Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Beuel & Umland (Seite 55 von 123)

Déja Vu

Vorgerücktes Alter schützt vor Panik. Trotzdem erzeugt in mir eine Meldung der Agentur Reuters Unruhe:  “Belarus schaltet sein neu eingeweihtes Kernkraftwerk ab, um Ausrüstung zu ersetzen”
9. November (Reuters) – Belarus hat die Produktion in seinem neuen Atomkraftwerk, das am Samstag von Präsident Alexander Lukaschenko eingeweiht wurde, eingestellt, um einige seiner Anlagen zu ersetzen, sagte sein Energieministerium in einer Erklärung am Montag. Es sagte nicht, wann die Notwendigkeit, die Ausrüstung zu ersetzen, zum ersten Mal entdeckt wurde. Weiterlesen

Demonstrationsrecht für Rechte in “Corona”-Zeiten

Sie haben es mal wieder geschafft, die staatlichen Institutionen zu verarschen. Corona-Leugner, selbsternannte “Querdenker” (Ersatz für Nachdenken), Hooligans, Neonazis, Pegida-Aktivisten, Q-Anon Verschwörungsideologen, esoterische Blasenbewohner, krasse Egoisten, und die AfD haben in Leipzig einer viel zu schwachen Polizei eine Nase gedreht. Es geht nicht nur um die von Neonazis und Hools dominierte Demo vom vergangenen Samstag. Am 9. November, der Reichsprogromnacht, darf in Dresden PEGIDA hetzen, während Gedenkveranstaltungen an die Judenhetze und Morde ab 1938 wegen “Corona” abgesagt werden. Weiterlesen

Trump&Murdoch sind auseinander

Und: Fußball als Event verschwindet
In ihrer Paywall berichtet die FAZ über das Zerwürfnis zwischen dem 89-jährigen Medientrump Rupert Murdoch und seinem langjährigen im Vergleich zu ihm geradezu jugendlichen Donald. Für was-mit-Medien-Leute, sofern sie Kompetenz besitzen, ist das keine Überraschung. Es wundert eher, wie lange Murdoch ihn stark machte. Ein Murdoch-Biograph soll behauptet haben, der Greis sei noch imstande gewesen, Trump realistisch für einen “Idioten” zu halten – spätestens seit dessen desaströsem Umgang mit der Coronakrise. Mr. Murdoch gehört mit seinen 89 klar der “Risikogruppe” an, und dürfte Weiterlesen

Tagesvergleich Rheinland-Berlin

Heute ist es aus ihm herausgebrochen. Klaus Hoeltzenbein ist Sportressortchef der Süddeutschen Zeitung. Die (und er) hat ihren Redaktionssitz in der gleichen Stadt im süddeutschen Raum, wie ein bekannter deutscher Fußballgrosskonzern, dessen Name hier nichts zur Sache tut. Hoeltzenbein lebt und arbeitet im Exil, mit all den Fährnissen, die damit verbunden sind. Würde er z.B. an diesem Ort in den Medienkrieg gegen den Fußballkonzern ziehen, Weiterlesen

Lübcke-Mord / Unsoziales Virus

Und: USA
Auch wenn die hiesigen Medien es derzeit kaum bemerken: die Welt dreht sich weiter. Und die Art, wie sie es tut, ist stark revolutionsbedürftig. Der verdienstvolle Thomas Moser/telepolis weist z.B. auf Unstimmigkeiten im Strafprozess um den Lübcke-Mord hin, die nicht nur an Vertuschungsstrategien in der NSU-Mordserie erinnern, sondern auch mit ihr personell verknüpft sind: über bezahlte Leute des Inlandsgeheimdienstes (“Verfassungsschutz”). Woran es wohl liegt, dass darüber aus den meisten Medien nichts zu erfahren ist?
Nein, es ist keine staatliche Zensur, es ist auch keine heimliche Verschwörung. Es sind offenliegende Mängel und Zwänge des real existierenden Medienkapitalismus. Er agiert in Zyklen, Weiterlesen

Ich bleibe nicht auf

Selbstreferentielle Medien machen mir heute das Leben schwer
Versuchen Sie heute mal den Tag und den Abend ohne die US-Präsidentenwahl rumzukriegen. Sie werden scheitern. Was soll der Zirkus? Vor morgen früh – frühestens! – weiss sowieso keine*r, wer gewonnen hat. Wir werden also nicht nur stunden-, sondern tagelang von Medien besendet, die es auch nicht wissen. Ein Muster mussten gestern Abend die bedauernswerten Kolleg*inn*en von ZIB2/ORF abliefern: ein Terroranschlag in Wien, sie wussten auch nichts, mussten das aber den ganzen Abend und die ganze Nacht live senden.
Und heute morgen die “Überraschung”: Weiterlesen

Atomtransport durch Beuel?

In Nordenham ist heute deutscher Atommüll angeliefert worden, “an Absender zurück”, nachdem er in Sellafield (UK) aufbereitet wurde. Viele Menschen haben was dagegen, verständlicherweise. Sie finden es nicht gut, dass die (deutsche u.a.) Atomindustrie so weitermacht, als wär’ nichts gewesen, und haben die Absicht, sie zu stören und zu verärgern. Damit habe ich mich zeitlebens ebenfalls beschäftigt.
Wenn Sie sich das deutsche Schienennetz anschauen – Nordenham liegt oben an der Wesermündung, gegenüber von Bremerhaven, das Ziel Biblis in der Nähe von Wiesbaden – Weiterlesen

Supermarktkekse

Von Günter Bannas
Er war der Hausflughafen von Gerhard Schröder und Angela Merkel. George W. Bush landete dort und Barack Obama auch: Nicht TXL aus den 1970er-Jahren, sondern der kleine Bruder, Tegels militärischer Teil, dem ganz und gar nichts Repräsentatives anhaftete. Barackenartig, backsteinrot klinkerverblendet, den Charme der Vorvergangenheit der Fliegerei verbreitend. Aus der Zeit gefallen. Kleiner noch als sein ebenfalls nicht überdimensionierter Vorgänger Köln/Wahn, der immerhin noch über einen Duty-free-Shop verfügt hatte, Weiterlesen

DFL kann in den Lockdown

Pünktlich zum Anstieg der Infektionszahlen ist in der Fußball-Bundesliga die alte langweilige Ordnung wieder hergestellt. Die Tabelle ist nach Umsatz sortiert – ausser wie immer der sportliche Ausreisser Borussia Mönchengladbach. Sie können heute aufhören, und den Kindern ein Vorbild geben, wie das Virus zu bekämpfen ist. Das Spiel des FC Köln gegen den Fußballkonzern aus dem süddeutschen Raum hat augenfällig gemacht, dass diese Art von Gespensterfussball überflüssig ist. Braucht kein Mensch. Weiterlesen

Am anderen Ufer

Im linksrheinischen Bonn ist ein Sack Reis umgefallen
In der Bezirksfraktion der Grünen. Ich nahm wahr, dass einige der jungen Grünen sich überrascht zeigten. Ich wusste das schon vor geschätzt 30 Jahren. Aber da waren die ja noch nicht auf der Welt.
Wenn Sie Zeit und Geld haben (oder ihre Daten zu verschenken an die Rheinische Post Mediengruppe, der der Bonner GA gehört), springen Sie über die Paywall und lesen hier die langweiligen Details. Neuigkeit nach meiner Schnelllektüre war keine dabei. Alle, die die Dame kennen, wussten das. Weiterlesen

Autobahn oder Bahnreaktivierung?

Wundersame Bahn LVII
In welcher Zeit lebt unsere Region? Wenn es nach dem Willen der NRW-Landesregierung und ihres Landesbetriebs Strassen.NRW geht, ist die Zeit im 20., dem Auto-Jahrhundert stehengeblieben. So wie die Leverkusener Brücke, ein Baudesaster, das sich mit der Hamburger Philharmonie oder dem Berliner Flughafen (bald) messen kann. Wird daraus gelernt? Nein, bloss nicht!
Stattdessen noch so ein Ding: im Süden von Köln soll noch so eine hin. Weiterlesen

Warum noch aufstehen?

Systemkonflikte (II)
Einen Lockdown hatten wir im Frühjahr schon geübt. Allerdings: Jahreszeit und Wetter boten weit bessere Umstände. Jetzt werden die Tage kürzer, grauer, dunkler und kälter. Welche Gründe soll es also geben, um das Bett zu verlassen? Ich habe kurz kopfgerechnet: rund 23.000 mal ist es mir gelungen, diese Frage zu beantworten. Manchmal war es nur knapp. Hier also noch ein Versuch.
Die Stimmung im Frühjahrs-Lockdown war stark durch wochenlanges Sonnenwetter begünstigt. Trotz, nein wegen des Lockdowns, bewegten sich Menschenmassen nach draussen, bemühten sich ums Abstandhalten Weiterlesen

Systemkonflikte

Viele Menschen in meinem Umfeld, mich selbst eingeschlossen, erleben die Gegenwart in einem sehr ambivalenten Sinne als aufregende Zeit. Die Klima- und die Viruskrise werden als existenzielle Gefahr erlebt, für die Art Mensch, die wir kennen- und weitgehend auch lieben gelernt haben. Diese Krisen sind sowohl Folgen als auch Antrieb für die Umwälzung globaler Machtverhältnisse. Die Meisten haben sich ein Leben lang an sie gewöhnt, Andere ein Leben lang dagegen gekämpft. Aber, ob das, was kommt, das ist, wofür sie gekämpft haben? Das erscheint unwahrscheinlich. Weiterlesen

Grammatik des Vertrauens

Kissinger überlebte Brandt – wird Fritsche Merkel überleben?
Die 2013 verstorbene Tissy Bruns erwähnte mir gegenüber einmal Bernd Greiner. Ich war mir nicht sicher, was sie mir damit signalisieren wollte. Wir waren 1981/82 beide im Vorstand der Vereinigten Deutschen Studentenschaften (VDS), sie für den MSB, ich für den LHV/Jungdemokraten, vertraten gemeinsam die VDS im Koordinierungsausschuss der Friedensbewegung und pflegten, so nannte sie das, regelmässig das “politisch-persönliche Gespräch (PPG)”, gerne im damaligen Café Rittershaus in der Kaiserstrasse. Hatte sie mit Greiner “was” gehabt? Ich weiss es nicht. Auf jeden Fall hat sie sehr viel von ihm gehalten, und das war verständlich. Weiterlesen

Die Kanzlerin

Von Günter Bannas
Angela Merkel hätte sich 2016 besser anders entschieden. Zur fraglichen Zeit war die sogenannte Flüchtlingskrise bewältigt, wie derlei Herausforderungen eben zu bewältigen sind. Griechenland war „gerettet“ und die Euro-Krise war behoben, wie solche Krisen nun mal zu beheben sind. Merkel hätte mit Fug und Recht sagen können, ihrem Nachfolger das Land in einem geordneten Zustand hinterlassen zu haben. Offenkundig hat sie das auch lange erwogen – so lange wie noch nie ein Kanzler zuvor. Weiterlesen

Gefährliches Tauwetter

Und: die fremden Medien-Onkel (und -Tanten)
Als Fahrradfahrer mag ich Tauwetter weit lieber als Schnee und Eis, bin also im Rheinland richtig. Zweifellos ist dennoch das Tauwetter weit weg, an den Polen, wo mich selbst Kreuzfahrtschiffe nie hinlocken könnten, gefährlich. Nicht weniger, wenn es in Grönland, Sibirien und Kanada Permafrostböden auftaut und Unmengen an klimaschädlichem Methan freisetzt. Kurzfristig noch gefährlicher ist es, wenn “eingefrorene Konflikte” wieder heisslaufen. Weiterlesen

Spätes Aufwachen

Wo ist Seehofer? Bundeskanzlerin kommt von der Ersatzbank / Wundersame Bahn LVI
10 Monate ist das Covid-19-Virus jetzt weltweit bekannt. An Neujahr hat China es an die WHO gemeldet. 10 Wochen benötigten Politik und Bürokratie in Deutschland, um es ernstzunehmen. Und jetzt Überraschung: die Pendler*innen*region Deutschlands ist “Risikogebiet” geworden. Wer selbst schon mal pendeln musste (bei mir waren es 18 Berufsjahre), wundert sich, dass es so lange gedauert hat. Jetzt wacht sogar das Parlament “schon” auf. Weiterlesen

Empathie für Blinde

Gezielte Zahlenverwirrung / Auslieferung des Schulsystems / Erinnerung an Melina
Jammern hilft zwar nicht. Aber vielleicht fühle ich mich danach besser. Als stark kurzsichtiger Brillenträger steigert die Maskenpflicht in Beueler Strassen, der ich in der Friedrich-Breuer-Strasse wg. drangvoller Enge durch parkende SUVs sowieso schon nachgekommen war, meine persönliche Unfallgefahr. Die Tröpfchen, auf denen das Virus so gerne reitet, sind auf meinen Brillengläsern gut zu sehen – und sonst nichts. Wenn ich also auf eng vorbeifahrende Autos (und Fahrräder!) einen leicht taumelnden Eindruck mache, liegt es nicht am Alkohol. Wenigstens fand ich im Edeka einen Mitarbeiter, der mir eine passende Glühbirne aus dem Regal suchen konnte. Weiterlesen

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