne. Aber seien Sie unbesorgt. Das läuft. Weiterlesen

Die guten Nachrichten

Toter Fussball hebt sein Haupt / Bonner Infektionszahlen
Viele haben nicht zugeguckt. Im Stadion keine*r, vor der Glotze nur gut 6 Mio., weniger als 10% der Republik. Einer der Lieblingsspieler unserer Oberbürgermeisterin Katja Dörner, bekennende Werder-Anhängerin, Fin BARTEls setzte seine Karrierepointe. Nach meinem Gefühl war der 33-jährige in seiner Profikarriere mehr verletzt als spielfähig. Wenn er spielte, dann selten 90 Minuten durch, vermutlich, weil bei ihm als trickreicher Unterschiedsspieler defensive Anlaufarbeit nicht zu seinen Lieblingstätigkeiten gehört. Gestern spielte er 120 Minuten durch, Weiterlesen

Sport oder Kultur?

Eine Schwachsinnsalternative. Ex-OB Jürgen Nimptsch hat sich und seine Partei mal auf diesen Holzweg gelockt, und zahllose rat- und ideenlose Kommunalpolitiker*innen versuchen bis heute, entsprechende Lobbys in ihrer Stadt, wenn sie sich dafür als doof genug erweisen, gegeneinander zu hetzen. Eine lebende Antwort auf diesen Schwachsinn ist Hajo Sommers, der sowohl Präsident des von mir in Bonn immer gern gesehenen Viertligisten Rot-Weiss Oberhausen ist, als auch, wie ein berufliches und existenzielles Ebenbild unseres Pantheonchefs Rainer Pause, Intendant des “Ebertbades” in Oberhausen. Arnd Zeigler, Stadionsprecher von Werder Bremen, sprach mit ihm. Weiterlesen

Vorteil Freitagsspiel

Der Unterschiedsspieler Jonas Hofmann
Gegen Freitagsspiele hat es noch nie Fanproteste gegeben, im Gegenteil. Selbst im Sommer sind diese Abendspiele Flutlichtspiele. Die Atmosphäre wird von den Fans beherrscht. Nach einem Sieg gegen einen Aufbaugegner aus Süddeutschland, wie gestern in Mönchengladbach geschehen, erwartet einen ein entspanntes Wochenende. Mann freut sich auf die folgenden Spiele. Insbesondere sollte die andere Borussia heute gegen die Bullen nachlegen, damit sich die ganze Anstrengung auch gelohnt hat. Weiterlesen

Daily Soap

Schon aufnahmebereit für das Schlechte in der Welt? Ist auch nicht wichtig
Es geht nämlich um den Deutschen Fussballbund (DFB), den mutmasslich grössten Verein der Welt. Seit er zugelassen hat, dass die Deutsche Fussball-Liga (DFL) einen eigenen Verein aufgemacht hat, ist er mutmasslich nicht mehr der reichste Verein der Welt. Zwar ist er – noch – nicht verarmt. Aber die Panik davor hat ihn schon erfasst.
Den aktuellen Stand der Geschichte hat Jan Christian Müller/FR aufgeschrieben, nach meinem Eindruck so fair wie es möglich ist. Weiterlesen

Nur der RWE!

Mein Oppa, der mir in den 60er Jahren die Fußballmacke vererbt hat, war sowieso nah am Wasser gebaut. Wo immer er ist, wird er diese Woche Tränen der Rührung verdrückt haben. Rot-Weiss-Essen, der Heimatverein des WM-Helden von 1954 Helmut Rahn, der deutsche Meister von 1955, hat am Mittwochabend nach Jahrzehnten dies Niedergangs mal wieder eine sportliche Heldentat vollbracht: 3:2 gegen Fortuna Düsseldorf, Einzug in die 3. Runde des DFB-Pokals, als Viertligist. Und dank des bösen Hacker-Angriffs auf die Funke-Mediengruppe mit einem ausführlichen Spielbericht ohne Paywall. Weiterlesen

Absaufende Flaggschiffe

Rechtzeitig zur feiertäglichen Lockdownzeit erscheint im Stream-TV eine sog. Dokumentation über die sog. “Zeitung” (“Europas Grösste”) Bild. Ferda Ataman hat im DLF-Kultur eigentlich alles Nötige dazu gesagt. Gedanklich hatte ich das Thema schon zugeklappt. Da erspähte ich die Besprechung des geschätzten Kollegen Oliver Jungen/FAZ, für mich so eine Art TV-Geschmacks-Bruder im Geiste. Dieses Mal habe ich Differenz anzumelden. Weiterlesen

Wenig Aufwand – viel Ergebnis

Das Geschäftsmodell von Günter Netzer
Als 8-jähriger habe ich ihn dafür bewundert, und ihn mir als Nachfolger von Hans Schäfer zum persönlichen Lieblingsspieler gewählt: den 21-jährgen Günter Netzer beim Regionalliga-West-Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach. Das war 1965. Jahrzehnte später machte er vor den Kameras der ARD fürstlich entlohnte Kalauer über seine eigene Trainingsfaulheit – und noblerweise kein schlechtes Wort über den heiligen Hennes Weisweiler. Das wäre heute mal spannend: von ihm aus dem Himmel zu hören, was er über das heutige Treiben denkt.
Wie komm’ ich drauf? Der Spiegel (Printversion, digital nur Paywall) verkauft sich heute mit alten neu aufgekochten Geschichtchen über den Kauf der Sommermärchen-WM 2006. Günter Netzer spielte dabei eine zentrale Rolle Weiterlesen

Er ist alt und braucht das Geld

Und: Paolo folgte Diego / Fußball abschalten? – passiert schon!
Das habe ich an Francis Ford Coppola – neben seinen genialen Filmen – immer bewundert: wie er die profitgeilen Hollywood-Bosse lang gemacht hat. Es ist neben der Herstellung von Filmen die grösste Regisseur*innen*kunst: der Kunst den Sieg über Rentabilitätsrechnungen zu verschaffen. War es unter diesen Vorzeichen Glück oder Pech? Bei “Der Pate” gingen Kunst und Profit eine glückliche Beziehung ein. Darum “mussten” drei Teile hergestellt werden, Weiterlesen

Wie Jogi Löw den Fußball verdreht

Ich darf ja nicht auf diesem Blog über den 1.FC Köln schreiben – also schreibe ich über Fußball-Politik. Es gibt einen ehernen Grundsatz in der Politik: Wenn Du Differenzen z.B. als Innenminister mit Deiner Bundeskanzlerin hast, dann klär das intern. Seehofer hat Merkel stattdessen auf einem Parteitag vorgeführt. Sie war damals so etwas wie die “Vorgesetzte” von Landesfürst Seehofer. Etwas ähnliches hat Jogi Löw gerade mit seinem Vorgesetzten und Arbeitgeber, dem DFB-Präsidenten Fritz Keller gemacht. Weiterlesen

Was und wo ist der Sinn?

Immer grundsätzlichere Fragen zum Fußballentertainment
Ein Freund, der in den USA die europäische Champions League sehen konnte, beschwerte sich bei mir, das Spiel von Borussia Mönchengladbach bei Real Madrid (0:2) sei “ziemlich schlecht” gewesen. Obwohl der Kollege noch etwas älter ist als ich, hat er den Sinn des globalen Profifussballs immer noch nicht begriffen. Wie schön oder hässlich das Spiel war, war für mich persönlich uninteressant. Ich kann die Uefa-Champons-League ja nicht sehen – die Pay-TV-Kneipen sind geschlossen.
Was bleibt also interessant daran? Weiterlesen

Weltweit grösster Generalstreik

mit Update 12.12.
Jede Menge umfallende Reissäcke – aber die wichtigste Nachricht wird eingemauert
Es gibt Dinge, die mich mittlerweile so anöden, dass ich sie nicht mehr sachlich kommentieren kann. Die deutsche Coronapolitik gehört dazu. Dass sich SPD und Grüne im Zwergstaat Sachsen-Anhalt von der CDU über den Tisch ziehen lassen, als Vorzeichen für eine künftige Bundesregierung. Oder die Verteilung der TV-Gelder in der Deutschen Fußball-Liga. Ich mag nicht in die Fäkalsprache abrutschen …
Derweil findet in Indien, unbemerkt von deutscher Öffentlichkeit, der grösste politische Generalstreik der Weltgeschichte statt. Weiterlesen

Kleine Freuden

mit Update nachmittags
Der erste “Lockdown” war irgendwie netter. Das Wetter war (viel) schöner, mann und frau konnten mehr rausgehen, es gab mehr menschlichen Kontakt. Und die Infektions- und Todeszahlen waren niedriger. 7-Tage-Inzidenz in Bonn steht heute auf 162,7, die Infektionsfälle stiegen von 47 auf 74 (von Montag zu Montag). Was bleibt an kleinen Freuden?
Die Mahlzeiten. Weiterlesen

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