Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Newsletter (Seite 44 von 52)

Der Krieg ist im Kopf

Während draussen der langerwartete Landregen rauscht – Rheinpegel Bonn 160 cm – werden Krise und Krieg in die Köpfe gebimst. Entscheidend ist, was unten rauskommt. Und was das sein wird, ist gesellschaftspolitisch offener und unberechenbarer denn je. Unsere heutigen Texte behandeln es – mal wieder – alle, auf sehr verschiedene Weise. Weiterlesen

Die Bahn – wieder vom Wetter erwischt

Nur die Alten werden sich erinnern, an die unschlagbare Werbung der vielbeschimpften Deutschen Bundesbahn. Die Fahrgäste der Deutschen Bahn AG wissen hingegen von den Risiken, wenn Laub von den Bäumen fällt, oder wie gestern und heute Regen vom Himmel. Das kann einem ganzen Stellwerk und damit einer ganzen Region einen KO versetzen, so weit es die wundersame Bahn betrifft. Es war zuviel Wasser für ein Rohr, und die Elektronik war da unten, wo das Wasser hin wollte (mann nennt es Schwerkraft). “Gratulation den Pendler*inne*n, … … die es heute vermieden haben, zwischen Köln und Bonn zu pendeln.” Weiterlesen

War das Regen?

In den dunklen Abend- und Nachtstunden: das war Regen – in Beuel. Mehrere Stunden. Habbich nich gesehen, aber habbich gehört. Als ich heute Mittag rausging, war alles weg. Auf 5.000 Schritten Fussweg war 1 (in Worten: ein) Pfützchen zu sehen. Rheinpegel Bonn 123 cm. Und ein Filmbeitrag von nano/3sat sagt: Ende des Jahrhunderts sind die Alpengletscher (= Europas Trinkwasser) alle. In welchem Zustand sind die Medien, die uns darüber – rechtzeitig – schlau machen müssen? Weiterlesen

Regentage?

In der WDR-Glotze werden heute Regentage versprochen, mehrere. Ein Onlinewetterbericht verspricht uns in Bonn am Abend mittelheftiges Gewitter und in der Nacht nur kurzen Regen, eine kackwarme Nacht und einen weiteren Sommertag morgen. Rheinpegel 126 cm. Die Waldbrandgefahr soll fast verschwinden, gegen die Dürre im Boden dagegen braucht es mehr. Das ist heute nicht nur Wetter- sondern auch Klimabericht. Es ist Politik. Weiterlesen

Heisser Montag

Bei diesem Wetter ist arbeiten eindeutig gesundheitsschädlich. Aber auf mich hört ja keiner. Nicht die Extradienst-Autoren. Christian Wolf vergleicht Windows benutzen mit dem Heizlüfterkaufen: “Na, zufrieden mit Windows?”. Bei über 30 Grad in Beuel.

Bei Heiner Jüttner das gleiche Thema: “Sparen bei Frost und Hitze”. Eine lange Liste guter Ideen.

Andreas Zumach sandte mir eine lebensnahe Ströbele-Erinnerung seines Kollegen John Goetz zu: “Laudatio auf Hans-Christian Ströbele” vom Dezember 2018. Die Stelle mit dem “regelbasierten System der internationalen Beziehungen” hat mir besonders gut gefallen.

In “Kommunikationskompetenz” geht es um Gerhart Baum. Warum schafft er, wofür sich Bundesregierungen in 50 Jahren unfähig gezeigt haben? Dazu habe ich eine steile These, die mitbegründet, warum es den Ukrainekrieg gibt.

Nachdem ich das hier geschrieben habe, muss ich zum Sonnenuntergang am Rheinufer. Pegelstand 124 cm, “fallend”. Den Rhein sehen, so lange er noch fliesst.

Kommen Sie gut durch die Nacht.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Glück gehabt

Michael Kleff und ich hatten gestern was zu feiern. Das wurde im l’Olivo sehr ausführlich, unter günstigsten Wetterbedingungen – alle Schauer machten einen Bogen um Beuel. Kompetente, nette und perfekte gastronomische Gastgeber*innen. Und was das Beste war: es kamen nur sympathische Gäste. Die Lücke im Blogbetrieb füllten hochqualifizierte Gastautoren. Weiterlesen

Einsame Insel

Im Regierungsviertel in Berlin Mitte dünken sie sich auf einer Insel, weil in die Spree und in Kanäle so viel Wasser geleitet wird. In Wirklichkeit handelt es sich um eine einsame Insel, inmitten nicht von Wasser, sondern von Dürre. Vergrössern Sie sich die Schaubilder am Monitor und suchen Sie die Konturen von Berlin; sie sind eingezeichnet. Auch sonst bekommt mann dort von gesellschaftlichen Strömungen wenig mit, vor allem von der “Mehrheit gegen Waffenliefern”. Weiterlesen

Ein gutes Virus

Plötzliche unprogrammierte gesellschaftliche Entwicklungen können erstaunliche Auswirkungen haben. Der RBB-Skandal hat nicht nur einen Empowermenteffekt auf die RBB-Mitarbeiter*innen, sondern auch auf die anderer Sender und Medien. Aktuelle stürmt es im schleswig-holsteinischen Teil der NDR über einen Vorgang von 2020, den die Mitarbeiter*innen einfach nicht vergessen wollen: “RBB-Virus im NDR”. Weiterlesen

Wofür? Wogegen? Mit wem?

“Wer wird aufstehen?” In Deutschland erleben wir ein dolles Phänomen unfreiwilliger Komik. Die Herrschenden halluzinieren “Aufstände” gegen sich selbst. So, als wenn sie sie sich wünschen. Nach ihrer Vorstellung rotten sich die deutschen Nazis zusammen, als Beweis, dass es “keine Alternative” zur herrschenden Herrschaft gibt. Könnte dürftig funktionieren. Aber darauf muss mann erst mal kommen. Weiterlesen

Nicht dabeigewesen?

Viele wollen derzeit in den letzten Jahren ganz weit weg vom Berliner Lokalsender RBB gewesen sein. Es wird geheuchelt, dass sich die Balken biegen. Verantwortlich jedoch für das Desaster, das, seien wir ehrlich, so ähnlich an sehr vielen Orten der Medienproduktion aussieht, sind im Falle öffentlich-rechtlicher Anstalten die Länderparlamente, die schlicht und einfach überhaupt keine Medienpolitik gestalten, obwohl es ihre grundgesetzliche Aufgabe ist. Darüber rege ich mich auf: “Wer zurücktreten müsste …”.

In “Beweise” geht es um neue, bzw. alte aber lange zurückgehaltene Dokumente zu Stuttgart21, um Ausspracheprobleme eines professionellen Stadionsprechers, sowie um einen guten Beitrag im WDR-Magazin “Westpol”. Dieser gelobte Beitrag behandelt das Politikthema Wasser.

Der Rhein legt wieder leicht zu, in Bonn auf Pegelstand 130 cm. Aber es regnet nicht. Und soll es auch laut Voraussagen die nächsten Tage nicht, nicht in Beuel, nicht in Bonn. Es ist furchtbar.

Achten Sie auf sich.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Ungerecht

Es ist ein bisschen ungerecht, die Bonner Oberbürgermeisterin Katja Dörner im einem Text “Klassengesellschaft” mitzubehandeln, im dem u.a. von den ARD-Intendant*inn*en die Rede ist. Die Kernbotschaft des Textes ist das quälende Fehlen jeglicher materialistischen gesellschaftlichen Analyse in der vorherrschenden skandalisierten Medienberichterstattung. Unterhalb eines “Skandals” fürchten diese, würde ja “nichts” mehr wahrgenommen. Der eigentliche Denkfehler ist: wir, das Publikum, sind zu doof für komplexe Zusammenhänge. Weiterlesen

Wundersam

Was muss der Leistungssport denn noch alles anrichten, bis die üblichen Quartalsirren aufhören, sich von der IOC-Mafia einspannen zu lassen, und penetrant Olympiabewerbungen propagieren? Und wie viele Unglücke benötigt die Deutsche Bahn AG, bis sie endlich zu einem effizient arbeitenden öffentlichen Unternehmen wird? Diese Fragen werfe ich in “Gewalt gegen Körper” auf. Weiterlesen

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