Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Bonn (Seite 20 von 32)

Köln21 – Bonn21

Weil ich den Kölner Stadtanzeiger wegen seiner Paywallpolitik nicht mehr lese, ist es mir entgangen. Im Express, zu dem ich bei Olivotti regelmässig greife, habe ich das Thema nicht vorgefunden. Zu den ins Bodenlose sinkenden verkauften Auflagen dieser Organe finden Sie hier aktuelle Informationen. Ein irrer Architekt mit dem Stadt-Anzeiger im Rücken, und vermutlich noch einigen kapitalgewichtigen Lobbyinteressen mehr, will den Hauptbahnhof und den Eisenbahnverkehr auf der Hohenzollernbrücke …, na was wohl, Weiterlesen

Gemeinwohl – wie weiss und männlich?

Der weisse Mann Josef Janning gab mir Anfang der 80er Jahre seine Stimme bei den Fachschaftswahlen am Seminar für Politische Wissenschaften der Universität Bonn. Er sprach heute morgen im DLF-Magazin “Europa heute” zur Österreich-Affäre und warnte vor zu grossen Hoffnungen im europäischen Kampf gegen Rechts. Der weisse Mann Norbert Mappes-Niediek, mit dem ich zu jener Zeit AStA-Koalitionen aushandelte (er, der heute im schönen Graz lebt, für den SHB, ich für den LHV), hebt ein Bonn-Buch in der FR hervor, Weiterlesen

Reste des Journalismus – Vorbote Österreich?

Das hätte es auf meinem Schulhof im Gladbeck der 70er Jahre nicht gegeben: ein RWE- und ein S04-Fan reden vor den Entscheidungen des letzten Spieltages ganz sachlich und informativ über die Lage des deutschen Fußballs der Herren, Jürgen Zurheide und Manni Breuckmann. Zurheide zeigte seinem Ressortboss Heinemann kurz zuvor noch, wie ein DLF-Moderator Anton Hofreiter ohne Schaum vorm Mund kritisch befragen kann. Weiterlesen

Marinić / Brugger / Witwe Siebeck / Berg

Ich muss meiner Bewunderung kluger, schöner Frauen an dieser Stelle mal wieder freien Lauf lassen. Sie können ja wegklicken.
Jagoda Marinić
Jagoda Marinić, ich weiss nicht, wo sie die Zeit hernimmt für ihre umfangreiche Kolumnenschreiberei. Nicht alle lese ich, mit dem Verdacht, dass ich ja sowieso ähnlicher Meinung bin. Das gilt auch für das, was sie für die taz am Wochenende über die “Vierte Gewalt” schrieb. Meine Kritik an ihrem Text: Weiterlesen

Fahrradklima – für Bonn dumm gelaufen

18. Platz von 25, in der Grössenklasse 200-500.000 liegt das sehr, sehr bergische Wuppertal drei Plätze vor Bonn. Bochum, Chmnitz, Oberhausen, die pleiteste Stadt NRWs, Rostock, Braunschweig, alle vor uns. Gesamtnote Bonns: 4,22 – Versetzung gefährdet. Könnte sich fridaysforfuture auch darum kümmern? Die armen, engagierten Schüler*innen drohen zur Projektionsfläche für alle möglichen Hoffnungen auf mehr Vernunft zu werden.
Immerhin, in einem Punkt hat sich Bonn vor den Tabellenzweiten seiner Grössenklasse, Münster (neuer Erster: Karlsruhe), gesetzt: Weiterlesen

Das Brücken-Desaster

Nein es soll hier mal nicht um das lokaltypische Bonner Selbstmitleid gehen. Nicht alles in dieser Stadt läuft schlecht. Allgemein war vorhergesagt worden, dass mit der Sanierung und langjährigen Teilsperrung der Kennedybrücke das Wirtschafts- und Alltagsleben in dieser Stadt zusammenbrechen werde. Von 2007-2011 dauerten die Bauarbeiten. Und nichts brach zusammen, im Gegenteil. Der reduzierte Autoverkehr verbesserte Luft- und Lebensqualität. Die Baukosten waren 10 Mio. höher als geplant, statt rund 40 auf rund 50 Mio. Welches Bauprojekt kann heute mit dieser Kostensteigerung von 20% glänzen? Weiterlesen

Im Gau-Land

Stefan Krempl/heise online meldet die “Handlungsunfähigkeit der öffentlichen Hand”. McKinsey soll herausgefunden haben, dass sie droht. Und lobt, bei dieser Autorenschaft keine Überraschung, den Austausch von IT-Mitarbeitern zwischen Deutscher Bank und Bundesinnenministerium. Die Privatisierung des Regierens schreitet voran, nicht nur beim Abfassen von Gesetzentwürfen. Die Stadt und der Staat als Konzern ist die ultimative Traumperspektive aller Neoliberalen und sie treiben es voran, egal wie wir wählen und abstimmen. Weiterlesen

Wundersame Bahn (XVII)

Hinfahrt von Bonn nach Essen – 5 Minuten Verspätung geben Gelegenheit, das Baugeschehen rund um den Hbf. zu betrachten. Er ist jetzt auf beiden Seiten so eingemauert, dass garantiert keine bauliche Kapazitätserweiterung mehr möglich ist. Die Bahnsteige sind heute schon für die aktuelle Fahrgastbelastung zu schmal. Ja, Fahrgäste sind eine Belastung. Problemlose Fahrt nach Essen. Erst dort scheitert es an der U-Bahn. Die Anzeige zählt die Minuten nicht runter sondern rauf. Bei 10-Minuten-Takt war es zu verschmerzen. Danke Schwarze Null!
Rückfahrt nach Bonn: Weiterlesen

Julia Reda / mare-TV Israel

Frau Reda ist geborene Bonnerin und im EU-Parlament gegenwärtig die natürliche Gegenspielerin des irrlichternden Bonners Axel Voss. Im DLF erklärte sie heute unaufgeregt, faschlich-sachlich-professionell – und argumentativ KO-wirksam für Voss – die Fehler der EU-Urheberrechtsnovelle, die Voss und seine CDU/EVP im Interesse der die Welt nicht mehr verstehenden Zeitungskonzerne durchzusetzen auf dem Weg sind. Es wird nicht so bleiben können. Weiterlesen

Jugendherberge Bonn 1972

Der General-Anzeiger gönnt der Jugendherberge auf dem Venusberg heute eine freundliche PR-Geschichte. Ich war 1972 erstmals dort zu Gast. Damals waren an diesem Haus nur drei Dinge gut: die Lage, die Lage und die Lage. Wir waren nämlich Nachbarn von Willy Brandt, zu jener Zeit Bundeskanzler auf der Höhe seines Schaffens.
Wir kamen auf Klassenfahrt, ich war 15, einer der Jüngsten in meiner Klasse, die meisten waren 16 oder 17, und vor allem: junge Damen. Weiterlesen

Karneval in Bonn – Informationen für Flüchtlinge

von der Stadt BonnHinweis d. Red.: gemeint sind jetzt nicht all die, die am Flughafen oder auf der Autobahn stehen, um abzuhauen, sondern die Andern, die hergekommen sind, weil sie glauben, hier sei es sicherer.
Der Karneval ist eine jahrhundertealte Tradition. Die Menschen verkleiden sich, feiern, singen und tanzen zusammen. Sie veranstalten Karnevalsumzüge in vielen Stadtteilen und in der Innenstadt. Überall finden Karnevalsfeiern statt. Besonders Kinder lieben Karneval wegen der Kostüme und der Süßigkeiten.
In vielen Kulturen ist es üblich, dass sich der Narr über die Herrscher lustig machen darf, ohne dafür bestraft zu werden. Im Rheinland darf das Weiterlesen

Fahrräder – es wird zuviel

Demnächst wird mir die Buslinie 550 weggenommen. Mit der erreiche ich von meiner Haustür aus meinen Hausarzt in Porz-Wahn. Wenn ich zur frühmorgendlichen Sprechstunde (ab 7 Uhr geöffnet, Herr Spahn!) losfahre, sehe ich gegenüber auf der Niederkasseler Strasse den täglichen Stau, Licht an Licht. Mein Bus hat eine eigene Spur, fährt zügig (!) daran vorbei, um diese Zeit antizyklisch.
So was ähnliches ist mir auf dem Fahrrad jetzt auch passiert. Weiterlesen

1€-ÖPNV-Ticket / Sonneborn

Mein geschätzter Mitautor Rainer Bohnet hat sich für den VCD öffentlich beschwert, die Stadtwerke würden für das 1€/Tag- bzw. 365€-Jahresticket zuwenig werben. Das stimmt, einerseits. 1.000 Bonner*innen sollen immerhin eins der 17.000 zur Verfügung stehenden erworben haben. Ich nicht. Seine Erfindung war Ausfluss eines Deals zwischen Stadt und Bundesregierung, um um Dieselfahrverbote herumzukommen, ohne die Autoindustrie zu belästigen. Weiterlesen

Deutsche Post / Deutsche Bank

In Bonn überwiegt die Ansicht, dass der Verbleib der einstigen bzw. Noch-Staatsunternehmen Telekom und Post ein Segen sei. Zahlreiche gut qualifizierte Arbeitsplätze plus zahlreiche Dienstleistungsunternehmen drumherum. Doch Strukturen grosser Konzerne können sich auch wie Mehltau auf Lokalpolitik, Kultur und kommunikative Strukturen einer kleinen, abhängigen Stadt legen. Das prominenteste Beispiel der mittelalten Vergangenheit dieser Stadt war die Diskussion um ein “Festspielhaus”, deren Neuauflage in anderer Verkleidung aber ähnlicher Sozialstruktur sich jederzeit wiederholen kann.
Unbeachtet von der lokalen Öffentlichkeit hinterlassen die gleichen Akteure immer noch Spuren der Verwüstung. Weiterlesen

Bonn? – Woanders ist auch schlimm: München

Ich gebe zu, ich neige auch oft dazu: weil ich mich hier auskenne, viele Leute, viele Ämter, mit vielen täglich zu tun hatte oder noch habe, es hier für besonders schlimm zu halten. Ist aber Quatsch. Bonn ist klein, unwichtig, und in fast keiner Weise besonders, im Vergleich zu anderen deutschen Klein- oder Mittelstädten. Hier sind mehr Hügel um die Stadt herum, ein breiter Fluss in der Mitte, überdurchschnittlich viele renitente Bildungsbürger*innen (und damit Grün-Wähler*innen) – und Köln in unmittelbarer Nähe.
“Skandale”, wie die WCCB-Affäre oder die Kostenentwicklung öffentlicher Bauten (Beethovenhalle), Weiterlesen

Wieviel Region braucht der Mensch?

Das ist zunächst eine philosophische Frage, die mit der Identitätsfindung und mit dem inflationsmäßig verwendeten Heimat-Begriff korrespondiert. Ganz paraktisch wird es, wenn man sich Deutschland ansieht und dabei politische Strukturen erkennt, die Regionen wirtschaftspolitisch im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig machen sollen. So wird z.B. das Rheinland und die Region Köln-Bonn gezielt als polyzentrischer Raum vermarktet. Dabei gilt es kulturelle Barrieren und Abgrenzungen zum Ruhrgebiet und zu Westfalen zu überwinden. Weiterlesen

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