Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Newsletter (Seite 50 von 53)

Wahlsonntag, grosser

Günter Bannas’ Text über “Grüne Stars” hat sich auf die NRW-Landtagswahl bezogen als richtig erwiesen. Annalena Baerbock und Robert Habeck wird über Parteigrenzen hinweg eine professionelle Selbstdarstellung bescheinigt, die sich im abgelaufenen NRW-Landtagswahlkampf auf die grüne Spitzenkandidatin Mona Neubaur auszahlt. Die Bilder stimmten. Die Jungs sahen gegen sie “alt” aus. Weiterlesen

Beim WDR war wieder keine*r zuhause

Viele von Ihnen interessieren sich nicht für Fussball. Aber vielleicht für den Zustand unserer öffentlichen Medien. Diese haben einen gesetzmüssigen Auftrag ihr Publikum journalistisch zu informieren, auch über Fussball. Und dem nicht lediglich attraktive Werbeflächen anzubieten, wie es die ARD-Sportschau “vorbildlich” macht. Allerdings haben sie sich den vorletzten Bundesligaspieltag, der bislang wie heute der Letzte zu einheitlichen Anstosszeiten stattfand, und also die ARD-Sportschau exklusiv gefüllt hätte, schon abschwatzen lassen. Weiterlesen

Verstehen oder nicht

Professorin Ulrike Guérot wird von den Studierenden, die das Studierendenparlament der Uni Bonn besetzen, nicht verstanden. Diesem Unmut haben sie mit einer Resolution Luft gemacht, und Helmut Lorscheid kommentiert das: “Ulrike Guérot: Zu friedlich für Uni-Jusos”. Ich war und bin immer für das – von zahlreichen Gerichten untersagte – “politische Mandat” der Studierendenschaft gewesen, auch in diesem Fall. Aber wer sich in den Wind stellt, bekommt ihn auch. In diesem Fall ist es als Hochschulangelegenheit verkleidet – es geht aber um den Ukrainekrieg. Weiterlesen

Vom Krieg

Warum der gestrige Newsletter ausgefallen ist, lesen Sie in “Wundersame Bahn XCIII”. Der Bahnknoten Köln bleibt ein Knoten.

Die meisten Beiträge handeln leider weiterhin “Vom Krieg”. Im Beitrag gleichen Titels wurde eine Frage aufgeworfen, die ich als Frage in einem Kommentar unter Reinhard Olschanskis “Faschistische Wurzeln der Putin-Ideologie” weitergereicht habe. Die Diagnosen über den Charakter des Putinregimes, auch in meinem Beitrag “Russland-Astrologie”, der kurz nach Mitternacht kommt, behandelt, liegen weit weniger auseinander, als die Lehren, die daraus zu ziehen sind. Weiterlesen

Sommer im Mai

Ohne Krieg könnte es ein schöner Frühling sein. Allerdings nicht ohne Regen. Der Dürremonitor sieht in NRW sich ausweitenden “Trockenstress” und für den Gesamtboden bis in 1,80 m Tiefe “ungewöhnlich trocken” für die grösseren Flächen. Dass es woanders schlimmer ist, macht es nicht besser. Wenn ich heute schrieb “Klimawandel hat auch Gutes”, meinte ich jedoch nicht das sommerhafte Frühlingswetter. Weiterlesen

8. Mai

Deutsche Medien spekulieren viel, was der rätselhafte Herr Putin dieser Tage macht. Wird er übelnehmen? Und wie sehr? In den Hintergrund gedrängt wird, wie Deutschland mit dem 77. Jahrestag seiner Befreiung vom Faschismus durch die Alliierten umgeht. Welche Lehren sind zu ziehen? Oder ist schon alles erledigt? Weiterlesen

Untergraber*innen

Neues aus den USA. Schon einige Zeit wird dort die Gewerkschaftslandschaft umgegraben, und – Überraschung! – nicht nur zum Schlechten. Vor gut einem Jahr hiess es bei Jacobin, die Tech-Elite stünde mit den Gewerkschaften “auf Kriegsfuss”. Das ist einerseits richtig, aber nicht in Beton gegossen. Die Alphabet Workers Union hält das weder von der Arbeit noch von politischem Engagement ab: “Google untergräbt Mindestlöhne”. Weiterlesen

Ösenzange und Rüpel

Christian Wolf liefert Ihnen heute eine Orientierungshilfe zu Suchmaschinen. Seien seien Sie ehrlich: sie benutzen auch die eine, oder? Es ist gar nicht schwer, das zu ändern. Ich habs selbst ausprobiert: es geht und tut nicht weh. In “Wandel durch Handel,” erfahren Sie mehr.

In “Rüpel” (Plural) geht es um solche, die viel harmloser sind, als die meisten glauben, und solche, die weit gefährlicher sind, als die meisten denken. Weiterlesen

Ein Guter weniger

Uli Röhm ist gestorben. In seiner politischen Jugend war er Jungdemokrat. Als erwachsener ZDF-Redakteur ein engagierter, auch illusionsloser Gewerkschafter. “Ein sehr witziger schwäbischer Landsmann … und ein guter Journalist … immer aktiv, voller Ideen … habe gerade erst durch Google erfahren, dass er aktiver Protestant war… halt en Sauschwob :-)” schreibt eine Freundin, die ihn ein wenig besser kannte als ich. Hoffen wir, dass ähnlich Gute nachkommen. Weiterlesen

Handbuch

Wenn Bundesaussenministerin noch ein Strategiehandbuch für Aussenpolitik gemäss ihres Amtseides (“Schaden abwenden”) bräuchte, könnte sie bei Martina Fischer anfangen: “Die Hoffnung nicht aufgeben” ist eine Übernahme vom Deutschland Archiv und der Bundeszentrale für politische Bildung, die, ihrem Namen folgend, derzeit mächtig was zu tun hat. Ich fürchte nur: in der Regierung ist es nicht nur eine Frage der Bildung und guter oder schlechter Beratung, sondern eine Frage der “Interessen” (Egon Bahr). Weiterlesen

Behaglich

Einen behaglichen Sonntag habe ich Ihnen gestern gewünscht. Ich hatte ihn.

Günter Bannas beschäftigt sich in seiner Kolumne “Ampelschaltungen” mit den kommenden Landtagswahlen: in ener Woche Schleswig-Holstein, in zwei Wochen NRW – und am 9. Oktober Niedersachsen. In Schleswig-Holstein wird sich wenig verändern, in NRW vielleicht ein bisschen mehr – oder auch nur sehr wenig. Umfragen sind keine Wahlergebnisse. Weiterlesen

Wahlkampf

In zwei Wochen ist NRW-Landtagswahl. Meine Stimme ist schon weg. Ich bin immer unter den ersten Wähler*inne*n im Beueler Wahlbüro. Ich könnte ja noch unters Auto kommen. Oder – noch schlimmer – es mir anders überlegen. Ist mir bei dieser Wahl erstmals passiert. Zu spät. Helmut Lorscheids Text “Wen wählen?” also ebenfalls – für mich zu spät. Andererseits: immer mehr Menschen überlegen es sich erst im letzten Moment. Weiterlesen

Trash aushalten

In diesen Tagen erweist es sich für mich als überaus gesund, unter richtige Menschen zu gehen. Egal ob Sozis, Liberale oder Grüne – wir kriegen trotz geduldiger Versuche keinen Streit, weil wir alle zu den von Forsa identifizierten Mehrheiten gehören. Einige Sozis machen sich – das müssen Sie sich mal vorstellen, Sorgen um die grüne Oberbürgermeisterin, weil die auf Beleidigungen bei Facebook persönlich reagiert – zumindest sieht es für sie so aus (ich bin in der Blase nicht, und kenne das nicht). Weiterlesen

Verrannte Medien

Blasen gibt es nicht nur in asozialen Netzwerken. Berlin, und hier lediglich die Bezirke mit Hauptstadtfunktionen (“Mitte” und die Edel-Wohnbezirke), ist eine recht analoge Blase. Ebenso Redaktionsstuben in Hamburg, Köln oder München. Die Arbeit ist dort so verdichtet, die Konkurrenz- und Seilschaftenkämpfe so intensiv, dass zu Alltagskontakten zum wahren Leben da draussen kaum Zeit bleibt. Die darin gefangen sind, sind Täter*innen und Opfer zugleich. It’s the economy, stupid! Weiterlesen

Notwendigkeit der Vergeblichkeit

“ZU spät” sei UN-Generalsekretär António Guterres nach Kiew und Moskau gereist, meint Andreas Zumach in “Begrenzte Rolle”. Zu spät, um den Beginn des Krieges zu verhindern. Um ihn zu beenden, ist es nie zu spät. Dass Waffenlieferungen sein Ende beschleunigen, meinen die, die glauben, er sei militärisch zu gewinnen. Alle andern können nur auf Gespräche, Verhandlungen, Diplomatie – üblicherweise zusammengefasst unter dem Begriff “Politik” – setzen und hoffen. Weiterlesen

Krisen und ein Trauerfall

Meine grösste Überraschung war heute unser neuer Gastautor Wolfgang Kubicki. Dem bin ich zuletzt Ende der 70er Jahre persönlich begegnet, bei Bundeshauptausschüssen der Jungdemokraten. Wir NRWler benötigten ihn gelegentlich für Mehrheitsbildungen, hatten aber nie das Gefühl, uns auf ihn verlassen zu können. Daraus hat der Mann offensichtlich ein sehr erfolgreiches Geschäftsmodell gemacht. Aber in unserer guten Meinung über den verstorbenen Klaus Gärtner sind wir uns einig. Weiterlesen

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