Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Lesebefehle (Seite 57 von 129)

Kein “Zero” – aber erfolgreich?

Und: Von Organisierter Kriminalität in die Legalität / Bernie’s Jacke
FAS-Autor Ralph Bollmann, in seiner Jugend von der taz zur FAZ durchgestartet, feiert die Coronapolitik des parteilosen Rostocker Oberbürgermeisters Claus Madsen. Sein Erfolgsrezept soll die genaue Beobachtung der Politik seiner Landsleute in Kopenhagen gewesen sein. Natürlich kann ich aus unserem weit entfernten Westen nicht selbst urteilen, wie richtig (oder abwegig) Bollmanns Bewertung ist. Wenn Sie den “Zahlen” glauben wollen, wäre was dran.
Wettmafia
Bei diesem Thema gelingt es mir nicht mehr, sachlich zu bleiben. Weiterlesen

Weiber crashen Dominanzkultur

Den Begriff “Dominanzkultur” habe ich in den 90er Jahren bei einem Antirassismus-Seminar der NRW-Grünen von Birgit Rommelspacher gelernt, einer leider verstorbenen kämpferisch-feministischen Forscherin. Ihr Leben hat sich gelohnt, weil sie vielen lernwilligen Menschen viel mitgegeben hat. Es wäre ihr zu gönnen gewesen, diese aufregende Gegenwart noch miterleben zu dürfen, nicht nur wegen Amanda Gorman.
In der Inszenierung von Pathos bleiben die USA unschlagbare Weltmeister. Das ist ambivalent: Pathos ist nicht gut oder böse, sondern eine Technik, die für Gutes und Schlechtes eingesetzt werden kann. Geschmacklich liegt es mir persönlich eher fern, aber jede’ Jeck is anders. Weiterlesen

Linke Kritik an ZeroCovid

Bei den Jungdemokraten habe ich einst gelernt, Politikkonzepte nicht nur formal, sondern auch denkend zu gliedern: Zielsetzung – Analyse – Strategie – Forderungen/Massnahmen/Aktionen. Das schafft Ordnung, im eigenen Kopf und im Konzept. Spätestens im Punkt Analyse muss in Rechnung gestellt werden, dass wir uns in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem bewegen, das derzeit mit den Instrumenten einer bürgerlichen Demokratie in geordneten Bahnen politisch gesteuert werden soll. Das ist die Ausgangslage.
Aus diesen Überlegungen entwickelten wir schon in den 70er Jahren u.a. eine Kampagne “Das Grundgesetz in die Gesellschaft hineintragen”. Das war in unseren Augen politischer (und systemkritischer) als es vordergründig klingt, weil wir sahen, dass die Grundrechte zwar “auf dem Papier” standen, was wir keineswegs als wertlos, sondern als Zwischenerfolg der Geschichte bewerteten. Weiterlesen

Laschet – Part Of The Evil?

Der Spiegel hat eine Seite von Armin Laschet enthüllt, die mir entgangen wäre, weil ich den (gedruckten) Spiegel nicht kaufe. Zum Glück hat mich Thomas Pany/telepolis davor gerettet, dumm zu sterben. Der Spiegel-Aussenpolitik-Chef Mathieu von Rohr (wer mag sich dieses Pseudonym wieder ausgedacht haben? – Titanic, gestehe!) hat nämlich mit einer investigativ-agitatorischen Herkules-Anstrengung offengelegt, dass Laschet mit Kriegsverbrechern wie Assad oder Putin bereit wäre zu reden, wenn es einer guten Sache dient. Weiterlesen

Warum die Panik?

In der politischen Klasse
Sicher, der Stress ist gross. Was hätte bei CDU-Parteitag nicht alles schiefgehen können? Et es noch ’emer jootjejange. Auf den Eigentorschützen Merz ist Verlass. Und die Infektionszahlen – gehen sie nicht zurück? Ja tun sie, wenn auch sehr langsam. Bonn heute: 32 (-5 gegenüber der Vorwoche), 7-Tage-Inzidenz 96,06. Zu viel, klar. (Bei der Krankenhausstatistik muss sich ein Fehler eingeschlichen haben: von 140 auf 10? – Update 18.1.: Der Fehler auf bonn.de ist korrigiert: von 192 auf 119.; 7-Tage-Inzidenz mittlerweile 91.)
Im Kern geht es um schlechtes Gewissen. Und eine Ahnung von heraufziehenden Unwettern. Weiterlesen

Humorloses Zuckerschlecken

Haben Sie Aktien an US-Rüstungsunternehmen? Dann sind Sie sicher schon gestresst vom vielen Zuckerschlecken. Ihre Lobbyist*inn*en waren emsig damit beschäftigt, Trumps Rüstungsminister Espen für aufwändige Neubeschaffungen zu überzeugen. Und als sie gerade damit fertig waren, wurde ein anderer Präsident gewählt. Kappudeneu! Noch mal von vorne. Aber seien Sie unbesorgt. Das läuft. Weiterlesen

USA / Russland

Wolfgang Michal/Freitag hält das Geschwätz von der notwendigen “Versöhnung” für ein Stillstands-Plädoyer. nur wenn eine Seite gewinne, werde es Bewegung geben: “War der Trump-Putsch vom 6. Januar ‘der vorläufig markanteste Auftritt einer globalen Bewegung’, die weit Größeres vorhat (wie die Zeit befürchtet), oder war es das letzte Gefecht der Unbelehrbaren vor der unweigerlich beginnenden sozial-ökologischen Transformation?” Weiterlesen

Deutsche Destabilisierung

Der Deutsche an sich, genauer gesagt der Westdeutsche, ist gerne stolz auf sich, dass es ihm besser geht als den andern, oft ganz weit weg, die in ihrem selbstverschuldeten Elend der Unordnung und Faulenzerei rumhängen. Obwohl: der Asiate, der Ostasiate ist noch furchteinflössend ordentlicher und fleissiger, der muss ein schlimmer Duckmäuser sein, der sich gerne von Diktaturen knechten lässt. So, wie der vordere Asiate, der Araber; der liebt auch Diktaturen, ist aber noch faul und unpünktlich dabei, und ständig im Streit mit anderen, vor allem wegen seinem Allah.
Was soll der Westdeutsche mit solchen Leuten anfangen? Weiterlesen

Merkwürdige Verbindungen

Eine 5-Minuten-Recherche: Deutsche Bank, Donald Trump, Beny Steinmetz, Alexey Mordaschow, TUI
Die Deutsche Bank hat endlich irgendwo in ihrem Keller Skrupel entdeckt, mit Mr. Donald Trump Geschäftsbeziehungen zu unterhalten. Wie das gekommen ist? Wüsste ich auch gerne. Die Suche nach solchen Skrupeln hat merkwürdig lange gedauert, als wenn die Entscheider die ganze Zeit auf einem anderen Planeten waren. Die zuständige Kundenbetreuerin von Mr. Trump, Mrs. Rosemary Vrablic hatte am 22.12.20 ihren Rücktritt erklärt. Weiterlesen

Das Virus, der Impfstoff – und der Staat

Und die Grünen
Katharina Sophie Hübener/telepolis kritisiert die ungerechte Impfstoffverteilung, und bläst damit gegen den Wind von Springerpresse bis SPD, die erst die falsche Selbstdarstellung der Bundesregierung als “gerecht” möglich machen. Fallen die Grünen darauf nur rein, oder haben sie ernsthaft weitergehende/andere Politikvorstellungen? Darüber können Sie sich anhand eines Spiegel-Interviews von Anton Hofreiter selbst ein Bild machen.
Ich weiss von unserer Oberbürgermeisterin, dass sie im Bundestag mit Hofreiter gut zusammengearbeitet hat. Weiterlesen

Heute mal One

Tipps für Ihr Quarantäne-Entertainment
Zunächst zu den bösen Fakten. Meine ehemalige Heimatstadt Gladbeck macht Schlagzeilen mit ihrer 7-Tage-Inzidenz über 400 (London liegt über 1.000). Gladbeck ist nicht kreisfrei, sondern zieht auf den Coronakarten der Medien den flächenriesigen Kreis Recklinghausen runter. Gladbeck ist ungefähr ein Viertel so gross wie Bonn, und Sie wissen ja, hier kennen sich auch schon fast alle untereinander. Wenn die Grundgesamtheit so winzig ist, ist vieles von Zufällen abhängig. Kein Zufall ist dagegen, dass insbesondere im Süden der Stadt, Butendorf und Brauck, auch weiter nördlich in Rentfort, überwiegend beengt gewohnt wird. Weiterlesen

Nachschlag: ARD-Totalitarismus

Thomas Fischer, ehemaliger Bundesrichter, ist gewiss ein grenzwertiger Typ. Irgendwann ist er als Kolumnist von der Zeit zum schmerzfreieren Spiegel gewechselt. Ein schwerwiegenderes Problem scheint er im Umgang mit Frauen zu haben. Arroganz ist im nicht fremd. Mir allerdings auch nicht. Ich weiss auch nicht, wie gut oder schlecht er als Richter war. Klar ist: er kann schreiben, und ist ein a.o. fach- und sachkundiger Jurist (ich dagegen nicht). Seine Kritik an dem “Schirach-Event” (Schirach bei Fischer als “der Dichter”) der ARD, die ist 1a. Lesen Sies.

Wie gefährlich ist Antifaschismus?

Und: Anderer Sorgen um die Grünen
Relevante Teile der CDU glauben bis heute, Antifaschismus sei irgendwas mit DDR, und muss daher – “alle Wege führen nach Moskau” – bekämpft werden, koste es, was es wolle. Eine Sicht, die nicht 1945 endete, sondern wiederbelebt wurde, im einsetzenden Kampf gegen das Gespenst des Kommunismus. So sind wir da gelandet, wo die heutige Bundesrepublik Deutschland ist. Meine Titelfrage gilt eher der Gefahr für die Antifaschist*inn*en selbst. Die ist nämlich bis heute nicht gering. Weiterlesen

Gemeingefährliche Stiftungen

Es ist nicht erforderlich, Milliardärsstiftungen unbewiesene Verschwörungen zu unterstellen. Es reicht völlig aus, sie anhand der Tatsachen, von ihnen geförderter Projekte, zu kritisieren. Dazu zählt “Alliance for a Green Revolution in Africa – Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika” (AGRA). Sie ist geeignet, die globale Ökologie zu destabilisieren, eine grosse Zahl landwirtschaftlich arbeitender Menschen in lebenslange Abhängigkeit zu versetzen – und warum? Um einem kapitalistisch pervertierten “Effizienz”-Gedanken hinterherzuhinken. Der Agrarwissenschaftler und Toxikologe Peter Clausing/lunapark 21 findet das schlecht. Weiterlesen

Impfgezeter / Antisemitismusstreit

Nichts ist klar beim Impfen. Jedenfalls in Bonn, bis gestern. Es wurde auf Informationen der Landesregierung gewartet. Und deren sichtlich genervter Gesundheitsminister Laumann kann den Impfstoff auch nicht zaubern. Die Politiker*inen werden von teilweise hetzenden Medien gejagt (ausnahmsweise mal ein Hanfeld/FAZ, dem ich zustimme), und lassen sich von denen von ihrer eigentlich jetzt fälligen Arbeit ablenken. So drehen sie sich wieder alle um sich selbst.
Es gibt Menschen, die sich eilig impfen lassen möchten. Ich kenne welche. Ebenso gibt es zahlreiche Menschen, die sich jetzt schon impfen lassen könnten, aber (noch) nicht wollen. Weiterlesen

Trumps letzter Deal?

Und: Impfdiskussion / “Digitale Souveränität”
Ende der 70er Jahre durfte ich mit dem algerischen Botschafter in Bonn Sherry trinken (das ist das wohlschmeckende Getränk, nach dem Isaac “Nefftonn” immer in der Anstalt verlangt). Mein älterer Mitbewohner stellte parallel seinerzeit dem Rockzipfel der Pressesprecherin dieses Botschafters nach. Mohamed Sahnoun war das, was ich auch heute noch einen “grossen Politiker” nennen würde, rastlos für Frieden und Fortschritt schuftend. Seitdem war für mich mit meiner Sprachbarriere nicht mehr viel aus Algerien zu erfahren.
Bernhard Schmid/telepolis bleibt dafür eine grosse Hilfe. Weiterlesen

Macht und Herrschaft

Selten habe ich ein Wissenschaftler*innen-Interview gehört, in dem so freihändig mit Begrifflichkeiten, wie Gesellschaft (“Gesellschaft als Risiko”), “Wir” und “man” hantiert wurde, wie heute im DLF mit Armin Nassehi. Den in diesem Interview gewürdigten Ulrich Beck habe ich seinerzeit gegen doktrinäre Kritik verteidigt. Sein Werk “Risikogesellschaft” war für mich ein Prototyp gelungen angewandter Dialektik. Davon konnte linke Politik, wenn sie nicht von gestern sein wollte, nur profitieren. Weiterlesen

Medienkritik macht durch

Trotz Weihnachts- und Neujahrspause: das Kritisieren geht weiter, in Büttenwarder
epd-Medien, die Medienkorrespondenz, MDR-Altpapier, das Institut für Medien- und Kommunikationspolitik und das Grimme-Institut müssen jetzt mal ganz stark sein. Während sie und ihre Mitarbeiter*innen in häuslicher Quarantäne sitzen und die Reste vom Fest verdauen müssen, sprang “Neues aus Büttenwarder” heute in die Lücke, und komprimierte mehrere Jahre Medienkritik und Dekonstruktionsarbeit in eine 25-Minuten-Folge. Weiterlesen

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