Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Fußball (Seite 44 von 75)

Erdogan macht das Business kenntlich

Zur kriegerischen Aggression des Erdogan-Regimes gegen die Kurd*inn*en in Syrien wurde hier und hier schon das Wesentliche ausgeführt. Rainer Hermann/FAZ liefert eine einleuchtende Einschätzung seiner strategischen Interessen. Doch sehen die Eiertänze der europäischen Regierungen und Kapitalinteressen besser aus? Diese Frage muss wohl mit einem einfachen “Nein” beantwortet werden.
Was die Bundesregierung bewogen hat, “keine neuen Genehmigungen für alle Rüstungsgüter, die durch die Türkei in Syrien eingesetzt werden könnten, (zu) erteilen.”, enthält sie uns vor. Vor allem die Gründe zu den rhetorischen Scheunentoren Weiterlesen

Kopfschmerzen in Königswinter / RWE-Ärger

Im Hause Klosterhalfen, finanziell verbunden mit einem Berater aus der RedBull-Welt, dürften derzeit Krisensitzungen stattfinden. Nach Journalistenangaben geht dort niemand ans Telefon. Denn der US-amerikanische Nike-Konzern, von ähnlich zweifelhaftem Ruf wie sein deutscher Weltmarktkonkurrent adidas, sieht sich gezwungen, das von ihm finanzierte Athletenprojekt wg. Dopingverdachts dichtzumachen. Dass der Konzern von allem nichts gewusst hat, wird ihm so wenig abgekauft werden, wie es schon die Deutsche Telekom mit ihren gedopten Radfahrern erleben musste, die noch von einer – auf ganz andere Art gedopten – Bonner Oberbürgermeisterin auf der Rathaustreppe gefeiert wurden. Bevor sie dann alle viele Treppenstufen abstürzten …. Weiterlesen

Perlen der Glotze

Wie wir regiert werden / Glücksspielmafia missbraucht die Kinder
Altmeister Bertrand Tavernier gehört zu den besten Regisseuren, die unser Nachbarland Frankreich hervorgebracht hat. Mein Lieblingswerk aus seiner Fabrikation ist “Que la fête commence…” (dt.: Wenn das Fest beginnt), eine treffendere Geschichtsschreibung, als sie die meisten Historiker*innen zustande bringen (nur sehr selten im deutschen TV, noch nicht mal mit eigenem Wikipedia-Eintrag). Mit dem unvergesslichen Philippe Noiret in der Hauptrolle. Vorgestern präsentierte ARTE ein gegenwartsbezogenes Spätwerk von Bertrand Tavernier: “Wildes Treiben am Quai d’Orsay”, leider ohne Mediathekangebot, aber mit einer Wiederholung am Montag um 14 h (programmieren Sie Ihre Videosoftware!). Weiterlesen

DFB diktiert ARD-Programm

Korruption in Köln fällt heute aus

14 Spieler haben Herrn Hans-Joachim Löw abgesagt. Lionel Messi ist gesperrt. Obwohl wegen des Stehplatzverbots die Stadionkapazität schon verringert ist, sind nur 2/3 der Eintrittskarten verkauft. Aber die ARD legt sich für den DFB und RTL heute (und auch am Sonntag, wenn es gegen das Starensemble von Estland geht) auf den Rücken. “Der König von Köln” fällt heute aus. Stattdessen wird ein Werk von 2012 wiederholt, ebenso am Sonntag zum Tatort-Termin. Erklärungen der ARD oder des verantwortlichen Senders WDR zu diesen Programmänderungen waren für mich nicht auffindbar. Weiterlesen

Sportfernsehen von Abwechslung bis Zumutung – Hauptsache teuer!

Mir war langweilig. Ich habe am verregneten Wochenende mal lang Glotze geguckt und überall durchgezappt – natürlich nur bei den Öffentlich-Rechtlichen, denn den anderen Mist tue ich mir mit Ausnahme von Formel 1 – RTL nicht an – und musste leider mal wieder feststellen, wo unsere Fernsehgebühren versickert sind: Bei den mafiösen Organisationen von DFL und dem internationalen Leichtathletikverband. Aber gestern geschah ein großer Durchbruch: Borussia Mönchengladbach steht auf dem ersten Tabellenplatz der Bundesliga. Gratuliere, Martin! Weil ich hier ja nicht über Fußball schreiben darf, nutze ich Martin Böttgers Pause brutal und hinterhältig aus. Weiterlesen

Scheitert im Ruhrgebiet ein Regionalplan?

weiter unten: 40 Jahre Titanic / Christian Streich / Polizeistaat Türkei
Das regionale Medienmonopol im Ruhrgebiet, die zur Funke-Mediengruppe gehörende WAZ, in meiner Jugend die bedeutendste und mächtigste Regionalzeitung Deutschlands (nur Bild hatte eine höhere verkaufte Auflage, der WAZ wurde aber mehr geglaubt; wenig davon ist geblieben) berichtet über Rücktrittsforderungen beim Regionalverband Ruhrgebiet. Aber nur hinter Paywall, also fürs breite digitale Publikum unzugänglich. Also erinnerte ich mich an den Regionalblog Ruhrbarone, und siehe, ich wurde fündig. Weiterlesen

Sorry RWE

Es war die Saison 1964/65 der Regionalliga West, in der mich das Virus packte. Es gibt keine Behandlung dagegen, besser ist es zu lernen damit zu leben. Mein Oppa mütterlicherseits war RW Essen-Fan. Heute sollen es angeblich weit über 1.000 gewesen sein, die sich auf den Weg zum Grenzland-Stadion in Mönchengladbach gemacht haben sollen, und damit das Auswärtsspiel von RWE gegen Borussia Mönchengladbach U23 in ein Heimspiel verwandelt haben müssen. Hat nichts genützt.
Wie schon 1965 auf dem Bökelberg. Weiterlesen

Sie gehen über Gladiator*inn*enleichen

Gucken Sie noch Tour de France? Ich seit vielen Jahren nicht mehr. Doper Jan Ullrich mit der angeblich total unwissenden Telekom dahinter (Heuchlerpack!), Lance Armstrong, das hat mir gereicht. Und die schönen Frankreich-Bilder hatte ich irgendwann auch alle durch. Da ist nichts mehr interessant dran, nur bei der ARD haben sie es noch nicht gemerkt. Bei der Leichtathletik geht es mir persönlich anders. Ich sehe gerne die Frauenwettbewerbe, soweit sie nicht die Schwerathletik (Hammer-, Diskus-, Speerwerfen, Kugelstossen) betreffen; auch beim Hochsprung und den Langstrecken habe ich ästhetische Probleme mit den Hungerhaken; bei den Männern interessieren mich vorzugsweise die Staffeln. Doch der Ruin dieser eigentlich schönen und attraktiven Sportart schreitet voran. Weiterlesen

ARD-Archivöffnung? / Den Wolfsberg hinauf

In den 90er Jahren sprach ich mit Manni Breuckmann über die “Tagesschau vor 20 Jahren”. Sie war damals gestartet und war, wie er mir versicherte, überraschend quotenerfolgreich. Ich schaute sie auch regelmässig, sie lief damals spätabends in allen Dritten, heute noch auf Tagesschau24. Schon damals hatten wir beide Sehnsucht nach einer entsprechenden “Sportschau vor 30 Jahren”, also etwa zu Beginn der Bundesliga.
So verging die Zeit. Das Internet erschien. Und bei der ARD passierte bis heute fast nichts. Obwohl: Weiterlesen

ter Stegens 0 steht im Westfalenstadion

Das muss so ein junger Kerl (27) erst mal bringen: erst der Rumble mit Manuel Neuer in den Medienschlagzeilen, und dann diese Weltklasseleistung vor 80.000 (Korrektur: aufgrund unsinniger stehplatzfeindlicher Uefa-Regeln warens nur 66.000) überwiegend nicht sympathisierenden Zuschauern, inkl. eines gehaltenen Elfmeters vor der Süd. Das war Marc-André ter Stegen, der erste Torwart nicht Deutschlands, aber des “mehr-als-ein-Verein” FC Barcelona – ausgebildet von Uwe Kamps.
Der BVB hat in der 2. Halbzeit so überzeugt, Weiterlesen

Bundesligaränge schon verteilt

Die Aufzeichnungen im öffentlich-rechtlichen TV waren gestern hinreichend beeindruckend. Die Meisterschaft wird zwischen dem Konzern im süddeutschen Raum, den FPÖ-Sympathisanten in Leipzig und dem BVB entschieden. Die Spannung beginnt im Kampf um den 4. Platz in der Champions-League. Hier hat mir meine Borussia gestern Hoffnung gemacht – es sei denn der FC steigt wieder ab. Dann war es kein Massstab. Weiterlesen

Noch zwei Auswärtssiege …

… dann haben wir in Köln so oft gewonnen, wie wir Unentschieden und selten auch verloren haben zusammengezählt. Die Torbilanz in Köln beträgt bescheidene 98:78 für uns. Aber auch ein 1:0 bedeutet 3 Punkte und ist es wert, in der Sportschau angesehen zu werden. Schön dass der FC wieder Erstligist ist. Das bedeutet Planungssicherheit für die Saisonplanung der Borussia. Eine “Danke!” dafür nach Köln, und jetzt, hinterher, bitte nix kaputtmachen.

Weltpolitiker: Özdemir, Infantino

Ich kenne Cem Özdemir persönlich, aber nicht besonders gut. Mal haben ich ihn bei einer Grünen-Bundesarbeitsgemeinschaftssitzung in den 90ern als harten Realo kennengelernt. Ein anderes Mal begegnete er mir zufällig bei meinem damaligen Lieblingsitaliener “Pirandello”, was für seinen guten Geschmack sprach, mit einer ihn anhimmelnden bildhübschen Stern-Reporterin (der Name war mir nicht bekannt; es kam an dieser Stelle auch zu “nichts”, Cem bleibt an diesem öffentlichen Ort professionell).
Dann schien er seine Karriere selbst ruiniert zu haben, Weiterlesen

Ein neuer schwarzer deutscher Weltstar

In meiner Jugend war die Leichtathletik nach dem Fußball die TV-Sportart Nr. 2. Gerne brachte ich ganze Nachmittage und Abende vor Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften zu. Meine Favoriten waren immer die Laufwettbewerbe, mehr die Lang- als die Kurzstrecken, sie hatten eine eigene Dramaturgie, die Psychologie der Konkurrent*inn*en war besser sichtbar. Den TV-Anstalten wurde das irgendwann zu langweilig.
Nachteilig für die Medienkonzerne war, dass die Deutschen meist in den wenig ansehnlichen technischen Disziplinen zur Weltspitze gehörten. Weiterlesen

Medienkriminelles Sommermärchen 2006

Hat lang’ gebraucht, bis es endlich rauskommt
Leo Kirch war der grössten Pleitiers der deutschen Mediengeschichte. Weil er vermutlich seiner Zeit zu weit voraus war. Das Prinzip: Bilder und Informationen privatisieren und monopolisieren – bis einem das Geld aus allen Körperöffnungen herauskommt. Heute ein ganz “normales” kapitalistisches Prinzip und Geschäftsmodell. Dass das demokratische Öffentlichkeit unterminiert und morsch macht, ist einerseits dabei Nebensache – und heute überall gut zu erkennen. Kirch hatte sich vor seiner Pleite die grössten medienverwertbaren Kuchenstücke der Fußball-WM 2006 gesichert. Weiterlesen

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