Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: uebermedien.de (Seite 7 von 9)

Lügenpresse / Stadtzerstörung

Hier wird Ihnen schon wieder schlecht, aber nicht wg. Essen & Trinken
Lügenpresse ohne Anführungsstriche. Dass in Grossbritannien alle Schamgrenzen gefallen waren, als Rupert Murdoch dort die Medienmacht übernahm und die Premierminister persönlich aussuchte – das wusste ich schon. Dass aber die Druckerzeugnisse der deutschen Verlegermilliardärsfamilien die Lügen der kriminellen Murdochblätter einfach abschreiben, das erfahre ich nur, wenn ich mal krank bin, im Wartezimmer sitze und Spiegel, Stern und Stadtanzeiger gerade besetzt sind. Im Alltag fasse ich diesen Dreck nicht mit spitzen Fingern an. Und weiss darum so wenig darüber.
Anders Mats Schönauer/uebermedien, der das anscheinend beruflich macht. Weiterlesen

Der Spiegel – “kein guter Ort”

Juan Moreno hatte ich vor vielen Jahren als Autor der SZ sehr geschätzt. Lange hatte er eine wöchentliche Kolumne in der SZ-Wochenendbeilage. Parallel moderierte er gewöhnlich häufiger bei Funkhaus Europa (heute: WDR Cosmo). Wie konnten die ihn nur gehen lassen? Vermutlich machte irgendwann der Spiegel ein Angebot, das mann nicht ablehnen kann.
Und dort erlebte er dann diese Relotius-Sache. Und hat jetzt dazu ein bestverkaufendes Buch auf den Markt gebracht, und, wie es heute zu den Pflichten von Bestsellerautor*inn*en gehört, kein Mikrofon und keine Talkshow ausgelassen. Weiterlesen

#metoo im Bayrischen Rundfunk?

weiter unten: Nordkorea-Experte Döpfner braucht professionelle Hilfe
Der Vorgang um die Trennung zwischen Frau Degmair und dem Bayrischen Rundfunk las sich schon immer merkwürdig, als wenn der Kern der Sache sorgfältig verborgen bleiben solle. Das ist nicht unüblich, wenn sich die Konfliktparteien vor Gericht treffen. PR-Aktivitäten haben dann eine instrumentelle Funktion. So sieht es auch jetzt aus. Die Arbeitgeberseite hatte durchstechen lassen, dass die Führungsqualitäten der Frau Degmair sich als begrenzter als erwartet erwiesen hätten. Nun von ihrer Seite der Konter: Weiterlesen

Kein Medienmärchen – nur der Spiegel

Von mir hat der Spiegel noch nie eine Mark gesehen. Schon Ende der 70er Jahre lernte ich in der Praxis, dass sich die dort für was Besonderes haltenden Mitarbeiter*innen von – vom Spiegel aus gesehen – mikroskopisch kleinen Jugendorganisationen eine Weltsicht nicht durch Fakten kaputtmachen lassen wollten. Der Trick des Spiegel war und ist eine Präsentation und Schreibe, die das Gefühl vermittelt, der unbarmherzig-kritische Schreiber wisse schon “alles”, natürlich noch viel mehr, als er er hier schreibt. Unübertreffliches Beispiel war seinerzeit dir Formulierung, von wem sich Bundeskanzler Kohl “sein Ei aufschlagen” lasse. Boah, war das informiert … Weiterlesen

ARD-Archivöffnung? / Den Wolfsberg hinauf

In den 90er Jahren sprach ich mit Manni Breuckmann über die “Tagesschau vor 20 Jahren”. Sie war damals gestartet und war, wie er mir versicherte, überraschend quotenerfolgreich. Ich schaute sie auch regelmässig, sie lief damals spätabends in allen Dritten, heute noch auf Tagesschau24. Schon damals hatten wir beide Sehnsucht nach einer entsprechenden “Sportschau vor 30 Jahren”, also etwa zu Beginn der Bundesliga.
So verging die Zeit. Das Internet erschien. Und bei der ARD passierte bis heute fast nichts. Obwohl: Weiterlesen

Journalismus-Handwerk – warum immer weniger?

Zwischen 2011 und 2013 war Stefan Niggemeier 1 1/2 Jahre Angehöriger der Redaktion des Spiegel. U.a. verantwortete er seinerzeit seinen gemässigt selbstkritischen in Spiegel-online eingebetteten Spiegel-Blog. In dieser kurzen Zeit muss er eine beträchtliche Menge Feindschaften gesammelt haben. Wenn eine*r über einen Gegenstand “zuviel” weiss, schärft das im besten Falle den kritischen Blick; und im ungünstigen Fall führt es zur unbedachten Begleichung alter Rechnungen. Ich bin mir nicht sicher, Weiterlesen

Krisendramatik: Linkspartei, SZ, NZZ, Sp-on

Die sich “Die Linke” nennende Partei kam bei der Europawahl nur noch knapp über 5%. Seitdem rappelt es dort im Karton. Im Osten stirbt sie weg, die einstige “Kümmererpartei” implodiert demografisch. In urbanen Ballungsräumen des Westens gibt es Zugewinne, die das nicht aufwiegen können. Einerseits kann oppositionelle Glaubwürdigkeit erarbeitet werden – wo es gut läuft – aber konterkariert wird es dadurch, dass sie alt, auf mehr oder weniger sympathische Art “von gestern” wirken, Überbleibsel der Geschichte. Das müsste nicht so sein. Weiterlesen

Junge Welt: Paywall vergessen?

Zitternder Jörges
Die Junge Welt, publizistische Speerspitze des linken Radikalismus, kämpft, wie alle linken Medien um ihre Existenz. Ist es nun ein gutes oder schlechtes Zeichen? Heute hat sie ihre Paywall vergessen. Normalerweise wird die Hälfte der Texte online vermauert und ist nur gegen ein Abonnement zugänglich. Auf diese Art und Weise wurden z.B. zahlreiche Texte des Extradienst-Lesers Andre Dahlmeyer für mich unlesbar, sehr bedauerlich. Anders heute.
Drei Texte möchte ich besonders empfehlen: Weiterlesen

Grüne ihr Gegenwind / Ösi-Ibiza-Pop

Wie faktenfrei der Gegenwind gegen die Grünen wird, und dennoch potenziell wirksam, dafür gibt es schon sehr viele Beispiele. Zwei halte ich für aktuell aufschlussreich, weil sie einen Vorgeschmack geben auf das, was in geballter Form auf die Öffentlichkeit regnen wird. Das tut es jetzt schon. Aber es wird Gewitterformen annehmen, und dann stellt sich die Frage, wer von den Grünen dem überhaupt standhalten kann. Weiterlesen

Russland – 78. Jahrestag des deutschen Überfalls

Die meisten, die es erlebt haben, sind tot. Überlebende Täter und Opfer wollen aus gegensätzlichen Gründen nicht gerne daran erinnert werden. Politiker*innen, ausgelastet von Macht- und Rangkämpfen, auch nicht. Wer jedoch nicht bereit ist, aus der Katastrophe zu lernen, wird ihre Wiederholung nicht verhindern. Schon 1852 war bekannt: „Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.” So sah es Karl Marx. Was tut deutsche Politik dagegen? Ich weiss es nicht wirklich. Die meisten Medien interessiert es nicht. Weiterlesen

Steve van Zandt / Der “Stern” / Deutsche Frage

Wenn Politiker*innen ihr Unglück und ihre Missachtung mal wieder nicht fassen können, sollten sie sich das Leben von Steven Lento genauer anschauen. Der Spiegel kann noch positiv überraschen, z.B. mit diesem Interview, in dem sich van Zandt (ehem. Lento), wie schon der Webmaster dieser Seite, beim verstorbenen Peter Rüchel bedankt; der wäre ein gutes Beispiel für all die missachteten und beschimpften Journalist*innen und Redakteure*inn*e*n. Weiterlesen

Reste des Journalismus – Vorbote Österreich?

Das hätte es auf meinem Schulhof im Gladbeck der 70er Jahre nicht gegeben: ein RWE- und ein S04-Fan reden vor den Entscheidungen des letzten Spieltages ganz sachlich und informativ über die Lage des deutschen Fußballs der Herren, Jürgen Zurheide und Manni Breuckmann. Zurheide zeigte seinem Ressortboss Heinemann kurz zuvor noch, wie ein DLF-Moderator Anton Hofreiter ohne Schaum vorm Mund kritisch befragen kann. Weiterlesen

Aussterbende arten: Medienvielfalt

Ursprünglich wollte ich nicht mehr darauf hinweisen, was Timo Rieg/telepolis als “Journalismus für die Mächtigen” beklagt. Den meisten Leser*inne*n dieses Blogs dürfte das grundsätzlich schon lange bekannt sein. Aber dann fand ich diese fleissige Zusammenstellung von Stefan Niggemeier/uebermedien, die zeigt, mit welchen Produktionsmechanismen sich das deutsche Medienbusiness selbst sein Grab aushebt.
Es gibt gute Gegenbeispiele, ein Grosses und ein Kleines. Weiterlesen

SPD / “Mitte-Studie” / Chinafrica / Jungle World wecken

Haben Sies gemerkt? Es gibt sie noch: die SPD (das auslösende Interview mit Kühnert ist nicht frei online zugänglich; statt eigener Meinungsbildung wird die Öffentlichkeit an die Nadel der Agenturnachrichten gezwungen; nehmen Sie stattdessen diese Darstellung, die kostet nichts). Sogar der Bundesminister Scheuer, der ja so wenig zu tun und so viel Freizeit hat, bemüht sich rechtschaffen darum, die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen (zu Bild verlinke ich aus inhaltlichen Gründen nicht) und der SPD Wähler*innen zu mobilisieren. Wenn er so viel Zeit hat, nimmt er sich dann gelegentlich auch Zeit für Fachinformationen, z.B. über sein Lieblingsspielzeug E-Roller? Das halte ich nicht für gesichert. Weiterlesen

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