Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: SZ (Seite 18 von 23)

Drogenroute Ostafrika / Daten-Machtkampf in die Stadt?

Ich habe es gestern nicht geschrieben, weil es nach Verschwörungstheorie ausgesehen hätte. Darum überrascht es mich nicht, wenn es jetzt andere tun. Alle möglichen Grossmächte tummeln sich militärisch im verwüsteten Afghanistan. Was tun sie dort? Ich weiss es nicht. Wir können aber sehen, was unten rauskommt: Heroin. Afghanistan ist quasi der Rohstoff-Monopolist auf dem Weltmarkt. Komisch, ne? Weiterlesen

Benko hat die Landesbanken in der Tasche

Gestern hatte Michael Kläsgen/SZ bereits die Nase vorn. Er war in den Nullerjahren Mitarbeiter der journalistisch ausgezeichneten NRW-Redaktion der SZ, die aus ausschliesslich betriebswirtschaftlichen Gründen von ihren schwäbischen Besitzern dichtgemacht wurde. Für mich war es zunächst Grund für ein Abo, wie dann auch für seine Abbestellung. Kläsgen war einer der Wenigen, die bei der SZ bleiben konnten und wollten.
Heute berichtet er darüber, dass die Gläubigerbanken des Kaufhofs es sind, die die Übergabe an Karstadt/Rene Benko erzwingen. Auffällig: zu den Gläubigerbanken gehören drei deutsche Landesbanken, Weiterlesen

GA-Qualitätsverlust – Auswirkungen der Übernahme durch RP?

Nein ich meine nicht die Arbeit der Lokalredaktion. Die reisst sich, wie ich von mehreren Mitarbeiter*inne*n und ver.di-Gewerkschaftern weiss, seit einigen Jahren unter verschärftem Arbeitsdruck den A…. auf. Wenn ihre Qualität einbricht, wäre es wohl um das Blatt geschehen. Es gibt andere Symptome.
Montags gibt es in keiner Tageszeitung ein wichtigeres Ressort als den Sport. Das macht beim GA mit einem Bericht des Kölnische-Rundschau-Redakteurs Martin Sauerborn über das Samstagabendspiel Borussia Mönchengladbach gegen die Betriebsmannschaft von Bayermonsanto auf. So weit, so angemessen. Bei Olivotti machte ich mir heute mittag zum Nachtisch die Mühe, den Bericht zu lesen (kein Link, online nicht gefunden, dort nur dpa-Meldung). Und der Eislöffel fiel mir aus der Hand. Weiterlesen

Fifa-Putsch, Dialog-Abbruch, Geldverbrennung und reaktionäre Diskurswende

Mit dem Aufregen habe ich schon aufgehört. Da das Fußballbusines aber immer mehr an gesellschaftlicher und politischer Relevanz gewinnt, müssen wir es wohl oder übel aufmerksam beobachten. Es gibt wichtige Hinweise und wir werden nicht dümmer dabei.
Es gibt Putschversuche in der Fifa. Ihr jetziger Präsident Gianni Infantino entwickelt sich zu einer Art Trump des Fußballs: abhängig von Strippenziehern im Hintergrund, die zu den reaktionärsten, noch feudalistisch organisierten Kreisen des globalen Grosskapitals zählen. Weiterlesen

Olaf & die Rente – Widerspruch an Ferdos Forudastan

Die Innenpolitik-Chefin der SZ Ferdos Forudastan darf ich zu meinen Freundinnen zählen. In meinen Augen ist sie ein linksliberaler Edelstein in dem recht kontrastreichen Mosaik ihrer Redaktion. Gestern hat sie sich – in meinen Augen – mit der Kommentierung des Olaf-Scholz-Vorstosses zur Rentenpolitik komplett in ihrem liberalen Glauben an die überlegene Stärke des guten Arguments verrannt. Ich will dabei einen Verdacht hinzufügen: in unserem Persönlichkeitsbild von dem Politiker Olaf Scholz liegen wir vermutlich sehr viel weniger auseinander 😉
Wie treffend Scholz’ Vorstoss war, wurde gestern bei den zahlreichen negativen Lobbyreaktionen auf ihn klar. Weiterlesen

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… hier die schlechten Nachrichten

Jemen-Krieg

Von alleine hört der nicht auf. Öffentlich profiliert sich jedenfalls niemand damit, sich für ein Ende der verbrecherischen Kriegshandlungen einsetzen. Ich rufe die organisierte “Schleuserkriminaltität” dazu auf, Niederlassungen in Somalia zu gründen, und möglichst vielen Jemenit*inn*en das Leben zu retten. Eine Riesenmarktlücke, ansonsten tuts ja keiner. Lesen Sie hier Thomas Pany/telepolis und hier Sabine Kebir/Freitag.

Nordpol schmilzt

Wenn die Pole schmilzen, kann alles andere ganz schnell gehen, Weiterlesen

Amateurhafte Profis / Sammeln / Billigfliegen / Tatort

Fußballbusiness so blamabel schlecht wie die herrschende Politik

Fußball kann Grosses leisten, in der Alltagspraxis, im Amateurbereich. Mein verstorbener Freund Mike Mennen hat das immer gepredigt, und hatte Recht damit. Endlich, nach einer blamabel schlechten Leistung bei der WM in Russland ist das deutsche Fußballbusiness zu schmerzhaften Diskussionen gezwungen. Thomas Kistner/SZ verteidigt die Amateure gegen die kritikresistenten, selbstrefentiellen Profis. Doch die Lage im Ehrenamt der Amateure ist, wie Ronny Blaschke/DLF berichtet, nicht weniger blamabel, als in der politischen Diskussion der deutschen Gesellschaft.

Küppi zur Sammlungsbewegung

Ultimativer Kommentar von ihm: Weiterlesen

Heimat – bedroht durch Heimatminister, nicht Özils …..

Michael Gabriel, Bundeskoordinator der deutschen Fanprojekte mit Sitz in Frankfurt, und persönlich gut bekannt mit unserem Gastautor Dieter Bott (und beide oft nicht einer Meinung), sprach heute mit dem DLF über die Rückwirkung der Özil-Debatte auf den Breitensport, die Fanszene und damit auf ihre gesellschaftliche Tiefenwirkung.
Thomas Kistner/SZ beleuchtet jetzt – endlich – auch die groteske politische Relevanz der Spielerberaterbranche. Weiterlesen

#metoo-Nachhilfeminuten / Trump-Gegner*innen / Chinafrica

Viele Männer sollen ja angeblich klagen, sie wüssten gar nicht mehr, “was noch erlaubt ist”. Ihnen wird heute wieder geholfen von Margarete Stokowski.
Svenja Flasspöhler hat im #metoo-Diskurs intelligent eine Marktlücke besetzt. Da besteht natürlich längerer Erklärungsbedarf, der praktischerweise gut als Promotion ihres Buches funktioniert. Ich meine das nicht lästerlich; das ist legitim. Der Inhalt ihrer Ausführungen dient der Debatte, und das ist gut.
Bettina Gaus hat einerseits zum Trump-Putin-Gipfel die Essenz schon geschrieben. Andererseits gehört zur Wirklichkeit auch das Treiben einiger Trump-Gegner*innen in den USA, Weiterlesen

Stromausfall – Sendepause

Wegen Stromausfall in Beuel-Schwarzrheindorf, auch Edeka-Lange ist betroffen, das Beueler Zentrum jedoch nicht, ist von meiner Autorenseite heute Sendepause bis zum späten Abend – nach Ende des WM-Abendspiels.
Update mittags: Strom ist wieder da, die verlorene Zeit nicht. Edeka-Lange wieder im Normalbetrieb. Lesen Sie in der Zwischenzeit Claudio Catuogno/SZ mit sehr vernünftigen politischen Forderungen an den DFB. Er findet das “Fuck Racism!” der schwedischen Nationalmannschaft zu radikal – ich nicht.

insa bestätigt Forsas Erdbeben nicht – eigene Agenda

Heute wurden von der sogenannten Zeitung Bild Sonntagsfragen-Daten des AfD-nahen insa-Instituts veröffentlicht. Sie bestätigen das von Forsa diagnostizierte Erdbeben nicht, weil hier – Überraschung! – die CDU-Verluste von der SPD, man glaubt es kaum, ausgeglichen werden. Aber eine andere rechte Agenda wird sichtbar.
Der Chef des Insa-Instituts ist ein Netzwerker im Zwischenraum von CDU/CSU und AfD. So, wie Manfred Güllner Strategien des rechten SPD-Flügels unterstützt, machen in diesem Fall seine Freunde bei der FAZ durchsichtig, auf was sie hinaus wollen. Weiterlesen

Das sollten Sie trotz WM nicht übersehen

Geldwäsche in Immobilien

Die grüne Bundestagsabgeordnete Lisa Paus aus Berln hatte zu dem Thema einen schönen Erfolg in mehreren Medien. Bzw. hätte, wenn nicht WM wäre. Wer liest das? Hier der Bericht des Oxiblog mit weiteren Verlinkungen. Paus und Toni Hofreiter hatten zu dem Thema ausserdem einen Gastbeitrag im Berliner Lokalblatt Tagesspiegel.
Eine zentrale europäische Geldwaschmaschine ist unser schönes Nachbarland Österreich, wo auch der Besitzer des Bonner Viktoria-Karrees heimisch ist. Da war der BND wohl zu neugierig; wenigstens war seine Tätigkeit ausnahmsweise nicht gesetzwidrig, denn Österreich ist tatsächlich Ausland.

Framing von Rassismus und anderem Dreck

Die grossartige Elisabeth Wehling erklärte es noch mal im DLF für die Dümmsten der dummen Talkshowredakteur*inn*en, Weiterlesen

U17: Moukoko erschiesst Fußballkonzern

Ich erwähnte ja schon, dass das EM-Finale der U17 von den Niederlanden und Italien ausgetragen wurde. Also denen, die die WM nur von Weitem sehen. Nun hat sich sowas Ähnliches im deutschen Fußball ereignet. Manche hoffen vielleicht, dass jetzt wg. der WM keine*r zugeguckt hat.
Der Fußballkonzern aus dem süddeutschen Raum erlitt im Finale um die deutsche U17-Meistersschaft, das praktischerweise auf seinem Vereinsgelände ausgetragen wurde, eine 2:3-Niederlage. Dabei konnte er in der Schlussviertelstunde 11 gegen 9 spielen; half auch nichts.
Hier der neutrale Spielbericht der WAZ, hier der beeindruckte Spielbericht des Vereinsblatts des Konzerns, der Süddeutschen.

Die blinden Flecken des Solingen-Gedenkens

Der herrschenden deutschen Politik scheint es, gemeinsam mit dem türkischen Erdogan-Regime, zu gelingen, wieder die AfD-Sicht “Wir und die Anderen” im öffentlichen Diskurs zu installieren – eine Verhöhnung der Opfer des Solingen-Attentats und aller nachfolgenden Toten rassistischer Mordanschläge. Das gelingt, indem einige wesentliche Tatsachen, die zum Solingen-Attentat geführt haben, aus dem “Gedenken” stickum verschwinden und dem Vergessen zugeführt werden.
Das müssen wir uns nicht gefallen lassen. Wir dürfen es auch nicht. Die Parallelen zwischen damals und heute sind so augenfällig, dass es wehtut. Weiterlesen

DuMont macht dicht – Demokratieabbau live

Nachdem sich die Bonner Verlegerfamilie Neusser durch Verkauf an die Rheinische Post Cash gemacht und in die Büsche geschlagen hat, tut nun auch die Erbengemeinschaft DuMont in Köln einen grossen Schritt in diese Richtung. Das Nachsehen haben wie immer die Beschäftigten.
DuMont stellt zunächst die Hauptstadtberichterstattung für alle seine Blätter ein, und kauft die demnächst beim Haus Madsack in Hannover. Ex-DuMont-Chefredakteur Uwe Vorkötter beschreibt hier im Branchendienst Horizont diesen Vorgang. Medien sind den Lokalpatrioten ja meistens egal, aber trotzdem Köln, tiefer sinken geht kaum: Weiterlesen

WM, Stars und die grosse Politik

Es ist mir immer noch merkwürdig und blümerant, wie beredt die deutsche Medienwelt zu ihrer eigenen Verstrickung in das Agieren der Herren Özil, Gündogan und Erdogan schweigt. Zweite und dritte Reihen der Berliner Politik veranstalten sogar Lärm über die türkische Herkunft der Herren, reflektieren aber in dummer und verdummender Weise Null den globalen Charakter dieses Business und die führende Rolle, die Deutschland dabei spielt. Weiterlesen

Der Nahostkonflikt rückt uns immer näher

Ein schlecht versteckter Sirenenalarm aus der internationalen Fußballwelt

Die Printausgabe der SZ hat gestern weit hinten im Sportteil eine Recherche des geschätzten Kollegen Thomas Kistner versteckt, die in den vorderen geopolitischen Teil gehört hätte. Aber bei der gegenwärtigen Leitung der atlantisch vernagelten SZ-Auslandsredaktion ist wohl jede Hoffnung vergeblich.
Kistner selbst betrachtet den von ihm berichteten Vorgang weniger geo- als sportpolitisch. Hier stehen sich die grossen Fußballclubs Europas und die Fifa gegenüber, im Kampf um die unermesslichen Kapitalströme, die ins Fußballentertainment fliessen. Neben den WMs und der europäischen Champions League werden beständig zusätzliche Wettbewerbe erfunden, in denen die vor Geld kaum Laufen könnenden Investoren aus den Feudaldiktaturen Arabiens und aus dem explodierenden chinesischen Kapitalismus ihr Kapital steueroptimiert verstecken und waschen sollen. Weiterlesen

Medienpolitische Entscheidungskultur ist nicht nachvollziehbar

von Frauke Gerlach

Die Zeiten, in denen in Deutschland Rundfunkstaatsverträge in aller Regelmäßigkeit und fast ohne öffentliche Debatte geändert werden, sind vorbei. Medienpolitik ist nicht mehr allein die Sache eines kleinen Kreises von Medienpolitikerinnen und Medienpolitikern in den Ländern, von Interessenvertretern, Verbänden und Rundfunkrechtlern. Der Volksentscheid in der Schweiz über die Forderung der “No Billag”-Initiative hat gezeigt, dass man Bürgerinnen und Bürger mobilisieren kann, wenn es um die Existenzfragen eines öffentlich finanzierten Mediensystems geht. In der Schweiz hat sich eine deutliche Mehrheit von 71,6 Prozent für einen gebührenfinanzierten Rundfunk ausgesprochen. Und hierzulande? Weiterlesen

#metoo: Peter Raue setzt WDR unter Druck

Dumm gelaufen. Langes Brückentagswochenende, und dann das. Rechtsanwalt Peter Raue ist nicht nur in Berlin und in der speziellen kulturpolitischen Szene total vernetzt – er kennt sich auch mit offensiver PR glänzend aus. Eine gute Wahl von Gebhard Henke, der ihn für die Wahrnehmung seiner Interessen mandatiert hat.
Henke ist, was seine künstlerische und Medienmacht betrifft, tatsächlich so eine Art deutsche Legoland-Ausgabe von Harvey Weinstein. Was in Hollywood Kino ist, das war in Deutschland Fernsehen – und beim Tatort, den Henke als ARD-Koordinator verantwortet, ist es das sogar heute noch. Hollywood liegt in Kalifornien, die Tatort-Produktionsmacht in Köln am Rhein. Stellen Sie sich das bildlich mal vor ….
Ob Henke in seinem Umgang mit Frauen auch ein kleiner Weinstein ist, Weiterlesen

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